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SG Sonnenhof Großaspach
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Aspacher PUMA-Tage 2009

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Aus der Presse


vom 9. bis 11. Juli 2009

Herzlich Dank für Ihren Besuch
im Großaspacher Fautenhau




SG Sonnenhof Großaspach
Regionalliga

1899 Hoffenheim
Bundesliga

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0

Mazzola trifft: SG besiegt Rangnick-Team
Quelle:
Backnanger Kreiszeitung am 10. Juli 2009

Ein Fußballfest mit einem verdienten Erfolg für den Außenseiter. Für die SG Sonnenhof Großaspach hätten die Puma-Tage im Fautenhau nicht besser beginnen können. Durch ein Tor von Nicolo Mazzola besiegte der Regionalliga-Aufsteiger gestern Abend den Erstligisten TSG 1899 Hoffenheim mit 1:0.

Von Heiko Schmidt - Ausgelassene Stimmung im Großaspacher Fautenhau. Dafür gab es auch einen guten Grund. Gefeiert wurde nämlich eine Sensation. Und für die hatte die SG Sonnenhof gesorgt. Der Viertligist überzeugte im ersten Testspiel unter dem neuen Trainer Jürgen Hartmann auf der ganzen Linie. Der Lohn dafür war der 1:0-Erfolg gegen den Bundesliga-Siebten 1899 Hoffenheim. Das goldene Tor erzielte Nicolo Mazzola, der in der Saison 2008/2009 besonders im WFV-Pokal für die entscheidenden Treffer gesorgt hatte.

Auch gestern hatte der SG-Stürmer den richtigen Riecher. Er nahm in der 30.Minute einen Pass von Zugang Shaban Ismaili auf und lief frei auf Timo Hildebrand zu. Mit einem gefühlvollen Heber überwand Mazzola den Hoffenheimer Schlussmann. „Ich hatte die gleiche Situation einen Tag zuvor beim Training. Da habe ich die Chance versiebt“, sagte der Großaspacher. Gegen Hoffenheim nutzte Mazzola aber die Möglichkeit. Er machte sich mit diesem Treffer selbst ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk, denn der Offensivakteur wird am Sonntag 24.

Der Angreifer zeigte wie seine Mannschaftskollegen eine starke Partie. Zwar spielte der Bundesligist aus dem Kraichgau feldüberlegen, aber spätestens am SG-Strafraum war fast immer Schluss. Lediglich zwei Möglichkeiten verhinderte die sonst starke Defensive der Großaspacher nicht. Bei seinem Comeback schlug Hoffenheims Torjäger Vedad Ibisevic drei flinke Haken, schoss dann aber am SG-Kasten vorbei (12.). Zwei Minuten vor der Pause traf Marco Terrazzino aus Nahdistanz den Außenpfosten. Hingegen hätte es durchaus auch 2:0 für Aspach stehen können. In der 40. Minute senkte sich eine Flanke von SG-Außenverteidiger Anton Pelipetz über Hildebrand hinweg, landete aber hinterm Tor. Die 3200 Zuschauer rieben sich in der Halbzeit verwundert die Augen, denn sie hatten eine so starke Aspacher Elf und ein so schwaches Hoffenheimer Team nicht erwartet.

Nicolo Mazzola, Torschütze: "War nur ein Testspiel." - Und ein mega Tor...!!!Nach der Pause ging das Fußballfest weiter. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick schickte eine komplett neue Elf auf den Rasen. Bei den Gastgebern war nur noch Torhüter Kevin Kraus von der Startformation übrig geblieben. Bei solchen Wechselspielen geht sonst der Spielfluss verloren. Aber nicht gestern Abend. Hoffenheim war weiter feldüberlegen, allerdings ohne große Durchschlagskraft. Großaspach kämpfte jedoch bärenstark. Wie schon in der ersten Halbzeit kreuzte der Favorit nur zweimal gefährlich vor dem Sonnenhof-Gehäuse auf. Nationalspieler Tobias Weis traf aus spitzem Winkel das Außennetz (54.). Carlos Eduardo verfehlte mit einem Flachschuss das angepeilte Ziel (70.). Auf der Gegenseite strich ein Schuss von Shiprim Binakaj knapp am Pfosten vorbei (76.). Dies war aber nicht weiter tragisch, denn nach dem Abpfiff stand der große Coup der SG fest.

Von drei Hauptgründen für die Niederlage redete TSG-Trainer Ralf Rangnick. Er sprach von einem „gut und aggressiv verteidigenden und taktisch überzeugenden Gegner“. Er erwähnte „extreme Müdigkeit bei uns“ und merkte an, dass der Platz für das Kombinationsspiel seines Teams nicht förderlich war. Hingegen freute sich Werner Benignus über den 1:0-Erfolg seiner SG – auch wenn das nicht ganz sein Wunschergebnis war. Der Vorstandsvorsitzende der Abteilung Fußball hatte vor Spielbeginn auf ein 4:4, 5:5 oder ein 5:4 für Großaspach getippt. Trotzdem strahlte er nach dem Abpfiff mit den Zuschauern, denn es war ein gelungenes Fußballfest.

SG Sonnenhof Großaspach: Kraus – Pelipetz (46. Wengert), Grab (46. Nierichlo), Aupperle (46. Binakaj), Franz (46. Cimander) – Ismaili (46. Schmiedel), Marschlich (46. Adamos), Rehm (46. Biyik), Deiß (46. Bonsignore) – Mazzola (46. Ruiz-Maile), Krasniqi (46. Röcker). – TSG 1899 Hoffenheim: Hildebrand (46. Haas) – Conrad (46. Ibertsberger), Simunic (46. Nilsson), Compper (46. Alex), Eichner (46. Schlottner) – Groß (46. Weis), Gustavo (46. Kamavuaka), Salihovic (46. Eduardo) – Obasi (46. Vukcevic), Ibisevic (46. Wellington), Terrazzino (46. Maicosuel). – Tor: 1:0 (30.) Mazzola. – Schiedsrichter: Steinberg (Korntal-Münchingen). – Zuschauer: 3200.

Stimmen zum Spiel

Wieder mit Vedad Ibisevic und weiter mit Demba Ba

Von Steffen Grün - Trotz der 0:1-Niederlage mit Hoffenheim in Großaspach wird Vedad Ibisevic das gestrige Testspiel im Fautenhau immer in guter Erinnerung behalten. Es steht für sein Comeback nach dem Kreuzbandriss, den sich der 24-Jährige am 14. Januar diesen Jahres zugezogen hatte. Er gehörte zu den elf Fußballern, die Trainer Ralf Rangnick in der ersten Hälfte einsetzte. „Ich freue mich riesig über mein Comeback“, sagte Ibisevic nach der Begegnung: „Es macht sehr viel Spaß, wieder mit den Jungs zu trainieren und zu spielen.“ Für seinen Coach ist die Rückkehr natürlich ebenfalls ein Glücksfall. „Er hat in zwei, drei Situationen schon aufblitzen lassen, was er drauf hat“, stellte Rangnick fest.

Das durfte Fabian Aupperle aus nächster Nähe beobachten. Aspachs Innenverteidiger zollte Ibisevic großen Respekt für dessen Leistung im ersten Spiel nach dieser langen Pause. Ein Lob aus berufenem Munde, denn der SG-Kicker hatte dieselbe Verletzung auch schon. „Ich weiß ja selbst, wie es nach einem Kreuzbandriss ist“, sagte der 23-Jährige. Aupperle weiß aber auch: „Er kann noch nicht so weit sein, wie er vorher war.“ Ibisevic widerspricht nicht, sondern kündigt an: „Ich werde weiterhin hart arbeiten, um die alte Form zu erreichen.“ Die Form aus der Hinrunde der Vorsaison, als der Bosnier mit 18 Treffern einen großen Anteil am Gewinn der Herbstmeisterschaft hatte.

Wie auch sein Stürmerkollege Demba Ba. Um ihn und den möglichen Wechsel zum Erstliga-Rivalen VfB Stuttgart hatte es zuletzt wochenlange Diskussionen gegeben. Sie gehören der Vergangenheit an. „Demba bleibt in Hoffenheim – ganz sicher“, verkündete Manager Jan Schindelmeiser nach dem Abpfiff in Großaspach. Von „viel Lärm um nichts“ sprach Rangnick im Zusammenhang mit dem jetzt zu den Akten gelegten Thema Ba-Abschied.

Die Ruhe selbst war nach dem Spiel der neue Trainer der siegreichen Hausherren. „Das ist gut für die Moral und ein weiterer Motivationsschub“, konstatierte Jürgen Hartmann lediglich und verwies sonst darauf, dass es eben nur ein Test gewesen sei. Angst, die Kicker könnten den Erfolg überbewerten, braucht der 46-Jährige aber kaum zu haben. Das bewies unter anderem die Aussage des Torschützen. „Es war nicht mehr als ein Testspiel“, verkündete Nicolo Mazzola. Teamkollege Aupperle blies ins selbe Horn. Die Leistung sei für das erste Vorbereitungsspiel „ganz gut“ gewesen, stellte der Abwehrspieler fest. Man hätte ihm beinahe etwas mehr Übermut gewünscht. Seinem Trainer wird das Understatement aber gut gefallen. Denn für Hartmann ist klar, dass die Bäume für den Regionalliga-Neuling nicht in den Himmel wachsen. „Für uns geht es nur darum, die Klasse zu halten“, kündigt der Ex-Profi an. Ab dem ersten Spieltag und damit dem Heimspiel gegen den 1. FC Eintracht Bamberg, das beim gestrigen Staffeltag in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main auf Sonntag, 9. August, terminiert wurde. Um 14 Uhr ertönt im Frankenstadion in Heilbronn der Anpfiff.

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Vedad Ibisevic ist zurück
Quelle: Die Internetplattform "
Goal.com" berichtet am 9. Juli 2009

Nach einem halben Jahr hat sich der Stürmer in einem Testspiel für die TSG wieder zurückgemeldet. Ein Treffer gelang ihm nicht – den schaffte nur der Gegner und sorgte damit für eine Blamage für den Bundesligisten.

(db) Sinsheim. Vedad Ibisevic hat bei der TSG 1899 Hoffenheim am Donnerstag in einem Testspiel sein Comeback gefeiert. Das war allerdings auch der einzige Lichtblick für den Bundesligisten, denn er verlor gegen den Viertligisten SG Sonnenhof-Großaspach mit 0:1.

Warnung für Stuttgart

Im Januar hatte sich Ibisevic einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel deshalb für die gesamte Rückrunde aus. Im Testspiel überstand der Angreifer einen Einsatz über 45 Minuten ohne Probleme. Die dürfte jetzt allerdings der
VfB Stuttgart einkalkulieren, denn er ist der kommende Pokalgegner der SG Sonnenhof Großaspach.

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Niederlage in Großaspach - Ba bleibt bei 1899
Quelle: Unser Gegner "
1899 Hoffenheim online" auf ihrer Homepage am 9. Juli 2009

Im zweiten Test nach Saisonstart musste 1899 Hoffenheim eine Niederlage einstecken. Gegen Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach unterlagen die Kraichgauer mit 0:1 (0:1).

Vor 3.200 Zuschauern im Sportpark Fautenhau feierte Neuzugang Josip Simunic sein Debüt im Dress der Hoffenheimer. Auch Vedad Ibisevic kehrte nach halbjähriger Verletzungs-Abstinenz in den Kreis der Startelf zurück. Dem Bosnier blieb sogleich die erste gute Gelegenheit vorbehalten. Ibisevic setzte sich im Strafraum gegen drei Gegenspieler durch, sein Schuss ging jedoch knapp am langen Pfosten vorbei (13.). 1899 bestimmte weiter das Geschehen, Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Besser machten es die Gastgeber. Nach 30 Minuten tauchte Nicolo Mazzolo frei vor Timo Hildebrand auf und überlupfte den Keeper zur Führung für den Regionalligisten. Gelegenheit zum Ausgleich vor der Pause boten sich Pascal Groß mit einer Direktabnahme (35.) sowie Marco Terrazzino (43.), beide blieben aber ohne Erfolg.

Chef-Trainer Ralf Rangnick schickte zu Beginn der zweiten Halbzeit eine auf allen Positionen veränderte Formation auf den Platz. Gegen gut organisierte Großaspacher tat sich 1899 Hoffenheim nach anstrengenden Trainingstagen weiterhin schwer. Bis zur 71. Minute dauerte es, ehe Carlos Eduardo das Tor der SG mit einem Flachschuss in Gefahr brachte. Der Ball des Brasilianers verfehlte sein Ziel seitlich. Nur eine Minute später zeichnete sich Großaspachs Torhüter Kraus gegen einen Schuss von Vukcevic aus. Maicosuel hatte bei seinem Versuch aus der Distanz nach 77 Minuten ebenso wir Per Nilsson eine Minute vor Ende der Partie kein Glück, so dass es letztlich bei einer 0:1-Niederlage blieb.

„Das Ergebnis hat heute nicht gepasst. Wir haben in den letzten zwei Tagen extrem hart trainiert, deshalb war es heute auf diesem schweren Geläuf nicht einfach. Der Gegner hat aber auch guten Fußball gespielt, wobei unser Spiel heute kein hohes Niveau erreicht hat“, erklärte Manager Jan Schindelmeiser. Am Rande der Partie erklärte Schindelmeiser weiter, dass Demba Ba auch in der kommenden Saison bei 1899 Hoffenheim spielen und sobald als möglich zur Mannschaft stoßen wird, um ein Reha-Programm nach seiner Verletzung zu absolvieren.

Es spielten:
1. Halbzeit: Hildebrand – Conrad, Simunic, Compper, Eichner – Groß, Gustavo, Salihovic – Obasi, Ibisevic, Terrazzino
2. Halbzeit: Haas, Ibertsberger, Nilsson, Alex, Schlottner – Weis, Kamavuaka, Eduardo – Vukcevic, Wellington, Maicosuel

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Wer spielen kann, wird auch eingesetzt
Quelle:
Backnanger Kreiszeitung am 9. Juli 2009

Eigentlich hätte Untermünkheim der erste Prüfstein für Fußball-Regionalligist Großaspach sein sollen. Weil die Partie ausfiel, ist es nun eben Hoffenheim. Ein Erst- und kein Siebtligist. Heute um 19 Uhr beginnen mit dem Gastspiel des Rangnick-Teams im Fautenhau die Puma-Tage.

Von Steffen Grün - Heute gegen 1899 Hoffenheim. Am Samstag gegen den VfB Stuttgart. Die ersten beiden Testspiele der SG Sonnenhof haben es wahrlich in sich. „Wir hätten uns schon eine Partie vorher gewünscht“, sagt Trainer Jürgen Hartmann. Der Wettergott spielte aber nicht mit. Er schickte am vergangenen Freitag so viel Regen, dass die B14 zum Teil überflutet war und der Regionalligist auf der Fahrt ins Hohenlohische im Stau stecken blieb. Der Bus drehte nach einer Weile um (wir berichteten). Nichts zu machen, denkt sich Hartmann mittlerweile und nimmt die Folgen mit Humor. „Das schafft auch nicht jeder“, sagt der 46-Jährige lachend zur Tatsache, die ersten zwei Spiele als verantwortlicher Coach gegen Erstligisten zu bestreiten.

Für seine neue Mannschaft erwartet der Ex-Profi „lehrreiche Spiele. Jeder Test gegen höherklassige Gegner ist für die Weiterentwicklung der Spieler wichtig.“ Zudem hält Hartmann die anstehenden Duelle für „die perfekte Vorbereitung auf das DFB-Pokalspiel“. Für die heutige Partie gegen Hoffenheim kündigt der Nachfolger von Thomas Letsch ein munteres Wechselspiel an: „Jeder Spieler soll in den Genuss kommen, zu spielen.“ Nur Daniel Zivaljevic nicht: Den 20-Jährigen plagen Knieprobleme. Dagegen sind Manuel Wengert, Oskar Schmiedel und Nico Nierichlo mit von der Partie: Sie haben ihre Wehwehchen auskuriert und sind zu Beginn dieser Woche wieder ins Training eingestiegen.

Der fünfte SG-Zugang: Großaspach verpflichtet Ex-TSG-Kicker Oguzhan Biyik

Auch ein weiterer Zugang wird vermutlich schon heute zum SG-Kader gehören: Gestern Nachmittag gab der Regionalligist bekannt, dass Oguzhan Biyik (22) einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Der Mittelfeldspieler stammt aus der Jugend der TSG Backnang und wechselte von dort vor vier Jahren zur TSG Hoffenheim. Im Sommer 2008 verließ Biyik das Oberligateam der Kraichgauer und heuerte beim tschechischen Erstligisten FK Pribram an. Dort kam der Backnanger elfmal zum Einsatz und erzielte ein Tor. Nun zog es ihn offenbar in die alte Heimat zurück.

Bei 1899 Hoffenheim werden Andreas Beck und Isaac Vorsah sowie die Zugänge Franco Zuculini und Prince Tagoe noch nicht dabei sein. Sonst wird Trainer Ralf Rangnick wohl alle Spieler einsetzen. Es ist nämlich die Absicht des Fußball-Lehrers aus Backnang, in der Pause komplett durchzuwechseln. Für den 51-Jährigen haben die Testspiele durchaus ihre Bedeutung: Es herrscht ja Konkurrenzkampf.

Videos vom Spiel sind im Laufe des Freitags im Internet unter www.bkz-online.de zu sehen.

Rangnick: Die Spielweise muss stimmen
Quelle:
Backnanger Kreiszeitung am 6. Juli 2009

Erst kommt Hoffenheim und dann Stuttgart: Das ist die Reihenfolge bei den Puma-Tagen im Fautenhau in Großaspach. Ist das auch der Wunsch von 1899 für die nächste Bundesligasaison? „Das kommt darauf an, wo der VfB landet“, antwortet Trainer Ralf Rangnick schmunzelnd.

Von Steffen Grün - Was der Fußball-Lehrer aus Backnang damit meint, kann überspitzt so formuliert werden: Steigt der VfB als Letzter ab, würde es in Hoffenheim keine Jubelstürme entfachen, wenn das eigene Team als Vorletzter den Gang ins Unterhaus antreten müsste. Sich nur am baden-württembergischen Rivalen zu orientieren, würde auch nicht zum gesunden Selbstvertrauen der Kraichgauer passen. Gleichwohl will sich Rangnick nicht auf einen bestimmten Tabellenplatz als Ziel festnageln lassen. Für ihn gilt zunächst einmal: „Wir wollen wieder den Fußball spielen, der uns in der Vorrunde der vergangenen Saison stark gemacht und der uns viele Sympathien in ganz Deutschland eingebracht hat.“ Und eben nicht den Fußball aus vielen Partien der Rückrunde, der zum Absturz vom ersten auf den siebten Rang geführt hat.

„Es ist wichtig, gut zu starten“, weiß der 51-Jährige. Mit Blick auf die drei ersten Gegner ahnt jedoch nicht nur Rangnick, dass das kein Selbstläufer wird. Heimspiele gegen die Bayern und Schalke und dazwischen nach Leverkusen – durchaus dicke Brocken. Hoffenheims Trainer hat Respekt, aber keine Angst. Er sieht einen kleinen Vorteil: „Sie müssen sich alle erst an die Handschrift ihres neuen Trainers gewöhnen.“ Der FCB an Louis van Gaal, Bayer an Jupp Heynckes und S04 an Felix Magath. Dagegen geht Rangnick bei 1899 in die vierte Saison, und die Spieler kennen seine Vorstellungen. Mal abgesehen von den Neuen wie Maicosuel, Franco Zuculini, Prince Tagoe, Josip Simunic und Christian Eichner. „Ich bin absolut zufrieden mit den Spielern, die wir verpflichtet haben“, verkündet der zweifache Familienvater aus Backnang. Bleibt Demba Ba, seien die Planungen beendet. „Das wäre mir am liebsten“, sagt Rangnick. Geht der Stürmer zum VfB Stuttgart, werden vielleicht neue Überlegungen angestellt. Mit dem Duell mit den Bayern beginnt für Hoffenheim am 8. oder 9. August die zweite Spielzeit im deutschen Oberhaus. Für den Coach steht im Vorfeld fest: „Wir sind immer noch in der Entwicklungsphase.“ Seit seinem Amtsantritt im Sommer 2006 sei es schneller bergauf gegangen als gedacht und „wir müssen nun auf höchstem Niveau die nächsten Stufen erklimmen“.

Vor einer großen Herausforderung steht auch der Testspielgegner am Donnerstag um 19 Uhr im Fautenhau. Die SG Sonnenhof Großaspach fiebert ihrer ersten Runde in der Regionalliga entgegen. Es ist der Lohn für eine „überragende Saison“, wie das SG-Mitglied Rangnick beobachtet hat. Die vierthöchste Spielklasse sei aber noch einmal eine andere Dimension als die Oberliga. „Andere Kaliber“, nennt der erfahrene Trainer die künftigen Rivalen. Es werde entscheidend sein, wie sich die junge Mannschaft weiterentwickelt: „Das wird spannend, dies zu verfolgen.“ Nicht zu unterschätzen sei aber der Nachteil, in der Vorrunde nicht im eigenen Stadion spielen zu können, warnt Rangnick.

Ganz sicher stellt Aspach für Hoffenheim einen härteren Prüfstein als der erste Testspielgegner dar. „Dass wir 24 Tore machen, glaube ich nicht“, sagt der Coach von 1899 lachend mit Blick auf das 24:0 gegen Kreisligist Altendiez im Trainingslager am Wiesensee. Wohl auch nicht in der ersten DFB-Pokal-Runde: Hier müssen Carlos Eduardo und Kollegen die weite Fahrt zum FC Oberneuland und damit in einen Stadtteil von Bremen antreten, während der VfB für das Duell mit dem Sonnenhof nur den Kurztrip nach Heilbronn planen muss. „Wir hätten auch Großaspach als Pokalgegner genommen“, sagt Rangnick: „Wir hätten dann aber das Testspiel abgesagt.“ Das war nun nicht nötig und alle Beteiligten sind zufrieden.

Karten im Vorverkauf für die Auftritte der Erstligisten im Fautenhau gibt es bei Ferber-Marketing unter
www.ferber-marketing.de oder Telefon 07148/37-380.

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SG Sonnenhof Großaspach
Regionalliga

VfB Stuttgart
Bundesliga

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Der VfB Stuttgart lässt viele Wünsche offen
Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 13. Juli 2009

Die erste Enttäuschung bereitete der VfB Stuttgart den Fans im Fautenhau schon vor dem Spiel. Die Nationalspieler des Bundesligisten waren zu Hause geblieben. Anschließend bot das entsandte Rumpfteam beim schmeichelhaften 0:0 gegen Regionalliga-Neuling SG Sonnenhof Großaspach nur Fußball-Magerkost.

Von Steffen Grün - Sami Khedira weilt nach dem EM-Titel mit der deutschen U21 noch im Urlaub, das war klar. Auch mit dem Fehlen von Jens Lehmann und Cacau war gerechnet worden (wir berichteten). Dabei blieb es beim Testspiel im Rahmen der Puma-Tage aber nicht. 5600 erwartungsfrohe Fans sahen auch keinen Serdar Tasci und keinen Khalid Boulahrouz. Keinen Arthur Boka. Keinen Christian Träsch. Keinen Ludovic Magnin und keinen Ricardo Osorio. Keinen Roberto Hilbert. Keinen Ciprian Marica und keinen Thomas Hitzlsperger.

„Vielleicht will der VfB seine Karten nicht aufdecken“, unkte Werner Benignus mit Blick auf das DFB-Pokal-Duell. Er sei schon etwas enttäuscht, fügte der Vorstandsvorsitzende der Fußballabteilung der SG Sonnenhof hinzu. Sein Sportlicher Leiter Joannis Koukoutrigas fand’s „schade für die vielen Fans, die hier sind“. Unverblümter äußerte sich Rüdiger Rehm. „Ich fand den Auftritt lächerlich. Das war respektlos und unfair gegenüber 5600 Zuschauern“, schimpfte Aspachs Co-Trainer.

Diesen Vorwurf wollte VfB-Teamchef Markus Babbel nicht kommentieren. Die Nationalspieler am Nachmittag trainieren statt am Abend spielen zu lassen, begründete der VfB-Teamchef mit deren „Nachholbedarf“. Er habe statt in der Halbzeit einmal durchzuwechseln lieber den Spielern, die schon ein wenig weiter sind, einen längeren Einsatz abverlangen wollen.

Zur Fotogalerie auf das Bild klicken !Heraus kam eine schwache Vorstellung des Dritten der vergangenen Erstligasaison. Das Team um Kapitän Matthieu Delpierre, der in den ersten 45 Minuten mitmischte, kam nur zu einer echten Chance. Jan Simak flankte nach sechs Minuten von der linken Seite auf den langen Pfosten, doch Timo Gebhart köpfte freistehend vorbei. Kein Problem für SG-Keeper Christopher Knett war der Fernschuss von Martin Lanig (65.). Das war’s. Die besseren Torchancen hatte Aspach. Nach einem langen Ball von Shaban Ismaili tauchte Dennis Ruiz-Maile frei vor VfB-Keeper Sven Ulreich auf, vertändelte die Kugel in der achten Minute aber. Nicolo Mazzola wurde erst im letzten Moment von Stefano Celozzi gestört (29.). Kurz nach Wiederbeginn schoss Abedin Krasniqi aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei. Die dickste Möglichkeit hatten die Hausherren in der 75. Minute. Shiprim Binakaj wurde von Torwart Ulreich von den Beinen geholt. Der Referee zeigte auf den Elfmeterpunkt. Doch Krasniqi drosch das Leder in die Wolken. So blieb es beim 0:0.

Für Babbel kein Beinbruch. „Wir waren sehr müde, weil wir intensiv trainiert haben“, warb der Teamchef um Verständnis für den schlappen Kick. Sein Team habe es zudem mit einem sehr gut organisierten Team zu tun gehabt, lobte der Ex-Nationalspieler und Europameister von 1996 die SG. Sein Innenverteidiger Georg Niedermeier hat die Partie trotz ihres zähen Verlaufs „eher genossen, als verflucht“. Spiele seien immer eine willkommene Abwechslung. Für Aspachs Abwehrspieler Fabian Aupperle war das Duell mit dem VfB „ein Höhepunkt der Vorbereitung“. Trainer Jürgen Hartmann war „sehr zufrieden. Das 0:0 ist ein großer Erfolg. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt“. Vielleicht hilft es für das DFB-Pokal-Spiel.

SG Sonnenhof Großaspach: Knett - Pelipetz (46. Wengert), Grab (46. Nierichlo), Röcker (46. Aupperle), Cimander (46. Franz) - Ismaili (46. Bonsignore), Biyik (46. Adamos), Rehm (46. Marschlich), Schmiedel (46. Deiß) - Mazzola (46. Binakaj), Ruiz-Maile (46. Krasniqi). – VfB Stuttgart: Ulreich - Funk, Niedermeier, Delpierre (46. Schwarz), Celozzi - Gebhart (63. Didavi), Lanig, Elson, Simak (63. Rudy) - Riedle (46. Bastürk), Schieber. – Schiedsrichter: Blos (Esslingen). – Zuschauer: 5600.

Videos von diesem Spiel im Fautenhau sind im Internet unter www.bkz-online.de abrufbar.

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Der Blick richtet sich auf den DFB-Pokal
Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 13. Juli 2009

(stg). Nein, beteuerte Markus Babbel nach dem Schlusspfiff im Fautenhau: Mit dem schon am 1. August anstehenden DFB-Pokal-Spiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach habe die Entscheidung, zum Testspiel nur ein Rumpfteam zu entsenden, überhaupt nichts zu tun gehabt. „Es kann ohnehin nur einen Verlierer geben“, sagt der VfB-Teamchef mit Blick auf das Duell im Frankenstadion in Heilbronn in knapp drei Wochen. Siegt der Erstligist, ist das nur eine Pflichtübung. Verliert der klare Favorit, wäre das eine bitterböse Blamage.

Dass Babbel die weitaus wichtigere Begegnung zwischen den beiden Klubs bei seinem Entschluss wirklich nicht einmal im Hinterkopf hatte, kann Joannis Koukoutrigas nicht glauben. „Das DFB-Pokal-Spiel hat eine Rolle gespielt“, ist der Sportliche Leiter des Viertliga-Neulings aus Großaspach überzeugt. Einig sind sich alle Beteiligten lediglich darin, dass aus dem Testspiel auf gar keinen Fall größere Rückschlüsse auf das Erstrunden-Duell gezogen werden können. „Das wird ein ganz anderes Spiel“, sagt beispielsweise VfB-Innenverteidiger Georg Niedermeier. „Wir werden frischer sein“, kündigt Babbel an. Schließlich sind es dann nur noch sechs Tage bis zum Start in der Fußball-Bundesliga bei Meister VfL Wolfsburg. Trotzdem wird der krasse Außenseiter aus Großaspach alles probieren, um dem VfB auch dann das Leben schwer zu machen.

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Großaspach spielt beim 0:0 besser als der VfB Stuttgart
Quelle: Die "
Heilbronner Stimme online" am 13. Juli 2009

Von Florian Huber - Der unsichtbare zwölfte Mann des VfB Stuttgart war an diesem Samstagabend überall im Großaspacher Fautenhau. An der Bratwurstbude, am Fanartikelstand, im Festzelt. Dabei ist Klaas-Jan Huntelaar gar nicht dagewesen. Trotzdem war er beim alljährlichen Freundschaftskick des VfB Stuttgart bei der SG Sonnenhof Großaspach Gesprächsthema Nummer eins bei den Fans. Kommt der Stürmer von Real Madrid? Klappt der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte? Oder doch nicht? „Es gibt nicht nur Herrn Huntelaar“, sagte VfB-Manager Horst Heldt: „Wir fahren weiter mehrgleisig.“

Knackpunkt Gehalt

Denn der VfB hat offensichtlich ein Brutto-netto-Problem. Mit Real soll man sich auf eine Ablöse in Höhe von 18 Millionen Euro verständigt haben, zwei weitere Millionen wären bei einer Qualifikation für die Champions League fällig. Doch der niederländische Nationalstürmer möchte in Stuttgart jene vier Millionen netto verdienen, die ihm Real Madrid bislang jährlich überweist. Der VfB hat ihm wohl diese Summe brutto geboten. Macht unterm Strich jedoch nur zwei Millionen netto. Zu wenig?

Solche Sorgen hat die SG Sonnenhof Großaspach nicht. Auch wenn der Testlauf für das DFB-Pokalspiel am 1. August im Heilbronner Frankenstadion dadurch in den Hintergrund rückte. Das lag aber auch am Spiel. Ein 0:0 der drögen Art sorgte nach Spielschluss für vereinzelte Pfiffe der VfB-Fans. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, weil sich der VfB einen Kopf kleiner machte. Der Bundesligist war mit einer B-Elf angetreten. In
Matthieu Delpierre und Martin Lanig standen nur zwei VfB-Stammspieler auf dem Feld. „Das ist den Zuschauern gegenüber einfach respektlos“, ärgerte sich Co-Trainer und SG-Akteur Rüdiger Rehm hinterher.

Der Viertligist hatte die besseren Chancen in einem schwachen Spiel.
Dennis Ruiz Maile (7.) und Nicolo Mazzola (28.) scheiterten bei Alleingängen an VfB-Torwart Sven Ulreich. Die Nachwuchsstürmer Allesandro Riedle und Julian Schieber bissen sich die Zähne an der SG-Abwehr aus. Abedin Krasniqi vergab den SG-Sieg, als er nach 72 Minuten einen Foulelfmeter zwei Meter übers Tor setzte. Trotzdem fiel das Fazit des Regionalliga-Aufsteigers positiv aus. „Unser Start in die Bundesligasaison ist mit vier Punkten gelungen“, sagte SG-Trainer Jürgen Hartmann. Am Donnerstag hatte seine Mannschaft bereits 1899 Hoffenheim mit 1:0 besiegt.

Anderes Spiel

„Im Pokal wird eine andere VfB-Elf auf dem Feld stehen. Wir könnten neun Mal in der Vorbereitung gegen den VfB spielen – und trotzdem wäre das Pokalspiel etwas komplett anderes“, analysierte
Hartmann. Horst Heldt war zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr vor Ort. Wer einen Stürmer verpflichten möchte, der auf den Spitznamen „Jäger“ hört, muss schnell sein. 15 Minuten vor Spielschluss verließ der VfB-Manager als einer der ersten von 5600 Zuschauern das Großaspacher Sportgelände.

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Nullnummer ohne Nationalspieler
Fehlen der VfB-Stars ärgert Fans und Gegner
Quelle: Die "Stuttgarter Nachrichten online" am 12.07.2009

Von Thomas Näher - Sie machen den Reiz aus, ihretwegen strömen die Fans - umso ärgerlicher, wenn die Stars fehlen. Der VfB Stuttgart trat beim faden 0:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach ohne seine Nationalspieler an. Die Zuschauer waren enttäuscht, beim Gegner machte das Wort Respektlosigkeit die Runde.

5600 Fans waren aufs Sportgelände Fautenhau nach Großaspach geströmt, in Erwartung großer Namen und großer Taten. Gegangen sind sie mit der bitteren Erkenntnis, dass sie Geld und Zeit besser anderweitig investiert hätten - wenn sie nicht Sympathisanten der munteren Mannschaft der SG Sonnenhof Großaspach waren, die dem B-Team des VfB mit vier Großchancen und einem verschossenen Elfmeter einheizte. Dennoch fehlte auch den Einheimischen etwas - der Hauch der großen weiten Fußballwelt. Stars wie Thomas Hitzlsperger, Cacau, Serdar Tasci, Ludovic Magnin oder Ciprian Marica - und hätten sie nur Autogramme geschrieben. Doch keiner war da.

"Für die Nationalspieler hätte das Spiel zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung keinen Sinn gemacht. Ich hatte meine frischesten Spieler dabei", rechtfertigte VfB-Teamchef Markus Babbel seine Entscheidung, Talenten wie Patrick Funk, Daniel Didavi, und Alessandro Riedle Spielpraxis zu geben. Einige Spieler des Regionalligisten Großaspach werteten dies als "Zeichen mangelnden Respekts". Sonnenhof-Hotelier Uli Ferber bemerkte spitz: "Hoffenheim war zwei Tage zuvor in Bestbesetzung da." Mit Topspielern wie Vedad Ibisevic, Carlos Eduardo, Chinedu Obasi und Timo Hildebrand. "Ich will keinen Spieler abwerten, aber wegen der Stars kommen die Zuschauer ja auch", sagte Ferber. Gerade wegen der Stars

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Auszug aus dem Fußball-Tagesticker vom
www.spox.com am 11. Juli 2009

21.08 Uhr: Am 1. August ist es soweit: In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft der SG Sonnenhof Großaspach auf den VfB Stuttgart. David gegen Goliath? Von wegen. Erst am Donnerstag bezwangen die Aspacher die Hoffenheimer und heute durfte der VfB selbst gegen den künftigen Gegner testen. 0:0 hieß es am Ende. Langsam werden uns die Jungs vom Sonnenhof unheimlich.

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Torlose Generalprobe
Quelle: Unser Gegner "
VfB Stuttgart" berichtet auf seiner Homepage am 11. Juli 2009

Eigentlich war es als ganz normales Testspiel inmitten der Vorbereitung auf die neue Saison 2009/10 gedacht. Doch nach der Auslosung der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal wurde das Freundschaftsspiel des VfB beim Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach am heutigen Samstag zur Generalprobe für das Cup-Duell in drei Wochen.

Dann treffen beide Teams nämlich im Heilbronner Frankenstadion im ersten Pflichtspiel der neuen Saison wiederum aufeinander und werden um den Einzug in die nächste Runde des DFB-Pokals kämpfen. Insofern war die Partie im Sportpark Fautenhau am heutigen Abend für das Team von Markus Babbel mehr als nur ein Formcheck, auch wenn der VfB-Coach auf einige Stammkräfte wie Keeper Jens Lehmann, Abwehrspieler Serdar Tasci, Kapitän Thomas Hitzlsperger oder die beiden Angreifer Cacau und Ciprian Marica freiwillig verzichtete und ihnen eine Pause gönnte.

Schwere Beine, wenig Chancen, keine Tore

Im Rahmen der
PUMA-Tage in Großaspach war es für den Gastgeber indes das zweite Highlight innerhalb von nur drei Tagen, war doch am vergangenen Donnerstag schon 1899 Hoffenheim zu Gast und konnte dabei auch noch sensationell mit 1:0 geschlagen werden. Gegen den VfB konnte das Team von Trainer Jürgen Hartmann am Ende immerhin einen Teilerfolg verbuchen. Im ersten Durchgang war das Spiel lange auf überschaubarem Niveau, auch weil den VfB-Profis die Strapazen der Vorbereitung noch deutlich anzumerken waren. Zwar war das Babbel-Team weitgehend Spiel bestimmend, doch große Chancen gab es nicht. Die beste Gelegenheit hatte Timo Gebhart gleich nach sieben Minuten, als er eine Flanke von Jan Simak knapp neben die Querlatte köpfte. Praktisch im Gegenzug verlor die VfB-Hintermannschaft Dennis Ruiz-Maile aus den Augen und der Stürmer hatte deshalb freie Bahn, doch Keeper Sven Ulreich war zur Stelle und parierte glänzend. Eine weitere gute Möglichkeit der Hausherren machte derweil Stefano Celozzi nach einer knappen halben Stunde zunichte, als er den Abschluss des durchgebrochenen Nicolo Mazzola gerade noch abblocken und so das torlose Remis zur Pause sicherstellen konnte.

Strafstoß in die Wolken

Die zweite Hälfte bot indes gleich zu Beginn Spektakuläres. Denn der Regionalligist hatte kurz nach Wiederbeginn zweimal die Chance, in Führung zu gehen. Zunächst setzte sich Shqiprim Binakaj am rechten Flügel durch, verpasste es dann aber mit einem präzisen Zuspiel von der Grundlinie, einen der ungedeckten Kollegen im Zentrum zu bedienen. Und nur 60 Sekunden später war es Manuel Wengert, der mit einem Pass Abedin Krasniqi fand, der die Kugel jedoch knapp am langen Pfosten des VfB-Tores vorbei schoss. Diese Doppelchance zur Führung weckte den wenig frisch wirkenden VfB hernach auf und das Spiel gestaltete sich lange Zeit ausgeglichen, ließ jedoch echte Strafraumszenen vermissen. Erst eine gute Viertelstunde vor Schluss wurde es wieder richtig gefährlich. Sven Ulreich wusste sich im Strafraum gegen Shqiprim Binakaj nur noch mit einem Foulspiel zu helfen, so dass es folgerichtig Strafstoß für die SG Sonnenhof gab. Abedin Krasniqi nahm sich der Aufgabe an, setzte die Kugel dabei aber letztlich klar über den Querbalken. Kurz danach ließ sich dann noch Julian Schieber von SG-Keeper Christopher Knett in aussichtsreicher Position erfolgreich abdrängen, so dass es beim torlosen Remis der beiden Pokalgegner bleiben sollte.

Der VfB spielte mit:

Ulreich - Funk, Niedermeier, Delpierre (46. Schwarz), Celozzi - Elson, Lanig, Simak (60. Didavi), Gebhart (60. Rudy) - Riedle (46. Bastürk), Schieber

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Der nächste Höhepunkt im Fautenhau
Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 11. Juli 2009

Ein Höhepunkt jagt bei den Regionalliga-Fußballern der SG Sonnenhof Großaspach derzeit den andern. Nach dem Test gegen die TSG Hoffenheim am Donnerstagabend gastiert heute ab 18 Uhr mit dem VfB Stuttgart der zweite Erstligist im Sportpark Fautenhau.

Von Uwe Flegel - Etwas mehr als 3000 Zuschauer waren’s gegen Hoffenheim. Die Organisatoren von Ferber-Marketing waren damit sehr zufrieden. Gegen den VfB heute rechnen sie allerdings mit noch ein wenig mehr Fans. Rund 4000 Besucher, erhoffen sich Uli Ferber und Werner Benignus, der Vorstandssprecher der Fußballabteilung der SG Sonnenhof unisono. Vermutlich sind’s keine überzogenen Vorstellungen.

Seinen Teil dazu beigetragen hat der Regionalligist selbst, zeigte er doch beim 1:0 gegen müde Hoffenheimer eine starke Frühform. Trainer Jürgen Hartmann war sehr zufrieden. Wobei sein Hauptaugenmerk derzeit eher auf der Leistung und weniger auf dem Ergebnis liegt. Weil sich der neue Coach ein umfangreiches Bild vom Können seiner Spieler machen will, hat er sich vorgenommen, „dass wir mit dem gleichen Kader spielen“. Das heißt: Zur Pause werden die Feldspieler komplett ausgetauscht. Einzig bei den Torhütern macht der frühere VfB-Profi eine Ausnahme. Durfte Kevin Kraus gegen Hoffenheim 90 Minuten lang ran, steht diesmal Christopher Knett die gesamte Begegnung zwischen den Pfosten.

Weitgehend in Bestbesetzung kommt auch der Bundesligadritte in den Fautenhau. Fehlen wird lediglich Sami Khedira, der nach der U21-Europameisterschaft noch Urlaub hat. Noch unklar ist, ob Torwart Jens Lehmann, der diese Woche ins Training eingestiegen ist, und Angreifer Cacau im Fautenau am Ball sind. Dafür ist einer sicher dabei, für den es fast ein Heimspiel ist: Stürmer Julian Schieber, der aus Unterweissach stammt und in der Jugend für den SVU und für die TSG Backnang seine Tore erzielte.

Videos von diesem Spiel gibt es im Laufe des Montags im Internet unter www.bkz-online.de.

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Heldt: Jeder Klub muss wissen, was er tut
Quelle:
Backnanger Kreiszeitung am 8. Juli 2009

Zwei Fußball-Bundesligisten gastieren diese Woche zu Testspielen im Aspacher Fautenhau. Nach Hoffenheim, das morgen auf die SG Sonnenhof trifft, gibt Stuttgart am Samstag ab 18 Uhr seine Visitenkarte ab. Unsere Zeitung stellte VfB-Sportdirektor Horst Heldt unter anderem Fragen zu überhöhten Ablösesummen und der Suche nach Zugängen.

Herr Heldt, fast 100 Millionen für Cristiano Ronaldo. 30 Millionen für Mario Gomez. Der Fußball ist in Sachen Ablösesummen außer Rand und Band. Stehen Sie fassungslos dabei, oder nehmen Sie’s einfach wie es ist?

Auf dem Transfermarkt werden in der Tat enorme Summen bewegt. Letztlich muss jeder Verein wissen, welche Summen er für sich vertreten kann und will. Ich kann nur für den VfB Stuttgart sprechen und betonen, dass es bei uns keine finanziellen Abenteuer geben wird.

Können solche Summen den Fans überhaupt noch vermittelt werden, oder kommt es zu solchen Summen, weil die Fans von ihren Vereinen solche Transfers sogar erwarten?

Natürlich freuen sich die Fans, wenn ihr Verein gute Spieler verpflichtet und entsprechend erfolgreich spielt. Mindestens genauso wichtig ist aber auch, dass alles auch aus wirtschaftlicher Sicht in einem vernünftigen Rahmen abläuft und die Existenz des Klubs nicht gefährdet wird.

Der VfB ist noch auf der Suche nach starken Offensivleuten. Zu den heißen Kandidaten zählt auch Demba Ba (TSG Hoffenheim). Auch in dem Fall will der abgebende Verein am Millionenroulette teilnehmen. Wie groß ist Ihr Verständnis für den Kollegen?

Jeder will für seinen Verein das Optimale herausholen. Das ist völlig legitim und Teil des Geschäfts. Am Ende müssen alle Beteiligten mit den Transfermodalitäten leben können, beide Klubs und natürlich der Spieler. Ist das nicht der Fall, kommt man eben nicht ins Geschäft.

Klappt es mit diesen beiden nicht, ist es für Sie vorstellbar, dass der VfB dann ohne neuen Angreifer in die Saison geht, oder tut sich definitiv etwas. Egal, was es kostet?

Wir haben immer betont, dass wir uns punktuell verstärken wollen. An dieser Zielsetzung hat sich nichts geändert.

Innerhalb von drei Wochen treffen Sie nun zweimal auf die SG Sonnenhof. Erst im Test-, dann im Pokalspiel. Gab es die Überlegung, das Freundschaftsspiel abzusagen? Anders gefragt: Für wie groß halten Sie die Gefahr, dass der Bundesligist gegen den Neu-Regionalligisten im DFB-Pokal verlieren kann?

Das ist dieses Jahr wirklich eine etwas ungewöhnliche Konstellation, es gab aber dennoch keine Überlegungen, das Testspiel nicht auszutragen. Fürs DFB-Pokalspiel gibt es für uns natürlich nur ein Ziel, wir wollen die nächste Runde erreichen. Aber wir wissen auch, dass Großaspach ein ernst zu nehmender Gegner ist und der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat. Es wäre fahrlässig, die Aufgabe zu unterschätzen.

Mit Alexander Zorniger haben Sie einen neuen Mann im Trainerstab, der hier als langjähriger Trainer des Oberligisten Normannia Gmünd gut bekannt ist. Wie kam der VfB auf die Idee, Zorniger als Co-Trainer zu holen?

Wir haben unseren Trainerstab erweitert, weil Markus Babbel wegen seines Fußballlehrerlehrgangs in Köln nicht ständig bei der Mannschaft sein kann. Markus Babbel und Alexander Zorniger haben gemeinsam die A-Lizenz erworben und in vielen Bereichen ähnliche Auffassungen und Ansichten.

Als Sie vor dreieinhalb Jahren Teammanager wurden, waren sie in dem Job ein Neuling. Mittlerweile wurde der VfB unter anderem Deutscher Meister und hat nun die Chance, sich für die Champions League zu qualifizieren. Mittlerweile sind sie Sportdirektor mit Sitz im Vorstand. Verspüren Sie Genugtuung, Zufriedenheit, oder sind Sie als langjähriger Profi den Druck gewohnt, sich gegenüber der Öffentlichkeit ständig beweisen zu müssen?

So habe ich noch nie gedacht, und so werde ich nie denken. Mir ging es zu keinem Zeitpunkt darum, irgendjemandem etwas zu beweisen. Mein Ziel war es vom ersten Tag meiner Tätigkeit an, für und mit dem VfB Stuttgart das Optimale zu erreichen.

Erst kommt Hoffenheim nach Großaspach, dann Stuttgart. Innerhalb von drei Tagen sind die führenden Fußballvereine unserer Region im Fautenhau zu Gast. Wie würden Sie das Verhältnis zu Hoffenheim beschreiben?

Wir haben zu den Hoffenheimern ein gutes und nachbarschaftliches Verhältnis. Natürlich sind wir in der Bundesliga Konkurrenten, das bedeutet aber nicht, dass man nicht offen und partnerschaftlich miteinander umgehen kann.

 

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Auf das Bild klicken um zur Fotogalerie zu gelangen !Tombola und Karten-Vorverkauf
Quelle: Backnanger Kreiszeitung am 11. Juli 2009

Auch für das heutige Fußballfest im Fautenhau haben sich die Organisatoren die eine oder andere Überraschung einfallen lassen. So steigt zum Spielbeginn ein Heißluftballons gen Himmel und es werden zwei Dauerkarten für die Regionalliga-Heimspiele der SG Sonnenhof verlost.

Zudem gibt’s eine Tombola zugunsten des Kinderhospizdienstes Sternentraum. Als Gewinne liegen unter anderem Boxhandschuhe mit den Originalunterschriften der Klitschko-Brüder, Tickets für das DTM-Finale auf dem Hockenheimring, signierte VfB-Trikots sowie VIP-Tickets für ein Heimspiel des VfB Stuttgart bereit. Karten sind heute im Fautenhau allerdings auch käuflich zu erwerben. So beginnt der Dauerkartenverkauf der SG Sonnenhof für die anstehende Regionalligasaison. Außerdem gibt es einen Eintrittskarten-Vorverkauf fürs DFB-Pokalspiel am Samstag, 1. August, gegen den VfB in Heilbronn. Karten im Vorverkauf können zudem bei Ferber-Marketing (Am Sonnenhof 2 in Kleinaspach, Telefon 07148/37-380 und 37-540,
www.ferber-marketing.de) erworben werden.

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