Interessante
Links: [Das Tagebuch der comtech Arena] [Die Eröffnung der comtech Arena am
16. August 2011]
WILLKOMMEN
IM (neuen) SPORTPARK FAUTENHAU
...die
Bagger sind wieder weg, unser nagelneues Stadion steht
und wird mit dem Eröffnungsspiel am 16.
August 2011 gegen Bundesligist VfB Stuttgart feierlich eröffnet. Auch
die Presse hat mit Interesse die Geschehnisse im Fautenhau,
um den Fautenhau und um den Fautenhau herum verfolgt.
Hier einige Online-Berichte.
 Die [BKZ-Sonderbeilage
online] oder als [PDF-Download]

Quelle: Die "Pressebox" berichtet
online am 14. Juli 2011 Die comtech Arena steht vor
der Eröffnung
Aspach, 14.07.2011 – In wenigen Wochen ist es soweit
– am 16. August wird die comtech Arena feierlich
eingeweiht. Zum Auftakt findet ein Eröffnungsspiel
zwischen dem VfB Stuttgart und der SG Sonnenhof
Großaspach statt. Musikalisch eröffnet
wird das Stadion aber bereits am 23. Juli
durch das Konzert von Andrea Berg, das in
diesem Jahr unter dem Motto „Heimspiel“
stattfindet. Vor einem guten Jahr
konnte man nur erahnen, was im Aspacher
Fautenhau entstehen wird und heute kurz
vor der Eröffnung steht man staunend
vor einer prachtvollen Fußballarena
mit Platz für bis zu 10.000 Zuschauer.
Alle Plätze sind überdacht und
die großzügigen Dachflächen
wurden für eine Solaranlage genutzt.
Rund 10 Millionen Euro hat dieses Gesamtprojekt
gekostet, das von einer Investorengruppe
rund um den Hotelier und Spielermanager
Uli Ferber getragen wird. Zu den Investoren
zählen auch so bekannte Fußballer
wie Mario Gomez und Aliaksandr Hleb.
comtech, der Versandanbieter in den
Bereichen Computer, Multimedia und Haushalt,
der im letzten Jahr von Backnang nach Aspach
zog, war von der Idee des Stadionbaus begeistert
und hat sich von Anfang an dafür engagiert.
So war es für comtech naheliegend sich
die Namensrechte zu sichern. „Die comtech
Arena ist eine Bereicherung für unsere
Region. Wir sind stolz, dass wir unseren
Teil dazu beitragen durften und damit dem
aufstrebenden Fußball-Regionalligisten
SG Sonnenhof-Großaspach nicht nur
ein modernes Stadion ermöglichen konnten,
sondern auch einen sportlichen Anreiz“,
freuen sich die Geschäftsführer
von comtech, Joachim Ehmann und Ralf Kern.
Bildmaterial
finden Sie unter: http://www.publictouch.de/Presse/Comtech/39
Über Comtech GmbH
Seit 2004 bietet die Comtech
GmbH als Versandanbieter unter www.comtech.de mehr als 12.000 Produkte aus
den Bereichen Unterhaltungselektronik, Computer,
Notebooks und Haushaltsgeräte an. Mit
mehr als 800.000 Kunden (Stand: April 2011)
gehört die Comtech GmbH zu Deutschlands
Top-Versendern im Multimedia-Sektor. Seit
Oktober 2010 hat die Comtech GmbH ihren
Firmensitz in Aspach mit einer Logistikfläche
von 7.000 qm, dort befindet sich auch ein
Abholshop. Das Unternehmen beschäftigt
derzeit 55 Mitarbeiter. Erfolg verpflichtet,
nach diesem Motto engagiert sich die Comtech
GmbH auch sozial und unterstützt den
aufstrebenden Fußball-Regionalligisten
SG Sonnenhof Großaspach beim Bau eines
neuen Stadions, das auch ihren Namen trägt.
Die Comtech Arena wird zur Fußballsaison
2011/12 eröffnet und bietet Platz für
10.000 Besucher. Weitere Informationen:
www.comtech.de.
|
"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 1.
Juli 2011 Im
eigenen Stadion auf Torejagd Mario Gomez stürmt
mit den Bayern im Laufe der Saison in der
neuen Aspacher Arena, die auch mit seinem
Geld gebaut wird
Von Steffen
Grün - Kaum
einem Fußballer bietet sich die Möglichkeit,
im eigenen Stadion auf Torejagd zu gehen.
Mario Gomez schon. Der Nationalstürmer
gibt mit dem FC Bayern München im Laufe
dieser Saison ein Gastspiel in der neuen
comtech Arena im Aspacher Fautenhau, die
auch mit seinem Geld gebaut wird. Der 25-Jährige
gehört nämlich zu der privaten
Investorengruppe, die das Projekt finanziert.
Herr Gomez,
erst die Alte Vogtei in Backnang, nun das
Stadion im Fautenhau: Was steckt hinter
der offenkundigen Verbundenheit zur Region,
die zu solchen Investitionen führt?
Mein
Engagement für die comtech Arena
ist natürlich in erster Linie aufgrund
meiner langjährigen Verbindung
und Zusammenarbeit mit Uli Ferber entstanden.
Mich hat dieses Projekt von Beginn an
überzeugt und ich bin wirklich
begeistert, was in den letzten Monaten
im Fautenhau entstanden ist. Bei der
Puma-Talentschmiede im vergangenen Jahr
wurde gerade mal der Kunstrasen abgetragen,
nun befindet sich alles kurz vor der
Fertigstellung – das ist eine fantastische
Leistung.
Machen
Sie sich hin und wieder persönlich
ein Bild von ihren Anlage-Objekten? Anders
gefragt: Können Sie die Qualität
des Rostbratens in der Alten Vogtei oder
den Schmuckkästchen-Faktor des Stadions
beurteilen?
Sicher
war ich zu meiner Stuttgarter Zeit öfter
in der Alten Vogtei, aber auch die größere
Entfernung von München hindert
mich nicht daran, vorbeizuschauen und
mich auch von der Qualität des
Essens zu überzeugen. Den Rostbraten
habe ich allerdings noch nicht gekostet
(lacht). Bei meinem letzten Besuch im
Frühjahr habe ich mich selbstverständlich
persönlich vom Schmuckkästchen-Faktor
der Comtech-Arena überzeugt und
war echt beeindruckt. Ein sehr schöner
Anblick, der die Vorfreude auf die Einweihung
bei allen Beteiligten weiter wachsen
lässt.
Ihnen
bietet sich eine Möglichkeit, die wohl
kaum ein Fußballer bekommt: Sie können
mit dem FC Bayern München in Ihrem
eigenen Stadion Tore schießen. Super,
oder?
Das
ist auf jeden Fall eine besondere und
auch außergewöhnliche Situation,
mit meinem Verein quasi in „meinem“
Stadion zu spielen. Klar ist aber auch,
dass ich mich damit nicht beschäftige,
sobald ich den Rasen betrete und es
losgeht. Dann zählt nur noch, das
Spiel zu gewinnen und Tore zu schießen.
Haben
Sie in diesem Zusammenhang spezielle Anträge
an die Bauherren gestellt? Besonders stabile
Netze zum Beispiel?
Ich
habe keine speziellen Anträge an
die Bauherren gestellt, was sicher auch
ein wenig mit meinem nicht vorhandenen
handwerklichen Geschick zusammenhängt.
Im Ernst: Ich habe vollstes Vertrauen
in das Projekt sowie die Ausführung,
denn da sind absolute Fachleute am Werk.
Ich freue mich schon auf die Einweihung
und gehe fest davon aus, dass „normale“
Netze ausreichen werden.
Das offizielle
Eröffnungsspiel bestreitet aber ihr
Ex-Klub VfB Stuttgart. Mit welchen Spielern
und Verantwortlichen stehen Sie noch in
Kontakt und könnten eine Rückmeldung
übers neue Stadion einholen?
Durch
die Tatsache, dass wir in der vergangenen
Saison die direkte Qualifikation für
die Champions League verpasst haben,
verschiebt sich leider auch unser Auftritt
im Fautenhau. Als Mitinvestor freue
ich mich aber sehr, dass der VfB das
neue Stadion im August offiziell einweiht.
Und im Anschluss werde ich mich sicher
mit Christian Gentner und Christian
Träsch austauschen, ob sie sich
wohlgefühlt haben und im nächsten
Jahr wiederkommen möchten (lacht).
Hand aufs
Herz: Wie sehr haben Sie in der letzten
Spielzeit mit dem VfB gezittert?
Sehr.
Ich habe zwar immer gesagt, dass die
Qualität des Teams einfach zu gut
ist, um abzusteigen, doch nach der Hinrunde
war das schon eine ziemlich heikle Situation.
In der Rückrunde hat die Truppe
aber über weite Strecken ihr Potenzial
gezeigt und verdient die Klasse gehalten.
Der VfB gehört einfach in die Bundesliga.
Sie wurden
in der vergangenen Saison mit 28 Treffern
zum ersten Mal Bundesliga-Torschützenkönig?
Auch eine Genugtuung gegenüber Ex-Trainer
Louis van Gaal, der Sie zu Beginn der Saison
abgeben wollte?
Ja,
da ist mein absoluter Kindheitstraum
in Erfüllung gegangen. Aber es
ist auch ein Titel der Mannschaft, denn
ich habe 28-mal einen fantastischen
Pass bekommen. Die größte
Genugtuung war jedoch nicht der Gewinn
der Torjägerkanone, sondern vielmehr
die Tatsache, dass ich Ex-Trainer Louis
van Gaal durch meine Leistung überzeugt
habe. Es hat mich extrem motiviert,
als er zu mir sagte: Nun gibt es für
mich keinen Grund mehr, über sie
nachzudenken. Ich wurde für meine
Arbeit belohnt und habe damals auch
als sein Stürmer Nummer vier nie
den Glauben an meine Stärke verloren.
Wie viele
Tore sollen es nächste Saison sein?
Wie
ich schon erwähnt habe, gehe ich
mit meinen Teamkollegen auf den Platz
um zu gewinnen und Tore zu schießen.
Ich setze mir keine Marke, die ich knacken
möchte. Viel wichtiger ist der
Erfolg der Mannschaft, und da will ich
natürlich meinen Beitrag leisten.
Ehrlich gesagt hätte ich meine
Torjägerkanone auch lieber gegen
einen Vereinstitel eingetauscht.
Nach einem
Jahr ohne Titel steht der FC Bayern üblicherweise
unter Zugzwang. Meistertitel, DFB-Pokal,
Champions-League-Sieger in der heimischen
Allianz-Arena – was darf es denn sein? Am
besten alles, oder?
Der
Anspruch beim FC Bayern ist sehr hoch,
denn wir wollen jedes Jahr möglichst
viele Titel gewinnen. Der Champions-League-Sieg
in der heimischen Arena ist sicher ein
Ziel, aber zunächst einmal müssen
wir den ersten Schritt machen und die
Qualifikation erfolgreich bestreiten.
Wichtig ist, dass wir in der Liga einen
guten Start hinlegen und den Schwung
dann mitnehmen. Klar ist natürlich,
dass wir eine bessere Saison spielen
wollen als zuletzt, aber dafür
müssen wir vor allen Dingen wieder
Konstanz in unsere Leistungen reinbekommen.
Wie geht
es im Nationalteam für Sie weiter?
Glauben Sie, Miroslav Klose den Stammplatz
zeitnah entreißen zu können?
Oder ist das durch Ihre jüngsten Auftritte
schon passiert?
Ich
setze mich beim Thema Nationalmannschaft
nicht mehr unter Druck. Die letzten
EM-Qualifikationsspiele haben gezeigt,
dass ich auch im DFB-Dress wichtige
Tore schießen kann. Ich werde
mich weiterhin voll reinhängen
und immer versuchen, meine beste Leistung
abzurufen, um dem Bundestrainer Joachim
Löw die Entscheidung so schwer
wie nur möglich zu machen.
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"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 4.
Juni 2011 Neues
Rund kommt immer besser in Form In
sechs Wochen ist das Stadion in Großaspach
betriebsbereit – 40.000 Kubikmeter Erde
und 1.300 Kubikmeter Beton bewegt
Von Uwe Flegel
- 40.000 Kubikmeter Erde, 1.300 Kubikmeter
Beton, momentan 200 Arbeiter und Planer
sowie 36 am Bau beteiligte Firmen: Im Fautenhau
wird alles dafür getan, damit die Comtech-Arena
am 23. Juli betriebsbereit ist. Rund 15.000
Fans strömen dann zum ausverkauften
Andrea-Berg-Open-Air ins neue Stadion. Bis
auf den Rasen, der erst nach dem Heimspiel
des Schlagerstars verlegt wird, soll im
schmucken Rund alles am Platz sein. In Aspach
steht dann ein Stadion, in dem Sitzplätze
für 6500 Zuschauer zur Verfügung
stehen. Reicht diese Kapazität nicht,
können durch die Umwandlung von Sitz-
in Stehplätze bis zu 10.000 Besucher
auf den Tribünen Platz finden.
Werner Benignus,
Vorstandsvorsitzender des Hauptnutzers SG
Sonnenhof, schwärmte schon oft: „Das
neue Stadion sucht in der Region seinesgleichen.“
Der Boss der Aspacher Regionalliga-Fußballer
liegt sicher nicht weit daneben. Mit Ausnahme
der Stadien des VfB Stuttgart und der TSG
Hoffenheim dürfte es im Ländle
kaum Sportstätten geben, die in Sachen
Attraktivität und Komfort mit der Arena
im Fautenhau mithalten können. Nicht
umsonst spricht der Mit-Investor und Fußballstar
Alexander Hleb von „einem echten Schmuckkästchen“.
Taxiert werden
die Kosten für das Gesamtprojekt auf
10 Millionen Euro. Finanziert werden die
von privaten Investoren. Seit Sommer 2010
wird am Umbau der Sportanlage am Aspacher
Waldrand mächtig gewerkelt. Zum Beispiel
wurde das obere Spielfeld rund 1,20 Meter
abgesenkt und der Höhe des Eingangs
zum danebenstehenden Blockhaus angeglichen.
Entstanden ist eine Zisterne, die 1,2 Millionen
Liter nutzbares Regenwasser fasst. Gedeckt
wird damit der Bedarf für die sanitären
Anlagen, die Besprenkelung des Rasens sowie
das erforderliche Löschwasser. Auf
dem Dach der Tribünen befindet sich
eine Solaranlage, die 3.500 Quadratmeter
umfasst und eine Leistung von 380 Kilowatt
aufweist. Bis zu 150 Haushalte können
mit der ungefähr eine Million Euro
teuren Anlage versorgt werden. „Damit sind
wir energietechnisch fast autark“, freut
sich Uli Ferber, Sprecher der Investorengruppe
und SG-Gründungsmitglied.
Geld wird
im neuen Stadion allerdings nicht nur für
die Ökologie ausgegeben. Im Fautenhau
steht künftig eine Flutlichtanlage
mit einer Leistungskraft von 500 Lux. Die
reicht für den Spielbetrieb in der
Regionalliga aus und kann bis auf 800 Lux
erweitert werden. Das würden dann sogar
ausreichen, damit das Fernsehen Fußballspiele
übertragen kann. Unabhängig von
Tag und Nacht haben Zuschauer eine gute
Sicht aufs 68 mal 105 Meter große
Spielfeld. 7,50 Meter (hinter dem Tor) sowie
6,50 Meter (seitlich) sind die Tribünen
vom Rasenplatz entfernt. Viel näher
dran geht für Fans nicht. Und für
diejenigen Anhänger, die den Aspacher
Heimspielen im Heilbronner Frankenstadion
in den vergangenen zwei Jahren beiwohnten,
geradezu ein Luxus.
Ungewohnt
und neu ist der Komfort auch in einem anderen
Stadionbereich. Anstelle des alten Klubhauses,
dem vor allem im Kabinentrakt höchstens
noch der Charme des Morbiden zugesprochen
werden konnte, entsteht derzeit ein modernes
Clubheim. Untergebracht sind darin sogenannte
Nutzräume, wie Schiedsrichter- und
Mannschaftskabinen, Räume für
Dopingkontrollen, Schulungsräume sowie
eine Gaststätte, die ihr tägliches
Gastronomieangebot nochmals erweitert.
Im Fautenhau
wird alles dafür getan, damit die Arena
rechtzeitig fertig ist und sich bei Fans
sowie Akteuren gleich von Anfang an ein
Wohlfühlfaktor einstellt. |
"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 4.
Juni 2011 Weinbrenner
sieht vor allem die Chancen Aspachs
Bürgermeister sieht im neuen Stadion
im Fautenhau ein Aushängeschild für
den Sport und die Kultur
Von Uwe
Flegel - „Das Projekt ist ein sportliches
und kulturelles Aushängeschild für
unsere Gemeinde.“ Hans-Jörg Weinbrenner
sagt es deutlich: Der Bürgermeister
steht hinter dem Umbau der Sportanlage im
Fautenhau. Auch weil er sich zu jener Art
von Rathauschef zählt, die bei einer
Unternehmung „in erster Linie die Chancen
sieht“. Die neue Comtech-Arena sei ein Gewinn
für die Kommune betont der 50-Jährige
immer wieder.
Vier
Punkte nennt das Gemeindeoberhaupt, um seine
Ansicht über den Bau zu untermauern.
Erstens steigerten das Stadion und die dortigen
großen sportlichen und musikalischen
Veranstaltungen den Bekanntheitsgrad Aspachs.
Zweitens werde dadurch ein positives Image
vermittelt. Denn: „Wo Menschen sich so engagieren
und so viel investieren, da geht was.“ Und
„Wir werden auf eine Landkarte gesetzt,
auf der wir sonst nicht wären.“ Drittens
würden solch große Veranstaltungen
wie das Andrea-Berg-Open-Air oder Freundschaftsspiele
gegen Bundesligisten wie den VfB Stuttgart
oder Bayern München viele Gäste
in den Ort bringen. „Allein am 23. Juli
werden’s wieder 14.000 sein“, rechnet Weinbrenner
für das Andrea Berg-Konzert zur Stadioneröffnung
vor. Und viertens „entstehen Arbeitsplätze“.
Vor allem in der Hotellerie und Gastronomie.
Doch auch die im Fautenhau benachbarten
Vereine würden zusätzliche Einnahmen
haben, ist sich der Bürgermeister sicher.
Und was ist mit der Gewerbesteuer für
die Kommune? Über die freut sich der
Verwaltungschef zwar, doch als Gradmesser
für ein Unternehmen will er sie nicht
nehmen. Denn zusätzliche Arbeitsplätze
seien ihm wichtiger. Und: „Für mich
ist jeder förderungswürdig, der
etwas unternimmt.“
Selbstverständlich
freut sich der Bürgermeister darüber,
dass bereits beim Bau versucht wird, Firmen
aus der Region einzubinden: „Von der Wertschöpfung
ist es unheimlich wichtig, dass die örtliche
Wirtschaft zum Zug kommt. Wobei das bei
dieser Bauherrschaft schon immer der Fall
war.“ Selbiges gilt auch für den Namensgeber
der Arena, die jetzt in Aspach und einst
in Backnang beheimatete Firma Comtech. Weinbrenner
findet, das sei viel besser, als irgendein
Bierbrauer aus dem Norden. Zumal das Gemeindeoberhaupt
schmunzelnd weiß: „Wir brauen ja selbst
unser Bier.“ Und nicht nur das. Im Lebensmittelbereich
stellt Aspach für seinen Bürgermeister
eine echte Marke dar: „Wir haben Wein, Mineralwasser,
Fruchtsaft.“ Und wie schon erwähnt
eigenen Gerstensaft. Klar, dass der Rathauschef
hofft, dass das neue Stadion auch hilft,
Werbung für die Produkte und Firmen
zu machen.
Hans-Jörg
Weinbrenner hat jedoch nicht vergessen,
dass es gegenüber dem 10 Millionen
Euro teuren und weitestgehend privat finanzierten
Gesamtprojekt in der Kommune Bedenken gibt.
Aufmerksam will der Verwaltungsboss beobachten,
dass die Polizeiverordnung, die bis zu fünf
Großveranstaltungen im Jahr erlaubt,
eingehalten wird. Die Arena lebe davon,
dass die Umgegend respektiert werde, erinnert
Aspachs Bürgermeister. Seine Erwartung
und gleichzeitige Ermahnung: „Das ist eine
tolle Geschichte. Das ist eine einmalige
Sache, auch dass so viel investiert wird.
Wird das ordentlich betrieben, dann profitieren
alle davon.“ |
"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 28.
Mai 2011 Hleb:
„Ein richtiges Schmuckkästchen“ Der
weißrussische Nationalspieler und
frühere VfB-Star zählt zur Investorengruppe,
die das neue Stadion im Fautenhau finanziert
Von Uwe
Flegel - Noch
ist der Aspacher Fautenhau eine Großbaustelle.
In zwei Monaten ist dort aber ein Stadion
fertiggestellt, in das bei Fußballspielen
bis zu 10000 Fans passen. Rund 10 Millionen
Euro kostet das Gesamtprojekt. Finanziert
wird es von einer privaten Investorengruppe,
zu der auch Alexander Hleb gehört.
Der 30-jährige Fußball-Nationalspieler
aus Weißrussland wird von der Agentur
des Kleinaspachers Uli Ferber betreut.
Herr
Hleb, warum engagieren Sie sich als Investor
für das neue Aspacher Stadion?
In erster
Linie wegen meiner persönlichen Nähe
zur Region. Ich besitze ja ein Haus in Großaspach,
von daher bin ich hier verwurzelt. Zudem
hat mich das Projekt fasziniert, und ich
war sofort sehr daran interessiert, mich
zu beteiligen und einen Beitrag zu leisten,
damit quasi vor meiner Haustür etwas
richtig Großartiges entstehen kann.
Bei meinem Besuch auf der Baustelle Ende
April kamen alte Erinnerungen wieder hoch.
Im Fautenhau habe ich einst mein erstes
Spiel auf deutschem Boden bestritten – ein
prägendes Erlebnis und letztlich auch
der Beginn meiner Karriere.
Wie halten
Sie sich über den Baufortschritt und
die Entwicklung auf dem Laufenden?
Ich bekomme
regelmäßig Bilder und Videos
geschickt und verfolge den Fortschritt der
Comtech-Arena auch im Internet. Ich bin
angetan, was dort entsteht: ein richtiges
Schmuckkästchen.
Können
Sie ohne groß nachzudenken, sagen,
in welcher Liga die SG Sonnenhof Großaspach
spielt und wie der Trainer heißt?
Da habe ich
jetzt wirklich Glück. Dank meines kurzen
Aufenthalts zuletzt weiß ich, dass
die SG mittlerweile in der Regionalliga
spielt. Und Alexander Zorniger kenne ich
ja noch gut aus meiner VfB-Zeit. Er war
unter Markus Babbel Co-Trainer. Mit dem
neuen Stadion hoffe ich, dass die SG nächste
Saison erfolgreicher spielt. Beim Anblick
der Arena kribbelt es bei mir schon wieder.
Könnte
es sein, das wir Sie schon bald wieder im
VfB-Trikot oder eines anderen Bundesligisten
sehen, vielleicht Schalke mit ihrem Ex-Trainer,
dem Backnanger Ralf Rangnick?
Die Bundesliga
gehört zu den interessantesten Ligen
in Europa. Eine Rückkehr kann ich mir
auf jeden Fall vorstellen, auch weil ich
die Liga sehr gut kenne. In welchem Trikot,
weiß ich nicht. Ich muss zunächst
wieder fit werden. Anschließend sieht
man, was passiert. In Barcelona habe ich
noch einen Vertrag bis 2012.
Welche
Zukunft haben Sie beim FC Barcelona?
Meine Reha
absolviere ich in Barcelona. Ich arbeite
dafür, dass ich zum Trainingsbeginn
wieder richtig einsteigen kann. Das ist
mein Hauptziel und dafür investiere
ich meine gesamte Konzentration und Energie.
Nach den Erfahrungen der vergangenen zwei
Jahre ist aber eher davon auszugehen, dass
meine Zukunft nicht beim FC Barcelona liegt.
Letztendlich entscheidet das aber der Verein
und in erster Linie Trainer Josip Guardiola.
Wie sehr
trifft Sie die Meniskusverletzung?
Das ist schon
ein schwerer Rückschlag, vor allem
weil ich gerade wieder auf einem guten Niveau
und zu 100 Prozent fit war. Ich wollte im
Saisonfinale gegen Tottenham unbedingt dabei
sein und das Ziel Klassenerhalt mit Birmingham
erreichen, doch leider sollte es nicht sein.
Auch die zwei EM-Qualifikationsspiele mit
meiner weißrussischen Nationalmannschaft
gegen Frankreich und Luxemburg musste ich
daher absagen.
Haben
Sie in England die Stuttgarter Probleme
diese Saison mitbekommen?
Ja, und ich
war überrascht, denn die Mannschaft
ist eigentlich stark genug gewesen. Ihr
fehlte lange das Selbstvertrauen und nachdem
in der Hinrunde nur wenige Spiele gewonnen
wurden, kam die Angst dazu, Fehler zu machen.
Doch sie haben eine tolle Rückrunde
gespielt und zum Glück den Klassenerhalt
einen Spieltag vor Saisonende perfekt gemacht.
Das hat mich sehr gefreut.
Wenn Sie
an den VfB denken, dann eher mit Wehmut
oder im Zorn?
Der Verein
liegt mir sehr am Herzen. Vor allem weil
ich eine sehr schöne Zeit hatte. Deshalb
denke ich eher mit Wehmut zurück. Klar
ist aber auch, dass ich mir mein letztes
Jahr beim VfB anders vorgestellt habe und
meine eigenen sportlichen Erwartungen nicht
immer erfüllen konnte.
Haben
Sie im Nachhinein eine Erklärung, weshalb
Sie nach der Rückkehr nach Stuttgart
solche Anlaufprobleme und am Ende die Probleme
mit Christian Gross hatten?
Ehrlich gesagt
denke ich darüber nicht mehr nach.
Ich schaue lieber nach vorne. Sicher fehlte
mir auch etwas die Rückendeckung und
das Vertrauen des Trainers, das ich einfach
für mein Spiel brauche.
Ihr Fazit
über das Jahr bei Birmingham City?
Es war sehr
lehrreich, aber auch etwas unbefriedigend.
Ich konnte nicht das abrufen, was ich mir
vorgenommen hatte. Grund dafür war,
dass ich immer wieder mit kleineren Verletzungen
kämpfte. Ich fasste dadurch nie richtig
Fuß, fand meinen Spielrhythmus nicht.
Und gerade als ich wieder auf dem richtigen
Weg war, wirft mich erneut eine Verletzung
zurück. Aber ich denke positiv. Ich
werde wieder der Alex Hleb aus der ersten
Zeit beim VfB und den Jahren bei Arsenal.
Wie sehr
trifft Sie der Abstieg ?
Ein Abstieg
ist immer sehr bitter. Zudem ist es für
mich auch das erste Mal, dass ich mit meiner
Mannschaft absteige. Besonders bitter ist
die Tatsache, dass das entscheidende Gegentor
gegen Tottenham in der dritten Minute der
Nachspielzeit fiel. Damit war die Niederlage
und der Abstieg besiegelt. Ein Punkt hätte
gereicht. Wir haben diese Saison den League
Cup gegen Arsenal gewonnen, doch die Klasse
konnten wir nicht halten. Das ist extrem
schade.
Beschäftigen
Sie sich bereits damit, was nach der Zeit
als Fußballprofi kommt?
In den Momenten,
in denen man verletzungsbedingt nicht spielen
kann, denkt man selbstverständlich
darüber nach, was nach der Zeit als
Profi kommen könnte. Richtig konkrete
Vorstellungen habe ich aber noch nicht.
Mein vorrangiges Ziel ist, noch ein paar
Jahre auf sehr hohem Niveau Fußball
zu spielen.
Träumt
ein Fußballer davon, einmal in seinem
eigenen Stadion zu spielen?
Das wäre
natürlich eine außergewöhnliche
Geschichte: noch mal da spielen, wo in Deutschland
alles begann. Hier im Fautenhau, wo ich
erstmals mit der Jugend-Nationalmannschaft
spielen durfte. Ein sehr schöner Gedanke,
auf den Sie mich gern in ein paar Jahren
noch einmal ansprechen können. Vielleicht
habe ich dann schon einen Termin im Hinterkopf. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 14.
Mai 2011
Benignus’
Sehnsucht nach zu Haus
Der Vorstandsvorsitzende
der SG Sonnenhof Großaspach freut
sich, dass im Sommer das Exil in Heilbronn
endlich beendet ist
Von Uwe Flegel - Nein, eine Spitze
gegen den bisherigen Partner kommt Werner
Benignus nicht über die Lippen. „Sie
haben uns immer unterstützt“, bescheinigt
er den Verantwortlichen in Heilbronn. Fraglos
steht für den Vorstandsvorsitzenden
der SG Sonnenhof Großaspach aber auch
fest: „Es ist für uns eine sehr große
Erleichterung.“ Es ist förmlich zu
fühlen, wie der 59-Jährige die
Einweihung des neuen Stadions im Fautenhau
im Sommer herbeisehnt. „Wir freuen uns alle
darauf. Vom jüngsten und kleinsten
Mitglied bis zum Vorstandsvorsitzenden“,
beschreibt der SG-Boss seine Gefühle
und schwelgt: „Wir kommen wieder heim.“
Seit dem Aufstieg in die Regionalliga
bestreiten die Fußballer aus dem Fautenhau
ihre Heimspiele im Unterländer Exil.
Eine echte Liebesbeziehung entstand nicht.
Die Heilbronner Fußballfans zeigten
dem Gast die kalte Schulter. Mit der Rasenposse
vergangenen Sommer hatte die Partnerschaft
ihren Tiefpunkt erreicht. Ein böses
Wort verliert Benignus dennoch nicht. Dabei
waren ein Freundschaftsspiel gegen Hoffenheim
bereits fix und eins gegen Meister Dortmund
wenigstens angedacht. Aus beidem und damit
auf erhoffte Einnahmen im fünfstelligen
Bereich wurde nichts. Die Sandgrube Frankenstadion
war untauglich und ein eigenes Stadion gibt’s
noch nicht.
Werner Benignus
will sich mit diesen Ärgernissen aber
nicht mehr aufhalten. Er blickt in die Zukunft:
Die heißt Comtech-Arena. Vorbei sind
dann die Zeiten, in denen die Aspacher vor
jedem Heimspiel einen Riesenaufwand zu betreiben
hatten. Zum Beispiel bei der 35 Kilometer
langen Anreise mit Spielern und Gepäck,
um das Abschlusstraining auf dem Heilbronner
Rasenplatz absolvieren zu können. Zum
Beispiel beim permanenten Auf- und Abbau
der Werbeschilder und des Vip-Raums. Benignus
freut sich, dass alles nur noch zweimal
bewältigt werden muss. Die Heimkehr
bringt „Einsparungen im monetären und
im zeitlichen Bereich“, erklärt der
Chef des Aspacher Vereins. Entlastet sieht
er vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer.
Wem das zu verdanken ist, nennt der gebürtige
Backnanger und Ex-SVU-Kicker beim Namen:
Uli Ferber. Außergewöhnlich sei,
was der leiste: „Eine tolle Geschichte.“
Klar ist
dem SG-Funktionär allerdings auch:
Alle Probleme beseitigt das neue Stadion
nicht. Das gilt zum Beispiel für die
Heimschwäche, die Benignus beseitigt
sehen will. „Es darf nicht noch mal so eine
Saison wie diese geben“, spricht er Klartext.
Es sei nun die Sache des Vereins, die „Arena
mit Leben zu erfüllen“. Dazu gehöre,
dass mit erfolgreichem Sport die Zuschauer
ins Stadion geholt werden. Dass dies seiner
Mannschaft gelingt, steht für ihn außer
Zweifel. „Es ist für die Spieler eine
ganz andere Motivation, in solch einem Schmuckkästchen
zu spielen“, spielt er auf die oftmals trostlose
Atmosphäre im weiten Rund des Frankenstadions
an. Denn während in Aspach die Zuschauer
künftig direkt am Spielfeldrand sitzen,
trennt in Heilbronn eine Leichtathletikbahn
den Rasen von den Tribünen. Auch bei
der Terminierung der Heimspiele hat die
SG Sonnenhof künftig freie Hand und
ist nicht mehr wie im Unterland über
weite Strecken fast sklavisch an den Sonntag
gebunden. Vor allem der Freitagabend erscheint
Werner Benignus sehr reizvoll.
Klar ist aber auch dem Vorstandsboss,
dass mit dem 10 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt
nicht alle Probleme der SG gelöst sind.
Vor allem in Sachen Trainingsplätze
mangelt’s weiterhin. Benignus hofft auf
Unterstützung anderer Vereine und Kommunen.
Klubs wie der FV Sulzbach, der seine Hand
schon hilfreich reicht. Bei den Vereinen
wollen die Aspacher künftig verstärkt
die Werbetrommel rühren. Mit Freundschaftsspielen
gegen deren Mannschaften oder Testspielen
auf deren Anlage gegen Zweitligisten wie
den FSV Frankfurt. Geben soll’s zudem Einladungen
für benachbarte Teams zu Heimspielen
und Regionalligaspieler, die ab und an das
Jugendtraining besuchen.
Der neue
Schwung, den der Umbau des Fautenhau bereits
jetzt mit sich bringt, ist fast greifbar.
Das sei die Chance für den Verein,
versichert dessen erster Mann und sieht
eine neue Zeitrechnung auf die SG Sonnenhof
Großaspach zukommen. Eine, aus der
er schon heute Kraft zieht: „Wenn ich von
der Arbeit mal genug habe, dann fahre ich
raus und schau mir an, was im Fautenhau
entsteht.“ |
"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 7.
Mai 2011 Ein
Projekt aus Herzblut und Sachverstand Für
die Architekten Ettle und Küstner ist
der Umbau des Fautenhaus eine Arbeit, an
der sie nicht nur berufliches Interesse
haben
Von Uwe Flegel
- Selbstverständlich sind sie beim
Umbau des Fautenhaus mit ein klein wenig
mehr Herzblut dabei als bei ihren anderen
Projekten. Schließlich sind die Architekten
Uli Ettle und Bernd Küstner zwei waschechte
Aspacher und seit Jahren wichtige Bestandteile
des Großaspacher Sportvereins. Ettle
war bis 2010 Vorsitzender der SG Sonnenhof
und ist nach der Loslösung der anderen
Abteilungen seit zwei Tagen neuer Stellvertreter
von Fußballboss Werner Benignus. Bernd
Küstner war Leiter der Turnabteilung
und ist nun Vorsitzender der SG Sonnenhof
Großaspach Turnen. Bei der Planung
der künftigen Comtech-Arena stoßen
bei dem Duo das private als auch das berufliche
Interesse aufeinander. Ein Konflikt ist
das für beide nicht: „Das eine oder
andere kann schon mal auf dem kurzen Dienstweg
geklärt werden, weil man sich ohnehin
ständig sieht“, sehen sie so eher Vorteile
darin, dass sich die Bauherren und die Architekten
bestens kennen.
Guten und
reichlichen Kontakt hatten auch Ettle und
Küstner, ehe das 10 Millionen teure
Gesamtprojekt gestartet wurde. Schließlich
sind sie Vereinskameraden. Beruflich sind
sie aber Konkurrenten. Jeder hat ein eigenes
Architekturbüro. Für den Umbau
taten sie sich als Arbeitsgemeinschaft zusammen.
„Mir allein war das Projekt zu groß“,
erklärt Uli Ettle, wie’s dazu kam.
Er schaute sich nach einem Partner um und
fand ihn in Bernd Küstner. Dessen Hauptaugenmerk
liegt nun in der Planung des Tribünenbaus.
Ettle kümmert sich dagegen um das Gebäude,
in dem Vereinsheim, Umkleidekabinen und
viele weitere Räumlichkeiten untergebracht
sind. Doch trotz Arbeitsteilung sehen sie
sich als echtes Team: „Verantwortlich sind
wir gemeinsam.“
Zusammen
sind sie deshalb auch froh, dass die Bauarbeiten
im Zeitplan sind. „Bei der Größe
eines solchen Projekts eine sehr ordentliche
Leistung“, urteilt Küstner und ergänzt:
„Das Wetter hat uns in die Karten gespielt.“
Denn klar ist auch: Selbst die besten lokalen
Kenntnisse können nicht jedes Problem
verhindern. „Im Januar und im Februar sind
die Bagger im Dreck fast festgesteckt“,
berichtet Ettle. Rund vier Wochen Verzögerung
brachten Probleme mit dem Baugrund. Zum
Beispiel beim Bau der Zisterne. Das Erdreich
war zu weich. „Das kostete Zeit und Geld“,
erzählen die Architekten. Wenigstens
gelang dank des Traum-Frühlings in
einem Punkt eine Korrektur.
Mittlerweile
wirken Ettle und Küstner auch von Tag
zu Tag ein wenig entspannter. Noch gibt’s
im Fautenhau viel zu tun, aber das stolze
Bauwerk nimmt Tag für Tag mehr Form
an. Für Küstner und Ettle steht
dann auch fest, „dass wir die neue Comtech-Arena
sehr gut in die Landschaft eingebettet haben“.
Die Atmosphäre des Fautenhaus sei jedenfalls
nicht verändert worden, erklärt
das Duo und spielt auf einen Kritikpunkt
der Gegner des Stadionbaus an. Für
die haben die Planer sogar ein Lob übrig.
„Die Kritik ging nie ins Persönliche“,
bestätigt Uli Ettle den Kontrahenten,
sich trotz unterschiedlicher Meinungen fair
verhalten zu haben. Auch in der Hinsicht
war’s wohl ein Vorteil, dass sich die Beteiligten
teilweise schon seit vielen Jahren kennen.
Ausschließlich
Vorteile gibt’s aber nirgends. So brachte
es der Umbau der Sportanlage mit sich, dass
sich der für die Freie Wählervereinigung
im Gemeinderat sitzende Bernd Küstner
grundsätzlich für befangen erklären
musste, wenn im Aspacher Rat das Projekt
im Fautenhau anstand. Dabei hätte der
Fachmann im Rund oft sehr viel erklären,
bestätigen oder auch richtig stellen
können. Doch auch bei den Beratungen
war er als beteiligter Planer außen
vor. „Aber das ist halt so“, blickt Küstner
entspannt zurück und lobt die Kollegen:
„Trotz der vielen Diskussionen gab’s bei
den Abstimmungen eigentlich immer eine große
Mehrheit für den Umbau. Da hat der
Aspacher Gemeinderat halt einen Vorteil:
bei uns gibt’s keine Grüppchen.“ Hier
steht über dem Fraktionszwang der Verstand
und ein klein wenig Herzblut. |
"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 5.
März 2011 Ferber: Gute Geschichte, nicht
gut erklärt
Investor aus
der Solarbranche ermöglicht, Tribünen
komplett zu überdachen – Sofortiger
Endausbau soll Verbesserungen bringen
„Wir
sind überzeugt, dass es eine gute Geschichte
ist.“ Uli Ferber, Sprecher der Investorengruppe,
fügt aber auch hinzu: „Schade, dass
wir’s nicht richtig angepackt haben.“ Beide
Male ist die Rede vom Ausbau des Sportparks
Fautenhau. Statt wie ursprünglich angekündigt
in zwei Bauabschnitten, wird das neue Stadion
nun in einem Zug erstellt. Statt 6,5 kostet’s
mittlerweile 10,2 Millionen Euro.
Von
Uwe Flegel - Der Hotelier und mit einer
Fifa-Lizenz ausgestattete Spielerberater
aus Kleinaspach redet nicht drum rum: „Die
Weiterentwicklung der Planung ist nicht
gut nach außen transportiert worden.“
Er sagt jedoch ebenfalls: „Die Fläche,
die bebaut wird, ändert sich nicht.“
Und: „Es wurde von Anfang an für 10000
Zuschauer geplant.“ Allerdings in zwei Bauabschnitten.
Jetzt gibt
es nicht erst die Zwischenlösung für
5600, sondern gleich das Komplettprogramm
für 7500 Fans, das durch den Umbau
von Sitz- zu Stehplätzen je nach Bedarf
auf 10000 Besucher erweiterbar ist. Angedacht
ist so etwas, wenn zum Beispiel Bayern München
im August zum Einweihungsspiel kommt. Der
51-Jährige: „Der Nordflügel wäre
ursprünglich nicht sofort gebaut worden.“
Nun wird er das. Die Kritiker werfen den
Bauherren vor, mit falschen Karten gespielt
zu haben.
Dem widersprechen
Ferber und Hans-Jörg Weinbrenner. „Die
Erklärung ist plausibel“, sagt Aspachs
Bürgermeister dazu, dass der Bau nun
in einem Ruck durchgezogen wird. Das Gemeindeoberhaupt
fügt aber an: „Ich hätte mir schon
gewünscht, dass ich’s nicht aus der
Backnanger Kreiszeitung erfahre.“ Weinbrenner
spricht damit auch für Gemeinderäte,
von denen einige ebenfalls verschnupft waren.
Bei einem Vor-Ort-Termin sei das jedoch
geklärt worden, berichten Bürgermeister
und Unternehmer. Wohl weil die Begründung
in der Tat nachvollziehbar ist.
Sah die ursprüngliche
Planung zum Beispiel nur die Überdachung
der sogenannten Vip-Tribüne vor, sitzen
nun alle Fans im Trockenen. Möglich
macht das ein weiterer Investor. Der kommt
aus der Solarbranche und stattet die Tribünendächer
komplett mit einer Solaranlage aus. 1,7
Millionen Euro kostet die Maßnahme,
die entscheidend dazu beiträgt, dass
alle vier Tribünen sofort erstellt
werden. Auch aus finanziellen Gründen.
„Ab 1. Juli sinkt die Förderung für
Solarenergie“, erklärt Ferber. Was
bis dahin nicht steht, steht danach ertragsmäßig
schlechter da. Das Leistungsvermögen
der Solaranlage beschreibt der Kopf der
Investorengruppe so: „100 Haushalte können
ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.“
Fürs Stadion heißt das: Beinahe
der komplette Energiebedarf wird selbst
abgedeckt.
Ähnlich
sieht es beim Wasser aus. Unter der Nordtribüne
befindet sich eine Zisterne, in der Platz
für 1,2 Millionen Liter nutzbares Regenwasser
ist. Verwendet wird das vor allem für
den Rasen und die Toiletten. Das heißt
für den Aspacher Geschäftsmann:
„Würde die Tribüne nicht gleich
gebaut, wäre da eine rund 80 Meter
lange und zirka 30 Meter breite Betonplatte
gewesen. Auf der hätten aber ebenfalls
Zuschauer stehen können.“ Der Unterschied:
Nun seien geordnete Plätze und entsprechende
Rettungswege vorhanden. Zudem, so Ferber,
verringere sich dank neuer Tribüne
und Überdachung auch die Lärmbelastung
für die Bevölkerung. Und noch
etwas spricht seinen Augen dafür, die
Arena nicht in zwei Schritten zu erstellen:
der Dreck und der Lärm durch die Baustelle.
Das sei eine Belastung, die leider nicht
zu vermeiden sei. Die gibt’s jetzt nur einmal.
Der Kleinaspacher: „Unser Bestreben war
immer, etwas zu bauen, das naturverträglich
ist. Das gelingt mithilfe des sofortigen
Endausbaus deutlich besser.“
Der Bürgermeister
bestätigt dies, indem er augenzwinkernd
von einem „fast energieautarken Stadion“
spricht und die Zisterne als „ein Stück
Puffer“ sieht. Eine Art Regenüberlaufbecken
im Kleinformat. Überhaupt hält
Weinbrenner den Stadionbau für eine
„einmalige Geschichte, auf die wir stolz
sind“. Auf die Bedenken der Kritiker, auch
was die Zahl der Großveranstaltungen
angeht, antworten Geschäftsmann und
Gemeindeoberhaupt unisono: „Die Bedenken
müssen ernst genommen werden.“ Ferber
fügt noch hinzu: „Alle Investoren wissen,
dass es für den Stadionbetrieb eine
rechtliche Grundlage für Großveranstaltungen
gibt.“ Und er sagt: „Hätte von Anfang
an die finanzielle Möglichkeit bestanden,
wäre nie von einem ersten und einem
zweiten Bauabschnitt gesprochen worden.“
Zudem erinnert das Gründungsmitglied
der SG Sonnenhof Großaspach: „Im Fautenhau
gab’s schon Spiele mit 8500 Zuschauern auf
der Anlage, wie gegen Schalke.“ Aber wie
bereits erwähnt: Ferber zieht sich
den Schuh an, über die Weiterentwicklung
und die Verbesserung der Planung nicht ausreichend
informiert zu haben: „Schade, dass wir’s
nicht richtig angepackt haben.“ Weinbrenner
bestätigt das und wünscht sich
deshalb, „dass sich der Verein und die Investoren
künftig so verkaufen, dass sich jeder
darüber freut, was im Fautenhau gerade
entsteht“. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
"Stadionwelt" berichtet
online am 10. Dezember 2010 Aspach: Stadionbau
schreitet voran
Im kommenden
Sommer wird die neue comtech Arena des Süd-Regionalligisten
SG Sonnenhof Großaspach eröffnet.
Trotz einiger Kritik aus der Bevölkerung
überwiegt die Zuversicht bei dem etwa
8,5 Millionen Euro schweren Projekt. Die
Arena wird multifunktional nutzbar sein.
Am Donnerstag,
den 30. September, fand der erste Spatenstich
für den Bau in Aspach statt. Wie Stadionwelt
bereits berichtete, wurden im Vorfeld jedoch
einige kritische Stimmen aus der Gemeinde
mit 8.300 Einwohnern laut. Begriffe wie
Lärmbelästigung, Vermüllung
und Überdimensionalität gehörten
zu den Argumenten der Stadiongegner. Den
Protesten zum Trotz, wurde dem Bauprojekt
von dem Gemeinderat schließlich aber
zugestimmt.
Mithilfe
einer Polizeiverordnung sollen die Befürchtungen
der Anwohner gedämpft werden. Demnach
sind im Jahr nur maximal fünf Großveranstaltungen
mit mehr als 1.000 Besuchern zulässig.
Bei mehrtägigen Konzerten gilt jeder
Tag als eine dieser Veranstaltungen. Sportveranstaltungen
in Verbindung mit einem Fußballspiel
wie die Heimspiele der SG Sonnenhof Großaspach
zählen allerdings nicht als Großveranstaltung.
Die Polizeiverordnung legt zudem fest, dass
pro Monat höchstens zwei dieser Großveranstaltungen
über die Bühne gehen dürfen.
Zwischen halb zwei und sieben Uhr morgens
sind „Musikdarbietungen" im Außenbereich
nicht erlaubt, nach Mitternacht darf zudem
nur der „unmittelbare Veranstaltungsbereich"
beschallt werden.
Finanziert
wird das 8,5 Millionen-Projekt ohne öffentliche
Gelder komplett von der Projekt Fautenhau
2011 GmbH, einer privaten Investorengruppe
um den Spielerberater Uli Ferber. Bis zum
Sommer soll das multifunktionale Stadion
mit Platz für etwa 7.000 Zuschauer
fertiggestellt werden. Für die Zukunft
ist jedoch eine sukzessive Ausweitung der
Kapazität auf etwa 10.000 Zuschauer
angedacht. „Das sind die Anforderungen für
die dritte Liga“, macht Thomas Deters, Geschäftsführer
der SG Sonnenhof Großaspach gegenüber
Stadionwelt keinen Hehl aus den Ambitionen
der Schwaben. An den Multimedia-Anbieter
comtech wurden für fünf Jahre
die Namensrechte verkauft. Erst kürzlich
hatte das Unternehmen seinen Standort ins
beschauliche Aspach verlegt. „Wir sind sehr
stolz, ein derartig einmaliges Projekt in
der Region zu unterstützen und freuen
uns auf die kommenden Wochen und Monate,
in denen die Arena weiter wächst und
langsam Formen annimmt“, zeigt sich Joachim
Ehmann, Geschäftsführer von comtech,
äußerst zufrieden.lan“, erklärt
Deters. Zudem weist er auf die herausragende
Bedeutung des neuen Stadions für den
Verein und die gesamte Region hin: „Für
den Verein ist das neue Stadion elementar
wichtig. Denn ohne das, wäre in Aspach
kein höherklassiger Fußball möglich.
Von der Bekanntheit des Vereins und den
hochkarätigen Veranstaltungen profitiert
im Endeffekt auch die Region“, so der SG-Geschäftsführer.
Offiziell
eingeweiht, wird die comtech Arena Ende
Juli oder Anfang August mit einem Freundschaftsspiel
gegen den Rekordmeister FC Bayern München.
Wenige Tage vorher wird Sängerin Andrea
Berg in der neuen Arena ein Open-Air-Konzert,
und damit einen Vorgeschmack auf zukünftige
Großveranstaltungen geben. Der Neubau
freut aber vor allem die Fußballer
der SG Sonnenhof Großaspach. Denn
seit dem Aufstieg im Sommer 2009 wurden
die Heimspiele aufgrund der DFB-Vorschriften
im knapp 30 Kilometer entfernten Heilbronn
ausgetragen. (Stadionwelt, 10.12.2010) |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 25.
November 2010 Stadion im Fautenhau bekommt
einen Namen Aspacher Firma sichert
sich für fünf Jahre die Rechte
– Andrea Berg und Bayern München sind
die Glanzlichter der Einweihungsfeiern im
Sommer 2011
(pm/uwe). Noch
ist am Aspacher Waldrand eine große
Baustelle. Doch bereits in einigen Monaten
steht dort ein modernes sowie hochfunktionales
Stadion. Und das bekommt einen neuen Namen.
Denn was Bundesligaklubs recht ist, ist
dem Regionalligaverein nur billig. Ist’s
beim VfB die Mercedes-Benz- oder bei Bayern
die Allianz-, so heißt die Heimspielstätte
von Schlagerstar Andrea Berg und der SG
Sonnenhof im Fautenhau ab 1. Juli 2011 Comtech-Arena.
Derzeit laufen die Arbeiten am 8,5 Millionen
Euro teuren Projekt, das von einer privaten
Investorengruppe finanziert wird, auf Hochtouren.
Für
fünf Jahre hat der Versandanbieter
im Multimedia-Bereich die Namensrechte der
neuen Arena erworben. „Wir sind sehr stolz,
ein derartig einmaliges Projekt in der Region
zu unterstützen und freuen uns auf
die kommenden Wochen und Monate, in denen
die Arena weiter wächst und langsam
Formen annimmt“, zeigte sich Firmen-Geschäftsführer
Joachim Ehmann äußerst zufrieden.
„Die Entwicklung der vergangenen Zeit verdeutlicht,
dass hier etwas entsteht. Da möchten
wir dabei sein und unseren Beitrag zum Gelingen
leisten.“ Ehmanns Unternehmen gehört
zu den größten seiner Art in
Deutschland und hat seinen Firmensitz erst
kürzlich von Backnang nach Aspach verlegt.
Für
Uli Ferber, Vertreter der privaten Investorengruppe,
ist die Partnerschaft mehr als nur ein Gewinn.
„Ich freue mich, dass Comtech Namensgeber
unserer neuen Arena wird. Vor allem die
Tatsache, dass sich ein ortsansässiges
Unternehmen so engagiert, zeigt die große
Bedeutung des Projekts für die Region.
Darüber hinaus bieten wir unserem Partner
hier eine sehr interessante Plattform mit
vielen abwechslungsreichen und zuschauerintensiven
Veranstaltungen.“
Zufrieden
ist auch Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg
Weinbrenner: „Für die Gemeinde ist
der Bau des neuen Stadions ein Meilenstein
und eine enorme Bereicherung in vielerlei
Hinsicht. Die Arena wird das sportliche
Aushängeschild nicht nur in Aspach,
sondern im weiten Umkreis. Das Unternehmen
ist nur zu beglückwünschen, dass
es nicht nur räumlicher Nachbar, sondern
auch wirtschaftlicher Partner von diesem
Erfolgsmodell sein will. Ich freue mich
sehr über das Engagement. Auch das
der gesamten Investorengruppe, denn das
ist ein deutliches Zeichen für unseren
Standort.“
Fürs
nächste Jahr stehen schon jetzt einige
interessante Veranstaltungen fest, mit denen
die neue Arena würdevoll eingeweiht
wird. Zum Beispiel das Open-Air-Heimspiel
von Andrea Berg, das am 23. Juli wieder
Tausende Fans nach Großaspach locken
wird. Das Gleiche gilt sicherlich auch für
den deutschen Rekordmeister FC Bayern München,
der zur offiziellen Stadion-Eröffnung
seine Aufwartung macht. Und nicht zu vergessen
die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach,
die dann pünktlich zum Start der Regionalliga-Saison
2011/2012 wieder auf heimischem Rasen auf
Punktejagd gehen. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 1.
Oktober 2010 Im Fautenhau rollen Bagger
und Raupen Erdarbeiten für den
Bau des neuen Stadions sind bereits in vollem
Gange – Das alte Vereinsheim wird derzeit
ausgebeint
Nächsten
Sommer soll er in neuem Glanz erstrahlen.
Derzeit ist es aber eine Riesenbaustelle.
Der Aspacher Fautenhau. Dort wurde diese
Woche mit den Erdarbeiten fürs neue
Stadion begonnen. Zudem startete der Abriss
des alten Vereinsheims der SG Sonnenhof.
(uwe).
Im Sportpark Fautenhau ist viel Bewegung.
Nicht nur auf dem neuen Kunstrasenplatz
unten, sondern vor allem oben. Bagger und
Raupen bewegen dort viele Haufen Dreck.
Das Gelände wird etwas mehr als einen
Meter tiefer gelegt. Erst danach wird mit
dem Aufbau des neuen Stadions und des neuen
Vereinsheims inklusive Vip-, Umkleide- sowie
Geschäftsräumen begonnen. Vorher
fällt muss allerdings noch das alte
Vereinsheim weg. Das Dach ist bereits runter.
Momentan wird es innen ausgebeint.
Allerdings
ist die Sportgemeinschaft noch nicht zu
einem Bauverein verkommen. Fußball
wird weiterhin fleißig gespielt. Wie
gestern Abend die Landesligaelf beim 5:1
gegen Neckarsulm. Zum Beispiel auch kommenden
Montag. Dann gibt’s auf dem Kunstrasenplatz
im Fautenhau ein vereinsinternes Duell.
Ab 17.30 Uhr stehen sich das Regionalligateam
und die zweite Garde in einem Testspiel
gegenüber. Trainer Alex Zorniger geht’s
nach dem 1:1 gegen Darmstadt darum, dass
seine Elf im Spielrhythmus bleibt, nachdem
die Regionalliga dieses Wochenende Pause
macht: „Außerdem möchte ich den
Spielern, die bisher nicht so häufig
zum Einsatz gekommen sind, die Chance geben
sich zu präsentieren.“ Und das ausnahmsweise
auf dem heimischen Gelände. Denn weil
die Bauarbeiten im Fautenhau in vollem Gange
sind, müssen das Landes- und das Regionalligateam
ein Großteil ihrer Trainingseinheiten
auf andere Plätze verlegen. Während
die Zweite auf dem Kunstrasen am Hotel Sonnenhof
übt, trainiert die Erste auf den Plätzen
in Burgstall. Geschäftsführer
Thomas Deters: „Wir freuen uns, dass uns
die Gemeinde die Möglichkeit gibt,
ihre Spielstätte zu nutzen. Das ist
für uns eine große Erleichterung.“
Um zusätzliche Sicherheit zu gewinnen,
wird die Zorniger-Elf zudem ihr Abschlusstraining
vor Heimspielen wieder im Heilbronner Frankenstadion
absolvieren. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 1.
Oktober 2010 Start frei zum Bau des Schmuckkästchens Spatenstich
im Großaspacher Fautenhau – In neun
Monaten soll im neuen SG-Stadion der Ball
rollen – 8,5 Millionen Euro teuer
„Es
wird Zeit, dass die Fußballer endlich
nach Hause kommen.“ Noch muss sich Aspachs
Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner
aber wie die SG Sonnenhof noch gedulden.
Gestern Nachmittag war erst der Spatenstich
fürs 8,5 Millionen Euro teure Stadion
im Fautenhau.
Von Uwe Flegel
- In neun Monaten soll das erste Mal ein
Ball im neuen Schmuckkästchen rollen.
Wird dieser Zeitplan eingehalten, dann hätte
im Sommer 2011 ein zweijähriges Auswärtsspiel
der Großaspacher Regionalligakicker
ein Ende. Eines, das mächtig herbeigesehnt
wird. Erst recht, seit der Rasen im Heilbronner
Frankenstadion eher einem Rübenacker
als einem Fußballplatz gleicht. Die
Elf um Kapitän Dennis Grab ist derzeit
offensichtlich froh, wenn sie wie morgen
ab 14 Uhr beim Karlsruher SC II auf dem
Feld des Gegners ran darf. Jedenfalls ist
davon auszugehen, dass sich das Wildparkstadion
in einem deutlich besseren Zustand als die
Heilbronner Arena befindet.
Das
Frankenstadion war gestern im Fautenhau
allerdings kein Thema. Am Aspacher Waldrand
ging’s einzig und allein um den offiziellen
Start für den Bau des neuen Aspacher
Stadions. 5600 Fans sollen nach Fertigstellung
des ersten Bauabschnitts darin Platz finden.
Finanziert werden die 8,5 Millionen weitestgehend
von einer Investorengruppe um SG-Mitbegründer
und Spielerberater Uli Ferber. Das Engagement
des Kleinaspacher Hoteliers und dessen Mitstreiter
hob Weinbrenner hervor: „Ich danke allen
Investoren, die das Risiko eingehen.“ Der
Rathauschef hat aber nicht vergessen, dass
der Ausbau der Sportanlage auch Gegner hat:
„Fingerspitzengefühl war erforderlich
und wird’s weiter sein.“
Werner
Benignus, Vorstandsvorsitzender der SG Sonnenhof
Großaspach, sprach von einer „Herkulesaufgabe“.
Auch weil sein Verein und die Kommune finanziell
nicht in der Lage sind, ein Stadion zu erstellen,
das der DFB für Regionalligaspiele
verlangt. Wieder einmal betonte Benignus,
dass der sportliche Erfolg, „den wir uns
nicht erträumt hatten, die SG in Zugzwang
brachte: „Der Verein muss jetzt nachziehen.“
Und: er kann das auch. Dank der Investorengruppe.
Die
war ebenfalls vertreten. Unter anderem durch
Uli Ferber, der mit seiner Frau Andrea Berg,
dem offiziellen Baustart beiwohnte. Dabei
gab’s viele Worte und den symbolischen Spatenstich.
Dann wurde das Arbeitswerkzeug wieder weggestellt.
Richtig los geht’s erst nächste Woche.
Dann wird zunächst einmal „der Platz
abgesenkt“, berichtete Architekt Bernd Küstner.
1,1 Meter liegt das neue Spielfeld tiefer
als der alte Kunstrasenplatz, an dessen
Stelle das Stadion entsteht. Weg müssen
aber nicht nur Dreck und Schotter. „Nächste
Woche wird das alte Vereinsheim abgerissen.
Etwas, das wir auch mit einem weinenden
Auge sehen“, erklärte Uli Ettle, zweiter
am Projekt beteiligter Architekt. Es gibt
noch viel zu tun, bis die Zeit da ist, dass
die Fußballer nach Hause kommen können. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 1.
Oktober 2010 Offizieller Baubeginn im Fautenhau Spatenstich
für das neue Stadion der Großaspacher
Regionalligafußballer
(uwe).
Sehnsüchtig warten Aspachs Regionalligafußballer
auf ein Ende des Exils im Heilbronner Frankenstadion.
Im Sommer 2011 soll es soweit sein. Bis
dahin muss allerdings im Fautenhau das neue
Stadion stehen. Nachdem dort der alte Kunstrasenplatz
bereits abgetragen wurde und das alte Vereinsheim
demnächst der Spitzhacke zum Opfer
fällt, wird morgen offiziell mit dem
Bau des künftigen Schmuckkästchens
offiziell begonnen. Um 16 Uhr gibt’s am
Donnerstag den sogenannten Spatenstich.
Anwesend
ist neben Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg
Weinbrenner, den Vereinsvertretern und den
Architekten Uli Ettle sowie Bernd Küstner
auch Uli Ferber als Vertreter der Investorengruppe.
Sie werden über den neuesten Stand
der Stadionpläne sowie den Stellenwert
der Arena für die Gemeinde, den Verein
und die Investorengruppe berichten.
Wie
dringend die SG Sonnenhof das neue Stadion
benötigt, zeigen derzeit die Heimspiele
in Heilbronn. Nachdem die Verantwortlichen
fürs Frankenstadion in der ersten Saison
viel Lob von Aspacher Seite bekamen, scheint
die Liebe mittlerweile stark abgekühlt.
Auch weil der Rasenplatz seit der Frisbee-Junioren-Weltmeisterschaft
in Heilbronn diesen Sommer den Namen nicht
mehr verdient. Dass den Tribüneneingang
zudem schon seit Wochen eine Baustelle ziert,
kommt erschwerend hinzu. Es scheint, dass
die Aspacher in der zweitgrößten
württembergischen Stadt nicht mehr
arg willkommen sind. Große Mühe
macht sich die Kommune derzeit jedenfalls
nicht.
Wie
schon erwähnt: Ein Ende des Exils ist
zumindest in ferner Sicht. 14 Mal muss die
Mannschaft von Alexander Zorniger noch auf
den löchrigen Flickenteppich ins Unterland,
dann darf sie wieder zu Hause ran. Und nach
den momentanen Erfahrungen in Heilbronn,
werden die Bauherrn sicherlich alles tun,
damit das Stadion rechtzeitig fertiggestellt
ist. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 16.
September 2010 Der alte Kunstrasen verschwindet
Im
Fautenhau in Großaspach laufen die
Umbauarbeiten weiter – Fußballer des
SC Fornsbach freuen sich auf den neuen Untergrund
Die
Umbauarbeiten im Fautenhau in Großaspach
laufen weiter. Ende der Woche soll der alte
Kunstrasen komplett verschwunden sein. Der
SC Fornsbach freut sich auf den neuen Untergrund.
(hes). Nach und
nach ist vom alten Kunstrasen im Fautenhau
in Großaspach nicht mehr viel zu sehen.
Schon mehr als die Hälfte der insgesamt
6800 Quadratmeter sind aufgerollt. Danach
wird der Unterbau des Platzes – Granulat
und Elastikschicht – abgetragen. „Diese
Arbeiten werden Ende der Woche fertig sein“,
berichtet Thomas Deters, Geschäftsführer
der Großaspacher Fußballer.
Ein
Verein freut sich auf den Kunstrasen: Der
SC Fornsbach. Vereinsmitglieder transportieren
mit Unterstützung der SG Sonnenhof
den Untergrund zur Spielstätte in Fornsbach.
„Dort wird dieser erst einmal zwischengelagert“,
sagt SC-Abteilungsleiter Michael Brucker.
Grund: Die Finanzierung steht noch nicht.
„Ein Konzept soll in den nächsten Wochen
vorliegen“, sagt Brucker. Zudem fehlt noch
die Baugenehmigung. Die SC-Verantwortlichen
hoffen, dass diese auch bald vorliegt. Erst
wenn dies geschehen ist, soll der Kunstrasen
auf den bisherigen Trainingsplatz, der sich
momentan in keinem guten Zustand befindet,
verlegt werden. Da kommt auf den SC Fornsbach
noch eine Menge Arbeit zu.
Hingegen
sind die Arbeiten an der Beleuchtung des
Trainingsplatzes fast abgeschlossen. Der
SC Fornsbach hat nämlich auch die alten
Flutlichtmasten aus dem Fautenhau erhalten.
Fünf davon mit insgesamt acht Lichtern
stehen schon, zwei sind bereits angeschlossen.
Spätestens bis zum Mittwoch, 22. September,
sollen alle Lichter der 15 Meter hohen Masten
brennen, denn um 18.30 Uhr steigt die Flutlichtpremiere
in Fornsbach. In der dritten Runde des Bezirkspokals
empfängt der SC im Stadtderby den klassenhöheren
TSC Murrhardt.
Gespielt
werden soll im neuen Stadion im Fautenhau
erst im Sommer nächsten Jahres. Die
Arbeiten sind laut SG-Geschäftsführer
Deters im Zeitplan. Die vorbereitenden Maßnahmen
werden in den nächsten Wochen abgeschlossen.
Anfang Oktober rollen die Bagger an, um
das Vereinsheim der SG Sonnenhof abzureißen.
„Danach beginnt dann der Bau des neuen Stadions“,
freut sich Deters. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Stuttgarter
Nachrichten" berichten online am 2.
September 2010 Die Bayern können kommen Von "Fellbach
und Rems-Murr-Kreis"
Neubau
In der kommenden Saison will die SG im eigenen
Stadion im Fautenhau auflaufen - einmal
auch gegen München.
Die Zäune sind abgerissen,
die Kanalarbeiten erledigt. Heute soll der
Kunstrasen im Fautenhau abgebaut und dann
beim SC Fornsbach neu verlegt werden. Die
Arbeiten an der neuen Multifunktionsarena
seien im Plan, sagt der Geschäftsführer
der SG Sonnenhof Großaspach, Thomas
Deters.
Bis
zum Auftakt der nächsten Saison soll
das bis zu 7000 Zuschauer fassende eigene
Stadion am Waldrand zwischen Großaspach
und Allmersbach am Weinberg fertiggestellt
sein. Dies sei zum einen nötig, damit
man nicht mehr wie jetzt ins Heilbronner
Frankenstadion ausweichen müsse. Im
Fautenhau sei im kommenden Jahr aber zudem
ein Spiel gegen den FC Bayern München
geplant, sagt Deters, dies quasi als unvergesslicher
Einweihungsevent.
In
der Regionalliga sei freilich der Klassenerhalt
erste Pflicht, denn deshalb investiere man
die rund 7,5 Millionen Euro in den Stadionausbau
schließlich. Als Erfolg würde
der Geschäftsführer einen einstelligen
Tabellenplatz werten. Und was, wenn die
Großaspacher noch einmal aufsteigen
würden? Auch für diesen Fall sei
die SG gewappnet, sagt Deters. Die Sponsoren
hätten sich verpflichtet, dann eine
weitere Tribüne zu bauen, um die in
der dritthöchsten Spielklasse erforderliche
Kapazität von 10 001 Zuschauern zu
gewährleisten. fro |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 3.
Juli 2010 Stadionbau: Nach Open-Air geht’s
los
(stg). Bei der
offiziellen Saisoneröffnung von Fußball-Regionalligist
Großaspach wurde noch einmal der Stand
der Dinge in Sachen Stadionbau erläutert.
Mit der Umsetzung dieses Projekts, für
das eine Investorengruppe laut SG-Vorstandsvorsitzendem
Werner Benignus 8,5 Millionen Euro in die
Hand nimmt, soll wenige Tage nach dem Open-Air-Konzert
von Andrea Berg am 24. Juli begonnen werden.
Die Bauzeit soll ein Jahr betragen. Zum
Eröffnungsspiel wird Bayern München
im Fautenhau erwartet. Alle Regionalliga-Heimspiele
der anstehenden Saison trägt die SG
Sonnenhof im Frankenstadion in Heilbronn
aus. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle:
Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 26.
Februar 2010 Ausbau der Sportanlage zeigt
im Fautenhau erste deutliche Spuren (uwe). Im Fautenhau
wird mächtig geholzt. Allerdings nicht
auf, sondern neben dem Sportplatz. Ein Teil
des Waldes muss wegen der Erweiterung der
Sportanlage weichen. 7,5 Millionen Euro,
die ein Investorenpool um Uli Ferber finanzieren
will, kostet das neue Stadion der SG Sonnenhof.
Die Rodungs- und Baumfällarbeiten bilden
den Auftakt des Umbaus. Den machte der Aufstieg
der Großaspacher Fußballer in
die Regionalliga erforderlich, entspricht
die alte Sportanlage doch nicht den DFB-Richtlinien
für Liga vier. Im Frühjahr 2011
soll das neue Schmuckstück fertig sein.
Bis dahin muss die SG für ihre Regionalliga-Heimspiele
weiterhin ins Heilbronner Frankenstadion
ausweichen. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Bietigheimer
Zeitung" berichtet online am 16.
Februar 2010 Umbau
in eine Arena startet
Investorengruppe finanziert Fußballstadion
für Regionalligist Großaspach
Beim Fußball-Regionalligisten
SG Sonnenhof Großaspach sind zwei
größere Umbaumaßnahmen
im Gange: Am Sportgelände Fautenhau
und bei den Strukturen. Gebaut wird bald
ein schmuckes Stadion.
Von CLAUS PFITZER - Zwei große
Projekt hat Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach in den nächsten
Monaten vor. Zum einen eine neue Vereinsstruktur,
zum anderen den großzügigen Umbau
der Sportanlage im Fautenhau zu einem Stadion
mit einem Fassungsvermögen für
5 000 Zuschauer im ersten Bauabschnitt.
Die ersten Schritte hin zu einer für
die Regionalliga tauglichen Sportanlage
sind bereits gemacht. Aus dem bisherigen
Rasenspielfeld ist ein Kunstrasenplatz mit
einer Rasenheizung geworden. Auf dem Gelände,
auf dem noch auf künstlichem Grün
gespielt wird, soll bald eine schmucke Fußballarena
mit Tribünen auf drei Seiten und Platz
für zunächst 5 000 Zuschauer stehen.
Im Falle eines Aufstiegs in die Dritte Liga
ist der Bau einer Tribüne auf der Nordseite
vorgesehen, mit der das Fassungsvermögen
auf 10 000 Plätze anwachsen würde.
Nachdem die meisten Hürden bei
der Planung gemeistert sind und kürzlich
auch der Gemeinderat mehrheitlich Änderungen
an den Bebauungsplänen abgesegnet hat,
steht der Baubeginn unmittelbar bevor. Vergangene
Woche hat die SG das Baugesuch eingereicht.
Kürzlich hat bei einer Mitgliederversammlung
die große Mehrheit dem Bauvorhaben
zugestimmt. Es gibt in der Gemeinde aber
auch Gegner des Bauvorhabens. Dieser Tage
startet eine Rodungsaktion, der Bäume
an drei Seiten des bisherigen Kunstrasenplatzes
zum Opfer fallen. Das Vereinsheim macht
bald Bekanntschaft mit der Abrissbirne.
Nach nur dreimonatiger Bauzeit ist kürzlich
das neue Kunstrasenspielfeld an der Stelle
des bisherigen Naturrasenplatzes eingeweiht
worden. Die Großaspacher
tragen seit dem Aufstieg 2009 ihre Heimspiele
in der Regionalliga Süd im Heilbronner
Frankenstadion aus. Dafür müssen
sie 50 000 Euro berappen. Ganz abgesehen
von den logistischen Herausforderungen und
dem weiteren Anreiseweg der Fans. Nach derzeitigem
Stand werden die Großaspacher noch
bis März 2011 zu Gast in heilbronn
sein, Verhandlungen darüber sind am
Laufen. Zur Rückrunde der Saison 2011/12
soll das eigene Stadion vor den Toren Großaspachs
fertig sein. Der geplante Umbau im Freizeitzentrum
Fautenhau soll 7,5 Millionen Euro kosten.
Dieser Betrag soll komplett von einer Investorengruppe
finanziert werden. Initiator dieser Gruppe
ist Uli Ferber, Hotelier und Spielerberater
von Fußballstars wie Mario Gomez und
Aliaksandr Hleb sowie Gründer der SG
Sonnenhof. Mit übernommen werden sollen
im Finanzierungskonzept auch die angeblichen
450 000 Euro Altschulden der SG, die beim
Umbau des Fautenhau Mitte der 90er-Jahre
angelaufen sind. Die SG Sonnenhof wäre
bei diesem Finanzierungsmodell schuldenfrei
und hätte auch kein finanzielles Risiko
beim Bau des neuen Stadions. Angeblich müsste
die SG jährlich etwa 120 000 Euro an
die Investorengruppe entrichten. Im Gegenzug
eingespart würden die 60 000 Euro per
anno für die Tilgung der Altschulden
sowie Stadionmieten. Da die Vereine
der Regionalliga Süd strengen Auflagen
des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
unterliegen, die nicht nur hohe Standards
an die Spielstätten vorsehen, sondern
auch Anforderungen an die Satzung stellen,
möchte die SG Sonnenhof Großaspach
künftig ein reiner Fußballverein
sein. Da bei Gründung eines neuen Klubs
steuerliche Gründe und Eigentumsrechte
eine große Rolle spielen würden,
ist die Ausgliederung der drei Abteilungen
Turnen, Tischtennis und Kegeln geplant.
Die Turner erwägen einen eigenständigen
Verein zu gründen, die Tischtennisabteilung
hat eine Fusion mit der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach
im Sinn. Noch keine Lösung haben bislang
die Sportkegler in Aussicht. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 3.
Februar 2010 Und wieder hat die SG ein Stück
geschafft Umbau der Sportanlage
im Fautenhau: Gemeinderat sagt Ja zur Änderung
zweier Bebauungspläne – Vier Nein-Stimmen
Wieder ist die
SG Sonnenhof beim Marathon in Sachen Umbau
der Sportanlage-Fautenhau einige Schritte
vorangekommen. Der Aspacher Gemeinderat
stimmte den Änderungen der Bebauungspläne
Sportgelände und Freizeitzentrum Fautenhau
zu. Zwölf Räte sagten Ja. Vier
stimmten mit Nein. Von Uwe Flegel
- ASPACH. Angedacht war mal, das neue Stadion
in diesen Wochen einzuweihen. Planungen,
die längst überholt sind. Mittlerweile
hofft der Verein, nächsten Winter sein
Exil in Heilbronn aufgeben und in die Heimat
zurückkehren zu können. Für
den Umbau zu einer Spielstätte für
zunächst 5600 Fans, braucht’s große
Ausdauer. Neben bürokratischen Hürden
stehen Gegner aus der Gemeinde als Hindernis
im Weg. Über 400 Unterschriften sammelten
sie gegen den Ausbau. Deshalb war
zu erwarten, dass auf die Auslegung der
geänderten Bebauungspläne zahlreiche
Einwendungen folgen. „Die kamen vor allem
von Bürgern“, berichtete Bauamtsleiterin
Sabine Welte-Hauff. Kritisiert werden Dinge
wie eine noch höhere Lärmbelästigung,
eine Zunahme des Verkehrs und zu große
Eingriffe in die Natur. Wolfgang Wagner,
einer der größten Gegner des
Projekts, befürchtet sogar die „Einrichtung
einer Bespaßungsindustrie“. Nicht
der Fußball ist das große Problem,
sondern der Fautenhau als Party-Zone. Denn
finanziert werden die 7,5 Millionen Euro
für das neue Stadion von einem Investorenpool,
den SG-Mitbegründer, Hotelier und FIFA-Spielerberater
Uli Ferber initiiert. „Und die erwarten
auch einen Rückfluss“, erklärte
Hanne Barth (SPD). Die Antwort der Gemeinde:
Eine Polizeiverordnung, die gerade entsteht
und mit der unter anderem die maximale Anzahl
von fünf Großveranstaltungen
pro Jahr festgelegt werden soll, sowie Konzepte
für Anfahrt und Parken. „Ich bin sicher,
dass die Sache damit besser wird“, baut
Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner
auf künftig feste Regeln, die bislang
fehlten. Die Zuversicht des Gemeindeoberhaupts
teilen nicht alle. Wolfgang Klenk (CDU/Bürgerliche
Wählerliste) gestand ein, dass er sich
„schwertut“, eine Entscheidung für
oder gegen die Änderung der Bebauungspläne
zu treffen. Er regte eine Bürgerbefragung
an, fand damit aber kein Gehör. Letztlich
enthielt sich Klenk. Barth, Sonja Pauli
(SPD), Herbert Schöffler und Ute Tränkle
(beide Freie Wählervereinigung) stimmten
dagegen. Die Worte Weinbrenners und Gerd
Raichles (Freie Wählervereinigung)
hörten sie wohl: „Wir bekommen den
Betrieb in den Griff.“ Ihnen fehlt aber
der Glaube. Barth: „In der Vergangenheit
haben wir’s auch nicht in den Griff bekommen.“
Schöffler sprach von „zweifelhaftem
Lärmgutachten“ und „nicht schlüssigem
Verkehrskonzept“. Wie andere Räte kritisierte
er zudem, dass es die vielbesagte Polizeiverordnung
noch nicht gibt. Schöfflers
Einlassungen nagten. Zum Beispiel an Wolfgang
Schröder (BS Ingenieure), der sein
Lärmgutachten verteidigte: „Es ist
schlüssig und richtig.“ Und zum Thema
Polizeiverordnung klärte Raichle auf,
dass dies der Gemeinderat selbst in der
Hand hat und es deshalb keinen Zeitdruck
gibt. Denn: „Was da reinkommt, das entscheiden
wir.“ Wichtig sei, den jetzigen Zustand
zu beenden. Zudem: „Wenn Regeln nicht beachtet
werden, muss gehandelt werden. Dann muss
man Manns genug sein und die Polizei anrufen“,
forderte Raichle, von Beruf Polizist. Und
wie der Bürgermeister sagte er mit
Blick auf Veranstaltungen der Spvgg Kleinaspach,
des TSV Bad Rietenau und des Musikvereins
Rietenau: „Wenn wir’s im Fautenhau untersagen,
müssen wir’s auch dort untersagen.“
Unterstützung fand Raichle bei
Dr. Bernhard Trefz (SPD): „Das Remmidemmi
im Blockhaus müssen wir in den Griff
kriegen.“ Beim Umbau gehe es aber darum,
der SG den Fußball in ihrer Heimat
zu ermöglichen. Deshalb sage er Ja:
„Ich bin Optimist. Ich sehe in der Bebauungsplanänderung
eine Chance.“ Trefz wollte aber die Großveranstaltungen
auf vier reduzieren. Weinbrenner widersprach:
„Von fünf runterzugehen, damit hätte
ich ein Problem.“ Die Zahl sei bisher immer
genannt worden. Und: „Irgendwo müssen
wir auch glaubwürdig bleiben.“
Glaubwürdigkeit allein tut’s bei
den SG-Kickern nicht. Im Kampf um ein Stadion,
das den DFB-Richtlinien entspricht, benötigen
sie zudem Steherqualitäten. Das Ziel
des Marathons kommt zwar näher, ist
aber noch nicht erreicht. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 3.
Februar 2010 Angst vor zu lauter Musik und
zugeparkten Straßen Die drei
Wählerlisten im Gemeinderat machten
die Planungen im Fautenhau zum großen
Thema in ihren Haushaltsreden Alle Gemeinderäte
waren sich einig: Das, was bisher im Fautenhau
gelaufen ist, darf so nicht mehr weitergehen.
Die drei Wählerlisten machten die Planungen
im Fautenhau zum großen Thema in ihren
Stellungnahmen zum Haushalt. Von Renate Häussermann
- ASPACH. Die ganze Gemeinde wurde zuweilen
mit Partymusik beschallt. Zudem gab’s noch
gnadenlos laute Feuerwerke. Die Angst ist
groß, dass es mit dem Bau eines Stadions
noch schlimmer wird. In ihren Stellungnahmen
zum Haushalt 2010 bezogen die drei Wählerlisten
am Montagabend in der Gemeinderatssitzung
Position in Sachen Freizeitgelände
Fautenhau. Die CDU und Bürgerliche
Wählerliste sprach davon, dass die
Planungen „von einem Teil der Bevölkerung
mit Argwohn betrachtet“ werden. Angst vor
Lärm, zugeparkten Straßen und
Zufahrten, Müll in den Hausgärten
und laute Musik bis in die frühen Morgenstunden
würden als Gründe der Ablehnung
angegeben. Listensprecher Peter Hanisch:
„Es ist unsere Aufgabe, auf diese Bedenken
einzugehen.“ Die Gemeinde arbeite an einer
Polizeiverordnung, die die Nutzung für
Stadion und Gastronomie regeln soll. Diese
müsse bei Partys nach den Fußballspielen
gewährleisten, dass die Lautstärke
der Musik vermindert und die zulässigen
Werte eingehalten werden. Die Wählerliste
hob noch lobend hervor, dass die SG Sonnenhof
rund 300 Kinder und Jugendliche ehrenamtlich
mit großem Einsatz betreue.
Ausführlicher äußerte sich
die Freie Wählervereinigung (FWV) mit
Gerd Raichle an der Spitze. Das Gutachten
der Ingenieure zeige, dass sich die Lärmbelästigung
verringern werde. Raichle: „Von Anfang an
hat der Gemeinderat immer darauf gedrängt,
dass die Bevölkerung keine zusätzlichen
Belastungen bekommt. Deswegen haben wir
gefordert, dass lediglich fünf Großveranstaltungen
im Fautenhau stattfinden dürfen.“ Die
FWV-Räte vertrauen darauf, dass die
Lärmbelästigung „eher geringer“
wird. In diesem Sinne beauftragen sie die
Verwaltung, weitere Gespräche zu führen,
„auch mit der seitherigen Fautenhau-Gastronomie“.
Mit Blick auf die wirtschaftliche Seite
betonte Raichle, dass durch den Stadionbau
auch einige Arbeitsplätze im Fautenhau
entstünden. Es profitiere nicht nur
der Investor, sondern auch der Aspacher
Einzelhandel und letztlich die Gemeinde
durch Steuereinnahmen. „Außerdem wird
das Image durch hier wohnende Persönlichkeiten
erheblich aufgewertet, sei es im Sport oder
in der Musik.“ Was den Lärm zu Unzeiten
oder die Feuerwerke betreffe, sei dies durch
die Verwaltung beziehungsweise das Ordnungsamt
zu regeln. Raichle: „Die Verträge mit
der SG müssen hieb- und stichfest sein,
dass durch Hintertürchen keine unliebsamen
Überraschungen eintreten.“ Außerdem
beantragte die Wählerliste eine aktuelle
Kostenaufstellung, aus der hervorgeht, wieviel
Geld die Gemeinde aufbringen muss.
„Da der Stadionbau weitestgehend durch Sponsoren
finanziert werden soll, ist abzusehen, dass
zumindest ein Teil dieser Mittel durch eine
verstärkte kommerzielle Nutzung des
Areals wieder hereingeholt werden wird.“
So die Einschätzung der SPD-Räte.
Armin Franitza drängte darauf, die
Bevölkerung vor zusätzlichen Belästigungen
und Störungen zu schützen. Deshalb
müsse in einem Vertrag die Obergrenze
von maximal vier Großveranstaltungen
im Jahr festgeschrieben werden, deren Umfang
klar definiert sei. Zusätzlich müsse
dafür gesorgt werden, dass sich die
restlichen Veranstaltungen im und um das
Blockhaus in einem akzeptablen Rahmen bewegen.
Nicht akzeptabel seien Feuerwerke nach 22.30
Uhr. Obendrein stören sich
Franitza und seine Listenkollegen an der
vom DFB geforderten Größe des
Stadions: „Es sollte eine realistische Obergrenze
von 5001 Zuschauern eingehalten werden,
die Planung mit bis zu 10000 Zuschauern
erscheint uns überdimensioniert.“ |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Zeitung" berichtet online am 3.
Februar 2010 Großaspach erhält
sein neues Stadion Gegner setzen sich mit
Unterschriftenaktion nicht durch - Investorenpool
muss Kosten von 7,5 Millionen Euro stemmen
Die Kicker der SG Sonnenhof
Großaspach können vom Frühjahr
2011 an in einem neuen, schmucken Stadion
dem Ball nachjagen. Der Gemeinderat hat
jetzt mit klarer Mehrheit den Weg frei gemacht
für den Ausbau des Sportgeländes
im Freizeitareal Fautenhau. Von Dirk Herrmann
- ASPACH. Auch in den Tagen vor der entscheidenden
Sitzung hatten die Gegner des Projekts fleißig
Proteststimmen gesammelt. Am Ende waren
es, so Karlheinz Stäudle als Initiator
des Widerstands, exakt 434 Bürger,
die sich per Unterschrift gegen den Stadionneubau
aussprachen. Das entspreche immerhin gut
sieben Prozent der Wahlberechtigten in der
Gemeinde im nordwestlichen Rems-Murr-Kreis,
sagt Stäudle. "Ich will, dass
der Fautenhau wie bis jetzt ein Naherholungsgebot
für Jung und Alt bleibt", heißt
es auf jenen Erklärungen, die zum Paket
verschnürt kürzlich von Stäudle
und seinen Mitstreitern auf dem Rathaus
abgegeben wurden. Die neue Sport- und Event-Arena,
so die Kritiker, falle "völlig
überdimensioniert" aus.
Das neue Stadion ist nötig, weil die
Großaspacher im vergangenen Sommer
in die Regionalliga aufgestiegen sind. Das
ist freilich mit Auflagen verbunden: Der
Deutsche Fußball-Bund verlangt ein
Stadion mit einer Kapazität von 5000
Plätzen. Falls es zukünftig noch
eine Stufe höher ginge, also in die
dritte Liga, müssten gar 10 000 Zuschauer
Platz finden - hierfür liegen die Pläne
in Form einer weiteren Tribüne bereits
in der Schublade. Unterstützt durch
einen Investorenpool soll nun das 7,5 Millionen
Euro teure Projekt gestemmt werden.
Wichtigster Mann im Hintergrund ist
dabei Uli Ferber: Der Hotelier aus dem Teilort
Kleinaspach ist nicht nur Gönner des
Vereins, sondern als Spielervermittler etwa
von Bayern-Star Mario Gomez sowie als Ehemann
von Schlagersängerin Andrea Berg immer
wieder in den Gazetten zu finden. Ferber
richtet denn auch das alljährliche
Open-Air-Spektakel seiner Gattin im Fautenhau
aus, zu dem an einem Juli-Samstag rund 13
000 Fans aus ganz Deutschland in den Flecken
(8300 Einwohner) pilgern. Insbesondere dieses
lärmintensive Schlagerfestival wie
auch die immer wieder im von Ferber betriebenen
Restaurant Blockhaus im Fautenhau stattfindenden
Mallorca-Partys gehen vielen Aspachern gegen
den Strich. Knapp 50 dieser skeptischen
Bürger verfolgten denn auch gespannt
die jüngste Gemeinderatssitzung, in
der es um den geänderten Bebauungsplan
für den gesamten Fautenhau ging. Etliche
Räte griffen die Forderungen der Kritiker
auf, monierten etwa "das Remmidemmi
jedes Wochenende im Blockhaus", die
"Lautsprechertests bis in die Nacht"
und die "Vermüllung bei Großveranstaltungen"
oder die ohrenbetäubenden abendlichen
Feuerwerke. Gerd Raichle von der Freien
Wählervereinigung erkannte, dass diese
Pläne Teile der Bevölkerung "fast
verängstigt" hätten. Allerdings
sei dabei vieles auf "Fehlinformationen
und Übertreibungen" zurückzuführen.
Die Lärmbelästigung werde künftig
eher geringer ausfallen. Zudem würden
etliche neue Arbeitsplätze im Fautenhau
geschaffen. Der Vorwurf, ein Naherholungsgebiet
werde "kaputtgemacht", treffe
nicht zu. Vielmehr werde das gesamte Areal
aufgewertet. Auch Bürgermeister
Hansjörg Weinbrenner betonte, dass
das Flair des Fautenhau als eine idyllisch
am Waldrand gelegene Sportanlage erhalten
bleibt. Den Ärger mit dem Lärm
will die Verwaltung durch eine neue Polizeiverordnung
regeln. Darin wird dann auch die Zahl der
Großveranstaltungen im Fautenhau auf
maximal fünf im Jahr begrenzt. Letztlich
sprach sich mit zwölf gegen vier Stimmen
bei einer Enthaltung eine klare Mehrheit
fürs neue Stadion aus. Sehr zur Freude
des Schultes. "Ich bin froh, dass der
Verein jetzt Planungssicherheit hat und
es keinen weiteren Zeitverzug gibt",
erklärte er am Dienstag auf Nachfrage. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 27.
Januar 2010 Weinbrenner befürwortet
den Umbau Aspachs Bürgermeister
hat Verständnis für Fautenhau-Kritiker,
ärgert sich aber wegen einer teilweise
„bewussten Desinformation“ Nein, Hans-Jörg
Weinbrenner schwankt nicht. Der Bürgermeister
steht hinter dem Umbau der Sportanlage im
Fautenhau. 7,5 Millionen Euro soll das von
einem Investorenpool finanzierte Stadion
kosten. Doch nicht alle Aspacher befürworten
das Projekt des Fußball-Regionalligisten
SG Sonnenhof Großaspach.
Von Uwe Flegel
- Hans-Jörg Weinbrenner kann damit
leben, dass der Umbau im Fautenhau nicht
nur Freunde hat: „Eigene Ansprüche
anzumelden, das ist legitim.“ Rund 400 Personen
haben mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck
gebracht, dass sie dem neuen Stadion, in
dem zunächst 5600 Fans Platz finden
sollen, kritisch gegenüberstehen. Stimmen,
die Weinbrenner zur Kenntnis genommen hat.
Und zumindest dem Großteil der Gegner
bescheinigt das Gemeindeoberhaupt bei all
ihrer Kritik, sachlich zu bleiben. Er fügt
aber auch hinzu: „Solange man bei der Wahrheit
bleibt.“ Wenig Verständnis hat der
Bürgermeister, wenn der Vorwurf kommt,
die Bevölkerung sei nicht rechtzeitig
informiert worden: „Das kann ich nicht gelten
lassen.“ Außerdem stört ihn,
„wenn Zahlen propagiert werden, die so nicht
stimmen“. Er spricht sogar von „bewusster
Desinformation“. Dazu zählt die Behauptung,
im Fautenhau sollen 1000 Parkplätze
entstehen. In Wahrheit sind’s knapp 700.
Und: „Der größte Teil davon ist
bereits vorhanden“, sagt Weinbrenner. Neu
seien vorwiegend Dinge wie zwei zusätzliche
Fahrspuren sowie eine bessere Befestigung
eben jener Zufahrten. Weinbrenner macht
aber auch klar, dass mehr für ihn nicht
infrage kommt: „Es wäre verfehlt, in
dem sensiblen Tal zusätzliche Parkplätze
zu schaffen.“ Überhaupt liegt
dem Bürgermeister am Herzen, dass der
Flair des Fautenhau nach dem Umbau erhalten
bleibt. Eine idyllisch am Waldrand gelegene
Sportanlage soll es auch künftig sein.
Das will Weinbrenner und das wollen die
Investoren, wie deren Initiator Uli Ferber
beim Infoabend vergangene Woche erklärte.
Deshalb wurmt es das Gemeindeoberhaupt immer
noch ein bisschen, welche Rolle das Regionalparlament
spielte. Das Zielabweichungsverfahren habe
es nur wegen eines kleinen Teils des neuen
Stadions gegeben: wegen der Nordtribüne.
Und die soll nur gebaut werden, falls Aspach
den Aufstieg in die Dritte Liga schafft.
Für Weinbrenner stellt sich „die Frage,
wenn das Konzept steht, inwieweit das Regionalparlament
dann noch Obergemeinderat spielen muss.“
Schließlich habe die Kommune bei Großveranstaltungen
bereits bewiesen, „dass wir die Sache im
Griff haben“. Laut war die eine
oder andere Großveranstaltung dennoch.
Partys nach Fußballspielen störten
manchen Aspacher. Weinbrenner kann das nachempfinden:
„Das sind die Dinger, die ein Ärgernis
sind. Da ärgere ich mich auch.“ Um
so etwas, das bisher von Fall zu Fall oder
auch gar nicht geregelt wurde, zu verhindern,
soll der Gemeinderat nun eine Polizeiordnung
beschließen. In der wird festgeschrieben,
was geht und wann Schluss ist mit Party.
Ebenfalls geregelt wird, dass es wie
bisher höchstens fünf Großveranstaltungen
pro Jahr gibt. Und davon nicht mehr als
zwei pro Monat. Alle Kritiker wird die neue
Richtlinie nicht besänftigen. Schließlich
weiß der Bürgermeister: „Auch
rechtlich zulässiger Lärm ist
störend.“ Er fügt aber hinzu:
„Mit der Polizeiverordnung wird’s künftig
eher besser.“ Unter anderem, weil die vorgeschriebene
Ausrichtung von Bühne und Lautsprecher
in nordwestliche Richtung für einen
höheren Lärmschutz sorgen soll.
Keinen Zweifel lässt Weinbrenner
daran, dass er hinter dem Umbau und der
Finanzierung durch Investoren steht: „Nur
dadurch finden sportliche und kulturelle
Veranstaltungen auf einem Niveau statt,
das wir sonst nicht hätten. Darauf
können wir stolz sein.“ Schließlich
seien weder Gemeinde noch Verein finanziell
in der Lage, den DFB-Richtlinien nachzukommen.
Anforderungen, die in Weinbrenners Augen
völlig überzogen sind. Nachgekommen
werden muss ihnen trotzdem, ansonsten darf
die SG Sonnenhof nicht im Fautenhau um Regionalligapunkte
kicken. Und ganz zum Nuller bekommt die
Kommune den Umbau ja auch nicht. Aspach
muss bei Dingen wie Parkplätzen und
Wiederaufforstung ran. Geschätzte 150000
Euro kostet das die Kommune. Dass die Diskussion
wegen des Ausbaus im Fautenhau in anderen
Gemeinden durchaus verfolgt wird, das weiß
der Bürgermeister: „Es gibt schon Kollegen,
die sagen: Wenn’s bei Dir nicht läuft,
dann schick sie zu mir.“ Dass es soweit
nicht kommt, dafür hängt sich
Weinbrenner rein. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Zeitung" berichtet online am 26.
Januar 2010 Neue Fußballarena stößt
auf Widerstand Die SG Sonnenhof benötigt
ein größeres Stadion. Der Bau
soll 7,5 Millionen Euro kosten.
Von Martin Tschepe - Die Fußballer
der SG Sonnenhof spielen seit dieser Saison
recht erfolgreich in der Regionalliga. Und
sie freuen sich auf das neue Stadion, das
demnächst im Fautenhau, am Waldrand
zwischen Großaspach und Allmersbach
(Rems-Murr-Kreis), gebaut werden soll.
Doch
nicht alle Aspacher teilen die Euphorie,
ganz im Gegenteil. Die Fußballarena
hat jetzt eine ganze Reihe von Kritikern
auf den Platz gerufen. Laut Bürgermeister
Hans-Jörg Weinbrenner haben rund 380
Bürger einen Text unterzeichnet, in
dem es unter anderem heißt, der Fautenhau
solle ein Naherholungsgebiet bleiben und
nicht zu einer Arena für Regionalligaspiele
und Großveranstaltungen werden. Die
Gegner des Projekts sprechen von einer überdimensionierten
Planung, sie befürchten Lärmbelästigungen.
Einige behaupten gar, Aspach sei dem Größenwahn
verfallen. Und weitere Bürger und Organisationen
hätten individuell formulierte Bedenken
gegen den Bau vorgebracht, sagt Hans-Jörg
Weinbrenner. Am 1. Februar soll
das Projekt vom Gemeinderat der rund 8300
Einwohner zählenden Gemeinde nochmals
beraten und dann verabschiedet werden. Die
Zeit drängt, denn das neue Stadion
soll bereits Anfang nächsten Jahres
fertig sein. Rund um den alten Trainingsplatz
mitten im Wald sollen nach Auskunft des
Schultes die Bäume auf einer Fläche
von etwa 1,3 Hektar gefällt werden.
Diese Arbeiten müssten bis Ende Februar
abgeschlossen werden, denn laut Baumschutzverordnung
darf vom 1. März an vorerst nicht mehr
gerodet werden. Der Verband Region Stuttgart
hat den Stadionneubau trotz anfänglicher
Bedenken zwischenzeitlich gebilligt.
Der Bürgermeister sagt, er habe
Verständnis für die Skepsis der
Bürger. Der Fußballclub benötige
wegen des Aufstiegs aber ein größeres
Stadion, und der Fautenhau sei nun einmal
ein geeignetes Gelände. Für die
gefällten Bäume würden überdies
andernorts neue gepflanzt. Hans-Jörg
Weinbrenner bezeichnet die geplante Arena
für rund 5600 Zuschauer mit knapp 700
Parkplätzen, die rund 7,5 Millionen
Euro kosten soll, als ein "Aushängeschild"
für die Gemeinde. In puncto Lärmbelästigung
sei rein rechtlich nichts gegen das Projekt
einzuwenden. Die Kommune habe sich mit dem
Verein darauf geeinigt, in der Stadionordnung
festzuschreiben, dass zusätzlich zu
den Heimspielen der Fußballer pro
Jahr maximal fünf Großveranstaltungen
stattfinden dürften. Zehn wären
grundsätzlich erlaubt, sagt der Bürgermeister.
Der Geschäftsführer der SG,
Thomas Deters, erklärt, auch auf dem
neuen Vereinsgelände würden künftig
nicht mehr Veranstaltungen stattfinden als
schon bisher im alten Fautenhau-Stadion:
die 17 Heimspiele sowie das große
Open-Air-Konzert der Schlagersängerin
Andrea Berg Ende Juli, zu dem rund 13 000
Besucher erwartet werden, sowie höchstens
noch vier weitere Großereignisse.
Bezahlt werden soll der Stadionneubau
von einer Investorengruppe mit Uli Ferber
an der Spitze. Der finanzkräftige Hotelier
Ferber ist einer der erfolgreichsten Spielervermittler
und -berater in Deutschland, zu seinen Kunden
gehören Mario Gomez vom FC Bayern München
und Alexander Hleb vom VfB Stuttgart. Ferber
ist seit 2007 mit Andrea Berg verheiratet.
Der SG-Geschäftsführer Deters
sagt, die Investoren hätten sich bereiterklärt,
die Altkredite des Clubs in Höhe von
rund 450 000 Euro zu übernehmen. Der
Club sei damit schuldenfrei, er werde jährlich
rund 120 000 Euro Miete für das Stadion
an die Investoren bezahlen, trage selbst
aber kein Risiko. Für den Verein sei
das ein sehr gutes Geschäft, denn bis
dato überweise die SG jährlich
rund 60 000 Euro allein für die Tilgung
der Kredite an die Banken. Ferner koste
die Miete des Ausweichquartiers für
die Ligaspiele, das Heilbronner Frankenstadion,
allein in dieser Saison 50 000 Euro.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB)
schreibt der SG Sonnenhof für die vierte
Liga zwingend vor, ein neues Stadion mit
getrennten Zugängen für die heimischen
und gegnerischen Fans sowie mit Arrestzellen
zu bauen. Die Verantwortlichen bei dem Fußballverein
haben sogar vorgesorgt: Für den Fall,
dass der Club in die dritte Liga aufsteigen
sollte, liegen bereits weitere Pläne
in der Schublade. Dann könnte das Stadion
im Naherholungsgebiet noch mal deutlich
vergrößert werden. Mit einer
zusätzlichen Tribüne würde
das Fassungsvermögen der Arena auf
rund 10 000 Zuschauerplätze nahezu
verdoppelt. Was allerdings mit dem schönen
Stadion passiert, falls Sonnenhof eines
Tages nicht auf-, sondern wieder absteigen
sollte, ist im Augenblick noch kein Thema. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Nachrichten" berichtet online am 25.
Januar 2010
Bürgerproteste
gegen neues Stadion Geplanter Ausbau des Sportareals
in Aspach im Rems-Murr-Kreis ruft Kritiker
auf den Plan - Gemeinderat entscheidet am
1. Februar
Die Kicker der SG Sonnenhof
Großaspach werden in gut einem Jahr
in einem neuen Stadion dem Ball nachjagen
können. Davon sind die Vereinschefs
und auch Bürgermeister Hansjörg
Weinbrenner überzeugt - trotz wachsender
Widerstände in der Bevölkerung.
Von
Dirk Herrmann
ASPACH.
Der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga
hat dem Verein aus dem Rems-Murr-Kreis neben
viel Freude und noch schweißtreibenderer
Trainingsarbeit ein besonderes Problem beschert:
Der Deutsche Fußball-Bund verlangt
ein erheblich größeres Stadion.
Das soll nun von diesem Frühjahr an
auf dem bisherigen Nebenplatz des Sportgeländes
Fautenhau am Großaspacher Waldesrand
gebaut werden - mit zwei Tribünen versehen
und einer Kapazität von 5600 Plätzen.
Der Verein ist auch für einen nochmaligen
Aufstieg, dann in die dritte Liga, gerüstet.
Die Pläne für die nächste
Tribüne und damit eine kurzfristige
Aufstockung für dann 10 000 Zuschauer
liegen bereits in der Schublade.
Für
das neue Stadion müssen allerdings
auf 1,3 Hektar Bäume gefällt werden.
Das schmeckt vielen Bürgern nicht,
ebenso wie die insgesamt 700 Parkplätze,
die angelegt werden müssen. Ebenso
wird moniert, dass in dem Stadion weiterhin
und womöglich noch mehr Großveranstaltungen
stattfinden könnten - nach dem Vorbild
des alljährlichen Events mit der im
Ortsteil Kleinaspach lebenden Schlagerkönigin
Andrea Berg. Die wiederum ist mit dem Hotelier
und Spielerberater Uli Ferber (zu seinen
Klienten gehört zum Beispiel Bayern-Star
Mario Gomez) verheiratet. Ferber ist einer
der großen Gönner des Vereins.
Für dieses Jahr ist der 24. Juli als
Schlager-Großereignis im Fautenhau
längst fest gebucht; notfalls müsse
die Bühne halt zwischen Baggern und
Kränen aufgebaut werden, heißt
es scherzhaft in Aspach.
Die
Kritiker freilich haben in den vergangenen
Wochen eine Initiative gegründet und
kräftig Stimmung gemacht gegen "die
völlig überdimensionierte Planung
einer Sport- und Event-Arena im Fautenhau".
Mehr
als 400 Bürger der 8300-Einwohner-Gemeinde
bekunden mittlerweile per Unterschrift:
"Ich will, dass der Fautenhau wie bis
jetzt ein Naherholungsgebiet für Jung
und Alt bleibt." Die Listen hat Karlheinz
Stäudle als Sprecher der Aspacher Initiative
jetzt dem Bürgermeister übergeben.
Die
Fußballfunktionäre versuchen
derweil, den Skeptikern den Wind aus den
Segeln zu nehmen. Maximal fünf größere
Veranstaltungen im Jahr seien geplant. Außerdem
sei der Lärm geringer als behauptet.
Die Kosten fürs neue Stadion in Höhe
von 7,5 Millionen Euro will ein Sponsorenpool
tragen, dessen Initiator Uli Ferber ist.
Änderungen gibt es in der Vereinsstruktur:
Künftig werden vermutlich nur noch
die Fußballer im Verein bleiben. Turnen,
Tischtennis und Kegeln werden die SG voraussichtlich
verlassen. Wenn man handlungsfähig
bleiben wolle, könne man nicht bei
Investitionen vorher erst die anderen Abteilungen
fragen, heißt es. Dass die Fußballer
selbst aussteigen, ist unwahrscheinlich,
da dann das Vereinsgelände einen neuen
Eigentümer erhielte, was steuerlich
mit mehreren Zehntausend Euro zu Buche schlagen
würde.
Ob
die Kritiker mit ihren Unterschriften Erfolg
haben werden, ist offen. Schließlich
hat sich der Gemeinderat bereits im vergangenen
Jahr grundsätzlich zum Stadion bekannt.
Am 1. Februar soll die abschließende
Entscheidung im Ortsparlament fallen. " |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 23.
Januar 2010
Nicht
alle Befürchtungen ausgeräumt Beim Infoabend
der SG Sonnenhof Großaspach zum Fautenhau-Umbau
nutzten die Kritiker die Chance, sich zu
Wort zu melden
„Die Gemeinde
unterstützt das Vorhaben.“ Bürgermeister
Hans-Jörg Weinbrenner ließ beim
Infoabend keinen Zweifel daran, dass er
dem Umbau der Sportanlage im Fautenhau positiv
gegenübersteht. In Aspach gibt’s aber
auch andere Stimmen. Kritiker befürchten,
dass das neue Stadion mehr Lärm bedeutet.
Von Uwe Flegel - Nicht ganz 100
Gäste hatten sich zu der Veranstaltung
der SG Sonnenhof Großaspach im Blockhaus
eingefunden. Darunter einige Gemeinderäte
und auch Kritiker des Projekts. Das stellten
der Vorsitzende des Gesamtvereins Uli Ettle
und der Vorstandssprecher der Fußballabteilung
Werner Benignus vor. Beide erklärten,
dass die Zukunft der SG vom Umbau des Stadions
abhängig ist. Die derzeitige Sportanlage
sei desolat. Eine Sanierung hätte eine
Million Euro gekostet. Weil zudem der DFB
die Kicker in der Regionalliga nur mitspielen
lässt, wenn’s eine geeignete Spielstätte
gibt, soll im Fautenhau ein neues Stadion
für zunächst 5600 Zuschauer entstehen.
Kosten 7,5 Millionen Euro. Finanziert von
einem Investorenpool, den Uli Ferber initiiert.
Für die Refinanzierung rechnet die
Gruppe unter anderem mit Einnahmen bei Veranstaltungen
wie dem Andrea-Berg-Open-Air, Vergleichen
mit Fußball-Bundesligisten sowie Benefizspiele.
Mit drei bis fünf solcher Events pro
Jahr plant Uli Ferber: „Ähnlich wie
bisher.“ Hans-Jörg Weinbrenner
weiß, dass die Veranstaltungen nicht
geräuschlos über die Bühne
gehen. Aspachs Bürgermeister versprach:
„Die Dinge werden über eine Polizeiverordnung
geregelt.“ Und der Bürgermeister machte
klar: „Die Gemeinde unterstützt das
Vorhaben.“ Weinbrenners Worte beruhigten
die Kritiker ebensowenig wie die Angaben
Wolfgang Schröders (BS Ingenieure).
Letzterer hatte dargestellt, wie und unter
welchen Annahmen er sein Lärmgutachten
erstellte. Zudem führte er aus, welche
gesetzlichen Vorgaben es gibt. Ergebnis:
bis zu zehn Großveranstaltungen sind
im Fautenhau möglich, wenn die Lautsprecher
nach Nordwest ausgerichtet werden. Eine
Zahl, die für Weinbrenner nicht in
Frage kommt: Höchstens fünf solcher
Großveranstaltungen werde es geben:
„Das wird fest geregelt.“ Nicht die einzige
Vorschrift, die kommt. Umbaugegner Wolfgang
Wagner forderte, dass die Ausrichtung der
Bühne nach Nordwest in der Polizeiverordnung
festgeschrieben wird. Kritik gab’s
auch an Gutachter Wolfgang Schröder.
Herbert Grün zweifelte dessen Angaben
an: „Meine Erfahrungen sind anders als ihre
Berechnungen.“ Zudem machte Grün klar,
dass die erlaubten 70 Dezibel in etwa der
Lautstärke entsprechen, die ein Rasenmäher
verursacht, der vor einem Fenster knattert.
Zudem warnte Grün, dass trotz Ausrichtung
nach Nordwest die Lautsprecher auch zur
Seite gedreht werden könnten.
Es zeigte sich, dass die Parkplatzfrage
und die Verkehrsanbindung des Fautenhau
kritisch gesehen werden. Diese beiden Punkte
sind jedoch nicht das ganz große Thema.
Das ist der Lärm. Und: Es sind nicht
die Fußballspiele, die stören.
Karlheinz Stäudle, der darauf hinwies,
dass 400 Aspacher Bürger die Liste
gegen das Projekt unterschrieben haben,
nannte das Problem beim Namen: „Keiner hat
was gegen ein schönes Andrea-Berg-Konzert,
aber eine Mallorca-Party und so etwas, das
braucht keiner.“ Stäudle sagte auch:
„Man kann der Gemeinde so ein Ding nicht
einfach aufs Auge drücken.“
Mehrfach wurde angezweifelt, dass es bei
fünf Großevents bleibt. Beteuerungen
des Bürgermeisters, die Anzahl verbindlich
festzuschreiben, sowie der Einwand von Klaus-Dieter
Veith, die Kritiker würden Horrorszenarien
entwerfen, wirkten nicht bei allen. Immer
wieder wurde nachgehakt. Wie von Herbert
Grün: „Ich bitte um glasklare Regelungen.
Ich halte fünf schon für sehr
hoch.“ Einig wurden sich Gegner
und Befürworter erwartungsgemäß
nicht. Positiv war aber, dass die Diskussion
sachlich verlief. Und: vielleicht hat die
Kritik den Veranstalter etwas sensibilisiert.
Nicht jeder Aspacher ist darauf erpicht,
bis in die tiefe Nacht mitzubekommen, welche
Hits auf Mallorca gerade in Mode sind. Der
Bürgermeister verspricht sich noch
durch etwas anderes eine Besserung. Durften
Lautsprecher und Bühne bislang nach
Lust und Laune ausgerichtet werden, wird
das künftig geregelt. Weinbrenner:
„Ich gehe davon aus, dass sich die Schallbelästigung
dadurch verringert.“
|
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 16.
Januar 2010
Rückenwind
für den Fautenhau-Umbau Mitglieder
stimmen mit großer Mehrheit der SG-Konzeption
für die Bau- und Finanzierungsmaßnahmen
des neuen Stadions zu
„Dass es
so wenig Fragen gibt, damit habe ich nicht
gerechnet.“ Werner Benignus war überrascht
dass die außerordentliche Hauptversammlung
der SG Sonnenhof am Donnerstagabend so schnell
über die Bühne ging. Die große
Mehrheit stimmte dem Konzept für den
Bau und die Finanzierung jedenfalls zu.
Von
Uwe Flegel - Der Aufstieg in
die Fußball-Regionalliga
brachte dem Großaspacher
Verein viel Freude – und viel
Arbeit. „Wir haben eine Herkulesaufgabe
zu bewältigen“, berichtete
Benignus, Vorstandssprecher
der Abteilung Fußball,
vor 160 Besuchern im Blockhaus
im Fautenhau. Zu den vielen
Dingen, die erledigt werden
müssen, zählt der
Bau eines Stadions, das den
DFB-Richtlinien entspricht.
Zudem will die SG die Vereinsstruktur
anpassen. Das bedeutet, dass
die Fußballer künftig
wohl alleine im Verein verbleiben.
„Weil wir handlungsfähig
sein müssen. Und da geht
es nicht, wenn wir bei Dingen
wie Investitionen immer vorher
erst die anderen Abteilungen
fragen müssen“, erklärte
Werner Benignus, warum die Kicker
einen Alleingang anstreben. |

|
Von
der Architektengemeinschaft
Ettle/Küstner geplantes
Schmuckkästchen: Das neue
Vereinsheim (links oben) sowie
die Tribünen oben und auf
beiden Seiten werden wie der
Gästeblock (rechts im Eck)
im ersten Bauabschnitt erstellt.
Das Stadion bietet Platz für
etwas mehr als 5000 Fans. Die
Tribüne unten soll erst
bei einem erneuten Aufstieg
gebaut werden. Dann passen 10000
Zuschauer rein. Das Spielfeld
wird im Vergleich zum derzeitigen
Platz um 1,50 Meter auf die
Höhe des Blockhauses abgesenkt.
Davon versprechen sich die Planer
unter anderem einen verbesserten
Lärmschutz. |
Welche Probleme zu bewältigen sind,
wird an der Planung des Stadions ersichtlich.
Das neue und 7,5 Millionen Euro teure Schmuckkästchen
hat in der Bevölkerung nicht nur Freunde.
Diskussionen gab’s am Donnerstag dennoch
nicht groß. Die Gegner ließen
die Gelegenheit verstreichen, sich darüber
zu informieren, wie der Klub das Projekt
finanzieren will und sie nutzten die Chance
nicht, ihre Einwände gegen die Planung
zu erläutern. Die Mitglieder stehen
auf jeden Fall mit großer Mehrheit
hinter dem Umbau. Von den 130 stimmberechtigten
Personen, die ins Blockhaus gekommen waren,
sagten 116 Ja zum Konzept. 14 enthielten
sich. Ein klares Votum und Rückenwind
für Uli Ettle, der nicht nur Vorsitzender
des Gesamtvereins ist, sondern mit Turn-Abteilungsleiter
Bernd Küstner auch Architekt des neuen
Stadions. Die letzte Hürde
hat die SG damit allerdings noch nicht genommen.
Nun geht es darum, die Baugenehmigung zu
erhalten sowie „die Bedenken bei einigen
Mitbürgern auszuräumen“, wie Werner
Benignus anmerkte. Wobei Ersteres vermutlich
leichter sein wird, nachdem der Aspacher
Gemeinderat und die Region die Änderungen
der Bebauungspläne bereits abgesegnet
haben. Der Gemeinderat übrigens einstimmig.
Der Verein versucht weiter, die Gegner von
seinen Vorhaben zu überzeugen. Deshalb
gibt es am Donnerstag, 21. Januar, ab 19
Uhr im Fautenhau-Blockhaus einen erneuten
Informationsabend zu dem Bauvorhaben.
Bis
der Fautenhau in neuem Glanz erstrahlt ist
noch viel zu tun. Das gilt unter anderem
auch für das Vertragswerk über
die künftige Nutzung. Zum Beispiel
darüber, dass der Verein das Gelände
von der Gemeinde in Erbpacht erhält.
Außerdem hat Bürgermeister Hans-Jörg
Weinbrenner zugesagt, dass die Gemeinde
vertraglich und damit rechtlich bindend
festschreiben wird, dass es auf der umgebauten
Sportanlage nur drei bis fünf Großveranstaltungen
pro Jahr geben wird. Das ist die gleiche
Anzahl, die es auch auf der alten Anlage
gab. Laut Fußballboss Werner Benignus
wird zudem zwischen den Investoren und der
SG Sonnenhof Großaspach schriftlich
festgelegt, dass der Verein ein uneingeschränktes
Nutzungsrecht hat. Damit müssen andere
Nutzer alle Termine beim Klub genehmigen
lassen. 7,5 Millionen Euro soll
der Umbau der Sportanlage Fautenhau kosten.
Finanziert wird das komplett von einem Investorenpool,
dessen Initiator Uli Ferber ist. Die Investoren
übernehmen auch die Altschulden der
SG, die sich auf rund 450000 Euro belaufen
und vom Umbau des Fautenhau in den Neunzigern
stammen. „Mit diesem Modell sind wir schuldenfrei
und haben dadurch auch keine Haftung. Das
finanzielle Risiko liegt nicht beim Verein,
sondern beim Investor“, erklärt Werner
Benignus. Die SG rechnet damit, dass sie
an die Investoren pro Jahr 120000 Euro entrichten
muss. Im Gegenzug spart der Verein 60000
Euro, die er bislang für die Tilgung
der Altschulden aufwendet. Zudem entfallen
die 50000 Euro, die das Ausweichquartier
Heilbronner Frankenstadion diese Saison
kostet. Die SG Sonnenhof Großaspach
in ihrer derzeitigen Form gibt es nicht
mehr lange. „Der DFB fordert Dinge, die
andere Abteilungen nicht betreffen“, nannte
Uli Ettle einen Grund, weshalb die Fußballer
künftig einen eigenständigen Verein
bilden wollen. Ein weiteres Argument ist
das finanzielle Risiko. Der gesamte Verein
haftet. Turner, Kegler und Tischtennisspieler
müssten mitzahlen, wenn die Fußballer
zum Beispiel teure Stars verpflichten und
dann kein Geld dafür haben. Turnen,
Tischtennis und Kegeln werden die SG wohl
verlassen. Auch steuerliche Gründe
sprechen für diese Lösung. Würden
die Kicker einen neuen Klub gründen,
müssten Eigentumsrechte übertragen
werden. Denn von den vereinseigenen Bauten
und dem Gelände im Fautenhau befindet
sich das meiste im Besitz der Fußballer.
Auf 20000 bis 30000 Euro beziffert der Steuerberater
und frühere SG-Vorsitzende Wolfgang
Schmückle allein den Betrag, der an
Grunderwerbssteuer anfällt, wenn das
Eigentum auf einen neuen Klub übertragen
werden muss. Das wäre der Fall, wenn
die Fußballer die SG verlassen. Deshalb
wird die andere Lösung favorisiert.
Die Turnabteilung überlegt, einen eigenständigen
Verein zu gründen. Die Tischtennisabteilung
spricht mit der Tischtennisabteilung der
Spvgg Kleinaspach/Allmersbach über
eine Fusion. Noch unklar ist, was aus den
Sportkeglern wird. „Der Fautenhau kann auch
nach einer Trennung die gemeinsame Heimat
bleiben“, hofft der Vorsitzende des Gesamtvereins
Uli Ettle, dass bei einer Trennung nicht
alle Verbindungen gekappt werden. Die letzte
Entscheidung, wie’s weitergeht, treffen
die Mitglieder in einer erneuten Versammlung.
|
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Heilbronner
Stimme" berichtet online am 16.
Januar 2010
Großaspach
bekommt ein neues Stadion
Von Florian Huber
- Fussball - Werner Benignus ist in seinem
Element. Wenn es ums Bauen geht, dann kennt
sich der Abteilungschef der Großaspacher
Fußballer aus. Berufsbedingt. Schließlich
ist Benignus auch Chef einer Bauträgergesellschaft.
"Aber nur für Wohnhäuser",
sagt Benignus. Ein bisschen teurer, ein
bisschen größer als ein Wohnhaus
wird der Stadionbau des Regionalligisten
am heimischen Fautenhau.
7,5 Millionen
Euro Am Donnerstagabend
segneten die Vereinsmitglieder die Pläne
bei der Jahreshauptversammlung ab. 7,5 Millionen
Euro lässt sich ein Investorenpool
um Spielerberater Uli Ferber (u.a. Gomez,
Hleb) eine profitaugliche Multifunktions-Spielstätte
mit rund 5600 Plätzen kosten. Als letzte
Hürde muss noch der Gemeinderat endgültig
zustimmen. Nachdem die Gemeinde frühzeitig
auf ihre leeren Kasse verwiesen hatte, war
eine Privatfinazierung die einzige Möglichkeit.
"Dadurch verzichten wir auf einige
Fördergelder", sagt Benignus.
120
000 Euro im Jahr muss der Verein fortan
für das uneingeschränkte Nutzungsrecht
aufbringen. Alle anderen Hürden hat
das Bauvorhaben nach langem Anlauf mittlerweile
genommen. "Schon im Februar soll es
losgehen", sagt SG-Geschäftsführer
Thomas Deters.
Als
erstes werden die Bäume gerodet, dann
geht es an den Ausbau. Eine Stadionkapazität
von 5001 Zuschauern schreibt der Deutsche
Fußballbund für die vierthöchste
Spielklasse vor. Die Baupläne sehen
außerdem eine mögliche Erweiterung
auf 10 000 Plätze vor. "Man muss
ja auf alle Eventualitäten vorbereitet
sein", sagt Benignus. In ferner Zukunft
darf es bei den Sonnenhof-Kickern gerne
ein bisschen mehr sein - 3. Liga zum Beispiel.
Widerstand
Der Widerstand in und um Aspach
ist da, nicht alle freuen sich über
die schöne neue Fußballwelt.
"Uli Ferber will sich damit kein Denkmal
bauen", sagt Benignus. Das hält
die Kritiker jedoch nicht davon ab, derzeit
eifrig Unterschriften gegen das Projekt
zu sammeln. Verschiedene Einsprüche
von Anwohnern sind zudem anhängig.
Das Sportgelände am Fautenhau ist nämlich
umgeben von Wald und gilt als Naherholungsgebiet.
Vor allem gegen den Lärm und Autoverkehr
regt sich Widerstand bei den Anrainern.
"Die Leute brauchen keine Angst zu
haben, dass da jetzt jede Woche eine Mallorca-Party
steigt", stellt Benignus klar. "Die
Einsprüche werden das Projekt nicht
mehr zu Fall bringen", sagt Deters.
Für nächsten Donnerstag ist eine
Info-Veranstaltung in Aspach geplant. Deeskalation
tut Not.
Bundesligaluft
Sieben bis acht Monate Umbauzeit veranschlagt
der Abteilungsleiter. Auch in der Hinrunde
der nächsten Saison muss die SG ihre
Regionalligaspiele in der Fremde austragen.
Heilbronn sei dabei die erste Wahl, betont
Benignus. Gespräche mit der Stadt und
dem Hauptmieter FC Heilbronn stehen an.
Alles deutet auf eine Verlängerung
des Gastspiels im Frankenstadion hin. "Die
Bedingungen müssen passen. Bislang
hat die Zusammenarbeit ganz gut geklappt",
sagt Ralf Schneider, der Vorsitzende des
FCH. Ein Dankeschön für die Heilbronner
Zuschauer ist derzeit auch schon in Planung.
In der Vorbereitung auf die nächste
Saison soll ein Großaspacher Testspiel
gegen einen Bundesligisten in Heilbronn
stattfinden. Der heißeste Kandidat
dabei: Borussia Dortmund. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Nachrichten" berichtet online am 11.
Januar 2010
SG
Sonnenhof Großaspach baut aus
Von Dirk Herrmann - Aspach - Der
Aufstieg der SG Sonnenhof Großaspach
im Sommer 2009 in die vierte Liga beschert
dem Verein ein Problem: Er benötigt
ein erheblich größeres Stadion.
Doch gegen den vorgesehenen Umbau regt sich
Protest im Ort: Der Eingriff in den Wald
sei zu groß, heißt es.
Im Freizeitgelände Fautenhau hat die
8300-Einwohner-Gemeinde Aspach im Rems-Murr-Kreis
mehrere Vereinseinrichtungen konzentriert:
Es gibt ein Musikvereinsheim, den Tennisclub,
der Naturschutzbund hat sein Domizil, das
evangelische Waldheim steht dort - und eben
auch das Sportareal der SG mit zwei Fußballplätzen.
Doch der Erfolg hat das Management
in Zugzwang gebracht. Denn in der höheren
Liga gelten auch erhöhte Anforderungen
durch den Deutschen Fußball Bund (DFB).
Es muss getrennte Zugänge für
heimische Fanns und Gäste sowie Arrestzellen
für Randalierer geben. Und vor allem
reicht die Kapazität von derzeit 3000
Plätzen nicht aus. Stattdessen soll
das bisherige Nebenspielfeld, ein Hartplatz,
abgerissen und durch ein neues, um 1,50
Meter abgesenktes Spielfeld ersetzt werden.
Drumherum wird das neue Stadion mit
neuer Flutlichtanlage und zwei Tribünen
für 5000 Zuschauer gebaut. Falls die
Großaspacher Kicker gar in die dritte
Liga klettern sollten, ist durch eine weitere
Tribüne im Norden eine Erweiterung
auf 10000 Plätze bereits konzipiert.
Die Kosten für den Umbau liegen
nach Angaben von SG-Geschäftsführer
Thomas Deters bei 7,5 Millionen Euro - die
der Verein über ein Investorenmodell
mit Gönnern und Sponsoren stemmen will.
"Aushängeschild
der Region" In dieser Saison trägt
die Sportgemeinschaft ihre Heimspiele dank
einer Sondergenehmigung im rund 35 Kilometer
entfernten Frankenstadion in Heilbronn aus.
Allerdings treffen kursierende Meldungen,
wonach die DFB-Statuten ein Ausweichquartier
allenfalls ein Jahr lang erlauben, nach
Deters Auskunft nicht zu. Deshalb wird auch
die Hinrunde 2010 aller Voraussicht nach
in Heilbronn stattfinden. Angesichts
einer neunmonatigen Bauzeit rechnet Deters
damit, dass das neue Aspacher Waldstadion
zur Rückrunde, also im Februar 2011,
fertig sein dürfte. Die Zeit drängt
allerdings auch aus einem anderen Grund.
Denn für die neuen Tribünen müssen
auf einer Fläche von 2,5 Hektar Bäume
gefällt werden. Wegen der Baumschutzverordnung
ist dies aber nur bis Ende Februar erlaubt.
Deters erwartet im neuen Stadion anfangs
rund 1000 Besucher. "Unser Verein wurde
1994 gegründet, wir sind noch im Wachsen,
da muss sich auch eine Fankultur erst entwickeln."
Erst in den Folgejahren dürften die
Zuschauerzahlen steigen. Geplant sind 696
Parkplätze, die auch nach Ansicht von
Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg
Weinbrenner ausreichen. Freiflächen
und Wiesen entlang der Zufahrtsstraße
werden zu Parkflächen umgewidmet, wobei
nur die Zwischenwege geschottert werden.
Bei Spitzenspielen könnte auf Stellplätze
in nahe gelegenen Gewerbegebieten ausgewichen
werden. Von dort geht's entweder zu Fuß
oder mit einem Buspendelverkehr ins Stadion.
Die ganze Entwicklung im Fautenhau
stößt allerdings im Flecken auf
Widerspruch. Der Aspacher SPD-Vorsitzende
und langjährige Kreis- und Regionalrat
Werner Barth moniert die "Geheimniskrämerei
und unvollständige Information"
durch die Verwaltung. Rathauschef Weinbrenner
habe die Bevölkerung nur unvollständig
über das Projekt und seine Auswirkungen
auf das Leben in der Gemeinde unterrichtet.
Das zentrale Erholungsgebiet Fautenhau
benötige keine überdimensionierte
Arena mit 10.000 Zuschauerplätzen und
1000 Autostellplätzen für Regionalliga-Fußballspiele
oder musikalische Großveranstaltungen,
erklärte Barth jüngst beim Aspacher
Polittreff. "Ein Stadion gehört
nicht ins den Fautenhau und wird auch von
vielen Aspachern abgelehnt", urteilt
seine Mitstreiterin Margret Scheu.
Wolfgang Wagner wettert: "Aspach
im Größenwahn." Für
Herbert Grün wird der Fautenhau "zum
Ballermann der Region". Doch im Ort
gibt's auch genügend Befürworter,
etwa Roland Schenkel. Er sagt "Nein
zu ewigen Pessimisten, Nein zu Schwarzmalern"
- und "Ja zur Erweiterung des Fautenhau".
Er wohne in nächster Umgebung und freue
sich "auf Sport, Spiel, Rock- und Popkonzerte,
Open-Airs von Solisten und Gruppen".
Auch auf dem Rathaus in Großaspach
hält man die Vorwürfe für
total überzogen. Bürgermeister
Weinbrenner spricht von einer "unglücklichen
Neiddebatte", verursacht durch teils
fehlerhafte Kenntnisse. So seien nicht,
wie behauptet, zehn, sondern allenfalls
drei bis fünf größere Veranstaltungen
im Jahr geplant. Auch seien eben keine 1000,
sondern nur knapp 700 Stellplätze vorgesehen.
"Mit Desinformation wird Stimmung gemacht
und polarisiert", ärgert sich
der Schultes. Er spricht von
einem beschränkten Eingriff in die
Natur. "Der besondere Reiz des Fautenhau
ist doch seine Lage mitten im Wald, und
dieser Charakter soll so weit als möglich
erhalten bleiben." Für ihn steht
fest: "Hier entsteht ein Aushängeschild
der Region."
Investorenpool
muss 7,5 Millionen Euro stemmen
Das
Freizeitgelände Fautenhau in Großaspach
im Rems-Murr-Kreis ist nicht nur eine Pilgerstätte
für Fußballfans. Vielmehr treffen
sich stets an einem Samstagabend im Sommer
an die 13 000 Liebhaber des deutschen Schlagers
im dortigen Stadion, um dem Konzert der
bekannten Sängerin Andrea Berg zu lauschen.
Für die 43-Jährige ist dies
ein Heimspiel, ist sie doch seit dem Jahr
2007 Ehefrau des Aspacher Hoteliers Uli
Ferber. Der wiederum ist einer der bekanntesten
Spielervermittler überhaupt, zu seinen
Topklienten gehören Mario Gomez (Bayern
München) oder Alexander Hleb (VfB Stuttgart).
Und: Ferber ist auch einer der Hauptsponsoren
für den SG Sonnenhof Großaspach,
besitzt auf dem Vereinsgelände zudem
auch das kanadische Blockhaus.
Ferber gehört zu jenem Investorenpool,
der das 7,5-Millionen-Euro-Ausbauprojekt
stemmen soll. Allerdings sei Ferber keineswegs
einer der Hauptgeldgeber, sondern ein Investor
von vielen, heißt es aus Vereinskreisen.
Zur Höhe seines Engagements will Ferber
selbst keine Angaben machen. Trotz
der Stadionbaustelle soll es auch in diesem
Jahr ein großes Open-Air-Konzert geben.
Der Termin ist längst fixiert: Am Samstag,
24. Juli, wird Andrea Berg wieder in einem
äußerst knappen Outfit die Bühne
betreten - und 13 000 Fans werden verzückt
sein. Auf dem Fautenhau-Gelände, so
heißt es, werde es schon genügend
Platz für Bühne und Zuschauer
geben. Auch der Verband Region
Stuttgart hat sich mit den Ausbauplänen
in Großaspach beschäftigt - und
nach anfänglichem Zögern seine
Zustimmung erteilt. Wenn man diese Lösung
mit einem ansonsten erforderlichen Neubau
an anderer Stelle in der Gemeinde vergleiche,
sei der Erweiterung der bestehenden Sportanlage
der Vorzug zu geben, so der Beschluss des
Planungsausschusses. In einer außerordentlichen
Hauptversammlung will der Verein am Donnerstag,
14. Januar, um 19.30 Uhr im Blockhaus beim
Fautenhau-Stadion das Investorenmodell vorstellen.
Dabei sollen nach Auskunft von SG-Geschäftsführer
Thomas Deters auch die bisher kursierenden
Fehlinformationen zurechtgerückt werden.
Die kritischen Stimmen "beruhen vor
allem auf Unwissenheit". Mit
in der Endstufe rund 10 000 Plätzen
wäre das Aspacher Stadion ein besonders
großes in der Region Stuttgart. Das
größte ist die Mercedes-Benz-Arena
in Stuttgart-Bad-Cannstatt. Wenn es zum
reinen Fuß-ballstadion umgebaut ist
- vermutlich Ende 2011 -, werden 60 100
Menschen hineinpassen. Zweitgrößtes
Stadion ist das Ludwig-Jahn-Stadion in Ludwigsburg,
es fasst 18 000 Plätze. Das Heilbronner
Frankenstadion, das der SG Sonnenhof Großaspach
derzeit als Ausweichquartier dient, hat
17 284 Plätze. Das Gazi-Stadion der
Stuttgarter Kickers (ebenfalls wie Großaspach
in der Regionalliga Süd) auf der Waldau
fasst 11 436 Zuschauer. (her) |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 17.
Dezember 2009
Fautenhau-Umbau rückt
wieder ein Stück näher Änderung
des Flächennutzungsplans: Region Stuttgart
stimmt zu
(uwe). Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach ist beim Umbau
des Fautenhau wieder ein Stück vorwärtsgekommen.
Am gestrigen Spätnachmittag stimmte
der Planungsausschuss des Verbands Region
Stuttgart der mittlerweile achten Änderung
des Flächennutzungsplans für den
Fautenhau zu. Das Ja, mit dem sich das Parlament
dem Beschlussvorschlag der Verwaltung anschloss,
gab es ohne Diskussionen. Allerdings sagten
die sechs Grünen-Parlamentarier Nein
und von Seite der SPD gab’s vier Enthaltungen.
Das ändert aber nichts daran, dass
der Verein, auf dem Weg die Forderungen
des Fußballverbands zu erfüllen,
einen weiteren Schritt geschafft hat.
Unter
Zugzwang kam die SG mit dem Aufstieg. Die
alte Anlage im Fautenhau entspricht nicht
den DFB-Richtlinien für die Regionalliga.
Per Sondergenehmigung erlaubt der Verband,
dass Aspach diese Saison die Heimspiele
im 35 Kilometer entfernten Heilbronner Frankenstadion
austrägt. Eine in jeder Hinsicht sehr
aufwendige Lösung. Deshalb baut der
Verein mithilfe von Investoren auf eigene
Kosten seine Sportanlage um. Wo sich bisher
der Kunstrasenplatz befand, soll bis zum
Sommer 2010 ein Stadion mit einer Kapazität
für 5000 Fans entstehen. Das bisherige
Hauptspielfeld, auf dem die SG schon vor
bis zu 6000 Fans Testspiele gegen Erstligisten
wie Schalke, den VfB, Hoffenheim und Leverkusen
austrug, wird in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.
Der steht kurz vor der Fertigstellung. Klub
und Investoren rechnen, dass sie der Umbau
zwischen 6 und 7 Millionen Euro kostet (wir
berichteten).
In
der Hinsicht geht es Aspachs samstäglichem
Gegner viel besser. Dem 1. FC Eintracht
Bamberg baute die Kommune das städtische
Stadion auf Steuerzahlerkosten um. Die über
20000 Besucher fassende Arena hatte ebenfalls
nicht den DFB-Vorgaben entsprochen. Vergangene
Saison kickte die Eintracht in Weismain.
Sportlich brachte die Heimkehr nach Bamberg
nicht viel. Deshalb musste beim Drittletzten
nun Trainer Christoph Starke, Bruder des
Bamberger Oberbürgermeisters Andreas
Starke, gehen. Gegen die SG haben der sportliche
Leiter Gerd Schimmer und Nachwuchscoach
Andi Kausch das Sagen. Starke war seit 2005
Trainer und führte den 1. FC Eintracht
von der Landes- in die Regionalliga. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 25.
November 2009
Ein weiterer Etappensieg für
die SG
Einstimmiges
Ja des Aspacher Gemeinderats zur Änderung
der Bebauungspläne für den Fautenhau
– Bedenken wegen des Lärms
Nächster
Etappensieg für Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof in Sachen Umbau des Sportpark
Fautenhau. Einstimmig genehmigte der Aspacher
Gemeinderat die Satzungsentwürfe der
geänderten Bebauungspläne fürs
neue Stadion und die erforderlichen Parkplätze.
Von
Uwe Flegel - Sportlicher Erfolg kann teuer
werden. Und er erfordert Hartnäckigkeit.
Das gilt besonders für Fußballvereine,
die in eine Klasse aufsteigen, um die sich
der DFB kümmert. Passiert ist das bekanntlich
Großaspachs Kickern. Um nicht noch
eine Saison die Regionalliga-Heimspiele
in Heilbronn bestreiten zu müssen,
soll der Sportpark Fautenhau regionalligatauglich
(5.000 Zuschauer) gemacht werden. Damit
nach einem weiteren Erfolgsfall nicht wieder
der Kampf mit Behörden beginnt, wurde
für die Genehmigungsverfahren gleich
eine Planung für ein Stadion für
10.000 Fans berücksichtigt.
Nachdem
die Region in der Vorwoche dem Zielabweichungsverfahren
zugestimmt hatte, genehmigte jetzt der Aspacher
Gemeinderat, die Satzungsentwürfe fürs
Stadion sowie die Parkplätze, die für
696 Stellplätze ausgelegt sind. Die
Pläne und Schriftstücke werden
nun möglichst rasch öffentlich
ausgelegt.
Das
Ja zum Ausbau kam von den Räten zwar
einstimmig, bei der SPD aber „nur mit Bauchweh“,
so Dr. Bernhard Trefz. Der Lärmbelästigung
bei Großveranstaltungen wegen. Ohne
Einschränkung stimmten dagegen die
Freie Wählervereinigung (FWG) und die
CDU/Bürgerliche Wählerliste zu.
FWG-Sprecher Gerd Raichle: „Das ist nichts
Neues, da wird nur das Bestehende ausgebaut.“
Komme von den Räten ein Nein, dann
mache sich die Gemeinde zur Lachnummer.
Peter Hanisch (CDU/Bürgerliche) merkte
an: „Jede größere Gemeinde würde
sich die Finger lecken, wenn Frau Berg dort
musizieren würde.“ Zudem: „Straßenfeste
verursachen auch Lärm.“
Trotz
der Entscheidung am Montagabend wird das
rund 7 Millionen Euro teure Projekt der
Kicker weiterhin viele beschäftigen.
Im Landratsamt zum Beispiel sorgt der Naturschutz
bisher schon dafür, dass den Planern
der Kommune die Arbeit nicht ausging. Die
Ursprungsfassung musste gründlich überarbeitet
werden. Amphibien, Vögel, Fledermäuse
und Nachtfalter galt’s gegen das größere
Verkehrsaufkommen und die deutlich stärkere
Flutlichtanlage zu schützen. Dem wird
nun mit Schranken, Einschränkungen
im Spielbetrieb und UV-Filtern an den Strahlern
Rechnung getragen. Wegen der Amphibienwanderung
im Februar und März kann die Verbindungsstraße
von Großaspach nach Allmersbach künftig
komplett gesperrt werden. Zudem verpflichtet
sich die SG Sonnenhof, in diesen zwei Monaten
kein Spiel nach 18 Uhr auszutragen. Die
Fichten, die im Fautenhau fallen, werden
durch eine Wiederaufforstung im Flurbereich
Steinhausen ersetzt.
Bedenken
angemeldet hatten auch Anwohner aus Hohrot
und Rietenau. Sie wehren sich unter anderem
gegen den Lärm, den Dreck, der nach
Großveranstaltungen hinterlassen wird,
und eventuelle Schäden, die randalierende
Fans verursachen. Wegen der Lärmbelästigung
gab die Gemeinde eine schalltechnische Untersuchung
in Auftrag. Die ergab, dass die Fußballspiele
unproblematisch sind. Jedoch muss bei Konzerten
die Bühne nach Nordwesten ausgerichtet
sein. Zudem dürfe es maximal zehn solcher
Großveranstaltungen geben, so die
Untersuchung. Eine zu hohe Anzahl für
Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner:
„Das verträgt der Fautenhau und der
gesamte Ort nicht.“ Drei bis fünf Veranstaltungen
seien okay. Das, so der Bürgermeister,
wird im Bebauungsplan festgeschrieben. Wenig
Handhabe gibt’s für die Kommune dagegen
in Sachen Feuerwerke, die auch Weinbrenner
ärgern: „Da haben bei mir die Fenster
gewackelt. Das kann’s nicht sein.“ Zeitliche
Einschränkungen und Gespräche
mit dem Veranstalter sollen Abhilfe schaffen.
Weinbrenner hat Einsicht festgestellt: „Der
Veranstalter ist kooperativer als früher.“
SPD-Räte
hakten wegen der Großveranstaltungen
noch einmal nach und verlangten, dass die
Anzahl auf drei bis fünf festgeschrieben
wird. Denn, so Armin Franitza, nicht der
Fußball, sondern die „Musik ist das
Problem“. Hanne Barth wollte zudem noch
wissen, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen.
Das weiß Weinbrenner aber noch nicht.
Für eine Aufstellung fehlt bislang
die Zeit. Bis vor einer Woche arbeitete
die Verwaltung daran, ständige Änderungswünsche
des Landratsamt zu erfüllen. Die größten
Sorgen wegen der Kosten versuchte Weinbrenner
zu nehmen. Er sieht die Aufgabe der Gemeinde
darin, Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine
weitere finanzielle Beteiligung an dem Projekt
neben den 120.000 Euro an Zuschuss für
den neuen Kunstrasenplatz lehnt er ab. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 19.
November 2009
Region sagt Ja zum Ausbau im
Fautenhau Die SG Sonnenhof erzielte
gestern einen wichtigen Etappensieg
(uwe). Vor vier
Wochen war die Entscheidung noch vertagt
worden. Weil es zum Beispiel in Sachen Parkplätze
noch offene Fragen gab. Die waren bis zum
gestrigen Spätnachmittag offenbar geklärt.
Jedenfalls genehmigte der Planungsausschuss
der Region Stuttgart mit Stimmen der CDU,
der Freien Wähler, der FDP, Teilen
der SPD sowie des Republikaners das Zielabweichungsverfahren,
das von der Gemeinde Aspach beantragt worden
war. Dagegen waren nur fünf Mitglieder
der Grünen. Zudem gab es drei Enthaltungen.
Die SG Sonnenhof ist dem Ausbau des Sportparks
Fautenhau einen großen Schritt näher
gekommen. Auch wenn das Regierungspräsidium
noch Ja sagen muss, dass aus dem Kunstrasenplatz
ein Stadion wird, in dem in der ersten Umbaumaßnahme
5000 Zuschauer Platz finden sollen (wir
berichteten). Dass das RP sich quer stellt,
ist nicht zu erwarten, schließt es
sich im Regelfall doch den Empfehlungen
der Region an.
|
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Zeitung" berichtet online am 2.
November 2009
Erweiterungspläne
vorerst vertagt
Von Oliver Hillinger - Großaspach
- Der Fautenhau ist kein Platz, dem man
normalerweise überregionale Bedeutung
zumessen würde. Der bewaldete Hügel
nördlich von Großaspach (Rems-Murr-Kreis)
wäre eher der Ort für einen beschaulichen
Spaziergang, hätte ihn nicht die SG
Sonnenhof Großaspach als Standort
auserkoren. Der Regionalligist, der vom
Manager, Spielerberater und Hotelbesitzer
Uli Ferber unterstützt wird, lockt
mit jedem Aufstieg mehr Besucher in den
ruhigen Winkel nördlich von Aspach
und muss sein dortiges Stadion nun auf rund
5000 Plätze erweitern. Der VfB Stuttgart
und Schalke 04 waren dort zu Gast, im vergangenen
Sommer lockte das Konzert von Ferbers Gattin,
der Schlagersängerin Andrea Berg, 13.000
Besucher in das Stadion. Die Veranstalter
funktionierten die nahen Wiesen zu Parkplätzen
um.
Der
Planungsausschuss des Regionalparlaments
hatte nun über eine Stadionerweiterung
zu befinden, die der Deutsche Fußball-Bund
dem Verein mit dem Eintritt in die Regionalliga
zwingend vorgeschrieben hat. Um für
die vorgeschriebenen 5000 Zuschauer Platz
zu schaffen und genügend Raum für
die Sicherheitskräfte zu haben, soll
das Stadion in Richtung Wald vergrößert
werden. Das ist zwar eine Abweichung vom
Regionalplan, wurde jedoch seitens des Planungsausschusses
hingenommen. Die Eingriffe in die Grünflächen
wären wesentlich größer,
wenn das Stadion an anderer Stelle neu gebaut
werden müsste, begründete dies
Planungsdirektor des Regionalverbands, Thomas
Kiwitt.
Ungelöste
Parkplatzfrage
Dass
das Thema Fautenhau dennoch vertagt wurde,
hatte einen anderen Grund. Fünf SPD-Regionalräte
waren vor der Sitzung nach Aspach gereist,
um die Örtlichkeit in Augenschein zu
nehmen. "Wir haben uns schon gewundert,
dass die Frage der Parkplätze bisher
völlig ausgeklammert wurde", sagte
die Sprecherin der SPD im Planungsausschuss,
Andrea Schwarz. Aus ihrer Sicht sei der
überwiegende Teil der Stellfläche
"Wiesenparkplatz", die Zufahrt
bestehe "in einem sehr schadhaften
Sträßle". Der Grünen-Regionalrat
Werner Neher äußerte Zweifel
daran, dass die Stellplätze ausreichen
würden. Zwar fand die Erweiterung bei
CDU und Freien Wählern Zustimmung,
auf Vorschlag der Regionaldirektorin Jeannette
Wopperer wurde der Beschluss jedoch überraschend
vertagt. Nun muss in Kürze neu beraten
werden. Der Geschäftsführer
der SG Sonnenhof Großaspach, Thomas
Deters, bedauerte die Entscheidung. Sie
bedeute eine Verzögerung für die
geplante Erweiterung des Stadions. Im Moment
spielt die SG aus Platzmangel im Heilbronner
Frankenstadion. "Dort wurden wir mit
offenen Armen aufgenommen" sagt Deters.
Der Aspacher Schultes Hansjörg
Weinbrenner monierte, der Regionalausschuss
habe die Frage der Stellplätze gar
nicht zu entscheiden gehabt. Nach seinen
Angaben sollen rund 800 Stellplätze
auf den umliegenden Wiesen geschaffen werden.
Die Planungen sähen vor, nur die Zufahrten
mit Schotter zu befestigen. Asphaltierte
Parkplätze sind im Fautenhau laut Weinbrenner
nicht möglich. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 22.
Oktober 2009
Region fällt noch keine
Entscheidung über den Fautenhau Parkplatzsituation
und Zufahrt bereiten SPD und Grüne
Bauchweh
(stg). Erhofft
hatte sich Fußball-Regionalligist
Großaspach einen wichtigen Etappensieg
auf dem Weg zum angestrebten Ausbau des
Sportparks Fautenhau. Doch daraus wurde
(vorläufig) nichts: Statt der „Abweichung
von Zielen der Raumordnung“, wie es im Beamtendeutsch
heißt, zuzustimmen, und damit von
der Seite des Verbandes Region Stuttgart
grünes Licht für dieses von der
Gemeinde Aspach beantragte Vorhaben zu geben,
vertagte sich der zuständige Planungsausschuss
gestern Nachmittag nach einer etwa vierzigminütigen
und sehr intensiven Diskussion.
Während
Udo Goldmann für die CDU-, Alfred Bachofer
für die FW- und Jürgen Hofer für
die FDP-Fraktion signalisiert hatten, ihr
Ja-Wort bereits geben zu können, sahen
die SPD um Andrea Schwarz und Bündnis
90/Grüne vor allem an zwei Punkten
noch gewissen Nachbesserungsbedarf. Erstens:
Sie erwarten von der Gemeinde Aspach als
Antragstellerin einen Nachweis, wie im Falle
des zweiten Ausbauschritts bei einer dann
vorgesehenen Kapazität von 10000 Zuschauern
(statt 5000 im anstehenden ersten Schritt)
genug Parkplätze ausgewiesen werden
können. Zweitens: Es muss noch klarer
werden, wie die Zufahrt in den Fautenhau
geregelt wird. Fraktionsübergreifend
fand sich schließlich eine breite
Mehrheit für den Antrag, das Thema
zu vertagen.
Grundsätzliche
Fragen warf Ulrike Sturm (Grüne) aus
Backnang auf: Gehe es wirklich um Fußball
oder nicht vielmehr um Schlagerstar Andrea
Berg? Was, wenn dem „Millionärspaar“
Berg/Uli Ferber irgendwann das Geld ausgehe?
So fasst Region-Pressesprecherin Dorothee
Lang einen Teil der Aussagen der Backnanger
Abgeordneten zusammen. Zudem wollte Sturm
– nun auf einer etwas sachlicheren Basis
– wissen, warum die Lerchenäcker nicht
als Standort in Betracht gezogen werden?
Ob die Fragen bei Wiedervorlage des Themas
die entscheidende Rolle spielen, ist eher
zweifelhaft. Gelingt es der Gemeinde Aspach
und mithin dem Verein die offenen Fragen
rasch zu beantworten, ist der Planungsausschuss
vielleicht bei seiner nächsten Sitzung
im November so weit, eine Entscheidung zu
treffen.
Fällt
diese aus Aspacher Sicht positiv aus, wäre
eine hohe Hürde genommen. Auf der Bremse
steht vor allem noch das Landratsamt des
Rems-Murr-Kreises. In dieser Behörde
scheinen Forst- und Naturschutz uneins über
die richtige Haltung zum Projekt im Fautenhau
zu sein (wir berichteten). Es dauert eben,
bis alle Behördenmühlen zu Ende
gemahlt haben. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 21.
Oktober 2009
SPD gibt den Ball im Fautenhau
(noch) nicht frei Fünf Regionalräte
trafen sich in Aspach zum Vororttermin –
Für die Genossen gibt’s in Sachen Umbau
noch ungeklärte Fragen
Von Uwe Flegel
- „Der Planungsausschuss stimmt der Abweichung
von Zielen der Raumordnung zu.“ Geht’s nach
dem Verwaltungsvorschlag, dann gibt die
Region Stuttgart grünes Licht für
den Ausbau des Sportparks-Fautenhau. Die
Sache einfach nur abnicken, das will die
SPD aber nicht. Aus dem Grund schauten sich
fünf Fraktionsmitglieder die Baustelle
selbst an.
„Für
mich gibt’s noch offene Fragen“, erklärte
Andrea Schwarz. Sie, ihre Ausschusskolleginnen
Ulrike Lucas (Weil der Stadt), Renate Seibold-Völker
(Schorndorf), der Fraktionsvorsitzende Harald
Onno Raß (Fellbach) und der Aspacher
Regionalrat Dr. Werner Barth hatten sich
deshalb die Mühe des Vororttermins
in Aspach gemacht. Bis zur heutigen Sitzung
des Planungsausschusses der Region müssen
sich die Genossen, die von den Aspacher
SPD-Gemeinderäten Hanne Barth und Sonja
Pauli begleitet wurden, ihre Meinung gebildet
haben. Steht in Stuttgart doch unter anderem
das Umbauprojekt der SG Sonnenhof (wir berichteten)
auf der Tagesordnung.
Zu
den unklaren Punkten zählt für
Andrea Schwarz, Sprecherin Planung der SPD,
die Verkehrsanbindung des Fautenhau. Kritisch
gesehen wird von der Architektin und Stadtplanerin
aus Oberstenfeld zum Beispiel, dass Autos
und Busse nicht über eine Umgehungsstraße
zu den Spielen und vor allem Großveranstaltungen
wie Konzerten gelangen, sondern durch Großaspach
und Allmersbach am Weinberg fahren. Ebenfalls
nicht ganz einleuchtend sei, dass in dem
Zielabweichungsverfahren das Okay für
ein Stadion mit dem Fassungsvermögen
für 10000 Zuschauer gegeben werden
soll, dafür aber nur rund 500 Parkplätze
vorgesehen sind. „Dabei verlangen die DFB-Richtlinien
für 10000 Besucher doch 1500 Parkplätze“,
stellte Schwarz fest und fügte an,
„da tut es dann auch nichts zur Sache, wenn
das Stadion zunächst einmal nur für
5000 Zuschauer ausgebaut wird.“ Kommt der
nächste Ausbau, sei wegen der Erhöhung
der Parkplätze das nächste Zielabweichungsverfahren
nötig und „das wäre das Pferd
von hinten aufgezäumt“. Schwarz und
ihre Fraktion erwarten eine bessere Konzeption.
Was bisher vorliege, sei „dünn, für
die Größe des Projekts“. Zumal
im Fautenhau schutzbedürftige Bereiche
des Natur- und Landschaftsschutzes, der
Fortwirtschaft und der Naherholung betroffen
sind. Schwarz stellt sich die Frage: „Gibt’s
einen anderen Standort? Zum Beispiel ein
Gewerbegebiet?“ Zum Beispiel die Lerchenäcker. |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Stuttgarter
Nachrichten" berichten online am 20.
Oktober 2009
Regionalligist muss investieren
Fürs
Stadion fallen Bäume
Stuttgart/Aspach - Um ab der
nächsten Saison wieder im heimischen
Waldstadion spielen zu können, plant
der Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof
Großaspach den Ausbau des Sportparks.
Der Planungsausschuss des Verbands Region
Stuttgart soll heute dem damit verbundenen
Eingriff in den Wald zustimmen. Viele Bäume
müssen fallen. Das Freizeitgelände
Fautenhau in der 8000 Einwohner zählenden
Rems-Murr-Gemeinde Aspach ist ein sensibler
Bereich. Dort liegen vielbesuchte Freizeiteinrichtungen
wie Sport- und Tennisplätze sowie gastronomische
Einrichtungen wie das Blockhaus der Hoteliersfamilie
Ferber direkt neben Gebieten, die Natur-
und Landschaftsschutz genießen. Genau
an dieser Nahtstelle plant der Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach sein neues
Stadion. Es ist keine Großmannssucht,
dass der in die vierte Liga aufgestiegene
Verein bis zum Beginn der kommenden Saison
über fünf Millionen Euro in den
Sportpark investieren will. In erster Linie
zwingen die Auflagen des Deutschen Fußball-Bunds
(DFB) für den Spielbetrieb in der vierten
Liga zur Aufrüstung des Sportparks.
Unter anderem verlangen die Bestimmungen
auf dem Stadiongelände Arrestzellen
für randalierende Fans, getrennte Eingänge
für die Gästefans und eine Sicherheitszone
rund um das Stadion. Zudem besteht der DFB
auf eine Zuschauerkapazität von 5000
Zuschauer in einem Viertliga-Stadion.
Angesichts der veralteten Sportanlagen
und Bauten im Fautenhau stellte sich die
Vereinsführung um den Vorsitzenden
Werner Benignus nach dem Aufstieg Mitte
des Jahres 2009 diese Fragen: Sollen wir
an einer anderen Stelle neu bauen? In ein
bestehendes Stadion, zum Beispiel nach Heilbronn,
umziehen? Oder doch den bestehenden Standort
ausbauen? Der Verein entschied sich schnell
für die zuletzt genannte Möglichkeit
und stellte bereits Ende Juli dem Aspacher
Gemeinderat die Umbaupläne vor. Die
Eile bei der Planung erklärt Benignus
mit dem "großen Zeitdruck, der
auf dem Verein lastet". In der Regionalliga
schreiben die Statuten vor, dass ein Ausweichquartier
nur eine Saison genutzt werden darf. Bereits
im kommenden März muss sich deshalb
die SG Sonnenhof Großaspach entschieden
haben, auf welchem Platz der Verein in Zukunft
spielt. Zum Zeitdruck gesellt sich
eine schwierige Planung. Um zwischen den
neuen Tribünen und dem Wald den notwendigen
Sicherheitsabstand zu erhalten, müssen
auf 2,5 Hektar Bäume gefällt werden.
Für diesen abgeholzten Forst gilt es
an anderer Stelle Ersatz zu schaffen. Aspachs
Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner
geht davon aus, dass die Gemeinde in der
Zusammenarbeit mit dem Verein diese knifflige
Frage gut gelöst hat. Für Weinbrenner
gibt es auch keine Alternative zum Ausbau
des bestehenden Standorts. "An jeder
anderen Stelle der Aspacher Gemarkung wäre
der Eingriff in die Landschaft noch drastischer
ausgefallen", meint der Bürgermeister.
Die weitaus höheren Kosten, die ein
solches Projekt dem Verein und der Kommune
abverlangen würde, sprechen für
den Aspacher Schultes ebenfalls für
die gewählte Variante. Dieser
Sichtweise schloss sich mittlerweile das
Regierungspräsidium an. In der Sitzungsvorlage
für den Planungsausschuss des Verbands
Region Stuttgart wird der Eingriff in die
Natur mit den Folgen eines Neubaus an anderer
Stelle abgewogen. Die Regionalplaner kommen
zu dem Ergebnis, dass der Erweiterung der
bestehenden Sportanlage der Vorzug zu geben
ist. Die Fraktionen haben bereits angedeutet,
dass sie der Vorlage heute zustimmen.
Noch steht nicht genau fest, wie der
Verein den Stadionumbau finanziert. "Fünf
Millionen Euro sind ein unglaublicher Betrag
für unseren kleinen Verein", stöhnt
Benignus. Die Vereinsführung arbeite
zusammen mit anderen an einem Investorenmodell,
aber noch sei nichts beschlossen. Zu den
anderen gehört auch der langjährige
Vorsitzende des Vereins, der Hotelier und
Spielerberater Uli Ferber. Der Mentor und
Gönner des Regionalligisten verspricht:
"Ich werde mit anderen Sponsoren dem
Verein unter die Arme greifen." Von Gerhard
Schertler
|
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 17.
Oktober 2009
Bagger rollen, Behörden
bremsen
Im
Fautenhau wird der untere Platz bereits
in einen Kunstrasen umgewandelt – Genehmigung
für Stadionumbau fehlt weiterhin
Im Fautenhau
rollen Bagger. Wo bisher das Hauptspielfeld
lag, entsteht ein Kunstrasenplatz. Weiterhin
unklar ist, wann der Umbau des oberen Platzes
startet. Die SG Sonnenhof Großaspach
wartet sehnsüchtig auf die Genehmigungen.
Doch Behördenmühlen mahlen wieder
einmal sehr, sehr langsam.
Von
Uwe Flegel - Bürgermeister Hansjörg
Weinbrenner ist schon aufgrund seines Berufes
keiner, der gegenüber Behörden
negativ eingestellt ist. Ob das auch in
Zukunft so sein wird, wenn die Sprache aufs
Landratsamt sowie die Region Stuttgart kommt?
Noch gibt sich das Aspacher Gemeindeoberhaupt
diplomatisch. Auf die Frage, wann denn mit
der Genehmigung für den Umbau der Sportanlage
im Fautenhau zu rechnen sei, antwortet Weinbrenner:
„Es ist schwierig, das zu sagen. Ursprünglich
hatte ich gehofft, dass es bis Dezember
so weit ist. Wir arbeiten jedenfalls mit
Hochdruck dran.“ Der Bürgermeister
spricht von der Verwaltung in Aspach. Die
Bremser sitzen also woanders? Weinbrenner
bleibt Diplomat: „Es sind viele Behörden
daran beteiligt.“
Damit
wären wir beim Problem. Richtig groß
wird’s immer dann, wenn die Linke nicht
weiß, was die Rechte tut. Ein Beispiel.
Das Regierungspräsidium meint: Der
Umbau der Sportanlage ist kein Fall für
ein Zielabweichungsverfahren. Alles klar?
Nein. Denn es gibt ja noch den Verband Region
Stuttgart. Und der glaubt wiederum, bei
der Planung einer von vier Tribünenseiten
etwas entdeckt zu haben, was eben jenes
oben beschriebene Verfahren betrifft. Wer
nun richtig liegt? Ist noch nicht geklärt.
Schließlich
gibt es ja noch das Landratsamt Rems-Murr.
Auch dort möchte der eine, was der
andere unbedingt verhindern will. Ist ein
winziges Insekt nun ein Holzschädling
und soll deshalb raus aus dem Wald, oder
muss es unbedingt erhalten bleiben und Bäume
dürfen deshalb nicht gefällt werden?
Nicht immer sind sich Forst und Naturschutz
einig. Weinbrenner will zu diesen Dingen
nicht viel sagen. Nur soviel: „Es dreht
sich alles ein wenig im Kreis.“ Dabei entsteht
im Fautenhau „ja nicht das Dietmar-Hopp-Stadion,
sondern wir ertüchtigen eine bestehende
Sportanlage“, verdeutlicht das Gemeindeoberhaupt,
das nun ein wenig deutlicher wird. Die Region
Stuttgart schreibe sich immer sogenannte
Leuchtturmprojekte auf die Fahne. Nun sei
sie dabei, ihren mit den Stuttgarter Kickers
zweithöchsten Klub hinter dem VfB in
die Region Franken zu vertreiben. Nächste
Woche steht eine Sitzung an, in der es auch
um Belange geht, die den Fautenhau betreffen.
Zudem treffen sich SPD-Regionalräte
am Montag in Aspach zu einem Vororttermin.
Weinbrenner: „Ich hoffe, dass die Regionalräte
ihrer Verantwortung gerecht werden.“
Dafür
gilt’s zu wissen, dass in den Sportpark-Fautenhau
in seinem derzeitigen Zustand bis zu 6000
Besucher pilgerten, wenn Teams wie der VfB
Stuttgart, Bayer Leverkusen oder Schalke
04 dort gastierten. Nun soll die Anlage,
die in Teilen ohnehin stark sanierungsbedürftig
ist, so umgebaut werden, dass rund 5000
Zuschauer die Spiele verfolgen können.
Eben das, was die DFB-Richtlinien für
die Regionalliga verlangen. Das gilt auch
für den Bereich Komfort. Statt auf
Gras und Dreck zu stehen, sollen die Fans
nun Platz auf Tribünen finden.
Unabhängig
vom Theater um die Genehmigung für
den Umbau des oberen Platzes, hat die erste
Maßnahme bereits begonnen. Das untere
Spielfeld bekommt einen Kunstrasen und Flutlicht.
Rund 800000 Euro kostet dieser Bauabschnitt.
Es bedarf der Eile, sollen Teile des Jugendspielbetriebs
nicht gestoppt werden müssen. Schließlich
besteht die SG Sonnenhof nicht nur aus Regionalligakickern.
Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender der
Fußballabteilung: „Wir haben im Jugendspielbetrieb
rund 30 Prozent Zuwachs und wissen nicht,
wo wir unsere Teams unterbringen sollen.“
Macht
die Witterung mit, dann ist das erste von
zwei neuen Spielfeldern bis Ende des Jahres
fertig. Und das zweite? Zwei, drei Monate
hat die SG noch Zeit, dann muss sie wissen,
ob das mit dem Umbau oben klappt. Schließlich
gilt es, die Lizenzunterlagen an den DFB
zu schicken. Und der erteilt in Sachen Spielstätte
eine Ausnahmegenehmigung eigentlich nur
für eine Saison. Danach muss sich der
Verein festlegen, wo er seine Zukunft sieht.
In Aspach oder... |
"Tagebuch der comtech Arena"
Quelle: Die "Backnanger
Kreiszeitung" berichtet online am 14.
Mai 2009
SG
präsentiert Pläne für neues
Schmuckkästchen
Der große
Erfolg der Oberligafußballer sorgt
dafür, dass die SG Sonnenhof Großaspach
vor großen Herausforderungen steht.
Gestern Abend wurden im Fautenhau die Pläne
für den Stadionumbau und die angestrebte
Neuordnung der Vereinsstruktur vorgestellt.
Von Uwe Flegel
- Am zweiten August-Wochenende startet für
die Fußballer der SG Sonnenhof in
der neuen Saison die Punktehatz. Wahrscheinlich
in der Regionalliga. Immerhin hat das Oberligateam
von Trainer Thomas Letsch vier Spieltage
vor Schluss satte sieben Punkte Vorsprung
auf den Tabellenzweiten HoffenheimII. Sehr
viel spricht dafür, dass sich die Kicker
aus dem kleinen Aspach mit Großkopfeten
wie Waldhof Mannheim, Darmstadt 98, SSV
Ulm, Viktoria Aschaffenburg, Stuttgarter
Kickers und SC FreiburgII, 1. FC NürnbergII,
Eintracht FrankfurtII, Greuther FürthII,
1860 MünchenII messen. Zumal der DFB
in Sachen Lizenz bereits positive Signale
gesendet hat, wie SG-Fußballvorstand
Werner Benignus berichtet: „Der Vorabbescheid
ist da. Wir müssen noch zwei, drei
Hausaufgaben machen. Aber es sieht nicht
schlecht aus.“ Die wohl größte
Herausforderung ist die Sportanlage. Das
Stadion im Fautenhau erfüllt nicht
einmal ansatzweise die Bedingungen des DFB.
Schon seit Monaten beschäftigt sich
die SG mit einem Umbau (wir berichteten).
Gestern Abend präsentierten die beiden
als Planungsgemeinschaft fungierenden Architekten
Bernd Küstner und Uli Ettle, gleichzeitig
Vorsitzender des Gesamtvereins der SG Sonnenhof
Großaspach, den Entwurf. Wie bekannt,
entsteht das neue Stadion auf dem bisherigen
Kunstrasenplatz, der um 1,50 Meter abgesenkt
werden soll. Gleichzeitig wird aus dem bisherigen
Hauptspielfeld unten ein Kunstrasenplatz.
Der Platz oben wird mit Rollrasen, neuem
Flutlicht und drei Tribünen (zwei an
den Stirnseiten und eine auf der Längsseite
gegenüber dem Blockhaus) ausgestattet.
Dabei wissen Benignus und seine Mitstreiter:
„Wir befinden uns im Wald.“ Das bedeutet
schon seit Wochen: viele Gespräche.
Auch mit Behörden. Die Einschätzung
des Vorsitzenden der Fußballabteilung:
„Wir bekommen’s hin.“ In der ersten Bauphase
werden nur die zwei Tribünen auf der
Längs- und der Stirnseite in Richtung
Musikerheim erstellt. Der separate Gästeblock,
der für die abschließend zu bauende
dritte Tribüne vorgesehen ist, wird
anfangs auf der Längsseiten-Tribüne
untergebracht. Zudem entsteht ein Weg rund
ums Sportgelände. Auch weil Gästefans
getrennt vom Rest der Zuschauer in und aus
dem Stadion gelangen müssen. Der DFB
verlangt viel von den Klubs, die vierthöchste
Liga spielen wollen. Von den Kosten will
der Verband nichts wissen. Die müssen
der Verein, seine Sponsoren und die Kommune
tragen. Auch beim Millionenprojekt Fautenhau.
Fertig sein soll das zur Rückrunde
der neuen Saison. Fürs erste halbe
Jahr benötigt Aspach ein Ausweichquartier.
Verhandlungen wegen des Heilbronner Frankenstadions
laufen. Von der Baumaßnahmen
betroffen ist auch das Vereinsheim, das
Benignus so beschreibt: „Baufällig.“
Vor allem der Kabinentrakt. Das neue Klubhaus
wird wie der Platz tiefer liegen. „Wir wollen
eine Höhe mit dem Blockhaus bilden“,
erklärt Benignus. Und noch
etwas wird neu sein: Die Vereinsstruktur.
„Die Zeit des Vorsitzenden als Alleinherrscher
ist vorbei“, sagt der Fußballboss,
der sich als Sprecher eines siebenköpfigen
Vorstandsgremiums sieht. Klar ist für
Benignus, dass er und seine Kollegen das
Unternehmen Regionalliga nur sehr schwer
alleine stemmen können: „Wir brauchen
noch mehr Leute auf ehrenamtlicher Basis,
die sich mit der Geschichte identifizieren.“
Auch solche sollten mit der Infoveranstaltung
im Blockhaus angesprochen werden. Und zwar
unabhängig von den vom DFB geforderten
zwei hauptamtlichen Mitarbeitern (Geschäftsstelle
und Finanzwesen). „Eigentlich kommt
die Regionalliga für uns ein Jahr zu
früh“, urteilt Benignus. Denn ursprünglich
wollte die SG erst zwölf Monate später
eine Liga höher spielen. Der Erfolg
stellte sich schneller ein. Die SG stellt
sich den Herausforderungen. Benignus: „Nun
müssen wir halt schneller handeln.
Aber wir packen das.“
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Weiterführende
interne Links:
[Online-Presseberichte über den Fautenhau] [Der Fautenhau und das Heilbronner
Frankenstadion]
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