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Interessante Links: [Das Tagebuch der comtech Arena] [Die Eröffnung der comtech Arena am 16. August 2011]



WILLKOMMEN IM (neuen) SPORTPARK FAUTENHAU

...die Bagger sind wieder weg, unser nagelneues Stadion steht und wird mit dem Eröffnungsspiel am 16. August 2011 gegen Bundesligist VfB Stuttgart feierlich eröffnet. Auch die Presse hat mit Interesse die Geschehnisse im Fautenhau, um den Fautenhau und um den Fautenhau herum verfolgt. Hier einige Online-Berichte.


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Quelle: Die "Pressebox" berichtet online am 14. Juli 2011


Die comtech Arena steht vor der Eröffnung

Aspach, 14.07.2011 – In wenigen Wochen ist es soweit – am 16. August wird die comtech Arena feierlich eingeweiht. Zum Auftakt findet ein Eröffnungsspiel zwischen dem VfB Stuttgart und der SG Sonnenhof Großaspach statt. Musikalisch eröffnet wird das Stadion aber bereits am 23. Juli durch das Konzert von Andrea Berg, das in diesem Jahr unter dem Motto „Heimspiel“ stattfindet.

Vor einem guten Jahr konnte man nur erahnen, was im Aspacher Fautenhau entstehen wird und heute kurz vor der Eröffnung steht man staunend vor einer prachtvollen Fußballarena mit Platz für bis zu 10.000 Zuschauer. Alle Plätze sind überdacht und die großzügigen Dachflächen wurden für eine Solaranlage genutzt. Rund 10 Millionen Euro hat dieses Gesamtprojekt gekostet, das von einer Investorengruppe rund um den Hotelier und Spielermanager Uli Ferber getragen wird. Zu den Investoren zählen auch so bekannte Fußballer wie Mario Gomez und Aliaksandr Hleb.

comtech, der Versandanbieter in den Bereichen Computer, Multimedia und Haushalt, der im letzten Jahr von Backnang nach Aspach zog, war von der Idee des Stadionbaus begeistert und hat sich von Anfang an dafür engagiert. So war es für comtech naheliegend sich die Namensrechte zu sichern. „Die comtech Arena ist eine Bereicherung für unsere Region. Wir sind stolz, dass wir unseren Teil dazu beitragen durften und damit dem aufstrebenden Fußball-Regionalligisten SG Sonnenhof-Großaspach nicht nur ein modernes Stadion ermöglichen konnten, sondern auch einen sportlichen Anreiz“, freuen sich die Geschäftsführer von comtech, Joachim Ehmann und Ralf Kern.

Bildmaterial finden Sie unter: http://www.publictouch.de/Presse/Comtech/39

Über Comtech GmbH

Seit 2004 bietet die Comtech GmbH als Versandanbieter unter www.comtech.de mehr als 12.000 Produkte aus den Bereichen Unterhaltungselektronik, Computer, Notebooks und Haushaltsgeräte an. Mit mehr als 800.000 Kunden (Stand: April 2011) gehört die Comtech GmbH zu Deutschlands Top-Versendern im Multimedia-Sektor. Seit Oktober 2010 hat die Comtech GmbH ihren Firmensitz in Aspach mit einer Logistikfläche von 7.000 qm, dort befindet sich auch ein Abholshop. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 55 Mitarbeiter.
Erfolg verpflichtet, nach diesem Motto engagiert sich die Comtech GmbH auch sozial und unterstützt den aufstrebenden Fußball-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach beim Bau eines neuen Stadions, das auch ihren Namen trägt. Die Comtech Arena wird zur Fußballsaison 2011/12 eröffnet und bietet Platz für 10.000 Besucher. Weitere Informationen:
www.comtech.de.

"Tagebuch der comtech Arena"

 


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 1. Juli 2011


Im eigenen Stadion auf Torejagd
Mario Gomez stürmt mit den Bayern im Laufe der Saison in der neuen Aspacher Arena, die auch mit seinem Geld gebaut wird

Von Steffen Grün - Kaum einem Fußballer bietet sich die Möglichkeit, im eigenen Stadion auf Torejagd zu gehen. Mario Gomez schon. Der Nationalstürmer gibt mit dem FC Bayern München im Laufe dieser Saison ein Gastspiel in der neuen comtech Arena im Aspacher Fautenhau, die auch mit seinem Geld gebaut wird. Der 25-Jährige gehört nämlich zu der privaten Investorengruppe, die das Projekt finanziert.

Herr Gomez, erst die Alte Vogtei in Backnang, nun das Stadion im Fautenhau: Was steckt hinter der offenkundigen Verbundenheit zur Region, die zu solchen Investitionen führt?

  • Mein Engagement für die comtech Arena ist natürlich in erster Linie aufgrund meiner langjährigen Verbindung und Zusammenarbeit mit Uli Ferber entstanden. Mich hat dieses Projekt von Beginn an überzeugt und ich bin wirklich begeistert, was in den letzten Monaten im Fautenhau entstanden ist. Bei der Puma-Talentschmiede im vergangenen Jahr wurde gerade mal der Kunstrasen abgetragen, nun befindet sich alles kurz vor der Fertigstellung – das ist eine fantastische Leistung.

Machen Sie sich hin und wieder persönlich ein Bild von ihren Anlage-Objekten? Anders gefragt: Können Sie die Qualität des Rostbratens in der Alten Vogtei oder den Schmuckkästchen-Faktor des Stadions beurteilen?

  • Sicher war ich zu meiner Stuttgarter Zeit öfter in der Alten Vogtei, aber auch die größere Entfernung von München hindert mich nicht daran, vorbeizuschauen und mich auch von der Qualität des Essens zu überzeugen. Den Rostbraten habe ich allerdings noch nicht gekostet (lacht). Bei meinem letzten Besuch im Frühjahr habe ich mich selbstverständlich persönlich vom Schmuckkästchen-Faktor der Comtech-Arena überzeugt und war echt beeindruckt. Ein sehr schöner Anblick, der die Vorfreude auf die Einweihung bei allen Beteiligten weiter wachsen lässt.

Ihnen bietet sich eine Möglichkeit, die wohl kaum ein Fußballer bekommt: Sie können mit dem FC Bayern München in Ihrem eigenen Stadion Tore schießen. Super, oder?

  • Das ist auf jeden Fall eine besondere und auch außergewöhnliche Situation, mit meinem Verein quasi in „meinem“ Stadion zu spielen. Klar ist aber auch, dass ich mich damit nicht beschäftige, sobald ich den Rasen betrete und es losgeht. Dann zählt nur noch, das Spiel zu gewinnen und Tore zu schießen.

Haben Sie in diesem Zusammenhang spezielle Anträge an die Bauherren gestellt? Besonders stabile Netze zum Beispiel?

  • Ich habe keine speziellen Anträge an die Bauherren gestellt, was sicher auch ein wenig mit meinem nicht vorhandenen handwerklichen Geschick zusammenhängt. Im Ernst: Ich habe vollstes Vertrauen in das Projekt sowie die Ausführung, denn da sind absolute Fachleute am Werk. Ich freue mich schon auf die Einweihung und gehe fest davon aus, dass „normale“ Netze ausreichen werden.

Das offizielle Eröffnungsspiel bestreitet aber ihr Ex-Klub VfB Stuttgart. Mit welchen Spielern und Verantwortlichen stehen Sie noch in Kontakt und könnten eine Rückmeldung übers neue Stadion einholen?

  • Durch die Tatsache, dass wir in der vergangenen Saison die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst haben, verschiebt sich leider auch unser Auftritt im Fautenhau. Als Mitinvestor freue ich mich aber sehr, dass der VfB das neue Stadion im August offiziell einweiht. Und im Anschluss werde ich mich sicher mit Christian Gentner und Christian Träsch austauschen, ob sie sich wohlgefühlt haben und im nächsten Jahr wiederkommen möchten (lacht).

Hand aufs Herz: Wie sehr haben Sie in der letzten Spielzeit mit dem VfB gezittert?

  • Sehr. Ich habe zwar immer gesagt, dass die Qualität des Teams einfach zu gut ist, um abzusteigen, doch nach der Hinrunde war das schon eine ziemlich heikle Situation. In der Rückrunde hat die Truppe aber über weite Strecken ihr Potenzial gezeigt und verdient die Klasse gehalten. Der VfB gehört einfach in die Bundesliga.

Sie wurden in der vergangenen Saison mit 28 Treffern zum ersten Mal Bundesliga-Torschützenkönig? Auch eine Genugtuung gegenüber Ex-Trainer Louis van Gaal, der Sie zu Beginn der Saison abgeben wollte?

  • Ja, da ist mein absoluter Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Aber es ist auch ein Titel der Mannschaft, denn ich habe 28-mal einen fantastischen Pass bekommen. Die größte Genugtuung war jedoch nicht der Gewinn der Torjägerkanone, sondern vielmehr die Tatsache, dass ich Ex-Trainer Louis van Gaal durch meine Leistung überzeugt habe. Es hat mich extrem motiviert, als er zu mir sagte: Nun gibt es für mich keinen Grund mehr, über sie nachzudenken. Ich wurde für meine Arbeit belohnt und habe damals auch als sein Stürmer Nummer vier nie den Glauben an meine Stärke verloren.

Wie viele Tore sollen es nächste Saison sein?

  • Wie ich schon erwähnt habe, gehe ich mit meinen Teamkollegen auf den Platz um zu gewinnen und Tore zu schießen. Ich setze mir keine Marke, die ich knacken möchte. Viel wichtiger ist der Erfolg der Mannschaft, und da will ich natürlich meinen Beitrag leisten. Ehrlich gesagt hätte ich meine Torjägerkanone auch lieber gegen einen Vereinstitel eingetauscht.

Nach einem Jahr ohne Titel steht der FC Bayern üblicherweise unter Zugzwang. Meistertitel, DFB-Pokal, Champions-League-Sieger in der heimischen Allianz-Arena – was darf es denn sein? Am besten alles, oder?

  • Der Anspruch beim FC Bayern ist sehr hoch, denn wir wollen jedes Jahr möglichst viele Titel gewinnen. Der Champions-League-Sieg in der heimischen Arena ist sicher ein Ziel, aber zunächst einmal müssen wir den ersten Schritt machen und die Qualifikation erfolgreich bestreiten. Wichtig ist, dass wir in der Liga einen guten Start hinlegen und den Schwung dann mitnehmen. Klar ist natürlich, dass wir eine bessere Saison spielen wollen als zuletzt, aber dafür müssen wir vor allen Dingen wieder Konstanz in unsere Leistungen reinbekommen.

Wie geht es im Nationalteam für Sie weiter? Glauben Sie, Miroslav Klose den Stammplatz zeitnah entreißen zu können? Oder ist das durch Ihre jüngsten Auftritte schon passiert?

  • Ich setze mich beim Thema Nationalmannschaft nicht mehr unter Druck. Die letzten EM-Qualifikationsspiele haben gezeigt, dass ich auch im DFB-Dress wichtige Tore schießen kann. Ich werde mich weiterhin voll reinhängen und immer versuchen, meine beste Leistung abzurufen, um dem Bundestrainer Joachim Löw die Entscheidung so schwer wie nur möglich zu machen.

"Tagebuch der comtech Arena"


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 4. Juni 2011


Neues Rund kommt immer besser in Form
In sechs Wochen ist das Stadion in Großaspach betriebsbereit – 40.000 Kubikmeter Erde und 1.300 Kubikmeter Beton bewegt

Von Uwe Flegel - 40.000 Kubikmeter Erde, 1.300 Kubikmeter Beton, momentan 200 Arbeiter und Planer sowie 36 am Bau beteiligte Firmen: Im Fautenhau wird alles dafür getan, damit die Comtech-Arena am 23. Juli betriebsbereit ist. Rund 15.000 Fans strömen dann zum ausverkauften Andrea-Berg-Open-Air ins neue Stadion. Bis auf den Rasen, der erst nach dem Heimspiel des Schlagerstars verlegt wird, soll im schmucken Rund alles am Platz sein. In Aspach steht dann ein Stadion, in dem Sitzplätze für 6500 Zuschauer zur Verfügung stehen. Reicht diese Kapazität nicht, können durch die Umwandlung von Sitz- in Stehplätze bis zu 10.000 Besucher auf den Tribünen Platz finden.

Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender des Hauptnutzers SG Sonnenhof, schwärmte schon oft: „Das neue Stadion sucht in der Region seinesgleichen.“ Der Boss der Aspacher Regionalliga-Fußballer liegt sicher nicht weit daneben. Mit Ausnahme der Stadien des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim dürfte es im Ländle kaum Sportstätten geben, die in Sachen Attraktivität und Komfort mit der Arena im Fautenhau mithalten können. Nicht umsonst spricht der Mit-Investor und Fußballstar Alexander Hleb von „einem echten Schmuckkästchen“.

Taxiert werden die Kosten für das Gesamtprojekt auf 10 Millionen Euro. Finanziert werden die von privaten Investoren. Seit Sommer 2010 wird am Umbau der Sportanlage am Aspacher Waldrand mächtig gewerkelt. Zum Beispiel wurde das obere Spielfeld rund 1,20 Meter abgesenkt und der Höhe des Eingangs zum danebenstehenden Blockhaus angeglichen. Entstanden ist eine Zisterne, die 1,2 Millionen Liter nutzbares Regenwasser fasst. Gedeckt wird damit der Bedarf für die sanitären Anlagen, die Besprenkelung des Rasens sowie das erforderliche Löschwasser. Auf dem Dach der Tribünen befindet sich eine Solaranlage, die 3.500 Quadratmeter umfasst und eine Leistung von 380 Kilowatt aufweist. Bis zu 150 Haushalte können mit der ungefähr eine Million Euro teuren Anlage versorgt werden. „Damit sind wir energietechnisch fast autark“, freut sich Uli Ferber, Sprecher der Investorengruppe und SG-Gründungsmitglied.

Geld wird im neuen Stadion allerdings nicht nur für die Ökologie ausgegeben. Im Fautenhau steht künftig eine Flutlichtanlage mit einer Leistungskraft von 500 Lux. Die reicht für den Spielbetrieb in der Regionalliga aus und kann bis auf 800 Lux erweitert werden. Das würden dann sogar ausreichen, damit das Fernsehen Fußballspiele übertragen kann. Unabhängig von Tag und Nacht haben Zuschauer eine gute Sicht aufs 68 mal 105 Meter große Spielfeld. 7,50 Meter (hinter dem Tor) sowie 6,50 Meter (seitlich) sind die Tribünen vom Rasenplatz entfernt. Viel näher dran geht für Fans nicht. Und für diejenigen Anhänger, die den Aspacher Heimspielen im Heilbronner Frankenstadion in den vergangenen zwei Jahren beiwohnten, geradezu ein Luxus.

Ungewohnt und neu ist der Komfort auch in einem anderen Stadionbereich. Anstelle des alten Klubhauses, dem vor allem im Kabinentrakt höchstens noch der Charme des Morbiden zugesprochen werden konnte, entsteht derzeit ein modernes Clubheim. Untergebracht sind darin sogenannte Nutzräume, wie Schiedsrichter- und Mannschaftskabinen, Räume für Dopingkontrollen, Schulungsräume sowie eine Gaststätte, die ihr tägliches Gastronomieangebot nochmals erweitert.

Im Fautenhau wird alles dafür getan, damit die Arena rechtzeitig fertig ist und sich bei Fans sowie Akteuren gleich von Anfang an ein Wohlfühlfaktor einstellt.

"Tagebuch der comtech Arena"


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 4. Juni 2011


Weinbrenner sieht vor allem die Chancen
Aspachs Bürgermeister sieht im neuen Stadion im Fautenhau ein Aushängeschild für den Sport und die Kultur

Von Uwe Flegel - „Das Projekt ist ein sportliches und kulturelles Aushängeschild für unsere Gemeinde.“ Hans-Jörg Weinbrenner sagt es deutlich: Der Bürgermeister steht hinter dem Umbau der Sportanlage im Fautenhau. Auch weil er sich zu jener Art von Rathauschef zählt, die bei einer Unternehmung „in erster Linie die Chancen sieht“. Die neue Comtech-Arena sei ein Gewinn für die Kommune betont der 50-Jährige immer wieder.

Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg WeinbrennerVier Punkte nennt das Gemeindeoberhaupt, um seine Ansicht über den Bau zu untermauern. Erstens steigerten das Stadion und die dortigen großen sportlichen und musikalischen Veranstaltungen den Bekanntheitsgrad Aspachs. Zweitens werde dadurch ein positives Image vermittelt. Denn: „Wo Menschen sich so engagieren und so viel investieren, da geht was.“ Und „Wir werden auf eine Landkarte gesetzt, auf der wir sonst nicht wären.“ Drittens würden solch große Veranstaltungen wie das Andrea-Berg-Open-Air oder Freundschaftsspiele gegen Bundesligisten wie den VfB Stuttgart oder Bayern München viele Gäste in den Ort bringen. „Allein am 23. Juli werden’s wieder 14.000 sein“, rechnet Weinbrenner für das Andrea Berg-Konzert zur Stadioneröffnung vor. Und viertens „entstehen Arbeitsplätze“. Vor allem in der Hotellerie und Gastronomie. Doch auch die im Fautenhau benachbarten Vereine würden zusätzliche Einnahmen haben, ist sich der Bürgermeister sicher. Und was ist mit der Gewerbesteuer für die Kommune? Über die freut sich der Verwaltungschef zwar, doch als Gradmesser für ein Unternehmen will er sie nicht nehmen. Denn zusätzliche Arbeitsplätze seien ihm wichtiger. Und: „Für mich ist jeder förderungswürdig, der etwas unternimmt.“

Selbstverständlich freut sich der Bürgermeister darüber, dass bereits beim Bau versucht wird, Firmen aus der Region einzubinden: „Von der Wertschöpfung ist es unheimlich wichtig, dass die örtliche Wirtschaft zum Zug kommt. Wobei das bei dieser Bauherrschaft schon immer der Fall war.“ Selbiges gilt auch für den Namensgeber der Arena, die jetzt in Aspach und einst in Backnang beheimatete Firma Comtech. Weinbrenner findet, das sei viel besser, als irgendein Bierbrauer aus dem Norden. Zumal das Gemeindeoberhaupt schmunzelnd weiß: „Wir brauen ja selbst unser Bier.“ Und nicht nur das. Im Lebensmittelbereich stellt Aspach für seinen Bürgermeister eine echte Marke dar: „Wir haben Wein, Mineralwasser, Fruchtsaft.“ Und wie schon erwähnt eigenen Gerstensaft. Klar, dass der Rathauschef hofft, dass das neue Stadion auch hilft, Werbung für die Produkte und Firmen zu machen.

Hans-Jörg Weinbrenner hat jedoch nicht vergessen, dass es gegenüber dem 10 Millionen Euro teuren und weitestgehend privat finanzierten Gesamtprojekt in der Kommune Bedenken gibt. Aufmerksam will der Verwaltungsboss beobachten, dass die Polizeiverordnung, die bis zu fünf Großveranstaltungen im Jahr erlaubt, eingehalten wird. Die Arena lebe davon, dass die Umgegend respektiert werde, erinnert Aspachs Bürgermeister. Seine Erwartung und gleichzeitige Ermahnung: „Das ist eine tolle Geschichte. Das ist eine einmalige Sache, auch dass so viel investiert wird. Wird das ordentlich betrieben, dann profitieren alle davon.“

"Tagebuch der comtech Arena"


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 28. Mai 2011


Hleb: „Ein richtiges Schmuckkästchen“
Der weißrussische Nationalspieler und frühere VfB-Star zählt zur Investorengruppe, die das neue Stadion im Fautenhau finanziert

Von Uwe Flegel - Noch ist der Aspacher Fautenhau eine Großbaustelle. In zwei Monaten ist dort aber ein Stadion fertiggestellt, in das bei Fußballspielen bis zu 10000 Fans passen. Rund 10 Millionen Euro kostet das Gesamtprojekt. Finanziert wird es von einer privaten Investorengruppe, zu der auch Alexander Hleb gehört. Der 30-jährige Fußball-Nationalspieler aus Weißrussland wird von der Agentur des Kleinaspachers Uli Ferber betreut.

Freuen sich über das neue Stadion, das in der Sportanlage Fautenhau derzeit gebaut wird (von links): Alexander Hleb sowie Joachim Ehmann und Ralf Kern, deren Firma Comtech sich die Namensrechte an der schmucken Arena für die ersten fünf Jahre gesichert hat.Foto: Ferber-MarketingHerr Hleb, warum engagieren Sie sich als Investor für das neue Aspacher Stadion?

In erster Linie wegen meiner persönlichen Nähe zur Region. Ich besitze ja ein Haus in Großaspach, von daher bin ich hier verwurzelt. Zudem hat mich das Projekt fasziniert, und ich war sofort sehr daran interessiert, mich zu beteiligen und einen Beitrag zu leisten, damit quasi vor meiner Haustür etwas richtig Großartiges entstehen kann. Bei meinem Besuch auf der Baustelle Ende April kamen alte Erinnerungen wieder hoch. Im Fautenhau habe ich einst mein erstes Spiel auf deutschem Boden bestritten – ein prägendes Erlebnis und letztlich auch der Beginn meiner Karriere.

Wie halten Sie sich über den Baufortschritt und die Entwicklung auf dem Laufenden?

Ich bekomme regelmäßig Bilder und Videos geschickt und verfolge den Fortschritt der Comtech-Arena auch im Internet. Ich bin angetan, was dort entsteht: ein richtiges Schmuckkästchen.

Können Sie ohne groß nachzudenken, sagen, in welcher Liga die SG Sonnenhof Großaspach spielt und wie der Trainer heißt?

Da habe ich jetzt wirklich Glück. Dank meines kurzen Aufenthalts zuletzt weiß ich, dass die SG mittlerweile in der Regionalliga spielt. Und Alexander Zorniger kenne ich ja noch gut aus meiner VfB-Zeit. Er war unter Markus Babbel Co-Trainer. Mit dem neuen Stadion hoffe ich, dass die SG nächste Saison erfolgreicher spielt. Beim Anblick der Arena kribbelt es bei mir schon wieder.

Könnte es sein, das wir Sie schon bald wieder im VfB-Trikot oder eines anderen Bundesligisten sehen, vielleicht Schalke mit ihrem Ex-Trainer, dem Backnanger Ralf Rangnick?

Die Bundesliga gehört zu den interessantesten Ligen in Europa. Eine Rückkehr kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, auch weil ich die Liga sehr gut kenne. In welchem Trikot, weiß ich nicht. Ich muss zunächst wieder fit werden. Anschließend sieht man, was passiert. In Barcelona habe ich noch einen Vertrag bis 2012.

Welche Zukunft haben Sie beim FC Barcelona?

Meine Reha absolviere ich in Barcelona. Ich arbeite dafür, dass ich zum Trainingsbeginn wieder richtig einsteigen kann. Das ist mein Hauptziel und dafür investiere ich meine gesamte Konzentration und Energie. Nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre ist aber eher davon auszugehen, dass meine Zukunft nicht beim FC Barcelona liegt. Letztendlich entscheidet das aber der Verein und in erster Linie Trainer Josip Guardiola.

Wie sehr trifft Sie die Meniskusverletzung?

Das ist schon ein schwerer Rückschlag, vor allem weil ich gerade wieder auf einem guten Niveau und zu 100 Prozent fit war. Ich wollte im Saisonfinale gegen Tottenham unbedingt dabei sein und das Ziel Klassenerhalt mit Birmingham erreichen, doch leider sollte es nicht sein. Auch die zwei EM-Qualifikationsspiele mit meiner weißrussischen Nationalmannschaft gegen Frankreich und Luxemburg musste ich daher absagen.

Haben Sie in England die Stuttgarter Probleme diese Saison mitbekommen?

Ja, und ich war überrascht, denn die Mannschaft ist eigentlich stark genug gewesen. Ihr fehlte lange das Selbstvertrauen und nachdem in der Hinrunde nur wenige Spiele gewonnen wurden, kam die Angst dazu, Fehler zu machen. Doch sie haben eine tolle Rückrunde gespielt und zum Glück den Klassenerhalt einen Spieltag vor Saisonende perfekt gemacht. Das hat mich sehr gefreut.

Wenn Sie an den VfB denken, dann eher mit Wehmut oder im Zorn?

Der Verein liegt mir sehr am Herzen. Vor allem weil ich eine sehr schöne Zeit hatte. Deshalb denke ich eher mit Wehmut zurück. Klar ist aber auch, dass ich mir mein letztes Jahr beim VfB anders vorgestellt habe und meine eigenen sportlichen Erwartungen nicht immer erfüllen konnte.

Haben Sie im Nachhinein eine Erklärung, weshalb Sie nach der Rückkehr nach Stuttgart solche Anlaufprobleme und am Ende die Probleme mit Christian Gross hatten?

Ehrlich gesagt denke ich darüber nicht mehr nach. Ich schaue lieber nach vorne. Sicher fehlte mir auch etwas die Rückendeckung und das Vertrauen des Trainers, das ich einfach für mein Spiel brauche.

Ihr Fazit über das Jahr bei Birmingham City?

Es war sehr lehrreich, aber auch etwas unbefriedigend. Ich konnte nicht das abrufen, was ich mir vorgenommen hatte. Grund dafür war, dass ich immer wieder mit kleineren Verletzungen kämpfte. Ich fasste dadurch nie richtig Fuß, fand meinen Spielrhythmus nicht. Und gerade als ich wieder auf dem richtigen Weg war, wirft mich erneut eine Verletzung zurück. Aber ich denke positiv. Ich werde wieder der Alex Hleb aus der ersten Zeit beim VfB und den Jahren bei Arsenal.

Wie sehr trifft Sie der Abstieg ?

Ein Abstieg ist immer sehr bitter. Zudem ist es für mich auch das erste Mal, dass ich mit meiner Mannschaft absteige. Besonders bitter ist die Tatsache, dass das entscheidende Gegentor gegen Tottenham in der dritten Minute der Nachspielzeit fiel. Damit war die Niederlage und der Abstieg besiegelt. Ein Punkt hätte gereicht. Wir haben diese Saison den League Cup gegen Arsenal gewonnen, doch die Klasse konnten wir nicht halten. Das ist extrem schade.

Beschäftigen Sie sich bereits damit, was nach der Zeit als Fußballprofi kommt?

In den Momenten, in denen man verletzungsbedingt nicht spielen kann, denkt man selbstverständlich darüber nach, was nach der Zeit als Profi kommen könnte. Richtig konkrete Vorstellungen habe ich aber noch nicht. Mein vorrangiges Ziel ist, noch ein paar Jahre auf sehr hohem Niveau Fußball zu spielen.

Träumt ein Fußballer davon, einmal in seinem eigenen Stadion zu spielen?

Das wäre natürlich eine außergewöhnliche Geschichte: noch mal da spielen, wo in Deutschland alles begann. Hier im Fautenhau, wo ich erstmals mit der Jugend-Nationalmannschaft spielen durfte. Ein sehr schöner Gedanke, auf den Sie mich gern in ein paar Jahren noch einmal ansprechen können. Vielleicht habe ich dann schon einen Termin im Hinterkopf.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 14. Mai 2011

Benignus’ Sehnsucht nach zu Haus
Der Vorstandsvorsitzende der SG Sonnenhof Großaspach freut sich, dass im Sommer das Exil in Heilbronn endlich beendet ist

Von Uwe Flegel - Nein, eine Spitze gegen den bisherigen Partner kommt Werner Benignus nicht über die Lippen. „Sie haben uns immer unterstützt“, bescheinigt er den Verantwortlichen in Heilbronn. Fraglos steht für den Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof Großaspach aber auch fest: „Es ist für uns eine sehr große Erleichterung.“ Es ist förmlich zu fühlen, wie der 59-Jährige die Einweihung des neuen Stadions im Fautenhau im Sommer herbeisehnt. „Wir freuen uns alle darauf. Vom jüngsten und kleinsten Mitglied bis zum Vorstandsvorsitzenden“, beschreibt der SG-Boss seine Gefühle und schwelgt: „Wir kommen wieder heim.“

Seit dem Aufstieg in die Regionalliga bestreiten die Fußballer aus dem Fautenhau ihre Heimspiele im Unterländer Exil. Eine echte Liebesbeziehung entstand nicht. Die Heilbronner Fußballfans zeigten dem Gast die kalte Schulter. Mit der Rasenposse vergangenen Sommer hatte die Partnerschaft ihren Tiefpunkt erreicht. Ein böses Wort verliert Benignus dennoch nicht. Dabei waren ein Freundschaftsspiel gegen Hoffenheim bereits fix und eins gegen Meister Dortmund wenigstens angedacht. Aus beidem und damit auf erhoffte Einnahmen im fünfstelligen Bereich wurde nichts. Die Sandgrube Frankenstadion war untauglich und ein eigenes Stadion gibt’s noch nicht.

Werner Benignus will sich mit diesen Ärgernissen aber nicht mehr aufhalten. Er blickt in die Zukunft: Die heißt Comtech-Arena. Vorbei sind dann die Zeiten, in denen die Aspacher vor jedem Heimspiel einen Riesenaufwand zu betreiben hatten. Zum Beispiel bei der 35 Kilometer langen Anreise mit Spielern und Gepäck, um das Abschlusstraining auf dem Heilbronner Rasenplatz absolvieren zu können. Zum Beispiel beim permanenten Auf- und Abbau der Werbeschilder und des Vip-Raums. Benignus freut sich, dass alles nur noch zweimal bewältigt werden muss. Die Heimkehr bringt „Einsparungen im monetären und im zeitlichen Bereich“, erklärt der Chef des Aspacher Vereins. Entlastet sieht er vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer. Wem das zu verdanken ist, nennt der gebürtige Backnanger und Ex-SVU-Kicker beim Namen: Uli Ferber. Außergewöhnlich sei, was der leiste: „Eine tolle Geschichte.“

Klar ist dem SG-Funktionär allerdings auch: Alle Probleme beseitigt das neue Stadion nicht. Das gilt zum Beispiel für die Heimschwäche, die Benignus beseitigt sehen will. „Es darf nicht noch mal so eine Saison wie diese geben“, spricht er Klartext. Es sei nun die Sache des Vereins, die „Arena mit Leben zu erfüllen“. Dazu gehöre, dass mit erfolgreichem Sport die Zuschauer ins Stadion geholt werden. Dass dies seiner Mannschaft gelingt, steht für ihn außer Zweifel. „Es ist für die Spieler eine ganz andere Motivation, in solch einem Schmuckkästchen zu spielen“, spielt er auf die oftmals trostlose Atmosphäre im weiten Rund des Frankenstadions an. Denn während in Aspach die Zuschauer künftig direkt am Spielfeldrand sitzen, trennt in Heilbronn eine Leichtathletikbahn den Rasen von den Tribünen. Auch bei der Terminierung der Heimspiele hat die SG Sonnenhof künftig freie Hand und ist nicht mehr wie im Unterland über weite Strecken fast sklavisch an den Sonntag gebunden. Vor allem der Freitagabend erscheint Werner Benignus sehr reizvoll.

Klar ist aber auch dem Vorstandsboss, dass mit dem 10 Millionen Euro teuren Gesamtprojekt nicht alle Probleme der SG gelöst sind. Vor allem in Sachen Trainingsplätze mangelt’s weiterhin. Benignus hofft auf Unterstützung anderer Vereine und Kommunen. Klubs wie der FV Sulzbach, der seine Hand schon hilfreich reicht. Bei den Vereinen wollen die Aspacher künftig verstärkt die Werbetrommel rühren. Mit Freundschaftsspielen gegen deren Mannschaften oder Testspielen auf deren Anlage gegen Zweitligisten wie den FSV Frankfurt. Geben soll’s zudem Einladungen für benachbarte Teams zu Heimspielen und Regionalligaspieler, die ab und an das Jugendtraining besuchen.

Der neue Schwung, den der Umbau des Fautenhau bereits jetzt mit sich bringt, ist fast greifbar. Das sei die Chance für den Verein, versichert dessen erster Mann und sieht eine neue Zeitrechnung auf die SG Sonnenhof Großaspach zukommen. Eine, aus der er schon heute Kraft zieht: „Wenn ich von der Arbeit mal genug habe, dann fahre ich raus und schau mir an, was im Fautenhau entsteht.“

"Tagebuch der comtech Arena"


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 7. Mai 2011


Ein Projekt aus Herzblut und Sachverstand
Für die Architekten Ettle und Küstner ist der Umbau des Fautenhaus eine Arbeit, an der sie nicht nur berufliches Interesse haben

Von Uwe Flegel - Selbstverständlich sind sie beim Umbau des Fautenhaus mit ein klein wenig mehr Herzblut dabei als bei ihren anderen Projekten. Schließlich sind die Architekten Uli Ettle und Bernd Küstner zwei waschechte Aspacher und seit Jahren wichtige Bestandteile des Großaspacher Sportvereins. Ettle war bis 2010 Vorsitzender der SG Sonnenhof und ist nach der Loslösung der anderen Abteilungen seit zwei Tagen neuer Stellvertreter von Fußballboss Werner Benignus. Bernd Küstner war Leiter der Turnabteilung und ist nun Vorsitzender der SG Sonnenhof Großaspach Turnen. Bei der Planung der künftigen Comtech-Arena stoßen bei dem Duo das private als auch das berufliche Interesse aufeinander. Ein Konflikt ist das für beide nicht: „Das eine oder andere kann schon mal auf dem kurzen Dienstweg geklärt werden, weil man sich ohnehin ständig sieht“, sehen sie so eher Vorteile darin, dass sich die Bauherren und die Architekten bestens kennen.

Guten und reichlichen Kontakt hatten auch Ettle und Küstner, ehe das 10 Millionen teure Gesamtprojekt gestartet wurde. Schließlich sind sie Vereinskameraden. Beruflich sind sie aber Konkurrenten. Jeder hat ein eigenes Architekturbüro. Für den Umbau taten sie sich als Arbeitsgemeinschaft zusammen. „Mir allein war das Projekt zu groß“, erklärt Uli Ettle, wie’s dazu kam. Er schaute sich nach einem Partner um und fand ihn in Bernd Küstner. Dessen Hauptaugenmerk liegt nun in der Planung des Tribünenbaus. Ettle kümmert sich dagegen um das Gebäude, in dem Vereinsheim, Umkleidekabinen und viele weitere Räumlichkeiten untergebracht sind. Doch trotz Arbeitsteilung sehen sie sich als echtes Team: „Verantwortlich sind wir gemeinsam.“

Zusammen sind sie deshalb auch froh, dass die Bauarbeiten im Zeitplan sind. „Bei der Größe eines solchen Projekts eine sehr ordentliche Leistung“, urteilt Küstner und ergänzt: „Das Wetter hat uns in die Karten gespielt.“ Denn klar ist auch: Selbst die besten lokalen Kenntnisse können nicht jedes Problem verhindern. „Im Januar und im Februar sind die Bagger im Dreck fast festgesteckt“, berichtet Ettle. Rund vier Wochen Verzögerung brachten Probleme mit dem Baugrund. Zum Beispiel beim Bau der Zisterne. Das Erdreich war zu weich. „Das kostete Zeit und Geld“, erzählen die Architekten. Wenigstens gelang dank des Traum-Frühlings in einem Punkt eine Korrektur.

Mittlerweile wirken Ettle und Küstner auch von Tag zu Tag ein wenig entspannter. Noch gibt’s im Fautenhau viel zu tun, aber das stolze Bauwerk nimmt Tag für Tag mehr Form an. Für Küstner und Ettle steht dann auch fest, „dass wir die neue Comtech-Arena sehr gut in die Landschaft eingebettet haben“. Die Atmosphäre des Fautenhaus sei jedenfalls nicht verändert worden, erklärt das Duo und spielt auf einen Kritikpunkt der Gegner des Stadionbaus an. Für die haben die Planer sogar ein Lob übrig. „Die Kritik ging nie ins Persönliche“, bestätigt Uli Ettle den Kontrahenten, sich trotz unterschiedlicher Meinungen fair verhalten zu haben. Auch in der Hinsicht war’s wohl ein Vorteil, dass sich die Beteiligten teilweise schon seit vielen Jahren kennen.

Ausschließlich Vorteile gibt’s aber nirgends. So brachte es der Umbau der Sportanlage mit sich, dass sich der für die Freie Wählervereinigung im Gemeinderat sitzende Bernd Küstner grundsätzlich für befangen erklären musste, wenn im Aspacher Rat das Projekt im Fautenhau anstand. Dabei hätte der Fachmann im Rund oft sehr viel erklären, bestätigen oder auch richtig stellen können. Doch auch bei den Beratungen war er als beteiligter Planer außen vor. „Aber das ist halt so“, blickt Küstner entspannt zurück und lobt die Kollegen: „Trotz der vielen Diskussionen gab’s bei den Abstimmungen eigentlich immer eine große Mehrheit für den Umbau. Da hat der Aspacher Gemeinderat halt einen Vorteil: bei uns gibt’s keine Grüppchen.“ Hier steht über dem Fraktionszwang der Verstand und ein klein wenig Herzblut.

"Tagebuch der comtech Arena"


Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 5. März 2011


Ferber: Gute Geschichte, nicht gut erklärt
Investor aus der Solarbranche ermöglicht, Tribünen komplett zu überdachen – Sofortiger Endausbau soll Verbesserungen bringen

„Wir sind überzeugt, dass es eine gute Geschichte ist.“ Uli Ferber, Sprecher der Investorengruppe, fügt aber auch hinzu: „Schade, dass wir’s nicht richtig angepackt haben.“ Beide Male ist die Rede vom Ausbau des Sportparks Fautenhau. Statt wie ursprünglich angekündigt in zwei Bauabschnitten, wird das neue Stadion nun in einem Zug erstellt. Statt 6,5 kostet’s mittlerweile 10,2 Millionen Euro.

Soll in der Form bereits Ende Juli im Fautenhau stehen: Das neue Stadion, das nicht in zwei Abschnitten, sondern in einem Rutsch entstehen wird. Die Tribüne rechts wird nun nicht erst später, sondern gleich erstellt. Geändert hat sich auch, dass alle Tribünen überdacht und mit einer Solaranlage bebaut werden. Zudem gibt?s eine Zisterne für 1,2 Millionen Liter. Entwurf: Architektengemeinschaft Ettle/KüstnerVon Uwe Flegel - Der Hotelier und mit einer Fifa-Lizenz ausgestattete Spielerberater aus Kleinaspach redet nicht drum rum: „Die Weiterentwicklung der Planung ist nicht gut nach außen transportiert worden.“ Er sagt jedoch ebenfalls: „Die Fläche, die bebaut wird, ändert sich nicht.“ Und: „Es wurde von Anfang an für 10000 Zuschauer geplant.“ Allerdings in zwei Bauabschnitten.

Jetzt gibt es nicht erst die Zwischenlösung für 5600, sondern gleich das Komplettprogramm für 7500 Fans, das durch den Umbau von Sitz- zu Stehplätzen je nach Bedarf auf 10000 Besucher erweiterbar ist. Angedacht ist so etwas, wenn zum Beispiel Bayern München im August zum Einweihungsspiel kommt. Der 51-Jährige: „Der Nordflügel wäre ursprünglich nicht sofort gebaut worden.“ Nun wird er das. Die Kritiker werfen den Bauherren vor, mit falschen Karten gespielt zu haben.

Dem widersprechen Ferber und Hans-Jörg Weinbrenner. „Die Erklärung ist plausibel“, sagt Aspachs Bürgermeister dazu, dass der Bau nun in einem Ruck durchgezogen wird. Das Gemeindeoberhaupt fügt aber an: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass ich’s nicht aus der Backnanger Kreiszeitung erfahre.“ Weinbrenner spricht damit auch für Gemeinderäte, von denen einige ebenfalls verschnupft waren. Bei einem Vor-Ort-Termin sei das jedoch geklärt worden, berichten Bürgermeister und Unternehmer. Wohl weil die Begründung in der Tat nachvollziehbar ist.

Sah die ursprüngliche Planung zum Beispiel nur die Überdachung der sogenannten Vip-Tribüne vor, sitzen nun alle Fans im Trockenen. Möglich macht das ein weiterer Investor. Der kommt aus der Solarbranche und stattet die Tribünendächer komplett mit einer Solaranlage aus. 1,7 Millionen Euro kostet die Maßnahme, die entscheidend dazu beiträgt, dass alle vier Tribünen sofort erstellt werden. Auch aus finanziellen Gründen. „Ab 1. Juli sinkt die Förderung für Solarenergie“, erklärt Ferber. Was bis dahin nicht steht, steht danach ertragsmäßig schlechter da. Das Leistungsvermögen der Solaranlage beschreibt der Kopf der Investorengruppe so: „100 Haushalte können ein Jahr lang mit Strom versorgt werden.“ Fürs Stadion heißt das: Beinahe der komplette Energiebedarf wird selbst abgedeckt.

Ähnlich sieht es beim Wasser aus. Unter der Nordtribüne befindet sich eine Zisterne, in der Platz für 1,2 Millionen Liter nutzbares Regenwasser ist. Verwendet wird das vor allem für den Rasen und die Toiletten. Das heißt für den Aspacher Geschäftsmann: „Würde die Tribüne nicht gleich gebaut, wäre da eine rund 80 Meter lange und zirka 30 Meter breite Betonplatte gewesen. Auf der hätten aber ebenfalls Zuschauer stehen können.“ Der Unterschied: Nun seien geordnete Plätze und entsprechende Rettungswege vorhanden. Zudem, so Ferber, verringere sich dank neuer Tribüne und Überdachung auch die Lärmbelastung für die Bevölkerung. Und noch etwas spricht seinen Augen dafür, die Arena nicht in zwei Schritten zu erstellen: der Dreck und der Lärm durch die Baustelle. Das sei eine Belastung, die leider nicht zu vermeiden sei. Die gibt’s jetzt nur einmal. Der Kleinaspacher: „Unser Bestreben war immer, etwas zu bauen, das naturverträglich ist. Das gelingt mithilfe des sofortigen Endausbaus deutlich besser.“

Der Bürgermeister bestätigt dies, indem er augenzwinkernd von einem „fast energieautarken Stadion“ spricht und die Zisterne als „ein Stück Puffer“ sieht. Eine Art Regenüberlaufbecken im Kleinformat. Überhaupt hält Weinbrenner den Stadionbau für eine „einmalige Geschichte, auf die wir stolz sind“. Auf die Bedenken der Kritiker, auch was die Zahl der Großveranstaltungen angeht, antworten Geschäftsmann und Gemeindeoberhaupt unisono: „Die Bedenken müssen ernst genommen werden.“ Ferber fügt noch hinzu: „Alle Investoren wissen, dass es für den Stadionbetrieb eine rechtliche Grundlage für Großveranstaltungen gibt.“ Und er sagt: „Hätte von Anfang an die finanzielle Möglichkeit bestanden, wäre nie von einem ersten und einem zweiten Bauabschnitt gesprochen worden.“ Zudem erinnert das Gründungsmitglied der SG Sonnenhof Großaspach: „Im Fautenhau gab’s schon Spiele mit 8500 Zuschauern auf der Anlage, wie gegen Schalke.“ Aber wie bereits erwähnt: Ferber zieht sich den Schuh an, über die Weiterentwicklung und die Verbesserung der Planung nicht ausreichend informiert zu haben: „Schade, dass wir’s nicht richtig angepackt haben.“ Weinbrenner bestätigt das und wünscht sich deshalb, „dass sich der Verein und die Investoren künftig so verkaufen, dass sich jeder darüber freut, was im Fautenhau gerade entsteht“.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: "Stadionwelt" berichtet online am 10. Dezember 2010

Aspach: Stadionbau schreitet voran

Im kommenden Sommer wird die neue comtech Arena des Süd-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach eröffnet. Trotz einiger Kritik aus der Bevölkerung überwiegt die Zuversicht bei dem etwa 8,5 Millionen Euro schweren Projekt. Die Arena wird multifunktional nutzbar sein.

Am Donnerstag, den 30. September, fand der erste Spatenstich für den Bau in Aspach statt. Wie Stadionwelt bereits berichtete, wurden im Vorfeld jedoch einige kritische Stimmen aus der Gemeinde mit 8.300 Einwohnern laut. Begriffe wie Lärmbelästigung, Vermüllung und Überdimensionalität gehörten zu den Argumenten der Stadiongegner. Den Protesten zum Trotz, wurde dem Bauprojekt von dem Gemeinderat schließlich aber zugestimmt.

Mithilfe einer Polizeiverordnung sollen die Befürchtungen der Anwohner gedämpft werden. Demnach sind im Jahr nur maximal fünf Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern zulässig. Bei mehrtägigen Konzerten gilt jeder Tag als eine dieser Veranstaltungen. Sportveranstaltungen in Verbindung mit einem Fußballspiel wie die Heimspiele der SG Sonnenhof Großaspach zählen allerdings nicht als Großveranstaltung. Die Polizeiverordnung legt zudem fest, dass pro Monat höchstens zwei dieser Großveranstaltungen über die Bühne gehen dürfen. Zwischen halb zwei und sieben Uhr morgens sind „Musikdarbietungen" im Außenbereich nicht erlaubt, nach Mitternacht darf zudem nur der „unmittelbare Veranstaltungsbereich" beschallt werden.

Finanziert wird das 8,5 Millionen-Projekt ohne öffentliche Gelder komplett von der Projekt Fautenhau 2011 GmbH, einer privaten Investorengruppe um den Spielerberater Uli Ferber. Bis zum Sommer soll das multifunktionale Stadion mit Platz für etwa 7.000 Zuschauer fertiggestellt werden. Für die Zukunft ist jedoch eine sukzessive Ausweitung der Kapazität auf etwa 10.000 Zuschauer angedacht. „Das sind die Anforderungen für die dritte Liga“, macht Thomas Deters, Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach gegenüber Stadionwelt keinen Hehl aus den Ambitionen der Schwaben. An den Multimedia-Anbieter comtech wurden für fünf Jahre die Namensrechte verkauft. Erst kürzlich hatte das Unternehmen seinen Standort ins beschauliche Aspach verlegt. „Wir sind sehr stolz, ein derartig einmaliges Projekt in der Region zu unterstützen und freuen uns auf die kommenden Wochen und Monate, in denen die Arena weiter wächst und langsam Formen annimmt“, zeigt sich Joachim Ehmann, Geschäftsführer von comtech, äußerst zufrieden.lan“, erklärt Deters. Zudem weist er auf die herausragende Bedeutung des neuen Stadions für den Verein und die gesamte Region hin: „Für den Verein ist das neue Stadion elementar wichtig. Denn ohne das, wäre in Aspach kein höherklassiger Fußball möglich. Von der Bekanntheit des Vereins und den hochkarätigen Veranstaltungen profitiert im Endeffekt auch die Region“, so der SG-Geschäftsführer.

Offiziell eingeweiht, wird die comtech Arena Ende Juli oder Anfang August mit einem Freundschaftsspiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Wenige Tage vorher wird Sängerin Andrea Berg in der neuen Arena ein Open-Air-Konzert, und damit einen Vorgeschmack auf zukünftige Großveranstaltungen geben. Der Neubau freut aber vor allem die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach. Denn seit dem Aufstieg im Sommer 2009 wurden die Heimspiele aufgrund der DFB-Vorschriften im knapp 30 Kilometer entfernten Heilbronn ausgetragen. (Stadionwelt, 10.12.2010)

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 25. November 2010

Stadion im Fautenhau bekommt einen Namen
Aspacher Firma sichert sich für fünf Jahre die Rechte – Andrea Berg und Bayern München sind die Glanzlichter der Einweihungsfeiern im Sommer 2011

(pm/uwe). Noch ist am Aspacher Waldrand eine große Baustelle. Doch bereits in einigen Monaten steht dort ein modernes sowie hochfunktionales Stadion. Und das bekommt einen neuen Namen. Denn was Bundesligaklubs recht ist, ist dem Regionalligaverein nur billig. Ist’s beim VfB die Mercedes-Benz- oder bei Bayern die Allianz-, so heißt die Heimspielstätte von Schlagerstar Andrea Berg und der SG Sonnenhof im Fautenhau ab 1. Juli 2011 Comtech-Arena. Derzeit laufen die Arbeiten am 8,5 Millionen Euro teuren Projekt, das von einer privaten Investorengruppe finanziert wird, auf Hochtouren.

Für fünf Jahre hat der Versandanbieter im Multimedia-Bereich die Namensrechte der neuen Arena erworben. „Wir sind sehr stolz, ein derartig einmaliges Projekt in der Region zu unterstützen und freuen uns auf die kommenden Wochen und Monate, in denen die Arena weiter wächst und langsam Formen annimmt“, zeigte sich Firmen-Geschäftsführer Joachim Ehmann äußerst zufrieden. „Die Entwicklung der vergangenen Zeit verdeutlicht, dass hier etwas entsteht. Da möchten wir dabei sein und unseren Beitrag zum Gelingen leisten.“ Ehmanns Unternehmen gehört zu den größten seiner Art in Deutschland und hat seinen Firmensitz erst kürzlich von Backnang nach Aspach verlegt.

Für Uli Ferber, Vertreter der privaten Investorengruppe, ist die Partnerschaft mehr als nur ein Gewinn. „Ich freue mich, dass Comtech Namensgeber unserer neuen Arena wird. Vor allem die Tatsache, dass sich ein ortsansässiges Unternehmen so engagiert, zeigt die große Bedeutung des Projekts für die Region. Darüber hinaus bieten wir unserem Partner hier eine sehr interessante Plattform mit vielen abwechslungsreichen und zuschauerintensiven Veranstaltungen.“

Zufrieden ist auch Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner: „Für die Gemeinde ist der Bau des neuen Stadions ein Meilenstein und eine enorme Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Die Arena wird das sportliche Aushängeschild nicht nur in Aspach, sondern im weiten Umkreis. Das Unternehmen ist nur zu beglückwünschen, dass es nicht nur räumlicher Nachbar, sondern auch wirtschaftlicher Partner von diesem Erfolgsmodell sein will. Ich freue mich sehr über das Engagement. Auch das der gesamten Investorengruppe, denn das ist ein deutliches Zeichen für unseren Standort.“

Fürs nächste Jahr stehen schon jetzt einige interessante Veranstaltungen fest, mit denen die neue Arena würdevoll eingeweiht wird. Zum Beispiel das Open-Air-Heimspiel von Andrea Berg, das am 23. Juli wieder Tausende Fans nach Großaspach locken wird. Das Gleiche gilt sicherlich auch für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München, der zur offiziellen Stadion-Eröffnung seine Aufwartung macht. Und nicht zu vergessen die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach, die dann pünktlich zum Start der Regionalliga-Saison 2011/2012 wieder auf heimischem Rasen auf Punktejagd gehen.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 1. Oktober 2010

Im Fautenhau rollen Bagger und Raupen
Erdarbeiten für den Bau des neuen Stadions sind bereits in vollem Gange – Das alte Vereinsheim wird derzeit ausgebeint

Nächsten Sommer soll er in neuem Glanz erstrahlen. Derzeit ist es aber eine Riesenbaustelle. Der Aspacher Fautenhau. Dort wurde diese Woche mit den Erdarbeiten fürs neue Stadion begonnen. Zudem startete der Abriss des alten Vereinsheims der SG Sonnenhof.

(uwe). Im Sportpark Fautenhau ist viel Bewegung. Nicht nur auf dem neuen Kunstrasenplatz unten, sondern vor allem oben. Bagger und Raupen bewegen dort viele Haufen Dreck. Das Gelände wird etwas mehr als einen Meter tiefer gelegt. Erst danach wird mit dem Aufbau des neuen Stadions und des neuen Vereinsheims inklusive Vip-, Umkleide- sowie Geschäftsräumen begonnen. Vorher fällt muss allerdings noch das alte Vereinsheim weg. Das Dach ist bereits runter. Momentan wird es innen ausgebeint.

Allerdings ist die Sportgemeinschaft noch nicht zu einem Bauverein verkommen. Fußball wird weiterhin fleißig gespielt. Wie gestern Abend die Landesligaelf beim 5:1 gegen Neckarsulm. Zum Beispiel auch kommenden Montag. Dann gibt’s auf dem Kunstrasenplatz im Fautenhau ein vereinsinternes Duell. Ab 17.30 Uhr stehen sich das Regionalligateam und die zweite Garde in einem Testspiel gegenüber. Trainer Alex Zorniger geht’s nach dem 1:1 gegen Darmstadt darum, dass seine Elf im Spielrhythmus bleibt, nachdem die Regionalliga dieses Wochenende Pause macht: „Außerdem möchte ich den Spielern, die bisher nicht so häufig zum Einsatz gekommen sind, die Chance geben sich zu präsentieren.“ Und das ausnahmsweise auf dem heimischen Gelände. Denn weil die Bauarbeiten im Fautenhau in vollem Gange sind, müssen das Landes- und das Regionalligateam ein Großteil ihrer Trainingseinheiten auf andere Plätze verlegen. Während die Zweite auf dem Kunstrasen am Hotel Sonnenhof übt, trainiert die Erste auf den Plätzen in Burgstall. Geschäftsführer Thomas Deters: „Wir freuen uns, dass uns die Gemeinde die Möglichkeit gibt, ihre Spielstätte zu nutzen. Das ist für uns eine große Erleichterung.“ Um zusätzliche Sicherheit zu gewinnen, wird die Zorniger-Elf zudem ihr Abschlusstraining vor Heimspielen wieder im Heilbronner Frankenstadion absolvieren.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 1. Oktober 2010

Start frei zum Bau des Schmuckkästchens
Spatenstich im Großaspacher Fautenhau – In neun Monaten soll im neuen SG-Stadion der Ball rollen – 8,5 Millionen Euro teuer

„Es wird Zeit, dass die Fußballer endlich nach Hause kommen.“ Noch muss sich Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner aber wie die SG Sonnenhof noch gedulden. Gestern Nachmittag war erst der Spatenstich fürs 8,5 Millionen Euro teure Stadion im Fautenhau.

Von Uwe Flegel - In neun Monaten soll das erste Mal ein Ball im neuen Schmuckkästchen rollen. Wird dieser Zeitplan eingehalten, dann hätte im Sommer 2011 ein zweijähriges Auswärtsspiel der Großaspacher Regionalligakicker ein Ende. Eines, das mächtig herbeigesehnt wird. Erst recht, seit der Rasen im Heilbronner Frankenstadion eher einem Rübenacker als einem Fußballplatz gleicht. Die Elf um Kapitän Dennis Grab ist derzeit offensichtlich froh, wenn sie wie morgen ab 14 Uhr beim Karlsruher SC II auf dem Feld des Gegners ran darf. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass sich das Wildparkstadion in einem deutlich besseren Zustand als die Heilbronner Arena befindet.

Das Frankenstadion war gestern im Fautenhau allerdings kein Thema. Am Aspacher Waldrand ging’s einzig und allein um den offiziellen Start für den Bau des neuen Aspacher Stadions. 5600 Fans sollen nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts darin Platz finden. Finanziert werden die 8,5 Millionen weitestgehend von einer Investorengruppe um SG-Mitbegründer und Spielerberater Uli Ferber. Das Engagement des Kleinaspacher Hoteliers und dessen Mitstreiter hob Weinbrenner hervor: „Ich danke allen Investoren, die das Risiko eingehen.“ Der Rathauschef hat aber nicht vergessen, dass der Ausbau der Sportanlage auch Gegner hat: „Fingerspitzengefühl war erforderlich und wird’s weiter sein.“

Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender der SG Sonnenhof Großaspach, sprach von einer „Herkulesaufgabe“. Auch weil sein Verein und die Kommune finanziell nicht in der Lage sind, ein Stadion zu erstellen, das der DFB für Regionalligaspiele verlangt. Wieder einmal betonte Benignus, dass der sportliche Erfolg, „den wir uns nicht erträumt hatten, die SG in Zugzwang brachte: „Der Verein muss jetzt nachziehen.“ Und: er kann das auch. Dank der Investorengruppe.

Die war ebenfalls vertreten. Unter anderem durch Uli Ferber, der mit seiner Frau Andrea Berg, dem offiziellen Baustart beiwohnte. Dabei gab’s viele Worte und den symbolischen Spatenstich. Dann wurde das Arbeitswerkzeug wieder weggestellt. Richtig los geht’s erst nächste Woche. Dann wird zunächst einmal „der Platz abgesenkt“, berichtete Architekt Bernd Küstner. 1,1 Meter liegt das neue Spielfeld tiefer als der alte Kunstrasenplatz, an dessen Stelle das Stadion entsteht. Weg müssen aber nicht nur Dreck und Schotter. „Nächste Woche wird das alte Vereinsheim abgerissen. Etwas, das wir auch mit einem weinenden Auge sehen“, erklärte Uli Ettle, zweiter am Projekt beteiligter Architekt. Es gibt noch viel zu tun, bis die Zeit da ist, dass die Fußballer nach Hause kommen können.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 1. Oktober 2010

Offizieller Baubeginn im Fautenhau
Spatenstich für das neue Stadion der Großaspacher Regionalligafußballer

(uwe). Sehnsüchtig warten Aspachs Regionalligafußballer auf ein Ende des Exils im Heilbronner Frankenstadion. Im Sommer 2011 soll es soweit sein. Bis dahin muss allerdings im Fautenhau das neue Stadion stehen. Nachdem dort der alte Kunstrasenplatz bereits abgetragen wurde und das alte Vereinsheim demnächst der Spitzhacke zum Opfer fällt, wird morgen offiziell mit dem Bau des künftigen Schmuckkästchens offiziell begonnen. Um 16 Uhr gibt’s am Donnerstag den sogenannten Spatenstich.

Anwesend ist neben Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner, den Vereinsvertretern und den Architekten Uli Ettle sowie Bernd Küstner auch Uli Ferber als Vertreter der Investorengruppe. Sie werden über den neuesten Stand der Stadionpläne sowie den Stellenwert der Arena für die Gemeinde, den Verein und die Investorengruppe berichten.

Wie dringend die SG Sonnenhof das neue Stadion benötigt, zeigen derzeit die Heimspiele in Heilbronn. Nachdem die Verantwortlichen fürs Frankenstadion in der ersten Saison viel Lob von Aspacher Seite bekamen, scheint die Liebe mittlerweile stark abgekühlt. Auch weil der Rasenplatz seit der Frisbee-Junioren-Weltmeisterschaft in Heilbronn diesen Sommer den Namen nicht mehr verdient. Dass den Tribüneneingang zudem schon seit Wochen eine Baustelle ziert, kommt erschwerend hinzu. Es scheint, dass die Aspacher in der zweitgrößten württembergischen Stadt nicht mehr arg willkommen sind. Große Mühe macht sich die Kommune derzeit jedenfalls nicht.

Wie schon erwähnt: Ein Ende des Exils ist zumindest in ferner Sicht. 14 Mal muss die Mannschaft von Alexander Zorniger noch auf den löchrigen Flickenteppich ins Unterland, dann darf sie wieder zu Hause ran. Und nach den momentanen Erfahrungen in Heilbronn, werden die Bauherrn sicherlich alles tun, damit das Stadion rechtzeitig fertiggestellt ist.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 16. September 2010

Der alte Kunstrasen verschwindet
Im Fautenhau in Großaspach laufen die Umbauarbeiten weiter – Fußballer des SC Fornsbach freuen sich auf den neuen Untergrund

Die Umbauarbeiten im Fautenhau in Großaspach laufen weiter. Ende der Woche soll der alte Kunstrasen komplett verschwunden sein. Der SC Fornsbach freut sich auf den neuen Untergrund.

(hes). Nach und nach ist vom alten Kunstrasen im Fautenhau in Großaspach nicht mehr viel zu sehen. Schon mehr als die Hälfte der insgesamt 6800 Quadratmeter sind aufgerollt. Danach wird der Unterbau des Platzes – Granulat und Elastikschicht – abgetragen. „Diese Arbeiten werden Ende der Woche fertig sein“, berichtet Thomas Deters, Geschäftsführer der Großaspacher Fußballer.

Ein Verein freut sich auf den Kunstrasen: Der SC Fornsbach. Vereinsmitglieder transportieren mit Unterstützung der SG Sonnenhof den Untergrund zur Spielstätte in Fornsbach. „Dort wird dieser erst einmal zwischengelagert“, sagt SC-Abteilungsleiter Michael Brucker. Grund: Die Finanzierung steht noch nicht. „Ein Konzept soll in den nächsten Wochen vorliegen“, sagt Brucker. Zudem fehlt noch die Baugenehmigung. Die SC-Verantwortlichen hoffen, dass diese auch bald vorliegt. Erst wenn dies geschehen ist, soll der Kunstrasen auf den bisherigen Trainingsplatz, der sich momentan in keinem guten Zustand befindet, verlegt werden. Da kommt auf den SC Fornsbach noch eine Menge Arbeit zu.

Hingegen sind die Arbeiten an der Beleuchtung des Trainingsplatzes fast abgeschlossen. Der SC Fornsbach hat nämlich auch die alten Flutlichtmasten aus dem Fautenhau erhalten. Fünf davon mit insgesamt acht Lichtern stehen schon, zwei sind bereits angeschlossen. Spätestens bis zum Mittwoch, 22. September, sollen alle Lichter der 15 Meter hohen Masten brennen, denn um 18.30 Uhr steigt die Flutlichtpremiere in Fornsbach. In der dritten Runde des Bezirkspokals empfängt der SC im Stadtderby den klassenhöheren TSC Murrhardt.

Gespielt werden soll im neuen Stadion im Fautenhau erst im Sommer nächsten Jahres. Die Arbeiten sind laut SG-Geschäftsführer Deters im Zeitplan. Die vorbereitenden Maßnahmen werden in den nächsten Wochen abgeschlossen. Anfang Oktober rollen die Bagger an, um das Vereinsheim der SG Sonnenhof abzureißen. „Danach beginnt dann der Bau des neuen Stadions“, freut sich Deters.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Nachrichten" berichten online am 2. September 2010

Die Bayern können kommen
Von "Fellbach und Rems-Murr-Kreis"

Neubau In der kommenden Saison will die SG im eigenen Stadion im Fautenhau auflaufen - einmal auch gegen München.

Die Zäune sind abgerissen, die Kanalarbeiten erledigt. Heute soll der Kunstrasen im Fautenhau abgebaut und dann beim SC Fornsbach neu verlegt werden. Die Arbeiten an der neuen Multifunktionsarena seien im Plan, sagt der Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, Thomas Deters.

Bis zum Auftakt der nächsten Saison soll das bis zu 7000 Zuschauer fassende eigene Stadion am Waldrand zwischen Großaspach und Allmersbach am Weinberg fertiggestellt sein. Dies sei zum einen nötig, damit man nicht mehr wie jetzt ins Heilbronner Frankenstadion ausweichen müsse. Im Fautenhau sei im kommenden Jahr aber zudem ein Spiel gegen den FC Bayern München geplant, sagt Deters, dies quasi als unvergesslicher Einweihungsevent.

In der Regionalliga sei freilich der Klassenerhalt erste Pflicht, denn deshalb investiere man die rund 7,5 Millionen Euro in den Stadionausbau schließlich. Als Erfolg würde der Geschäftsführer einen einstelligen Tabellenplatz werten. Und was, wenn die Großaspacher noch einmal aufsteigen würden? Auch für diesen Fall sei die SG gewappnet, sagt Deters. Die Sponsoren hätten sich verpflichtet, dann eine weitere Tribüne zu bauen, um die in der dritthöchsten Spielklasse erforderliche Kapazität von 10 001 Zuschauern zu gewährleisten. fro

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 3. Juli 2010

Stadionbau: Nach Open-Air geht’s los

(stg). Bei der offiziellen Saisoneröffnung von Fußball-Regionalligist Großaspach wurde noch einmal der Stand der Dinge in Sachen Stadionbau erläutert. Mit der Umsetzung dieses Projekts, für das eine Investorengruppe laut SG-Vorstandsvorsitzendem Werner Benignus 8,5 Millionen Euro in die Hand nimmt, soll wenige Tage nach dem Open-Air-Konzert von Andrea Berg am 24. Juli begonnen werden. Die Bauzeit soll ein Jahr betragen. Zum Eröffnungsspiel wird Bayern München im Fautenhau erwartet. Alle Regionalliga-Heimspiele der anstehenden Saison trägt die SG Sonnenhof im Frankenstadion in Heilbronn aus.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 26. Februar 2010

Ausbau der Sportanlage zeigt im Fautenhau erste deutliche Spuren

(uwe). Im Fautenhau wird mächtig geholzt. Allerdings nicht auf, sondern neben dem Sportplatz. Ein Teil des Waldes muss wegen der Erweiterung der Sportanlage weichen. 7,5 Millionen Euro, die ein Investorenpool um Uli Ferber finanzieren will, kostet das neue Stadion der SG Sonnenhof. Die Rodungs- und Baumfällarbeiten bilden den Auftakt des Umbaus. Den machte der Aufstieg der Großaspacher Fußballer in die Regionalliga erforderlich, entspricht die alte Sportanlage doch nicht den DFB-Richtlinien für Liga vier. Im Frühjahr 2011 soll das neue Schmuckstück fertig sein. Bis dahin muss die SG für ihre Regionalliga-Heimspiele weiterhin ins Heilbronner Frankenstadion ausweichen.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Bietigheimer Zeitung" berichtet online am 16. Februar 2010

Umbau in eine Arena startet
Investorengruppe finanziert Fußballstadion für Regionalligist Großaspach

Beim Fußball-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach sind zwei größere Umbaumaßnahmen im Gange: Am Sportgelände Fautenhau und bei den Strukturen. Gebaut wird bald ein schmuckes Stadion.

Von CLAUS PFITZER - Zwei große Projekt hat Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach in den nächsten Monaten vor. Zum einen eine neue Vereinsstruktur, zum anderen den großzügigen Umbau der Sportanlage im Fautenhau zu einem Stadion mit einem Fassungsvermögen für 5 000 Zuschauer im ersten Bauabschnitt.

Die ersten Schritte hin zu einer für die Regionalliga tauglichen Sportanlage sind bereits gemacht. Aus dem bisherigen Rasenspielfeld ist ein Kunstrasenplatz mit einer Rasenheizung geworden. Auf dem Gelände, auf dem noch auf künstlichem Grün gespielt wird, soll bald eine schmucke Fußballarena mit Tribünen auf drei Seiten und Platz für zunächst 5 000 Zuschauer stehen. Im Falle eines Aufstiegs in die Dritte Liga ist der Bau einer Tribüne auf der Nordseite vorgesehen, mit der das Fassungsvermögen auf 10 000 Plätze anwachsen würde.

Nachdem die meisten Hürden bei der Planung gemeistert sind und kürzlich auch der Gemeinderat mehrheitlich Änderungen an den Bebauungsplänen abgesegnet hat, steht der Baubeginn unmittelbar bevor. Vergangene Woche hat die SG das Baugesuch eingereicht. Kürzlich hat bei einer Mitgliederversammlung die große Mehrheit dem Bauvorhaben zugestimmt. Es gibt in der Gemeinde aber auch Gegner des Bauvorhabens. Dieser Tage startet eine Rodungsaktion, der Bäume an drei Seiten des bisherigen Kunstrasenplatzes zum Opfer fallen. Das Vereinsheim macht bald Bekanntschaft mit der Abrissbirne. Nach nur dreimonatiger Bauzeit ist kürzlich das neue Kunstrasenspielfeld an der Stelle des bisherigen Naturrasenplatzes eingeweiht worden.

Die Großaspacher tragen seit dem Aufstieg 2009 ihre Heimspiele in der Regionalliga Süd im Heilbronner Frankenstadion aus. Dafür müssen sie 50 000 Euro berappen. Ganz abgesehen von den logistischen Herausforderungen und dem weiteren Anreiseweg der Fans. Nach derzeitigem Stand werden die Großaspacher noch bis März 2011 zu Gast in heilbronn sein, Verhandlungen darüber sind am Laufen. Zur Rückrunde der Saison 2011/12 soll das eigene Stadion vor den Toren Großaspachs fertig sein. Der geplante Umbau im Freizeitzentrum Fautenhau soll 7,5 Millionen Euro kosten. Dieser Betrag soll komplett von einer Investorengruppe finanziert werden. Initiator dieser Gruppe ist Uli Ferber, Hotelier und Spielerberater von Fußballstars wie Mario Gomez und Aliaksandr Hleb sowie Gründer der SG Sonnenhof. Mit übernommen werden sollen im Finanzierungskonzept auch die angeblichen 450 000 Euro Altschulden der SG, die beim Umbau des Fautenhau Mitte der 90er-Jahre angelaufen sind. Die SG Sonnenhof wäre bei diesem Finanzierungsmodell schuldenfrei und hätte auch kein finanzielles Risiko beim Bau des neuen Stadions. Angeblich müsste die SG jährlich etwa 120 000 Euro an die Investorengruppe entrichten. Im Gegenzug eingespart würden die 60 000 Euro per anno für die Tilgung der Altschulden sowie Stadionmieten.

Da die Vereine der Regionalliga Süd strengen Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unterliegen, die nicht nur hohe Standards an die Spielstätten vorsehen, sondern auch Anforderungen an die Satzung stellen, möchte die SG Sonnenhof Großaspach künftig ein reiner Fußballverein sein. Da bei Gründung eines neuen Klubs steuerliche Gründe und Eigentumsrechte eine große Rolle spielen würden, ist die Ausgliederung der drei Abteilungen Turnen, Tischtennis und Kegeln geplant. Die Turner erwägen einen eigenständigen Verein zu gründen, die Tischtennisabteilung hat eine Fusion mit der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach im Sinn. Noch keine Lösung haben bislang die Sportkegler in Aussicht.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 3. Februar 2010

Und wieder hat die SG ein Stück geschafft
Umbau der Sportanlage im Fautenhau: Gemeinderat sagt Ja zur Änderung zweier Bebauungspläne – Vier Nein-Stimmen

Wieder ist die SG Sonnenhof beim Marathon in Sachen Umbau der Sportanlage-Fautenhau einige Schritte vorangekommen. Der Aspacher Gemeinderat stimmte den Änderungen der Bebauungspläne Sportgelände und Freizeitzentrum Fautenhau zu. Zwölf Räte sagten Ja. Vier stimmten mit Nein.

Von Uwe Flegel - ASPACH. Angedacht war mal, das neue Stadion in diesen Wochen einzuweihen. Planungen, die längst überholt sind. Mittlerweile hofft der Verein, nächsten Winter sein Exil in Heilbronn aufgeben und in die Heimat zurückkehren zu können. Für den Umbau zu einer Spielstätte für zunächst 5600 Fans, braucht’s große Ausdauer. Neben bürokratischen Hürden stehen Gegner aus der Gemeinde als Hindernis im Weg. Über 400 Unterschriften sammelten sie gegen den Ausbau.

Deshalb war zu erwarten, dass auf die Auslegung der geänderten Bebauungspläne zahlreiche Einwendungen folgen. „Die kamen vor allem von Bürgern“, berichtete Bauamtsleiterin Sabine Welte-Hauff. Kritisiert werden Dinge wie eine noch höhere Lärmbelästigung, eine Zunahme des Verkehrs und zu große Eingriffe in die Natur. Wolfgang Wagner, einer der größten Gegner des Projekts, befürchtet sogar die „Einrichtung einer Bespaßungsindustrie“. Nicht der Fußball ist das große Problem, sondern der Fautenhau als Party-Zone. Denn finanziert werden die 7,5 Millionen Euro für das neue Stadion von einem Investorenpool, den SG-Mitbegründer, Hotelier und FIFA-Spielerberater Uli Ferber initiiert. „Und die erwarten auch einen Rückfluss“, erklärte Hanne Barth (SPD). Die Antwort der Gemeinde: Eine Polizeiverordnung, die gerade entsteht und mit der unter anderem die maximale Anzahl von fünf Großveranstaltungen pro Jahr festgelegt werden soll, sowie Konzepte für Anfahrt und Parken. „Ich bin sicher, dass die Sache damit besser wird“, baut Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner auf künftig feste Regeln, die bislang fehlten.

Die Zuversicht des Gemeindeoberhaupts teilen nicht alle. Wolfgang Klenk (CDU/Bürgerliche Wählerliste) gestand ein, dass er sich „schwertut“, eine Entscheidung für oder gegen die Änderung der Bebauungspläne zu treffen. Er regte eine Bürgerbefragung an, fand damit aber kein Gehör. Letztlich enthielt sich Klenk. Barth, Sonja Pauli (SPD), Herbert Schöffler und Ute Tränkle (beide Freie Wählervereinigung) stimmten dagegen. Die Worte Weinbrenners und Gerd Raichles (Freie Wählervereinigung) hörten sie wohl: „Wir bekommen den Betrieb in den Griff.“ Ihnen fehlt aber der Glaube. Barth: „In der Vergangenheit haben wir’s auch nicht in den Griff bekommen.“ Schöffler sprach von „zweifelhaftem Lärmgutachten“ und „nicht schlüssigem Verkehrskonzept“. Wie andere Räte kritisierte er zudem, dass es die vielbesagte Polizeiverordnung noch nicht gibt.

Schöfflers Einlassungen nagten. Zum Beispiel an Wolfgang Schröder (BS Ingenieure), der sein Lärmgutachten verteidigte: „Es ist schlüssig und richtig.“ Und zum Thema Polizeiverordnung klärte Raichle auf, dass dies der Gemeinderat selbst in der Hand hat und es deshalb keinen Zeitdruck gibt. Denn: „Was da reinkommt, das entscheiden wir.“ Wichtig sei, den jetzigen Zustand zu beenden. Zudem: „Wenn Regeln nicht beachtet werden, muss gehandelt werden. Dann muss man Manns genug sein und die Polizei anrufen“, forderte Raichle, von Beruf Polizist. Und wie der Bürgermeister sagte er mit Blick auf Veranstaltungen der Spvgg Kleinaspach, des TSV Bad Rietenau und des Musikvereins Rietenau: „Wenn wir’s im Fautenhau untersagen, müssen wir’s auch dort untersagen.“

Unterstützung fand Raichle bei Dr. Bernhard Trefz (SPD): „Das Remmidemmi im Blockhaus müssen wir in den Griff kriegen.“ Beim Umbau gehe es aber darum, der SG den Fußball in ihrer Heimat zu ermöglichen. Deshalb sage er Ja: „Ich bin Optimist. Ich sehe in der Bebauungsplanänderung eine Chance.“ Trefz wollte aber die Großveranstaltungen auf vier reduzieren. Weinbrenner widersprach: „Von fünf runterzugehen, damit hätte ich ein Problem.“ Die Zahl sei bisher immer genannt worden. Und: „Irgendwo müssen wir auch glaubwürdig bleiben.“

Glaubwürdigkeit allein tut’s bei den SG-Kickern nicht. Im Kampf um ein Stadion, das den DFB-Richtlinien entspricht, benötigen sie zudem Steherqualitäten. Das Ziel des Marathons kommt zwar näher, ist aber noch nicht erreicht.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 3. Februar 2010

Angst vor zu lauter Musik und zugeparkten Straßen
Die drei Wählerlisten im Gemeinderat machten die Planungen im Fautenhau zum großen Thema in ihren Haushaltsreden

Alle Gemeinderäte waren sich einig: Das, was bisher im Fautenhau gelaufen ist, darf so nicht mehr weitergehen. Die drei Wählerlisten machten die Planungen im Fautenhau zum großen Thema in ihren Stellungnahmen zum Haushalt.

Von Renate Häussermann - ASPACH. Die ganze Gemeinde wurde zuweilen mit Partymusik beschallt. Zudem gab’s noch gnadenlos laute Feuerwerke. Die Angst ist groß, dass es mit dem Bau eines Stadions noch schlimmer wird. In ihren Stellungnahmen zum Haushalt 2010 bezogen die drei Wählerlisten am Montagabend in der Gemeinderatssitzung Position in Sachen Freizeitgelände Fautenhau. Die CDU und Bürgerliche Wählerliste sprach davon, dass die Planungen „von einem Teil der Bevölkerung mit Argwohn betrachtet“ werden. Angst vor Lärm, zugeparkten Straßen und Zufahrten, Müll in den Hausgärten und laute Musik bis in die frühen Morgenstunden würden als Gründe der Ablehnung angegeben. Listensprecher Peter Hanisch: „Es ist unsere Aufgabe, auf diese Bedenken einzugehen.“ Die Gemeinde arbeite an einer Polizeiverordnung, die die Nutzung für Stadion und Gastronomie regeln soll. Diese müsse bei Partys nach den Fußballspielen gewährleisten, dass die Lautstärke der Musik vermindert und die zulässigen Werte eingehalten werden. Die Wählerliste hob noch lobend hervor, dass die SG Sonnenhof rund 300 Kinder und Jugendliche ehrenamtlich mit großem Einsatz betreue.

Ausführlicher äußerte sich die Freie Wählervereinigung (FWV) mit Gerd Raichle an der Spitze. Das Gutachten der Ingenieure zeige, dass sich die Lärmbelästigung verringern werde. Raichle: „Von Anfang an hat der Gemeinderat immer darauf gedrängt, dass die Bevölkerung keine zusätzlichen Belastungen bekommt. Deswegen haben wir gefordert, dass lediglich fünf Großveranstaltungen im Fautenhau stattfinden dürfen.“ Die FWV-Räte vertrauen darauf, dass die Lärmbelästigung „eher geringer“ wird. In diesem Sinne beauftragen sie die Verwaltung, weitere Gespräche zu führen, „auch mit der seitherigen Fautenhau-Gastronomie“. Mit Blick auf die wirtschaftliche Seite betonte Raichle, dass durch den Stadionbau auch einige Arbeitsplätze im Fautenhau entstünden. Es profitiere nicht nur der Investor, sondern auch der Aspacher Einzelhandel und letztlich die Gemeinde durch Steuereinnahmen. „Außerdem wird das Image durch hier wohnende Persönlichkeiten erheblich aufgewertet, sei es im Sport oder in der Musik.“ Was den Lärm zu Unzeiten oder die Feuerwerke betreffe, sei dies durch die Verwaltung beziehungsweise das Ordnungsamt zu regeln. Raichle: „Die Verträge mit der SG müssen hieb- und stichfest sein, dass durch Hintertürchen keine unliebsamen Überraschungen eintreten.“ Außerdem beantragte die Wählerliste eine aktuelle Kostenaufstellung, aus der hervorgeht, wieviel Geld die Gemeinde aufbringen muss.

„Da der Stadionbau weitestgehend durch Sponsoren finanziert werden soll, ist abzusehen, dass zumindest ein Teil dieser Mittel durch eine verstärkte kommerzielle Nutzung des Areals wieder hereingeholt werden wird.“ So die Einschätzung der SPD-Räte. Armin Franitza drängte darauf, die Bevölkerung vor zusätzlichen Belästigungen und Störungen zu schützen. Deshalb müsse in einem Vertrag die Obergrenze von maximal vier Großveranstaltungen im Jahr festgeschrieben werden, deren Umfang klar definiert sei. Zusätzlich müsse dafür gesorgt werden, dass sich die restlichen Veranstaltungen im und um das Blockhaus in einem akzeptablen Rahmen bewegen. Nicht akzeptabel seien Feuerwerke nach 22.30 Uhr.

Obendrein stören sich Franitza und seine Listenkollegen an der vom DFB geforderten Größe des Stadions: „Es sollte eine realistische Obergrenze von 5001 Zuschauern eingehalten werden, die Planung mit bis zu 10000 Zuschauern erscheint uns überdimensioniert.“

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet online am 3. Februar 2010

Großaspach erhält sein neues Stadion
Gegner setzen sich mit Unterschriftenaktion nicht durch - Investorenpool muss Kosten von 7,5 Millionen Euro stemmen
 
Die Kicker der SG Sonnenhof Großaspach können vom Frühjahr 2011 an in einem neuen, schmucken Stadion dem Ball nachjagen. Der Gemeinderat hat jetzt mit klarer Mehrheit den Weg frei gemacht für den Ausbau des Sportgeländes im Freizeitareal Fautenhau.

Von Dirk Herrmann - ASPACH. Auch in den Tagen vor der entscheidenden Sitzung hatten die Gegner des Projekts fleißig Proteststimmen gesammelt. Am Ende waren es, so Karlheinz Stäudle als Initiator des Widerstands, exakt 434 Bürger, die sich per Unterschrift gegen den Stadionneubau aussprachen. Das entspreche immerhin gut sieben Prozent der Wahlberechtigten in der Gemeinde im nordwestlichen Rems-Murr-Kreis, sagt Stäudle. "Ich will, dass der Fautenhau wie bis jetzt ein Naherholungsgebot für Jung und Alt bleibt", heißt es auf jenen Erklärungen, die zum Paket verschnürt kürzlich von Stäudle und seinen Mitstreitern auf dem Rathaus abgegeben wurden. Die neue Sport- und Event-Arena, so die Kritiker, falle "völlig überdimensioniert" aus.

Das neue Stadion ist nötig, weil die Großaspacher im vergangenen Sommer in die Regionalliga aufgestiegen sind. Das ist freilich mit Auflagen verbunden: Der Deutsche Fußball-Bund verlangt ein Stadion mit einer Kapazität von 5000 Plätzen. Falls es zukünftig noch eine Stufe höher ginge, also in die dritte Liga, müssten gar 10 000 Zuschauer Platz finden - hierfür liegen die Pläne in Form einer weiteren Tribüne bereits in der Schublade. Unterstützt durch einen Investorenpool soll nun das 7,5 Millionen Euro teure Projekt gestemmt werden.

Wichtigster Mann im Hintergrund ist dabei Uli Ferber: Der Hotelier aus dem Teilort Kleinaspach ist nicht nur Gönner des Vereins, sondern als Spielervermittler etwa von Bayern-Star Mario Gomez sowie als Ehemann von Schlagersängerin Andrea Berg immer wieder in den Gazetten zu finden. Ferber richtet denn auch das alljährliche Open-Air-Spektakel seiner Gattin im Fautenhau aus, zu dem an einem Juli-Samstag rund 13 000 Fans aus ganz Deutschland in den Flecken (8300 Einwohner) pilgern. Insbesondere dieses lärmintensive Schlagerfestival wie auch die immer wieder im von Ferber betriebenen Restaurant Blockhaus im Fautenhau stattfindenden Mallorca-Partys gehen vielen Aspachern gegen den Strich.

Knapp 50 dieser skeptischen Bürger verfolgten denn auch gespannt die jüngste Gemeinderatssitzung, in der es um den geänderten Bebauungsplan für den gesamten Fautenhau ging. Etliche Räte griffen die Forderungen der Kritiker auf, monierten etwa "das Remmidemmi jedes Wochenende im Blockhaus", die "Lautsprechertests bis in die Nacht" und die "Vermüllung bei Großveranstaltungen" oder die ohrenbetäubenden abendlichen Feuerwerke. Gerd Raichle von der Freien Wählervereinigung erkannte, dass diese Pläne Teile der Bevölkerung "fast verängstigt" hätten. Allerdings sei dabei vieles auf "Fehlinformationen und Übertreibungen" zurückzuführen. Die Lärmbelästigung werde künftig eher geringer ausfallen. Zudem würden etliche neue Arbeitsplätze im Fautenhau geschaffen. Der Vorwurf, ein Naherholungsgebiet werde "kaputtgemacht", treffe nicht zu. Vielmehr werde das gesamte Areal aufgewertet.

Auch Bürgermeister Hansjörg Weinbrenner betonte, dass das Flair des Fautenhau als eine idyllisch am Waldrand gelegene Sportanlage erhalten bleibt. Den Ärger mit dem Lärm will die Verwaltung durch eine neue Polizeiverordnung regeln. Darin wird dann auch die Zahl der Großveranstaltungen im Fautenhau auf maximal fünf im Jahr begrenzt. Letztlich sprach sich mit zwölf gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung eine klare Mehrheit fürs neue Stadion aus. Sehr zur Freude des Schultes. "Ich bin froh, dass der Verein jetzt Planungssicherheit hat und es keinen weiteren Zeitverzug gibt", erklärte er am Dienstag auf Nachfrage.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 27. Januar 2010

Weinbrenner befürwortet den Umbau
Aspachs Bürgermeister hat Verständnis für Fautenhau-Kritiker, ärgert sich aber wegen einer teilweise „bewussten Desinformation“

Nein, Hans-Jörg Weinbrenner schwankt nicht. Der Bürgermeister steht hinter dem Umbau der Sportanlage im Fautenhau. 7,5 Millionen Euro soll das von einem Investorenpool finanzierte Stadion kosten. Doch nicht alle Aspacher befürworten das Projekt des Fußball-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach.

Aspacher Fans zeigen Flagge: "Pro neues Stadion!"Von Uwe Flegel - Hans-Jörg Weinbrenner kann damit leben, dass der Umbau im Fautenhau nicht nur Freunde hat: „Eigene Ansprüche anzumelden, das ist legitim.“ Rund 400 Personen haben mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck gebracht, dass sie dem neuen Stadion, in dem zunächst 5600 Fans Platz finden sollen, kritisch gegenüberstehen. Stimmen, die Weinbrenner zur Kenntnis genommen hat. Und zumindest dem Großteil der Gegner bescheinigt das Gemeindeoberhaupt bei all ihrer Kritik, sachlich zu bleiben. Er fügt aber auch hinzu: „Solange man bei der Wahrheit bleibt.“ Wenig Verständnis hat der Bürgermeister, wenn der Vorwurf kommt, die Bevölkerung sei nicht rechtzeitig informiert worden: „Das kann ich nicht gelten lassen.“ Außerdem stört ihn, „wenn Zahlen propagiert werden, die so nicht stimmen“. Er spricht sogar von „bewusster Desinformation“. Dazu zählt die Behauptung, im Fautenhau sollen 1000 Parkplätze entstehen. In Wahrheit sind’s knapp 700. Und: „Der größte Teil davon ist bereits vorhanden“, sagt Weinbrenner. Neu seien vorwiegend Dinge wie zwei zusätzliche Fahrspuren sowie eine bessere Befestigung eben jener Zufahrten. Weinbrenner macht aber auch klar, dass mehr für ihn nicht infrage kommt: „Es wäre verfehlt, in dem sensiblen Tal zusätzliche Parkplätze zu schaffen.“

Überhaupt liegt dem Bürgermeister am Herzen, dass der Flair des Fautenhau nach dem Umbau erhalten bleibt. Eine idyllisch am Waldrand gelegene Sportanlage soll es auch künftig sein. Das will Weinbrenner und das wollen die Investoren, wie deren Initiator Uli Ferber beim Infoabend vergangene Woche erklärte. Deshalb wurmt es das Gemeindeoberhaupt immer noch ein bisschen, welche Rolle das Regionalparlament spielte. Das Zielabweichungsverfahren habe es nur wegen eines kleinen Teils des neuen Stadions gegeben: wegen der Nordtribüne. Und die soll nur gebaut werden, falls Aspach den Aufstieg in die Dritte Liga schafft. Für Weinbrenner stellt sich „die Frage, wenn das Konzept steht, inwieweit das Regionalparlament dann noch Obergemeinderat spielen muss.“ Schließlich habe die Kommune bei Großveranstaltungen bereits bewiesen, „dass wir die Sache im Griff haben“.

Laut war die eine oder andere Großveranstaltung dennoch. Partys nach Fußballspielen störten manchen Aspacher. Weinbrenner kann das nachempfinden: „Das sind die Dinger, die ein Ärgernis sind. Da ärgere ich mich auch.“ Um so etwas, das bisher von Fall zu Fall oder auch gar nicht geregelt wurde, zu verhindern, soll der Gemeinderat nun eine Polizeiordnung beschließen. In der wird festgeschrieben, was geht und wann Schluss ist mit Party.

Ebenfalls geregelt wird, dass es wie bisher höchstens fünf Großveranstaltungen pro Jahr gibt. Und davon nicht mehr als zwei pro Monat. Alle Kritiker wird die neue Richtlinie nicht besänftigen. Schließlich weiß der Bürgermeister: „Auch rechtlich zulässiger Lärm ist störend.“ Er fügt aber hinzu: „Mit der Polizeiverordnung wird’s künftig eher besser.“ Unter anderem, weil die vorgeschriebene Ausrichtung von Bühne und Lautsprecher in nordwestliche Richtung für einen höheren Lärmschutz sorgen soll.

Keinen Zweifel lässt Weinbrenner daran, dass er hinter dem Umbau und der Finanzierung durch Investoren steht: „Nur dadurch finden sportliche und kulturelle Veranstaltungen auf einem Niveau statt, das wir sonst nicht hätten. Darauf können wir stolz sein.“ Schließlich seien weder Gemeinde noch Verein finanziell in der Lage, den DFB-Richtlinien nachzukommen. Anforderungen, die in Weinbrenners Augen völlig überzogen sind. Nachgekommen werden muss ihnen trotzdem, ansonsten darf die SG Sonnenhof nicht im Fautenhau um Regionalligapunkte kicken. Und ganz zum Nuller bekommt die Kommune den Umbau ja auch nicht. Aspach muss bei Dingen wie Parkplätzen und Wiederaufforstung ran. Geschätzte 150000 Euro kostet das die Kommune. Dass die Diskussion wegen des Ausbaus im Fautenhau in anderen Gemeinden durchaus verfolgt wird, das weiß der Bürgermeister: „Es gibt schon Kollegen, die sagen: Wenn’s bei Dir nicht läuft, dann schick sie zu mir.“ Dass es soweit nicht kommt, dafür hängt sich Weinbrenner rein.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet online am 26. Januar 2010

Neue Fußballarena stößt auf Widerstand
Die SG Sonnenhof benötigt ein größeres Stadion. Der Bau soll 7,5 Millionen Euro kosten.

Von Martin Tschepe - Die Fußballer der SG Sonnenhof spielen seit dieser Saison recht erfolgreich in der Regionalliga. Und sie freuen sich auf das neue Stadion, das demnächst im Fautenhau, am Waldrand zwischen Großaspach und Allmersbach (Rems-Murr-Kreis), gebaut werden soll.

Doch nicht alle Aspacher teilen die Euphorie, ganz im Gegenteil. Die Fußballarena hat jetzt eine ganze Reihe von Kritikern auf den Platz gerufen. Laut Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner haben rund 380 Bürger einen Text unterzeichnet, in dem es unter anderem heißt, der Fautenhau solle ein Naherholungsgebiet bleiben und nicht zu einer Arena für Regionalligaspiele und Großveranstaltungen werden. Die Gegner des Projekts sprechen von einer überdimensionierten Planung, sie befürchten Lärmbelästigungen. Einige behaupten gar, Aspach sei dem Größenwahn verfallen. Und weitere Bürger und Organisationen hätten individuell formulierte Bedenken gegen den Bau vorgebracht, sagt Hans-Jörg Weinbrenner.

Am 1. Februar soll das Projekt vom Gemeinderat der rund 8300 Einwohner zählenden Gemeinde nochmals beraten und dann verabschiedet werden. Die Zeit drängt, denn das neue Stadion soll bereits Anfang nächsten Jahres fertig sein. Rund um den alten Trainingsplatz mitten im Wald sollen nach Auskunft des Schultes die Bäume auf einer Fläche von etwa 1,3 Hektar gefällt werden. Diese Arbeiten müssten bis Ende Februar abgeschlossen werden, denn laut Baumschutzverordnung darf vom 1. März an vorerst nicht mehr gerodet werden. Der Verband Region Stuttgart hat den Stadionneubau trotz anfänglicher Bedenken zwischenzeitlich gebilligt.

Der Bürgermeister sagt, er habe Verständnis für die Skepsis der Bürger. Der Fußballclub benötige wegen des Aufstiegs aber ein größeres Stadion, und der Fautenhau sei nun einmal ein geeignetes Gelände. Für die gefällten Bäume würden überdies andernorts neue gepflanzt. Hans-Jörg Weinbrenner bezeichnet die geplante Arena für rund 5600 Zuschauer mit knapp 700 Parkplätzen, die rund 7,5 Millionen Euro kosten soll, als ein "Aushängeschild" für die Gemeinde. In puncto Lärmbelästigung sei rein rechtlich nichts gegen das Projekt einzuwenden. Die Kommune habe sich mit dem Verein darauf geeinigt, in der Stadionordnung festzuschreiben, dass zusätzlich zu den Heimspielen der Fußballer pro Jahr maximal fünf Großveranstaltungen stattfinden dürften. Zehn wären grundsätzlich erlaubt, sagt der Bürgermeister.

Der Geschäftsführer der SG, Thomas Deters, erklärt, auch auf dem neuen Vereinsgelände würden künftig nicht mehr Veranstaltungen stattfinden als schon bisher im alten Fautenhau-Stadion: die 17 Heimspiele sowie das große Open-Air-Konzert der Schlagersängerin Andrea Berg Ende Juli, zu dem rund 13 000 Besucher erwartet werden, sowie höchstens noch vier weitere Großereignisse.

Bezahlt werden soll der Stadionneubau von einer Investorengruppe mit Uli Ferber an der Spitze. Der finanzkräftige Hotelier Ferber ist einer der erfolgreichsten Spielervermittler und -berater in Deutschland, zu seinen Kunden gehören Mario Gomez vom FC Bayern München und Alexander Hleb vom VfB Stuttgart. Ferber ist seit 2007 mit Andrea Berg verheiratet.

Der SG-Geschäftsführer Deters sagt, die Investoren hätten sich bereiterklärt, die Altkredite des Clubs in Höhe von rund 450 000 Euro zu übernehmen. Der Club sei damit schuldenfrei, er werde jährlich rund 120 000 Euro Miete für das Stadion an die Investoren bezahlen, trage selbst aber kein Risiko. Für den Verein sei das ein sehr gutes Geschäft, denn bis dato überweise die SG jährlich rund 60 000 Euro allein für die Tilgung der Kredite an die Banken. Ferner koste die Miete des Ausweichquartiers für die Ligaspiele, das Heilbronner Frankenstadion, allein in dieser Saison 50 000 Euro.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schreibt der SG Sonnenhof für die vierte Liga zwingend vor, ein neues Stadion mit getrennten Zugängen für die heimischen und gegnerischen Fans sowie mit Arrestzellen zu bauen. Die Verantwortlichen bei dem Fußballverein haben sogar vorgesorgt: Für den Fall, dass der Club in die dritte Liga aufsteigen sollte, liegen bereits weitere Pläne in der Schublade. Dann könnte das Stadion im Naherholungsgebiet noch mal deutlich vergrößert werden. Mit einer zusätzlichen Tribüne würde das Fassungsvermögen der Arena auf rund 10 000 Zuschauerplätze nahezu verdoppelt. Was allerdings mit dem schönen Stadion passiert, falls Sonnenhof eines Tages nicht auf-, sondern wieder absteigen sollte, ist im Augenblick noch kein Thema.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Nachrichten" berichtet online am 25. Januar 2010

Bürgerproteste gegen neues Stadion
Geplanter Ausbau des Sportareals in Aspach im Rems-Murr-Kreis ruft Kritiker auf den Plan - Gemeinderat entscheidet am 1. Februar

Die Kicker der SG Sonnenhof Großaspach werden in gut einem Jahr in einem neuen Stadion dem Ball nachjagen können. Davon sind die Vereinschefs und auch Bürgermeister Hansjörg Weinbrenner überzeugt - trotz wachsender Widerstände in der Bevölkerung.

Von Dirk Herrmann

ASPACH. Der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga hat dem Verein aus dem Rems-Murr-Kreis neben viel Freude und noch schweißtreibenderer Trainingsarbeit ein besonderes Problem beschert: Der Deutsche Fußball-Bund verlangt ein erheblich größeres Stadion. Das soll nun von diesem Frühjahr an auf dem bisherigen Nebenplatz des Sportgeländes Fautenhau am Großaspacher Waldesrand gebaut werden - mit zwei Tribünen versehen und einer Kapazität von 5600 Plätzen. Der Verein ist auch für einen nochmaligen Aufstieg, dann in die dritte Liga, gerüstet. Die Pläne für die nächste Tribüne und damit eine kurzfristige Aufstockung für dann 10 000 Zuschauer liegen bereits in der Schublade.

Für das neue Stadion müssen allerdings auf 1,3 Hektar Bäume gefällt werden. Das schmeckt vielen Bürgern nicht, ebenso wie die insgesamt 700 Parkplätze, die angelegt werden müssen. Ebenso wird moniert, dass in dem Stadion weiterhin und womöglich noch mehr Großveranstaltungen stattfinden könnten - nach dem Vorbild des alljährlichen Events mit der im Ortsteil Kleinaspach lebenden Schlagerkönigin Andrea Berg. Die wiederum ist mit dem Hotelier und Spielerberater Uli Ferber (zu seinen Klienten gehört zum Beispiel Bayern-Star Mario Gomez) verheiratet. Ferber ist einer der großen Gönner des Vereins. Für dieses Jahr ist der 24. Juli als Schlager-Großereignis im Fautenhau längst fest gebucht; notfalls müsse die Bühne halt zwischen Baggern und Kränen aufgebaut werden, heißt es scherzhaft in Aspach.

Die Kritiker freilich haben in den vergangenen Wochen eine Initiative gegründet und kräftig Stimmung gemacht gegen "die völlig überdimensionierte Planung einer Sport- und Event-Arena im Fautenhau".

Mehr als 400 Bürger der 8300-Einwohner-Gemeinde bekunden mittlerweile per Unterschrift: "Ich will, dass der Fautenhau wie bis jetzt ein Naherholungsgebiet für Jung und Alt bleibt." Die Listen hat Karlheinz Stäudle als Sprecher der Aspacher Initiative jetzt dem Bürgermeister übergeben.

Die Fußballfunktionäre versuchen derweil, den Skeptikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Maximal fünf größere Veranstaltungen im Jahr seien geplant. Außerdem sei der Lärm geringer als behauptet. Die Kosten fürs neue Stadion in Höhe von 7,5 Millionen Euro will ein Sponsorenpool tragen, dessen Initiator Uli Ferber ist. Änderungen gibt es in der Vereinsstruktur: Künftig werden vermutlich nur noch die Fußballer im Verein bleiben. Turnen, Tischtennis und Kegeln werden die SG voraussichtlich verlassen. Wenn man handlungsfähig bleiben wolle, könne man nicht bei Investitionen vorher erst die anderen Abteilungen fragen, heißt es. Dass die Fußballer selbst aussteigen, ist unwahrscheinlich, da dann das Vereinsgelände einen neuen Eigentümer erhielte, was steuerlich mit mehreren Zehntausend Euro zu Buche schlagen würde.

Ob die Kritiker mit ihren Unterschriften Erfolg haben werden, ist offen. Schließlich hat sich der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr grundsätzlich zum Stadion bekannt. Am 1. Februar soll die abschließende Entscheidung im Ortsparlament fallen. "

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 23. Januar 2010

Nicht alle Befürchtungen ausgeräumt
Beim Infoabend der SG Sonnenhof Großaspach zum Fautenhau-Umbau nutzten die Kritiker die Chance, sich zu Wort zu melden

„Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben.“ Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner ließ beim Infoabend keinen Zweifel daran, dass er dem Umbau der Sportanlage im Fautenhau positiv gegenübersteht. In Aspach gibt’s aber auch andere Stimmen. Kritiker befürchten, dass das neue Stadion mehr Lärm bedeutet.

Von Uwe Flegel - Nicht ganz 100 Gäste hatten sich zu der Veranstaltung der SG Sonnenhof Großaspach im Blockhaus eingefunden. Darunter einige Gemeinderäte und auch Kritiker des Projekts. Das stellten der Vorsitzende des Gesamtvereins Uli Ettle und der Vorstandssprecher der Fußballabteilung Werner Benignus vor. Beide erklärten, dass die Zukunft der SG vom Umbau des Stadions abhängig ist. Die derzeitige Sportanlage sei desolat. Eine Sanierung hätte eine Million Euro gekostet. Weil zudem der DFB die Kicker in der Regionalliga nur mitspielen lässt, wenn’s eine geeignete Spielstätte gibt, soll im Fautenhau ein neues Stadion für zunächst 5600 Zuschauer entstehen. Kosten 7,5 Millionen Euro. Finanziert von einem Investorenpool, den Uli Ferber initiiert. Für die Refinanzierung rechnet die Gruppe unter anderem mit Einnahmen bei Veranstaltungen wie dem Andrea-Berg-Open-Air, Vergleichen mit Fußball-Bundesligisten sowie Benefizspiele. Mit drei bis fünf solcher Events pro Jahr plant Uli Ferber: „Ähnlich wie bisher.“

Hans-Jörg Weinbrenner weiß, dass die Veranstaltungen nicht geräuschlos über die Bühne gehen. Aspachs Bürgermeister versprach: „Die Dinge werden über eine Polizeiverordnung geregelt.“ Und der Bürgermeister machte klar: „Die Gemeinde unterstützt das Vorhaben.“

Weinbrenners Worte beruhigten die Kritiker ebensowenig wie die Angaben Wolfgang Schröders (BS Ingenieure). Letzterer hatte dargestellt, wie und unter welchen Annahmen er sein Lärmgutachten erstellte. Zudem führte er aus, welche gesetzlichen Vorgaben es gibt. Ergebnis: bis zu zehn Großveranstaltungen sind im Fautenhau möglich, wenn die Lautsprecher nach Nordwest ausgerichtet werden. Eine Zahl, die für Weinbrenner nicht in Frage kommt: Höchstens fünf solcher Großveranstaltungen werde es geben: „Das wird fest geregelt.“ Nicht die einzige Vorschrift, die kommt. Umbaugegner Wolfgang Wagner forderte, dass die Ausrichtung der Bühne nach Nordwest in der Polizeiverordnung festgeschrieben wird.

Kritik gab’s auch an Gutachter Wolfgang Schröder. Herbert Grün zweifelte dessen Angaben an: „Meine Erfahrungen sind anders als ihre Berechnungen.“ Zudem machte Grün klar, dass die erlaubten 70 Dezibel in etwa der Lautstärke entsprechen, die ein Rasenmäher verursacht, der vor einem Fenster knattert. Zudem warnte Grün, dass trotz Ausrichtung nach Nordwest die Lautsprecher auch zur Seite gedreht werden könnten.

Es zeigte sich, dass die Parkplatzfrage und die Verkehrsanbindung des Fautenhau kritisch gesehen werden. Diese beiden Punkte sind jedoch nicht das ganz große Thema. Das ist der Lärm. Und: Es sind nicht die Fußballspiele, die stören. Karlheinz Stäudle, der darauf hinwies, dass 400 Aspacher Bürger die Liste gegen das Projekt unterschrieben haben, nannte das Problem beim Namen: „Keiner hat was gegen ein schönes Andrea-Berg-Konzert, aber eine Mallorca-Party und so etwas, das braucht keiner.“ Stäudle sagte auch: „Man kann der Gemeinde so ein Ding nicht einfach aufs Auge drücken.“

Mehrfach wurde angezweifelt, dass es bei fünf Großevents bleibt. Beteuerungen des Bürgermeisters, die Anzahl verbindlich festzuschreiben, sowie der Einwand von Klaus-Dieter Veith, die Kritiker würden Horrorszenarien entwerfen, wirkten nicht bei allen. Immer wieder wurde nachgehakt. Wie von Herbert Grün: „Ich bitte um glasklare Regelungen. Ich halte fünf schon für sehr hoch.“

Einig wurden sich Gegner und Befürworter erwartungsgemäß nicht. Positiv war aber, dass die Diskussion sachlich verlief. Und: vielleicht hat die Kritik den Veranstalter etwas sensibilisiert. Nicht jeder Aspacher ist darauf erpicht, bis in die tiefe Nacht mitzubekommen, welche Hits auf Mallorca gerade in Mode sind. Der Bürgermeister verspricht sich noch durch etwas anderes eine Besserung. Durften Lautsprecher und Bühne bislang nach Lust und Laune ausgerichtet werden, wird das künftig geregelt. Weinbrenner: „Ich gehe davon aus, dass sich die Schallbelästigung dadurch verringert.“

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 16. Januar 2010

Rückenwind für den Fautenhau-Umbau
Mitglieder stimmen mit großer Mehrheit der SG-Konzeption für die Bau- und Finanzierungsmaßnahmen des neuen Stadions zu

„Dass es so wenig Fragen gibt, damit habe ich nicht gerechnet.“ Werner Benignus war überrascht dass die außerordentliche Hauptversammlung der SG Sonnenhof am Donnerstagabend so schnell über die Bühne ging. Die große Mehrheit stimmte dem Konzept für den Bau und die Finanzierung jedenfalls zu.

Von Uwe Flegel - Der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga brachte dem Großaspacher Verein viel Freude – und viel Arbeit. „Wir haben eine Herkulesaufgabe zu bewältigen“, berichtete Benignus, Vorstandssprecher der Abteilung Fußball, vor 160 Besuchern im Blockhaus im Fautenhau. Zu den vielen Dingen, die erledigt werden müssen, zählt der Bau eines Stadions, das den DFB-Richtlinien entspricht. Zudem will die SG die Vereinsstruktur anpassen. Das bedeutet, dass die Fußballer künftig wohl alleine im Verein verbleiben. „Weil wir handlungsfähig sein müssen. Und da geht es nicht, wenn wir bei Dingen wie Investitionen immer vorher erst die anderen Abteilungen fragen müssen“, erklärte Werner Benignus, warum die Kicker einen Alleingang anstreben.

Von der Architektengemeinschaft Ettle/Küstner geplantes Schmuckkästchen: Das neue Vereinsheim (links oben) sowie die Tribünen oben und auf beiden Seiten werden wie der Gästeblock (rechts im Eck) im ersten Bauabschnitt erstellt. Das Stadion bietet Platz für etwas mehr als 5000 Fans. Die Tribüne unten soll erst bei einem erneuten Aufstieg gebaut werden. Dann passen 10000 Zuschauer rein. Das Spielfeld wird im Vergleich zum derzeitigen Platz um 1,50 Meter auf die Höhe des Blockhauses abgesenkt. Davon versprechen sich die Planer unter anderem einen verbesserten Lärmschutz.


Welche Probleme zu bewältigen sind, wird an der Planung des Stadions ersichtlich. Das neue und 7,5 Millionen Euro teure Schmuckkästchen hat in der Bevölkerung nicht nur Freunde. Diskussionen gab’s am Donnerstag dennoch nicht groß. Die Gegner ließen die Gelegenheit verstreichen, sich darüber zu informieren, wie der Klub das Projekt finanzieren will und sie nutzten die Chance nicht, ihre Einwände gegen die Planung zu erläutern. Die Mitglieder stehen auf jeden Fall mit großer Mehrheit hinter dem Umbau. Von den 130 stimmberechtigten Personen, die ins Blockhaus gekommen waren, sagten 116 Ja zum Konzept. 14 enthielten sich. Ein klares Votum und Rückenwind für Uli Ettle, der nicht nur Vorsitzender des Gesamtvereins ist, sondern mit Turn-Abteilungsleiter Bernd Küstner auch Architekt des neuen Stadions.

Die letzte Hürde hat die SG damit allerdings noch nicht genommen. Nun geht es darum, die Baugenehmigung zu erhalten sowie „die Bedenken bei einigen Mitbürgern auszuräumen“, wie Werner Benignus anmerkte. Wobei Ersteres vermutlich leichter sein wird, nachdem der Aspacher Gemeinderat und die Region die Änderungen der Bebauungspläne bereits abgesegnet haben. Der Gemeinderat übrigens einstimmig. Der Verein versucht weiter, die Gegner von seinen Vorhaben zu überzeugen. Deshalb gibt es am Donnerstag, 21. Januar, ab 19 Uhr im Fautenhau-Blockhaus einen erneuten Informationsabend zu dem Bauvorhaben.

Soll den Regionalligakickern eine Rückkehr von Heilbronn nach Aspach ermöglichen: Der Umbau der Sportanlage im Fautenhau. (Foto: Google-Maps/STN-Bearbeitung: Lange/Quelle: Wick + Partner)Bis der Fautenhau in neuem Glanz erstrahlt ist noch viel zu tun. Das gilt unter anderem auch für das Vertragswerk über die künftige Nutzung. Zum Beispiel darüber, dass der Verein das Gelände von der Gemeinde in Erbpacht erhält. Außerdem hat Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner zugesagt, dass die Gemeinde vertraglich und damit rechtlich bindend festschreiben wird, dass es auf der umgebauten Sportanlage nur drei bis fünf Großveranstaltungen pro Jahr geben wird. Das ist die gleiche Anzahl, die es auch auf der alten Anlage gab. Laut Fußballboss Werner Benignus wird zudem zwischen den Investoren und der SG Sonnenhof Großaspach schriftlich festgelegt, dass der Verein ein uneingeschränktes Nutzungsrecht hat. Damit müssen andere Nutzer alle Termine beim Klub genehmigen lassen.

7,5 Millionen Euro soll der Umbau der Sportanlage Fautenhau kosten. Finanziert wird das komplett von einem Investorenpool, dessen Initiator Uli Ferber ist. Die Investoren übernehmen auch die Altschulden der SG, die sich auf rund 450000 Euro belaufen und vom Umbau des Fautenhau in den Neunzigern stammen. „Mit diesem Modell sind wir schuldenfrei und haben dadurch auch keine Haftung. Das finanzielle Risiko liegt nicht beim Verein, sondern beim Investor“, erklärt Werner Benignus. Die SG rechnet damit, dass sie an die Investoren pro Jahr 120000 Euro entrichten muss. Im Gegenzug spart der Verein 60000 Euro, die er bislang für die Tilgung der Altschulden aufwendet. Zudem entfallen die 50000 Euro, die das Ausweichquartier Heilbronner Frankenstadion diese Saison kostet.

Die SG Sonnenhof Großaspach in ihrer derzeitigen Form gibt es nicht mehr lange. „Der DFB fordert Dinge, die andere Abteilungen nicht betreffen“, nannte Uli Ettle einen Grund, weshalb die Fußballer künftig einen eigenständigen Verein bilden wollen. Ein weiteres Argument ist das finanzielle Risiko. Der gesamte Verein haftet. Turner, Kegler und Tischtennisspieler müssten mitzahlen, wenn die Fußballer zum Beispiel teure Stars verpflichten und dann kein Geld dafür haben. Turnen, Tischtennis und Kegeln werden die SG wohl verlassen. Auch steuerliche Gründe sprechen für diese Lösung. Würden die Kicker einen neuen Klub gründen, müssten Eigentumsrechte übertragen werden. Denn von den vereinseigenen Bauten und dem Gelände im Fautenhau befindet sich das meiste im Besitz der Fußballer. Auf 20000 bis 30000 Euro beziffert der Steuerberater und frühere SG-Vorsitzende Wolfgang Schmückle allein den Betrag, der an Grunderwerbssteuer anfällt, wenn das Eigentum auf einen neuen Klub übertragen werden muss. Das wäre der Fall, wenn die Fußballer die SG verlassen. Deshalb wird die andere Lösung favorisiert. Die Turnabteilung überlegt, einen eigenständigen Verein zu gründen. Die Tischtennisabteilung spricht mit der Tischtennisabteilung der Spvgg Kleinaspach/Allmersbach über eine Fusion. Noch unklar ist, was aus den Sportkeglern wird. „Der Fautenhau kann auch nach einer Trennung die gemeinsame Heimat bleiben“, hofft der Vorsitzende des Gesamtvereins Uli Ettle, dass bei einer Trennung nicht alle Verbindungen gekappt werden. Die letzte Entscheidung, wie’s weitergeht, treffen die Mitglieder in einer erneuten Versammlung.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Heilbronner Stimme" berichtet online am 16. Januar 2010

Großaspach bekommt ein neues Stadion

Von Florian Huber - Fussball - Werner Benignus ist in seinem Element. Wenn es ums Bauen geht, dann kennt sich der Abteilungschef der Großaspacher Fußballer aus. Berufsbedingt. Schließlich ist Benignus auch Chef einer Bauträgergesellschaft. "Aber nur für Wohnhäuser", sagt Benignus. Ein bisschen teurer, ein bisschen größer als ein Wohnhaus wird der Stadionbau des Regionalligisten am heimischen Fautenhau.

Vorstandsvorsitzender Werner Benignus präsentierte den neuen Fautenhau. Foto: Tai Volkmer.7,5 Millionen Euro

Am Donnerstagabend segneten die Vereinsmitglieder die Pläne bei der Jahreshauptversammlung ab. 7,5 Millionen Euro lässt sich ein Investorenpool um Spielerberater Uli Ferber (u.a. Gomez, Hleb) eine profitaugliche Multifunktions-Spielstätte mit rund 5600 Plätzen kosten. Als letzte Hürde muss noch der Gemeinderat endgültig zustimmen. Nachdem die Gemeinde frühzeitig auf ihre leeren Kasse verwiesen hatte, war eine Privatfinazierung die einzige Möglichkeit. "Dadurch verzichten wir auf einige Fördergelder", sagt Benignus.

120 000 Euro im Jahr muss der Verein fortan für das uneingeschränkte Nutzungsrecht aufbringen. Alle anderen Hürden hat das Bauvorhaben nach langem Anlauf mittlerweile genommen. "Schon im Februar soll es losgehen", sagt SG-Geschäftsführer Thomas Deters.

Als erstes werden die Bäume gerodet, dann geht es an den Ausbau. Eine Stadionkapazität von 5001 Zuschauern schreibt der Deutsche Fußballbund für die vierthöchste Spielklasse vor. Die Baupläne sehen außerdem eine mögliche Erweiterung auf 10 000 Plätze vor. "Man muss ja auf alle Eventualitäten vorbereitet sein", sagt Benignus. In ferner Zukunft darf es bei den Sonnenhof-Kickern gerne ein bisschen mehr sein - 3. Liga zum Beispiel.

Widerstand

Der Widerstand in und um Aspach ist da, nicht alle freuen sich über die schöne neue Fußballwelt. "Uli Ferber will sich damit kein Denkmal bauen", sagt Benignus. Das hält die Kritiker jedoch nicht davon ab, derzeit eifrig Unterschriften gegen das Projekt zu sammeln. Verschiedene Einsprüche von Anwohnern sind zudem anhängig. Das Sportgelände am Fautenhau ist nämlich umgeben von Wald und gilt als Naherholungsgebiet. Vor allem gegen den Lärm und Autoverkehr regt sich Widerstand bei den Anrainern. "Die Leute brauchen keine Angst zu haben, dass da jetzt jede Woche eine Mallorca-Party steigt", stellt Benignus klar. "Die Einsprüche werden das Projekt nicht mehr zu Fall bringen", sagt Deters. Für nächsten Donnerstag ist eine Info-Veranstaltung in Aspach geplant. Deeskalation tut Not.

Bundesligaluft

Sieben bis acht Monate Umbauzeit veranschlagt der Abteilungsleiter. Auch in der Hinrunde der nächsten Saison muss die SG ihre Regionalligaspiele in der Fremde austragen. Heilbronn sei dabei die erste Wahl, betont Benignus. Gespräche mit der Stadt und dem Hauptmieter FC Heilbronn stehen an. Alles deutet auf eine Verlängerung des Gastspiels im Frankenstadion hin. "Die Bedingungen müssen passen. Bislang hat die Zusammenarbeit ganz gut geklappt", sagt Ralf Schneider, der Vorsitzende des FCH. Ein Dankeschön für die Heilbronner Zuschauer ist derzeit auch schon in Planung. In der Vorbereitung auf die nächste Saison soll ein Großaspacher Testspiel gegen einen Bundesligisten in Heilbronn stattfinden. Der heißeste Kandidat dabei: Borussia Dortmund.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Nachrichten" berichtet online am 11. Januar 2010

SG Sonnenhof Großaspach baut aus

Von Dirk Herrmann - Aspach - Der Aufstieg der SG Sonnenhof Großaspach im Sommer 2009 in die vierte Liga beschert dem Verein ein Problem: Er benötigt ein erheblich größeres Stadion. Doch gegen den vorgesehenen Umbau regt sich Protest im Ort: Der Eingriff in den Wald sei zu groß, heißt es.

Im Freizeitgelände Fautenhau hat die 8300-Einwohner-Gemeinde Aspach im Rems-Murr-Kreis mehrere Vereinseinrichtungen konzentriert: Es gibt ein Musikvereinsheim, den Tennisclub, der Naturschutzbund hat sein Domizil, das evangelische Waldheim steht dort - und eben auch das Sportareal der SG mit zwei Fußballplätzen.

Doch der Erfolg hat das Management in Zugzwang gebracht. Denn in der höheren Liga gelten auch erhöhte Anforderungen durch den Deutschen Fußball Bund (DFB). Es muss getrennte Zugänge für heimische Fanns und Gäste sowie Arrestzellen für Randalierer geben. Und vor allem reicht die Kapazität von derzeit 3000 Plätzen nicht aus. Stattdessen soll das bisherige Nebenspielfeld, ein Hartplatz, abgerissen und durch ein neues, um 1,50 Meter abgesenktes Spielfeld ersetzt werden.

Drumherum wird das neue Stadion mit neuer Flutlichtanlage und zwei Tribünen für 5000 Zuschauer gebaut. Falls die Großaspacher Kicker gar in die dritte Liga klettern sollten, ist durch eine weitere Tribüne im Norden eine Erweiterung auf 10000 Plätze bereits konzipiert.

Die Kosten für den Umbau liegen nach Angaben von SG-Geschäftsführer Thomas Deters bei 7,5 Millionen Euro - die der Verein über ein Investorenmodell mit Gönnern und Sponsoren stemmen will.

"Aushängeschild der Region"

In dieser Saison trägt die Sportgemeinschaft ihre Heimspiele dank einer Sondergenehmigung im rund 35 Kilometer entfernten Frankenstadion in Heilbronn aus. Allerdings treffen kursierende Meldungen, wonach die DFB-Statuten ein Ausweichquartier allenfalls ein Jahr lang erlauben, nach Deters Auskunft nicht zu. Deshalb wird auch die Hinrunde 2010 aller Voraussicht nach in Heilbronn stattfinden.

Angesichts einer neunmonatigen Bauzeit rechnet Deters damit, dass das neue Aspacher Waldstadion zur Rückrunde, also im Februar 2011, fertig sein dürfte. Die Zeit drängt allerdings auch aus einem anderen Grund. Denn für die neuen Tribünen müssen auf einer Fläche von 2,5 Hektar Bäume gefällt werden. Wegen der Baumschutzverordnung ist dies aber nur bis Ende Februar erlaubt.

Deters erwartet im neuen Stadion anfangs rund 1000 Besucher. "Unser Verein wurde 1994 gegründet, wir sind noch im Wachsen, da muss sich auch eine Fankultur erst entwickeln." Erst in den Folgejahren dürften die Zuschauerzahlen steigen. Geplant sind 696 Parkplätze, die auch nach Ansicht von Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner ausreichen.

Freiflächen und Wiesen entlang der Zufahrtsstraße werden zu Parkflächen umgewidmet, wobei nur die Zwischenwege geschottert werden. Bei Spitzenspielen könnte auf Stellplätze in nahe gelegenen Gewerbegebieten ausgewichen werden. Von dort geht's entweder zu Fuß oder mit einem Buspendelverkehr ins Stadion.

Die ganze Entwicklung im Fautenhau stößt allerdings im Flecken auf Widerspruch. Der Aspacher SPD-Vorsitzende und langjährige Kreis- und Regionalrat Werner Barth moniert die "Geheimniskrämerei und unvollständige Information" durch die Verwaltung. Rathauschef Weinbrenner habe die Bevölkerung nur unvollständig über das Projekt und seine Auswirkungen auf das Leben in der Gemeinde unterrichtet.

Das zentrale Erholungsgebiet Fautenhau benötige keine überdimensionierte Arena mit 10.000 Zuschauerplätzen und 1000 Autostellplätzen für Regionalliga-Fußballspiele oder musikalische Großveranstaltungen, erklärte Barth jüngst beim Aspacher Polittreff. "Ein Stadion gehört nicht ins den Fautenhau und wird auch von vielen Aspachern abgelehnt", urteilt seine Mitstreiterin Margret Scheu.

Wolfgang Wagner wettert: "Aspach im Größenwahn." Für Herbert Grün wird der Fautenhau "zum Ballermann der Region". Doch im Ort gibt's auch genügend Befürworter, etwa Roland Schenkel. Er sagt "Nein zu ewigen Pessimisten, Nein zu Schwarzmalern" - und "Ja zur Erweiterung des Fautenhau". Er wohne in nächster Umgebung und freue sich "auf Sport, Spiel, Rock- und Popkonzerte, Open-Airs von Solisten und Gruppen".

Auch auf dem Rathaus in Großaspach hält man die Vorwürfe für total überzogen. Bürgermeister Weinbrenner spricht von einer "unglücklichen Neiddebatte", verursacht durch teils fehlerhafte Kenntnisse. So seien nicht, wie behauptet, zehn, sondern allenfalls drei bis fünf größere Veranstaltungen im Jahr geplant. Auch seien eben keine 1000, sondern nur knapp 700 Stellplätze vorgesehen. "Mit Desinformation wird Stimmung gemacht und polarisiert", ärgert sich der Schultes.

Bilder vom Baufortschritt des neuen Aspacher Stadions findet ihr im "Tagebuch des Sportpark F." (hier klicken)Er spricht von einem beschränkten Eingriff in die Natur. "Der besondere Reiz des Fautenhau ist doch seine Lage mitten im Wald, und dieser Charakter soll so weit als möglich erhalten bleiben." Für ihn steht fest: "Hier entsteht ein Aushängeschild der Region."

Investorenpool muss 7,5 Millionen Euro stemmen

Das Freizeitgelände Fautenhau in Großaspach im Rems-Murr-Kreis ist nicht nur eine Pilgerstätte für Fußballfans. Vielmehr treffen sich stets an einem Samstagabend im Sommer an die 13 000 Liebhaber des deutschen Schlagers im dortigen Stadion, um dem Konzert der bekannten Sängerin Andrea Berg zu lauschen.

Für die 43-Jährige ist dies ein Heimspiel, ist sie doch seit dem Jahr 2007 Ehefrau des Aspacher Hoteliers Uli Ferber. Der wiederum ist einer der bekanntesten Spielervermittler überhaupt, zu seinen Topklienten gehören Mario Gomez (Bayern München) oder Alexander Hleb (VfB Stuttgart). Und: Ferber ist auch einer der Hauptsponsoren für den SG Sonnenhof Großaspach, besitzt auf dem Vereinsgelände zudem auch das kanadische Blockhaus.

Ferber gehört zu jenem Investorenpool, der das 7,5-Millionen-Euro-Ausbauprojekt stemmen soll. Allerdings sei Ferber keineswegs einer der Hauptgeldgeber, sondern ein Investor von vielen, heißt es aus Vereinskreisen. Zur Höhe seines Engagements will Ferber selbst keine Angaben machen.

Trotz der Stadionbaustelle soll es auch in diesem Jahr ein großes Open-Air-Konzert geben. Der Termin ist längst fixiert: Am Samstag, 24. Juli, wird Andrea Berg wieder in einem äußerst knappen Outfit die Bühne betreten - und 13 000 Fans werden verzückt sein. Auf dem Fautenhau-Gelände, so heißt es, werde es schon genügend Platz für Bühne und Zuschauer geben.

Auch der Verband Region Stuttgart hat sich mit den Ausbauplänen in Großaspach beschäftigt - und nach anfänglichem Zögern seine Zustimmung erteilt. Wenn man diese Lösung mit einem ansonsten erforderlichen Neubau an anderer Stelle in der Gemeinde vergleiche, sei der Erweiterung der bestehenden Sportanlage der Vorzug zu geben, so der Beschluss des Planungsausschusses.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung will der Verein am Donnerstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr im Blockhaus beim Fautenhau-Stadion das Investorenmodell vorstellen. Dabei sollen nach Auskunft von SG-Geschäftsführer Thomas Deters auch die bisher kursierenden Fehlinformationen zurechtgerückt werden. Die kritischen Stimmen "beruhen vor allem auf Unwissenheit".

Mit in der Endstufe rund 10 000 Plätzen wäre das Aspacher Stadion ein besonders großes in der Region Stuttgart. Das größte ist die Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart-Bad-Cannstatt. Wenn es zum reinen Fuß-ballstadion umgebaut ist - vermutlich Ende 2011 -, werden 60 100 Menschen hineinpassen.

Zweitgrößtes Stadion ist das Ludwig-Jahn-Stadion in Ludwigsburg, es fasst 18 000 Plätze. Das Heilbronner Frankenstadion, das der SG Sonnenhof Großaspach derzeit als Ausweichquartier dient, hat 17 284 Plätze. Das Gazi-Stadion der Stuttgarter Kickers (ebenfalls wie Großaspach in der Regionalliga Süd) auf der Waldau fasst 11 436 Zuschauer. (her)

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 17. Dezember 2009

Fautenhau-Umbau rückt wieder ein Stück näher
Änderung des Flächennutzungsplans: Region Stuttgart stimmt zu

(uwe). Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach ist beim Umbau des Fautenhau wieder ein Stück vorwärtsgekommen. Am gestrigen Spätnachmittag stimmte der Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart der mittlerweile achten Änderung des Flächennutzungsplans für den Fautenhau zu. Das Ja, mit dem sich das Parlament dem Beschlussvorschlag der Verwaltung anschloss, gab es ohne Diskussionen. Allerdings sagten die sechs Grünen-Parlamentarier Nein und von Seite der SPD gab’s vier Enthaltungen. Das ändert aber nichts daran, dass der Verein, auf dem Weg die Forderungen des Fußballverbands zu erfüllen, einen weiteren Schritt geschafft hat.

Unter Zugzwang kam die SG mit dem Aufstieg. Die alte Anlage im Fautenhau entspricht nicht den DFB-Richtlinien für die Regionalliga. Per Sondergenehmigung erlaubt der Verband, dass Aspach diese Saison die Heimspiele im 35 Kilometer entfernten Heilbronner Frankenstadion austrägt. Eine in jeder Hinsicht sehr aufwendige Lösung. Deshalb baut der Verein mithilfe von Investoren auf eigene Kosten seine Sportanlage um. Wo sich bisher der Kunstrasenplatz befand, soll bis zum Sommer 2010 ein Stadion mit einer Kapazität für 5000 Fans entstehen. Das bisherige Hauptspielfeld, auf dem die SG schon vor bis zu 6000 Fans Testspiele gegen Erstligisten wie Schalke, den VfB, Hoffenheim und Leverkusen austrug, wird in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Der steht kurz vor der Fertigstellung. Klub und Investoren rechnen, dass sie der Umbau zwischen 6 und 7 Millionen Euro kostet (wir berichteten).

In der Hinsicht geht es Aspachs samstäglichem Gegner viel besser. Dem 1. FC Eintracht Bamberg baute die Kommune das städtische Stadion auf Steuerzahlerkosten um. Die über 20000 Besucher fassende Arena hatte ebenfalls nicht den DFB-Vorgaben entsprochen. Vergangene Saison kickte die Eintracht in Weismain. Sportlich brachte die Heimkehr nach Bamberg nicht viel. Deshalb musste beim Drittletzten nun Trainer Christoph Starke, Bruder des Bamberger Oberbürgermeisters Andreas Starke, gehen. Gegen die SG haben der sportliche Leiter Gerd Schimmer und Nachwuchscoach Andi Kausch das Sagen. Starke war seit 2005 Trainer und führte den 1. FC Eintracht von der Landes- in die Regionalliga.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 25. November 2009

Ein weiterer Etappensieg für die SG
Einstimmiges Ja des Aspacher Gemeinderats zur Änderung der Bebauungspläne für den Fautenhau – Bedenken wegen des Lärms

Nächster Etappensieg für Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof in Sachen Umbau des Sportpark Fautenhau. Einstimmig genehmigte der Aspacher Gemeinderat die Satzungsentwürfe der geänderten Bebauungspläne fürs neue Stadion und die erforderlichen Parkplätze.

Von Uwe Flegel - Sportlicher Erfolg kann teuer werden. Und er erfordert Hartnäckigkeit. Das gilt besonders für Fußballvereine, die in eine Klasse aufsteigen, um die sich der DFB kümmert. Passiert ist das bekanntlich Großaspachs Kickern. Um nicht noch eine Saison die Regionalliga-Heimspiele in Heilbronn bestreiten zu müssen, soll der Sportpark Fautenhau regionalligatauglich (5.000 Zuschauer) gemacht werden. Damit nach einem weiteren Erfolgsfall nicht wieder der Kampf mit Behörden beginnt, wurde für die Genehmigungsverfahren gleich eine Planung für ein Stadion für 10.000 Fans berücksichtigt.

Nachdem die Region in der Vorwoche dem Zielabweichungsverfahren zugestimmt hatte, genehmigte jetzt der Aspacher Gemeinderat, die Satzungsentwürfe fürs Stadion sowie die Parkplätze, die für 696 Stellplätze ausgelegt sind. Die Pläne und Schriftstücke werden nun möglichst rasch öffentlich ausgelegt.

Das Ja zum Ausbau kam von den Räten zwar einstimmig, bei der SPD aber „nur mit Bauchweh“, so Dr. Bernhard Trefz. Der Lärmbelästigung bei Großveranstaltungen wegen. Ohne Einschränkung stimmten dagegen die Freie Wählervereinigung (FWG) und die CDU/Bürgerliche Wählerliste zu. FWG-Sprecher Gerd Raichle: „Das ist nichts Neues, da wird nur das Bestehende ausgebaut.“ Komme von den Räten ein Nein, dann mache sich die Gemeinde zur Lachnummer. Peter Hanisch (CDU/Bürgerliche) merkte an: „Jede größere Gemeinde würde sich die Finger lecken, wenn Frau Berg dort musizieren würde.“ Zudem: „Straßenfeste verursachen auch Lärm.“

Trotz der Entscheidung am Montagabend wird das rund 7 Millionen Euro teure Projekt der Kicker weiterhin viele beschäftigen. Im Landratsamt zum Beispiel sorgt der Naturschutz bisher schon dafür, dass den Planern der Kommune die Arbeit nicht ausging. Die Ursprungsfassung musste gründlich überarbeitet werden. Amphibien, Vögel, Fledermäuse und Nachtfalter galt’s gegen das größere Verkehrsaufkommen und die deutlich stärkere Flutlichtanlage zu schützen. Dem wird nun mit Schranken, Einschränkungen im Spielbetrieb und UV-Filtern an den Strahlern Rechnung getragen. Wegen der Amphibienwanderung im Februar und März kann die Verbindungsstraße von Großaspach nach Allmersbach künftig komplett gesperrt werden. Zudem verpflichtet sich die SG Sonnenhof, in diesen zwei Monaten kein Spiel nach 18 Uhr auszutragen. Die Fichten, die im Fautenhau fallen, werden durch eine Wiederaufforstung im Flurbereich Steinhausen ersetzt.

Bedenken angemeldet hatten auch Anwohner aus Hohrot und Rietenau. Sie wehren sich unter anderem gegen den Lärm, den Dreck, der nach Großveranstaltungen hinterlassen wird, und eventuelle Schäden, die randalierende Fans verursachen. Wegen der Lärmbelästigung gab die Gemeinde eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag. Die ergab, dass die Fußballspiele unproblematisch sind. Jedoch muss bei Konzerten die Bühne nach Nordwesten ausgerichtet sein. Zudem dürfe es maximal zehn solcher Großveranstaltungen geben, so die Untersuchung. Eine zu hohe Anzahl für Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner: „Das verträgt der Fautenhau und der gesamte Ort nicht.“ Drei bis fünf Veranstaltungen seien okay. Das, so der Bürgermeister, wird im Bebauungsplan festgeschrieben. Wenig Handhabe gibt’s für die Kommune dagegen in Sachen Feuerwerke, die auch Weinbrenner ärgern: „Da haben bei mir die Fenster gewackelt. Das kann’s nicht sein.“ Zeitliche Einschränkungen und Gespräche mit dem Veranstalter sollen Abhilfe schaffen. Weinbrenner hat Einsicht festgestellt: „Der Veranstalter ist kooperativer als früher.“

SPD-Räte hakten wegen der Großveranstaltungen noch einmal nach und verlangten, dass die Anzahl auf drei bis fünf festgeschrieben wird. Denn, so Armin Franitza, nicht der Fußball, sondern die „Musik ist das Problem“. Hanne Barth wollte zudem noch wissen, welche Kosten auf die Gemeinde zukommen. Das weiß Weinbrenner aber noch nicht. Für eine Aufstellung fehlt bislang die Zeit. Bis vor einer Woche arbeitete die Verwaltung daran, ständige Änderungswünsche des Landratsamt zu erfüllen. Die größten Sorgen wegen der Kosten versuchte Weinbrenner zu nehmen. Er sieht die Aufgabe der Gemeinde darin, Rahmenbedingungen zu schaffen. Eine weitere finanzielle Beteiligung an dem Projekt neben den 120.000 Euro an Zuschuss für den neuen Kunstrasenplatz lehnt er ab.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 19. November 2009

Region sagt Ja zum Ausbau im Fautenhau
Die SG Sonnenhof erzielte gestern einen wichtigen Etappensieg

(uwe). Vor vier Wochen war die Entscheidung noch vertagt worden. Weil es zum Beispiel in Sachen Parkplätze noch offene Fragen gab. Die waren bis zum gestrigen Spätnachmittag offenbar geklärt. Jedenfalls genehmigte der Planungsausschuss der Region Stuttgart mit Stimmen der CDU, der Freien Wähler, der FDP, Teilen der SPD sowie des Republikaners das Zielabweichungsverfahren, das von der Gemeinde Aspach beantragt worden war. Dagegen waren nur fünf Mitglieder der Grünen. Zudem gab es drei Enthaltungen. Die SG Sonnenhof ist dem Ausbau des Sportparks Fautenhau einen großen Schritt näher gekommen. Auch wenn das Regierungspräsidium noch Ja sagen muss, dass aus dem Kunstrasenplatz ein Stadion wird, in dem in der ersten Umbaumaßnahme 5000 Zuschauer Platz finden sollen (wir berichteten). Dass das RP sich quer stellt, ist nicht zu erwarten, schließt es sich im Regelfall doch den Empfehlungen der Region an.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet online am 2. November 2009

Erweiterungspläne vorerst vertagt

Von Oliver Hillinger - Großaspach - Der Fautenhau ist kein Platz, dem man normalerweise überregionale Bedeutung zumessen würde. Der bewaldete Hügel nördlich von Großaspach (Rems-Murr-Kreis) wäre eher der Ort für einen beschaulichen Spaziergang, hätte ihn nicht die SG Sonnenhof Großaspach als Standort auserkoren. Der Regionalligist, der vom Manager, Spielerberater und Hotelbesitzer Uli Ferber unterstützt wird, lockt mit jedem Aufstieg mehr Besucher in den ruhigen Winkel nördlich von Aspach und muss sein dortiges Stadion nun auf rund 5000 Plätze erweitern. Der VfB Stuttgart und Schalke 04 waren dort zu Gast, im vergangenen Sommer lockte das Konzert von Ferbers Gattin, der Schlagersängerin Andrea Berg, 13.000 Besucher in das Stadion. Die Veranstalter funktionierten die nahen Wiesen zu Parkplätzen um.

Der Planungsausschuss des Regionalparlaments hatte nun über eine Stadionerweiterung zu befinden, die der Deutsche Fußball-Bund dem Verein mit dem Eintritt in die Regionalliga zwingend vorgeschrieben hat. Um für die vorgeschriebenen 5000 Zuschauer Platz zu schaffen und genügend Raum für die Sicherheitskräfte zu haben, soll das Stadion in Richtung Wald vergrößert werden. Das ist zwar eine Abweichung vom Regionalplan, wurde jedoch seitens des Planungsausschusses hingenommen. Die Eingriffe in die Grünflächen wären wesentlich größer, wenn das Stadion an anderer Stelle neu gebaut werden müsste, begründete dies Planungsdirektor des Regionalverbands, Thomas Kiwitt.

Ungelöste Parkplatzfrage

Dass das Thema Fautenhau dennoch vertagt wurde, hatte einen anderen Grund. Fünf SPD-Regionalräte waren vor der Sitzung nach Aspach gereist, um die Örtlichkeit in Augenschein zu nehmen. "Wir haben uns schon gewundert, dass die Frage der Parkplätze bisher völlig ausgeklammert wurde", sagte die Sprecherin der SPD im Planungsausschuss, Andrea Schwarz. Aus ihrer Sicht sei der überwiegende Teil der Stellfläche "Wiesenparkplatz", die Zufahrt bestehe "in einem sehr schadhaften Sträßle". Der Grünen-Regionalrat Werner Neher äußerte Zweifel daran, dass die Stellplätze ausreichen würden. Zwar fand die Erweiterung bei CDU und Freien Wählern Zustimmung, auf Vorschlag der Regionaldirektorin Jeannette Wopperer wurde der Beschluss jedoch überraschend vertagt. Nun muss in Kürze neu beraten werden.

Der Geschäftsführer der SG Sonnenhof Großaspach, Thomas Deters, bedauerte die Entscheidung. Sie bedeute eine Verzögerung für die geplante Erweiterung des Stadions. Im Moment spielt die SG aus Platzmangel im Heilbronner Frankenstadion. "Dort wurden wir mit offenen Armen aufgenommen" sagt Deters.

Der Aspacher Schultes Hansjörg Weinbrenner monierte, der Regionalausschuss habe die Frage der Stellplätze gar nicht zu entscheiden gehabt. Nach seinen Angaben sollen rund 800 Stellplätze auf den umliegenden Wiesen geschaffen werden. Die Planungen sähen vor, nur die Zufahrten mit Schotter zu befestigen. Asphaltierte Parkplätze sind im Fautenhau laut Weinbrenner nicht möglich.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 22. Oktober 2009

Region fällt noch keine Entscheidung über den Fautenhau
Parkplatzsituation und Zufahrt bereiten SPD und Grüne Bauchweh

(stg). Erhofft hatte sich Fußball-Regionalligist Großaspach einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zum angestrebten Ausbau des Sportparks Fautenhau. Doch daraus wurde (vorläufig) nichts: Statt der „Abweichung von Zielen der Raumordnung“, wie es im Beamtendeutsch heißt, zuzustimmen, und damit von der Seite des Verbandes Region Stuttgart grünes Licht für dieses von der Gemeinde Aspach beantragte Vorhaben zu geben, vertagte sich der zuständige Planungsausschuss gestern Nachmittag nach einer etwa vierzigminütigen und sehr intensiven Diskussion.

Während Udo Goldmann für die CDU-, Alfred Bachofer für die FW- und Jürgen Hofer für die FDP-Fraktion signalisiert hatten, ihr Ja-Wort bereits geben zu können, sahen die SPD um Andrea Schwarz und Bündnis 90/Grüne vor allem an zwei Punkten noch gewissen Nachbesserungsbedarf. Erstens: Sie erwarten von der Gemeinde Aspach als Antragstellerin einen Nachweis, wie im Falle des zweiten Ausbauschritts bei einer dann vorgesehenen Kapazität von 10000 Zuschauern (statt 5000 im anstehenden ersten Schritt) genug Parkplätze ausgewiesen werden können. Zweitens: Es muss noch klarer werden, wie die Zufahrt in den Fautenhau geregelt wird. Fraktionsübergreifend fand sich schließlich eine breite Mehrheit für den Antrag, das Thema zu vertagen.

Grundsätzliche Fragen warf Ulrike Sturm (Grüne) aus Backnang auf: Gehe es wirklich um Fußball oder nicht vielmehr um Schlagerstar Andrea Berg? Was, wenn dem „Millionärspaar“ Berg/Uli Ferber irgendwann das Geld ausgehe? So fasst Region-Pressesprecherin Dorothee Lang einen Teil der Aussagen der Backnanger Abgeordneten zusammen. Zudem wollte Sturm – nun auf einer etwas sachlicheren Basis – wissen, warum die Lerchenäcker nicht als Standort in Betracht gezogen werden? Ob die Fragen bei Wiedervorlage des Themas die entscheidende Rolle spielen, ist eher zweifelhaft. Gelingt es der Gemeinde Aspach und mithin dem Verein die offenen Fragen rasch zu beantworten, ist der Planungsausschuss vielleicht bei seiner nächsten Sitzung im November so weit, eine Entscheidung zu treffen.

Fällt diese aus Aspacher Sicht positiv aus, wäre eine hohe Hürde genommen. Auf der Bremse steht vor allem noch das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises. In dieser Behörde scheinen Forst- und Naturschutz uneins über die richtige Haltung zum Projekt im Fautenhau zu sein (wir berichteten). Es dauert eben, bis alle Behördenmühlen zu Ende gemahlt haben.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 21. Oktober 2009

SPD gibt den Ball im Fautenhau (noch) nicht frei
Fünf Regionalräte trafen sich in Aspach zum Vororttermin – Für die Genossen gibt’s in Sachen Umbau noch ungeklärte Fragen

Von Uwe Flegel - „Der Planungsausschuss stimmt der Abweichung von Zielen der Raumordnung zu.“ Geht’s nach dem Verwaltungsvorschlag, dann gibt die Region Stuttgart grünes Licht für den Ausbau des Sportparks-Fautenhau. Die Sache einfach nur abnicken, das will die SPD aber nicht. Aus dem Grund schauten sich fünf Fraktionsmitglieder die Baustelle selbst an.

„Für mich gibt’s noch offene Fragen“, erklärte Andrea Schwarz. Sie, ihre Ausschusskolleginnen Ulrike Lucas (Weil der Stadt), Renate Seibold-Völker (Schorndorf), der Fraktionsvorsitzende Harald Onno Raß (Fellbach) und der Aspacher Regionalrat Dr. Werner Barth hatten sich deshalb die Mühe des Vororttermins in Aspach gemacht. Bis zur heutigen Sitzung des Planungsausschusses der Region müssen sich die Genossen, die von den Aspacher SPD-Gemeinderäten Hanne Barth und Sonja Pauli begleitet wurden, ihre Meinung gebildet haben. Steht in Stuttgart doch unter anderem das Umbauprojekt der SG Sonnenhof (wir berichteten) auf der Tagesordnung.

Zu den unklaren Punkten zählt für Andrea Schwarz, Sprecherin Planung der SPD, die Verkehrsanbindung des Fautenhau. Kritisch gesehen wird von der Architektin und Stadtplanerin aus Oberstenfeld zum Beispiel, dass Autos und Busse nicht über eine Umgehungsstraße zu den Spielen und vor allem Großveranstaltungen wie Konzerten gelangen, sondern durch Großaspach und Allmersbach am Weinberg fahren. Ebenfalls nicht ganz einleuchtend sei, dass in dem Zielabweichungsverfahren das Okay für ein Stadion mit dem Fassungsvermögen für 10000 Zuschauer gegeben werden soll, dafür aber nur rund 500 Parkplätze vorgesehen sind. „Dabei verlangen die DFB-Richtlinien für 10000 Besucher doch 1500 Parkplätze“, stellte Schwarz fest und fügte an, „da tut es dann auch nichts zur Sache, wenn das Stadion zunächst einmal nur für 5000 Zuschauer ausgebaut wird.“ Kommt der nächste Ausbau, sei wegen der Erhöhung der Parkplätze das nächste Zielabweichungsverfahren nötig und „das wäre das Pferd von hinten aufgezäumt“. Schwarz und ihre Fraktion erwarten eine bessere Konzeption. Was bisher vorliege, sei „dünn, für die Größe des Projekts“. Zumal im Fautenhau schutzbedürftige Bereiche des Natur- und Landschaftsschutzes, der Fortwirtschaft und der Naherholung betroffen sind. Schwarz stellt sich die Frage: „Gibt’s einen anderen Standort? Zum Beispiel ein Gewerbegebiet?“ Zum Beispiel die Lerchenäcker.

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Stuttgarter Nachrichten" berichten online am 20. Oktober 2009

Regionalligist muss investieren
Fürs Stadion fallen Bäume

Stuttgart/Aspach - Um ab der nächsten Saison wieder im heimischen Waldstadion spielen zu können, plant der Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach den Ausbau des Sportparks. Der Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart soll heute dem damit verbundenen Eingriff in den Wald zustimmen. Viele Bäume müssen fallen.

Das Freizeitgelände Fautenhau in der 8000 Einwohner zählenden Rems-Murr-Gemeinde Aspach ist ein sensibler Bereich. Dort liegen vielbesuchte Freizeiteinrichtungen wie Sport- und Tennisplätze sowie gastronomische Einrichtungen wie das Blockhaus der Hoteliersfamilie Ferber direkt neben Gebieten, die Natur- und Landschaftsschutz genießen. Genau an dieser Nahtstelle plant der Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach sein neues Stadion.

Es ist keine Großmannssucht, dass der in die vierte Liga aufgestiegene Verein bis zum Beginn der kommenden Saison über fünf Millionen Euro in den Sportpark investieren will. In erster Linie zwingen die Auflagen des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) für den Spielbetrieb in der vierten Liga zur Aufrüstung des Sportparks. Unter anderem verlangen die Bestimmungen auf dem Stadiongelände Arrestzellen für randalierende Fans, getrennte Eingänge für die Gästefans und eine Sicherheitszone rund um das Stadion. Zudem besteht der DFB auf eine Zuschauerkapazität von 5000 Zuschauer in einem Viertliga-Stadion.

Angesichts der veralteten Sportanlagen und Bauten im Fautenhau stellte sich die Vereinsführung um den Vorsitzenden Werner Benignus nach dem Aufstieg Mitte des Jahres 2009 diese Fragen: Sollen wir an einer anderen Stelle neu bauen? In ein bestehendes Stadion, zum Beispiel nach Heilbronn, umziehen? Oder doch den bestehenden Standort ausbauen? Der Verein entschied sich schnell für die zuletzt genannte Möglichkeit und stellte bereits Ende Juli dem Aspacher Gemeinderat die Umbaupläne vor. Die Eile bei der Planung erklärt Benignus mit dem "großen Zeitdruck, der auf dem Verein lastet". In der Regionalliga schreiben die Statuten vor, dass ein Ausweichquartier nur eine Saison genutzt werden darf. Bereits im kommenden März muss sich deshalb die SG Sonnenhof Großaspach entschieden haben, auf welchem Platz der Verein in Zukunft spielt.

Zum Zeitdruck gesellt sich eine schwierige Planung. Um zwischen den neuen Tribünen und dem Wald den notwendigen Sicherheitsabstand zu erhalten, müssen auf 2,5 Hektar Bäume gefällt werden. Für diesen abgeholzten Forst gilt es an anderer Stelle Ersatz zu schaffen. Aspachs Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner geht davon aus, dass die Gemeinde in der Zusammenarbeit mit dem Verein diese knifflige Frage gut gelöst hat. Für Weinbrenner gibt es auch keine Alternative zum Ausbau des bestehenden Standorts. "An jeder anderen Stelle der Aspacher Gemarkung wäre der Eingriff in die Landschaft noch drastischer ausgefallen", meint der Bürgermeister. Die weitaus höheren Kosten, die ein solches Projekt dem Verein und der Kommune abverlangen würde, sprechen für den Aspacher Schultes ebenfalls für die gewählte Variante.

Dieser Sichtweise schloss sich mittlerweile das Regierungspräsidium an. In der Sitzungsvorlage für den Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart wird der Eingriff in die Natur mit den Folgen eines Neubaus an anderer Stelle abgewogen. Die Regionalplaner kommen zu dem Ergebnis, dass der Erweiterung der bestehenden Sportanlage der Vorzug zu geben ist. Die Fraktionen haben bereits angedeutet, dass sie der Vorlage heute zustimmen.

Noch steht nicht genau fest, wie der Verein den Stadionumbau finanziert. "Fünf Millionen Euro sind ein unglaublicher Betrag für unseren kleinen Verein", stöhnt Benignus. Die Vereinsführung arbeite zusammen mit anderen an einem Investorenmodell, aber noch sei nichts beschlossen. Zu den anderen gehört auch der langjährige Vorsitzende des Vereins, der Hotelier und Spielerberater Uli Ferber. Der Mentor und Gönner des Regionalligisten verspricht: "Ich werde mit anderen Sponsoren dem Verein unter die Arme greifen."   
Von Gerhard Schertler

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 17. Oktober 2009

Bagger rollen, Behörden bremsen
Im Fautenhau wird der untere Platz bereits in einen Kunstrasen umgewandelt – Genehmigung für Stadionumbau fehlt weiterhin

Im Fautenhau rollen Bagger. Wo bisher das Hauptspielfeld lag, entsteht ein Kunstrasenplatz. Weiterhin unklar ist, wann der Umbau des oberen Platzes startet. Die SG Sonnenhof Großaspach wartet sehnsüchtig auf die Genehmigungen. Doch Behördenmühlen mahlen wieder einmal sehr, sehr langsam.

Von Uwe Flegel - Bürgermeister Hansjörg Weinbrenner ist schon aufgrund seines Berufes keiner, der gegenüber Behörden negativ eingestellt ist. Ob das auch in Zukunft so sein wird, wenn die Sprache aufs Landratsamt sowie die Region Stuttgart kommt? Noch gibt sich das Aspacher Gemeindeoberhaupt diplomatisch. Auf die Frage, wann denn mit der Genehmigung für den Umbau der Sportanlage im Fautenhau zu rechnen sei, antwortet Weinbrenner: „Es ist schwierig, das zu sagen. Ursprünglich hatte ich gehofft, dass es bis Dezember so weit ist. Wir arbeiten jedenfalls mit Hochdruck dran.“ Der Bürgermeister spricht von der Verwaltung in Aspach. Die Bremser sitzen also woanders? Weinbrenner bleibt Diplomat: „Es sind viele Behörden daran beteiligt.“

Damit wären wir beim Problem. Richtig groß wird’s immer dann, wenn die Linke nicht weiß, was die Rechte tut. Ein Beispiel. Das Regierungspräsidium meint: Der Umbau der Sportanlage ist kein Fall für ein Zielabweichungsverfahren. Alles klar? Nein. Denn es gibt ja noch den Verband Region Stuttgart. Und der glaubt wiederum, bei der Planung einer von vier Tribünenseiten etwas entdeckt zu haben, was eben jenes oben beschriebene Verfahren betrifft. Wer nun richtig liegt? Ist noch nicht geklärt.

Schließlich gibt es ja noch das Landratsamt Rems-Murr. Auch dort möchte der eine, was der andere unbedingt verhindern will. Ist ein winziges Insekt nun ein Holzschädling und soll deshalb raus aus dem Wald, oder muss es unbedingt erhalten bleiben und Bäume dürfen deshalb nicht gefällt werden? Nicht immer sind sich Forst und Naturschutz einig. Weinbrenner will zu diesen Dingen nicht viel sagen. Nur soviel: „Es dreht sich alles ein wenig im Kreis.“ Dabei entsteht im Fautenhau „ja nicht das Dietmar-Hopp-Stadion, sondern wir ertüchtigen eine bestehende Sportanlage“, verdeutlicht das Gemeindeoberhaupt, das nun ein wenig deutlicher wird. Die Region Stuttgart schreibe sich immer sogenannte Leuchtturmprojekte auf die Fahne. Nun sei sie dabei, ihren mit den Stuttgarter Kickers zweithöchsten Klub hinter dem VfB in die Region Franken zu vertreiben. Nächste Woche steht eine Sitzung an, in der es auch um Belange geht, die den Fautenhau betreffen. Zudem treffen sich SPD-Regionalräte am Montag in Aspach zu einem Vororttermin. Weinbrenner: „Ich hoffe, dass die Regionalräte ihrer Verantwortung gerecht werden.“

Dafür gilt’s zu wissen, dass in den Sportpark-Fautenhau in seinem derzeitigen Zustand bis zu 6000 Besucher pilgerten, wenn Teams wie der VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen oder Schalke 04 dort gastierten. Nun soll die Anlage, die in Teilen ohnehin stark sanierungsbedürftig ist, so umgebaut werden, dass rund 5000 Zuschauer die Spiele verfolgen können. Eben das, was die DFB-Richtlinien für die Regionalliga verlangen. Das gilt auch für den Bereich Komfort. Statt auf Gras und Dreck zu stehen, sollen die Fans nun Platz auf Tribünen finden.

Unabhängig vom Theater um die Genehmigung für den Umbau des oberen Platzes, hat die erste Maßnahme bereits begonnen. Das untere Spielfeld bekommt einen Kunstrasen und Flutlicht. Rund 800000 Euro kostet dieser Bauabschnitt. Es bedarf der Eile, sollen Teile des Jugendspielbetriebs nicht gestoppt werden müssen. Schließlich besteht die SG Sonnenhof nicht nur aus Regionalligakickern. Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender der Fußballabteilung: „Wir haben im Jugendspielbetrieb rund 30 Prozent Zuwachs und wissen nicht, wo wir unsere Teams unterbringen sollen.“

Macht die Witterung mit, dann ist das erste von zwei neuen Spielfeldern bis Ende des Jahres fertig. Und das zweite? Zwei, drei Monate hat die SG noch Zeit, dann muss sie wissen, ob das mit dem Umbau oben klappt. Schließlich gilt es, die Lizenzunterlagen an den DFB zu schicken. Und der erteilt in Sachen Spielstätte eine Ausnahmegenehmigung eigentlich nur für eine Saison. Danach muss sich der Verein festlegen, wo er seine Zukunft sieht. In Aspach oder...

"Tagebuch der comtech Arena"

Quelle: Die "Backnanger Kreiszeitung" berichtet online am 14. Mai 2009

SG präsentiert Pläne für neues Schmuckkästchen

Der große Erfolg der Oberligafußballer sorgt dafür, dass die SG Sonnenhof Großaspach vor großen Herausforderungen steht. Gestern Abend wurden im Fautenhau die Pläne für den Stadionumbau und die angestrebte Neuordnung der Vereinsstruktur vorgestellt.

Liegt bislang nur als Entwurf vor, soll bis zum kommenden Winter allerdings weitgehend fertig sein: Die umgebaute Sportanlage im Fautenhau. Das künftige Stadion mit Tribünen an den beiden Stirnseiten sowie einer Längsseite soll laut Planung der beiden Architekten Bernd Küstner und Uli Ettle auf dem bisherigen Kunstrasenplatz (oben) entstehen. Das derzeitige Hauptspielfeld (unten) wird dafür in einen Kunstrasenplatz umgewandelt.Von Uwe Flegel - Am zweiten August-Wochenende startet für die Fußballer der SG Sonnenhof in der neuen Saison die Punktehatz. Wahrscheinlich in der Regionalliga. Immerhin hat das Oberligateam von Trainer Thomas Letsch vier Spieltage vor Schluss satte sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten HoffenheimII. Sehr viel spricht dafür, dass sich die Kicker aus dem kleinen Aspach mit Großkopfeten wie Waldhof Mannheim, Darmstadt 98, SSV Ulm, Viktoria Aschaffenburg, Stuttgarter Kickers und SC FreiburgII, 1. FC NürnbergII, Eintracht FrankfurtII, Greuther FürthII, 1860 MünchenII messen. Zumal der DFB in Sachen Lizenz bereits positive Signale gesendet hat, wie SG-Fußballvorstand Werner Benignus berichtet: „Der Vorabbescheid ist da. Wir müssen noch zwei, drei Hausaufgaben machen. Aber es sieht nicht schlecht aus.“

Die wohl größte Herausforderung ist die Sportanlage. Das Stadion im Fautenhau erfüllt nicht einmal ansatzweise die Bedingungen des DFB. Schon seit Monaten beschäftigt sich die SG mit einem Umbau (wir berichteten). Gestern Abend präsentierten die beiden als Planungsgemeinschaft fungierenden Architekten Bernd Küstner und Uli Ettle, gleichzeitig Vorsitzender des Gesamtvereins der SG Sonnenhof Großaspach, den Entwurf. Wie bekannt, entsteht das neue Stadion auf dem bisherigen Kunstrasenplatz, der um 1,50 Meter abgesenkt werden soll. Gleichzeitig wird aus dem bisherigen Hauptspielfeld unten ein Kunstrasenplatz. Der Platz oben wird mit Rollrasen, neuem Flutlicht und drei Tribünen (zwei an den Stirnseiten und eine auf der Längsseite gegenüber dem Blockhaus) ausgestattet. Dabei wissen Benignus und seine Mitstreiter: „Wir befinden uns im Wald.“ Das bedeutet schon seit Wochen: viele Gespräche. Auch mit Behörden. Die Einschätzung des Vorsitzenden der Fußballabteilung: „Wir bekommen’s hin.“ In der ersten Bauphase werden nur die zwei Tribünen auf der Längs- und der Stirnseite in Richtung Musikerheim erstellt. Der separate Gästeblock, der für die abschließend zu bauende dritte Tribüne vorgesehen ist, wird anfangs auf der Längsseiten-Tribüne untergebracht. Zudem entsteht ein Weg rund ums Sportgelände. Auch weil Gästefans getrennt vom Rest der Zuschauer in und aus dem Stadion gelangen müssen. Der DFB verlangt viel von den Klubs, die vierthöchste Liga spielen wollen. Von den Kosten will der Verband nichts wissen. Die müssen der Verein, seine Sponsoren und die Kommune tragen. Auch beim Millionenprojekt Fautenhau. Fertig sein soll das zur Rückrunde der neuen Saison. Fürs erste halbe Jahr benötigt Aspach ein Ausweichquartier. Verhandlungen wegen des Heilbronner Frankenstadions laufen.

Von der Baumaßnahmen betroffen ist auch das Vereinsheim, das Benignus so beschreibt: „Baufällig.“ Vor allem der Kabinentrakt. Das neue Klubhaus wird wie der Platz tiefer liegen. „Wir wollen eine Höhe mit dem Blockhaus bilden“, erklärt Benignus.

Und noch etwas wird neu sein: Die Vereinsstruktur. „Die Zeit des Vorsitzenden als Alleinherrscher ist vorbei“, sagt der Fußballboss, der sich als Sprecher eines siebenköpfigen Vorstandsgremiums sieht. Klar ist für Benignus, dass er und seine Kollegen das Unternehmen Regionalliga nur sehr schwer alleine stemmen können: „Wir brauchen noch mehr Leute auf ehrenamtlicher Basis, die sich mit der Geschichte identifizieren.“ Auch solche sollten mit der Infoveranstaltung im Blockhaus angesprochen werden. Und zwar unabhängig von den vom DFB geforderten zwei hauptamtlichen Mitarbeitern (Geschäftsstelle und Finanzwesen).

„Eigentlich kommt die Regionalliga für uns ein Jahr zu früh“, urteilt Benignus. Denn ursprünglich wollte die SG erst zwölf Monate später eine Liga höher spielen. Der Erfolg stellte sich schneller ein. Die SG stellt sich den Herausforderungen. Benignus: „Nun müssen wir halt schneller handeln. Aber wir packen das.“

Weiterführende interne Links:
[Online-Presseberichte über den Fautenhau] [Der Fautenhau und das Heilbronner Frankenstadion]

 

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