Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2011/12

ooooooo

Die Erwartungen mehr als nur erfüllt
Die bisherigen Leistungen seiner Regionalligafußballer nötigen selbst Aspachs Trainer Alexander Zorniger Respekt ab

„Du bekommst das zurückgezahlt, was du einbringst.“ Hat Alexander Zorniger mit dieser Aussage Recht, dann haben die Regionalligafußballer der SG Sonnenhof im vergangenen halben Jahr ordentlich reingebuttert. Als Ertrag gab’s für das Team aus dem Großaspacher Fautenhau einen unerwarteten Rang zwei.

Von Uwe Flegel - Vor der Saison „haben wir uns so etwas vielleicht erhofft, aber dass die Mannschaft das dann ein halbes Jahr so durchzieht...“ Das nötigt auch Trainer Zorniger Respekt ab. Schließlich stand aus der Vorsaison nur Platz 14 zu Buche. Was also ist diese Runde nun anders? „Die Comtech-Arena pusht unheimlich“, nennt der 44-jährige Coach die Rückkehr vom Exil in Heilbronn ins heimische Aspach wenig überraschend als Grund. Für den Leistungsschub sorgte nicht nur die gute Stimmung im neuen Stadion. Auch sportlich passt vieles besser. Zum Beispiel die Qualität der Spieler, bei der sich vor allem in der Offensive viel getan hat. Wichtig sei zudem, dass die höhere Qualität auch auf den Platz gebracht wurde, erklärt Zorniger. Ein weiterer Faktor ist „das nötige Quäntchen Glück“.

Das alles reichte lange Zeit für die Tabellenführung. Erst in der Endphase des ersten Saisonabschnitts mussten die Aspacher den selbst ernannten Titelfavoriten Stuttgarter Kickers noch vorbeiziehen lassen. Dabei war das ganz und gar nicht unnötig. Denn, wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann, dass die SG drei ihrer bislang erst fünf Niederlagen gegen die Kellerkinder Alzenau, Pfullendorf und NürnbergII kassierte. Das ärgert. Zorniger bemäkelt, dass in diesen drei Spielen die Bereitschaft fehlte, sich für das Team aufzuopfern. Er fordert seine Kicker auf, sich „immer wieder zu hinterfragen, wie kann ich meine Fähigkeiten für die Mannschaft einbringen“. Dadurch werde jeder Einzelne stärker. Der Coach erwartet, dass sich jeder selbst reflektiert: „Wo komme ich her, was mache ich. Welche Probleme hat’s gegeben, die’s in der Vergangenheit in meiner Karriere auch schon gab.“ Denn: „Die Jungs haben uns unglaublich viel Spaß gemacht. Aber es soll keiner glauben, wir hätte eine leicht zu führende Mannschaft.“

Dennoch gelang es dem Regionalligazweiten, eine drohende Baustelle nicht entstehen zu lassen: Zornigers Fehlen im Training in der ersten Wochenhälfte, weil er sich da noch bis März in Köln zum DFB-Fußballlehrer ausbilden lässt. „Dass wir mit unseren Zugängen Glücksgriffe gemacht haben, bezieht sich nicht nur auf die Spieler“, verdeutlicht der Chefcoach, wie zufrieden er mit seinem Trainerstab ist. Das gilt für die Co-Trainer Rüdiger Rehm und Jochen Ruta wie für Athletiktrainer Joachim Stoltenfeld und Torwarttrainer Jörg Schlisske. Und es gilt auch fürs Umfeld. Allen voran für den sportlichen Leiter Joannis Koukoutrigas, dem Zorniger immer wieder bescheinigt, klasse Arbeit zu leisten.

Großaspach scheint für die Rückrunde also bestens gewappnet zu sein. Zumindest sieht es der Cheftrainer so, der keine großartigen Verstärkungswünsche äußert. Zumal der lange Zeit verletzte Marius Jurczyk (Kreuzbandriss) nach Weihnachten wieder zur Verfügung steht. Der vielseitig einsetzbare Defensivmann, der vergangene Saison bis zu seiner Verletzung einen Stammplatz innehatte, ist praktisch ein Zugang. Einer, von dem Zorniger sagt: „Er tut uns gut. Denn wie zum Beispiel Robin Schuster ist er ein Spieler, der nicht unter 80 Prozent seines Leistungsvermögens fällt.“ Eine Qualität, die Aspachs Coach künftig gerne auch von seiner kompletten Mannschaft sehen will. Die bislang starke Saison ist für Alexander Zorniger „das Niveau, an dem sich das Team messen lassen muss. Ich sage damit aber nicht, dass sie das jede Woche leisten kann“. Doch viel weniger darf’s nicht sein. Schließlicht schreibt der Trainer seinen Kickern immer wieder ins Stammbuch: „Du bekommst das zurückgezahlt, was du einbringst.“

17. Dezember 2011

 

 

 

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