
Aspachs
Ziel: 1000 Zuschauer im Durchschnitt
SG-Kapitän Dennis
Grab möchte die Fans mit flottem Fußball
locken
Von Steffen Grün
- Selbst den größten Optimisten im Lager
der SG Sonnenhof Großaspach ist klar: 6800 Zuschauer
wie beim Eröffnungsspiel des neuen Stadions im
Fautenhau gegen den VfB Stuttgart stellen bei einem
Regionalligaspiel eine utopische Zahl dar. Aber: „Wir
wollen 1000 Zuschauer im Schnitt erreichen.“ Sagt der
Vorstandsvorsitzende Werner Benignus und richtet seinen
Blick zunächst einmal aufs erste Heimspiel am Freitag,
26. August, um 19 Uhr: „Durch das Doppelticket erhoffen
wir uns gegen den 1.FC Nürnberg II schon 1000,
1500 Zuschauer.“ Die Eintrittskarten vom VfB- Spiel
gelten für diese Partie ebenfalls.
„Ich
denke, wir haben mehr als 400, 500 Zuschauer verdient.“
SG-Kapitän Dennis Grab gibt sich gewiss nicht dem
Übermut hin, wenn er eine solche Erwartungshaltung
formuliert. Er belässt es auch nicht dabei, sondern
nimmt sich und seine Kollegen in die Pflicht: „Wir wollen
die Leute mit unserem Fußball ins Stadion locken.“
Das bedeutet aber, dass ein gewisser Druck auf dem Team
und Trainer Alexander Zorniger lastet, die Zuschauer
mit guten Leistungen und Ergebnissen vom Besuch der
Arena und von der häufigen Wiederkehr zu überzeugen.
Benignus ist zwar bemüht, die Erwartungen nicht
zu arg in die Höhe schnellen zu lassen, sagt aber
trotzdem: „Es darf nicht noch einmal eine Saison wie
die abgelaufene geben.“ Die Ansprüche sind gestiegen,
ein 14. Platz wäre wohl niemandem im ganzen Verein
genug.
Für den VfB Stuttgart
gilt trotz der miserablen Vorsaison, die ohne die exzellente
Rückrunde unweigerlich mit dem Abstieg in die Zweitklassigkeit
geendet hätte, dasselbe. Zwei Spiele, vier Punkte
– schon sprechen manche Fans wieder vom Europapokal.
Diese Euphorie war in manchen Phasen auch beim Gastspiel
des Teams von Trainer Bruno Labbadia im Fautenhau zu
spüren. Zum Beispiel, als vor allem die kleinen
Anhänger in den Trikots mit dem roten Brustring
nach dem Abpfiff den Mannschaftsbus umlagerten, um Autogramme
abzustauben. Die VfB-Profis zeigten Geduld, schrieben
sich zum Teil fast die Finger wund. Zumindest die Spieler,
die den kurzen Trip nach Großaspach mitgemacht
hatten. Und das waren von den Fitten beinahe alle: Nur
William Kvist bekam ein kleines Päuschen zugestanden.
Martin Harnik, der die Vormittagseinheit aus privaten
Gründen verpasst hatte, stand am Nachmittag auf
dem Trainingsplatz und zählte deshalb nicht zum
Kader. Serdar Tasci, der im Vorfeld davon gesprochen
hatte, sich riesig aufs Spiel im Fautenhau zu freuen,
weil die SG Sonnenhof über seinen Berater Uli Ferber
ein spezieller Verein für ihn ist, musste kurzfristig
passen. Ein Schlag aufs Knie beim Spiel in Mönchengladbach
hatte eine leichte Schwellung ausgelöst. Für
den Innenverteidiger stand neben den Behandlungen individuelles
Training auf dem Programm. Neben den Langzeitverletzten
fehlten sonst nur Julian Schieber und Johan Audel, für
die ein Einsatz zu früh gekommen wäre, sowie
Ersatztorwart Marc Ziegler.
18. August 2011
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