Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2011/12

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Abstiegsgefahr bleibt - theoretisch
REGIONALLIGA: Im ungünstigsten Fall sogar 24 Mannschaften für künftige Staffel Süd/Südwest

Von Carsten Schröder - Ab Freitag rollt wieder der Ball. Unter anderem mit dem Heimspiel des VfR Wormatia Worms gegen Aufsteiger Bayern Alzenau startet die Fußball-Regionalliga Süd in ihre neue Runde. Gesucht wird ein Meister. Ausgespielt wird wohl aber kein Absteiger. Allenfalls theoretisch könnte es am Saisonende einen Verein aus dem Südwesten erwischen.

Die Situation gestaltet sich einigermaßen kompliziert. Hintergrund dafür ist die beschlossene erneute Strukturreform der Regionalligen, wird es doch nach Ablauf der jetzt anbrechenden Saison nicht mehr drei, sondern dann fünf Ligen geben. Und weil es gerade für die Staffel Süd/Südwest mit den Vereinen aus Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Baden-Württemberg ein „Über-Angebot“ an Kandidaten gibt, wurde der Passus, dass alle jetzigen Regionalligisten die Klasse auch tatsächlich halten werden, um das Wörtchen „grundsätzlich“ ergänzt. Soll heißen: Im ungünstigsten Fall könnte es doch einen Absteiger geben.

Die neue Saison gehen insgesamt 18 Mannschaften in den Regionalligen - sechs im Westen, zwölf im Süden - an, die sich für die neue Regionalliga Süd/Südwest qualifizieren können. Dazu sollen die Meister der Oberligen Südwest, Hessen und Baden-Württemberg kommen. Und dazu müssten eventuelle Absteiger aus der dritten Liga (bis zu drei) kommen. Natürlich könnten umgekehrt auch zwei Vereine als Meister den Aufstieg in die dritte Liga schaffen. Sollte dies aber keinem gelingen, wäre die Regionalliga Süd/Südwest überfüllt.

Insgesamt sind es 24 Vereine, die einen Platz in der neuen Staffel beanspruchen könnten. „Das ist natürlich höchst theoretisch“, bestätigt Oliver Herrmann als Geschäftsführer des Regionalverbands Südwest. Weil es nun aber eben so ist und maximal 22 Vereine in der neuen Regionalliga spielen dürfen, musste sich der Verband im Vorfeld der Saison auch mit den Konsequenzen einer solchen Situation befassen. Erster Leidtragender wäre ein Regionalligist, der nach Abschluss der Saison einen der letzten drei Plätze belegt. „Der müsste dann absteigen“, bestätigt Herrmann. Theoretisch wäre also denkbar, dass ein Süd/Südwest-Verein als Drittletzter absteigt, während zwei dahinter liegende Klubs auch weiter munter in der Regionalliga spielen dürfen. Denn klar ist auch: Vereine aus Nordrhein-Westfalen (West) oder Bayern (Süd) müssen sich nicht um den Klassenerhalt sorgen. Für die künftigen Regionalligen Bayern und Nordrhein-Westfalen muss ohnehin durch einen „vermehrten Aufstieg“ aus den dortigen Oberligen aufgefüllt werden. Herrmann: „Damit sind wir alle nicht glücklich, aber das ist so.“

Zu Leidtragenden könnten übrigens auch die kommenden Oberliga-Meister werden. Sollte nämlich - bei einem Überangebot an Mannschaften - kein Süd/Südwest-Verein einen Abstiegsplatz belegen, müsste die Zahl der Aufsteiger reduziert werden. „Die Oberliga-Meister müssten dann eine Aufstiegsrunde ausspielen“, erklärt Oliver Herrmann.

Beim VfR Wormatia nimmt Marcel Gebhardt seitens der Sportlichen Leitung diese Entwicklung einigermaßen gelassen. Er verweist auf das eigene Saisonziel (Borchers: „einstelliger Platz im unteren Bereich“) und hofft folglich: „Vielleicht betrifft uns das sowieso nicht.“ Zudem glaubt Gebhardt, dass die Situation im Extremfall auch noch mal neu diskutiert werde. „Die Leute denken doch, das ist so theoretisch, dass es gar nicht so weit kommt.“ Seine Überzeugung: „Wir werden das im März, April noch mal diskutieren, wenn die Situation tatsächlich eintritt. Da ist es auch egal, welchen Verein es dann betrifft.“

Betreffen könnte es unter anderem auch Bayern Alzenau. Der erste Gegner der Wormaten kommt als Aufsteiger aus der Hessenliga, obwohl er eigentlich zum bayerischen Verbandsgebiet gehört. Marcel Gebhardt könnte sich vorstellen, dass Alzenau - ehe es zu einem Abstieg kommt - auch einen Platz in Bayern nehmen würde. Mit dieser Frage möchte sich Seref Zangir als Sportlicher Leiter des Aufsteigers aber noch gar nicht befassen. Er sagt nur so viel: „Man muss da auch zwei, drei Jahre nach vorne schauen.“ Der Verein habe lange mit Hinweis auf die räumliche Nähe um Aufnahme in der Hessenliga gekämpft. „Wenn wir in der Regionalliga Bayern wären, müssten wir bei einem Abstieg in die Bayernliga...“

    Der mögliche Extremfall:

    Teams der RL Süd:

  • Hessen Kassel
  • Stuttgarter Kickers
  • Hoffenheim II
  • Eintracht Frankfurt II
  • Waldhof Mannheim
  • Wormatia Worms
  • Freiburg II
  • KSC II
  • SC Pfullendorf
  • SG Sonnenhof Großaspach
  • FSV Frankfurt II
  • Bayern Alzenau

    Teams der RL West:

  • Eintracht Trier
  • Mainz II
  • SV Elversberg
  • SC Idar-Oberstein
  • Kaiserslautern II
  • TuS Koblenz

    Aufsteiger Oberliga:

    3 Meister aus

  • OL Südwest
  • OL BW
  • OL Hessen

    Absteiger 3. Liga

  • 3 mögliche Absteiger

    = 24 Mannschaften

4. August 2011

 

 

 

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