Bitburger WFV-Pokal, 2. Hauptrunde
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Aspachs
Coach verlangt mehr Engagement
Regionalligafußballer
der SG müssen heute in der zweiten WFV-Pokalrunde
zum Neu-Landesligisten TSG Schnaitheim
Fast 120 Kilometer
waren’s in Runde eins. Rund 100 Kilometer muss Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof in Runde zwei zurücklegen. Im WFV-Pokal
kommt Großaspach rum. Heute bis Schnaitheim. Ab
19 Uhr steht das Duell beim dortigen Neu-Landesligisten
an.
Von Uwe Flegel - Der
Osten Württembergs hat’s der Elf aus dem Fautenhau
angetan. Erst der im Alb-Donau-Kreis beheimatete Bezirksligist
FC Neenstetten, nun der Landesligist aus dem Heidenheimer
Stadtteil Schnaitheim. So sieht es aus, wenn der Verband
im WFV-Pokal die ersten Runden nach Regionen einteilt.
Da findet sich ein Verein schon mal am anderen Ende
des Verbandsgebiets wieder. Während vor seiner
Nase Nachbarschaftsduelle wie FSV 08 Bissingen gegen
SGV Freiberg stattfinden. Mit diesem Ärgernis aufhalten,
das bringt allerdings nichts. Gewinnen die Aspacher
fleißig weiter, treffen sie vielleicht auch mal
auf einen Gegner, der keine 100 Kilometer weit weg ist.
Wobei: der Sieger der Partie in Schnaitheim trifft in
Runde drei auf den Gewinner des Vergleichs TSV Bad Boll
(Landesliga) gegen SSV Ulm (Oberliga).
Keine schönen Aussichten
für die SG. Das sollte sie allerdings nicht daran
hindern, bei dem Neu-Landesligisten ihrer Favoritenrolle
gerecht zu werden. Dass es dabei einer konzentrierten
Leistung bedarf, bekamen die Aspacher bereits in Neenstetten
zu spüren. 0:0 stand’s da zur Halbzeit, ehe der
Regionalligist gegen den vier Klassen tiefer spielenden
Kontrahenten nach der Pause noch zu einem klaren 4:0
kam. Begeistert war Trainer Alexander Zorniger vom Auftritt
seiner Mannschaft dennoch nicht. „Der eine oder andere
sieht sich als Häuptling, dabei ist er nur Indianer“,
grantelt er.
Gegen Schnaitheim haben
seine Kicker nun Gelegenheit, sich ihrem Trainer und
den Fans wieder von der besseren Seite zu präsentieren.
Zumal der Landesligist deutlich stärker als der
Bezirksligist einzuschätzen ist. Denn Schnaitheim
ist nicht nur ein Stadtteil Heidenheims, sondern hat
auch einige Fußballer mit Vergangenheit beim Drittligisten
in seinen Reihen. Zum Beispiel Angreifer Nico Schuska
und Trainer Ralf Polzer. Zu beachten ist auch Torjäger
Jonas Eckardt, der immerhin 30 Treffer zum Aufstieg
in die Landesliga beisteuerte.
Klar ist jedoch: Alles
andere als ein Aspacher Sieg wäre eine Sensation.
Zumal die personelle Situation gut ist. Auch deshalb
wären die SG-Fußballer gut beraten, sich
diesmal von Anfang an richtig ins Zeug zu legen. Ansonsten
könnte es durchaus sein, dass ihr Coach nicht nur
grantelt, sondern auch handelt. Das würde bedeuten,
dass sich der eine oder andere etablierte Kicker beim
Regionalligaauftakt der SG in vier Tagen in Pfullendorf
auf der Bank wiederfindet. Und welcher Fußballer
will dort gerne sitzen?
3. August 2011
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