Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2011/12

ooooooo

Bitburger WFV-Pokal, 1. Hauptrunde

  0 - 4   

FC Neenstetten: Russ – Klaiber, Krach, Mack (55. Glöggler), Bierbaum – Rützel (67. Maier), Häußermann, Karaman, Kretschmann (84. Häberle) – Volkan Celik (68. Albrecht), Tanner Celik.
SG Sonnenhof Großaspach: Knett – Wengert (67. Skarlatidis), Grab, Schuster, Cimander – Marschlich, Rizzi, Fiand (46. Binakaj) – Mazzola (46. Bentele), Morys (60. Szimayer), Kacani (79. Dogan).
Tore: 0:1 (49.) Bentele, 0:2 (73.) Szimayer (73.), 0:3 (75.) Kacani, 0:4 (87.) Dogan.
Schiedsrichter: Leyhr (Münsingen).
Zuschauer: 250.

SG Sonnenhof erfüllt die Pflicht
Fußball-Regionalligist aus Großaspach setzt sich beim Bezirksliga-Vertreter FC Neenstetten mit 4:0 durch

Einen standesgemäßen Sieg landete Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach in der ersten Runde des WFV-Pokals. Das Team von Trainer Alexander Zorniger setzte sich gestern Abend beim FC Neenstetten (Bezirksliga Donau-Iller) mit 4:0 durch. Die Treffer fielen aber erst nach der Pause.

(tai/hes). Von Beginn an drückte Großaspach der Partie den Stempel auf. Der Favorit berannte vehement das Tor der Gastgeber. Die Folge waren klare Torchancen. Nach neun Minuten vergab Michele Rizzi. Nach einem Freistoß von Rizzi scheiterte Mannschaftskapitän Dennis Grab per Kopfball (13.). Sokol Kacani (17.) und Matthias Morys (19.) hatten auch kein Glück. Die Gäste gerieten in der ersten Halbzeit nur einmal in Gefahr. In der 38. Minute verfehlte Neenstettens Volkan Celik mit einem Drehschuss das angepeilte Ziel. Mehr hatten die defensiv eingestellten Gastgeber nicht zu bieten. So blieb es bis zur Pause torlos.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit der Großaspacher immer größer. In der 49. Minute brach Dominik Bentele den Bann. Er staubte nach einem Schuss des eingewechselten Shqiprim Binakaj ab. Das Zorniger-Team machte weiter Druck. Binakaj (52.) sowie Kacani (55., 68. und 73.) hätten für die Vorentscheidung sorgen können. Sie versiebten aber. Sebastian Szimayer machte es in der 73. Minute besser. Der SG-Stürmer köpfte nach einer Vorlage vom eingewechselten Simon Skarlatidis zum 2:0 ein. Nun war die Gegenwehr von Neenstetten gebrochen. In der 75. Minute traf Kacani per Kopfball nach einer Flanke von Szimayer zum 3:0. Szimayer scheiterte in der 83. Minute. Oguz Dogan setzte drei Minuten vor dem Abpfiff den Schlusspunkt zum 4:0. Er schob nach einem Pass von Szimayer ein. Damit hatte der Regionalligist aus Großaspach seine Pflicht erfüllt und steht nun in der zweiten Runde des württembergischen Pokals. Dort ist Landesligist TSG Schnaitheim, der in der ersten Runde ein Freilos hatte, der Gegner. Der vom Württembergischen Fußballverband angesetzte Termin ist am Mittwoch, 3. August, um 18 Uhr. „Wir versuchen, die Begegnung zu verlegen und an einem späteren Zeitpunkt auszutragen“, sagte Aspachs sportlicher Leiter Joannis Koukoutrigas. Eine Entscheidung darüber soll im Laufe des heutigen Montags fallen.

1. August 2011


Neenstetten beim Pokal-0:4 gegen Sonnenhof Großaspach lange ebenbürtig

Eine kleine Landpartie: Nüchtern erledigte Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach die Pflichtübung im WFV-Pokal beim Bezirksligisten FC Neenstetten mit einem 4:0 (0:0)-Erfolg.

Lahmen wachsen Flügel, Zwerge werden zu Riesen und fußballerische Großmächte zu weinerlichen Hasenfüßen. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Normalerweise ist das Außergewöhnliche die Regel im Cup-Wettbewerb. Bei der Partie des achtklassigen FC Neenstetten gegen das Team der SG Sonnenhof Großaspach aus der vierten Liga flackerte zumindest bis zur Pause ein kleiner Hoffnungsschimmer auf Seiten der Gastgeber.

Mit 0:0 ging es in die Halbzeit und die 300 Zuschauer waren positiv überrascht, wie forsch die einheimische Mannschaft von Trainer Werner Stutzmann gegen den Regionalligisten mithalten konnte. "Die erste Hälfte war topp und wir waren sehr optimistisch", sagte FC-Kapitän Imran Karaman.

"Gefühle haben Schweigepflicht" dröhnte aus den Lautsprechern und begleitete die Akteure in die Kabinen. Eine Aussage, die für Gäste-Trainer Alexander Zorniger keinesfalls galt, denn der konnte mit der Leistung seiner Elf bis dahin nicht zufrieden sein. Schlagerstar Andrea Berg war auf dem Neenstetter Sportplatz nicht nur akustisch gegenwärtig.

Der schneidige schwarze Tourneebus der bekannten deutschen Künstlerin, mit dem das Gästeteam anreiste, war unübersehbarer Blickfang. Bergs Ehemann Uli Ferber ist nicht nur Berater von Fußballern wie Mario Gomez und Alexander Hleb, sondern unterstützt auch den Regionalliga-Klub als Sponsor großzügig. Erst vor vier Wochen weihte der Verein die nagelneue Aspacher Comtech-Arena, Heimspielstätte des Vereins, mit 15 000 Fans bei einem Konzert von Andrea Berg ein.

Dass es für die einheimischen Kicker schließlich ein Festtag ohne Feierlaune wurde, war der zweiten Halbzeit geschuldet. Nachdem Torhüter Sebastian Ruess im ersten Durchgang zweimal bravourös einen Rückstand verhindert hatte, wehrte er in der 48. Minute einen Schuss zu kurz ab. Beim Abwehrversuch schoss Tobias Bierbaum den Gästespieler Dominick Bentele so unglücklich an, dass der Ball zum 0:1 ins Tor trudelte.

"Sehr viele Chancen hat der Gegner nicht gehabt", lobte Trainer Stutzmann sein Team. Umso bitterer, dass den Gästen unter Mithilfe der Gastgeber dieses 1:0 gelang. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir das eine oder andere Mal den Ball mehr gespielt hätten", sagte Stutzmann und bemängelte: "Uns hat ein bisschen Mumm gefehlt."

Das nützte der höherklassige Gegner im weiteren Spielverlauf konsequent aus. "Nach dem Rückstand haben die Kräfte nachgelassen", erkannte Vorstand Hans Unseld. Drei weitere Gegentore waren die Folge. "Unser Ziel, unter fünf Toren zu bleiben, haben wir erreicht", war Stürmer Taner Celik dennoch zufrieden.

Der Gäste-Trainer fasste die Partie nüchtern zusammen: "Pflichtprogramm erledigt - Weiterkommen erreicht". Dem Gegner bescheinigte Zorniger, dass er "gut organisiert aufgetreten ist." So hatte sich am Ende der Pokal-Pflichttermin mit dem Landausflug auf die Alb für Großaspach doch noch gelohnt. Und die Einheimischen durften sogar eine Halbzeit davon träumen, dass gestern so ein Tag war, an dem man Außergewöhnliches erreichen hätte können. Trotz der Niederlage durfte sich der Außenseiter zufrieden auf die Schulter klopfen.

1. August 2011

 

 

 

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