Bitburger WFV-Pokal, 1. Hauptrunde
0 - 4 
FC Neenstetten: Russ – Klaiber,
Krach, Mack (55. Glöggler), Bierbaum – Rützel
(67. Maier), Häußermann, Karaman, Kretschmann
(84. Häberle) – Volkan Celik (68. Albrecht), Tanner
Celik. SG Sonnenhof
Großaspach:
Knett – Wengert (67. Skarlatidis),
Grab, Schuster, Cimander – Marschlich, Rizzi, Fiand
(46. Binakaj) – Mazzola (46. Bentele), Morys (60. Szimayer),
Kacani (79. Dogan). Tore: 0:1 (49.) Bentele, 0:2 (73.) Szimayer (73.),
0:3 (75.) Kacani, 0:4 (87.) Dogan. Schiedsrichter: Leyhr (Münsingen). Zuschauer: 250.

SG Sonnenhof
erfüllt die Pflicht
Fußball-Regionalligist
aus Großaspach setzt sich beim Bezirksliga-Vertreter
FC Neenstetten mit 4:0 durch
Einen standesgemäßen
Sieg landete Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof
Großaspach in der ersten Runde des WFV-Pokals.
Das Team von Trainer Alexander Zorniger setzte sich
gestern Abend beim FC Neenstetten (Bezirksliga Donau-Iller)
mit 4:0 durch. Die Treffer fielen aber erst nach der
Pause.
(tai/hes). Von Beginn
an drückte Großaspach der Partie den Stempel
auf. Der Favorit berannte vehement das Tor der Gastgeber.
Die Folge waren klare Torchancen. Nach neun Minuten
vergab Michele Rizzi. Nach einem Freistoß von
Rizzi scheiterte Mannschaftskapitän Dennis Grab
per Kopfball (13.). Sokol Kacani (17.) und Matthias
Morys (19.) hatten auch kein Glück. Die Gäste
gerieten in der ersten Halbzeit nur einmal in Gefahr.
In der 38. Minute verfehlte Neenstettens Volkan Celik
mit einem Drehschuss das angepeilte Ziel. Mehr hatten
die defensiv eingestellten Gastgeber nicht zu bieten.
So blieb es bis zur Pause torlos.
Nach dem Seitenwechsel
wurde die Überlegenheit der Großaspacher
immer größer. In der 49. Minute brach Dominik
Bentele den Bann. Er staubte nach einem Schuss des eingewechselten
Shqiprim Binakaj ab. Das Zorniger-Team machte weiter
Druck. Binakaj (52.) sowie Kacani (55., 68. und 73.)
hätten für die Vorentscheidung sorgen können.
Sie versiebten aber. Sebastian Szimayer machte es in
der 73. Minute besser. Der SG-Stürmer köpfte
nach einer Vorlage vom eingewechselten Simon Skarlatidis
zum 2:0 ein. Nun war die Gegenwehr von Neenstetten gebrochen.
In der 75. Minute traf Kacani per Kopfball nach einer
Flanke von Szimayer zum 3:0. Szimayer scheiterte in
der 83. Minute. Oguz Dogan setzte drei Minuten vor dem
Abpfiff den Schlusspunkt zum 4:0. Er schob nach einem
Pass von Szimayer ein. Damit hatte der Regionalligist
aus Großaspach seine Pflicht erfüllt und
steht nun in der zweiten Runde des württembergischen
Pokals. Dort ist Landesligist TSG Schnaitheim, der in
der ersten Runde ein Freilos hatte, der Gegner. Der
vom Württembergischen Fußballverband angesetzte
Termin ist am Mittwoch, 3. August, um 18 Uhr. „Wir versuchen,
die Begegnung zu verlegen und an einem späteren
Zeitpunkt auszutragen“, sagte Aspachs sportlicher Leiter
Joannis Koukoutrigas. Eine Entscheidung darüber
soll im Laufe des heutigen Montags fallen.
1. August 2011

Neenstetten
beim Pokal-0:4 gegen Sonnenhof Großaspach lange
ebenbürtig
Eine kleine Landpartie:
Nüchtern erledigte Fußball-Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach die Pflichtübung
im WFV-Pokal beim Bezirksligisten FC Neenstetten mit
einem 4:0 (0:0)-Erfolg.
Lahmen wachsen Flügel,
Zwerge werden zu Riesen und fußballerische Großmächte
zu weinerlichen Hasenfüßen. Der Pokal hat
seine eigenen Gesetze. Normalerweise ist das Außergewöhnliche
die Regel im Cup-Wettbewerb. Bei der Partie des achtklassigen
FC Neenstetten gegen das Team der SG Sonnenhof Großaspach
aus der vierten Liga flackerte zumindest bis zur Pause
ein kleiner Hoffnungsschimmer auf Seiten der Gastgeber.
Mit 0:0 ging es in die
Halbzeit und die 300 Zuschauer waren positiv überrascht,
wie forsch die einheimische Mannschaft von Trainer Werner
Stutzmann gegen den Regionalligisten mithalten konnte.
"Die erste Hälfte war topp und wir waren sehr
optimistisch", sagte FC-Kapitän Imran Karaman.
"Gefühle haben
Schweigepflicht" dröhnte aus den Lautsprechern
und begleitete die Akteure in die Kabinen. Eine Aussage,
die für Gäste-Trainer Alexander Zorniger keinesfalls
galt, denn der konnte mit der Leistung seiner Elf bis
dahin nicht zufrieden sein. Schlagerstar Andrea Berg
war auf dem Neenstetter Sportplatz nicht nur akustisch
gegenwärtig.
Der schneidige schwarze
Tourneebus der bekannten deutschen Künstlerin,
mit dem das Gästeteam anreiste, war unübersehbarer
Blickfang. Bergs Ehemann Uli Ferber ist nicht nur Berater
von Fußballern wie Mario Gomez und Alexander Hleb,
sondern unterstützt auch den Regionalliga-Klub
als Sponsor großzügig. Erst vor vier Wochen
weihte der Verein die nagelneue Aspacher Comtech-Arena,
Heimspielstätte des Vereins, mit 15 000 Fans bei
einem Konzert von Andrea Berg ein.
Dass es für die
einheimischen Kicker schließlich ein Festtag ohne
Feierlaune wurde, war der zweiten Halbzeit geschuldet.
Nachdem Torhüter Sebastian Ruess im ersten Durchgang
zweimal bravourös einen Rückstand verhindert
hatte, wehrte er in der 48. Minute einen Schuss zu kurz
ab. Beim Abwehrversuch schoss Tobias Bierbaum den Gästespieler
Dominick Bentele so unglücklich an, dass der Ball
zum 0:1 ins Tor trudelte.
"Sehr viele Chancen
hat der Gegner nicht gehabt", lobte Trainer Stutzmann
sein Team. Umso bitterer, dass den Gästen unter
Mithilfe der Gastgeber dieses 1:0 gelang. "Ich
hätte mir gewünscht, dass wir das eine oder
andere Mal den Ball mehr gespielt hätten",
sagte Stutzmann und bemängelte: "Uns hat ein
bisschen Mumm gefehlt."
Das nützte der höherklassige
Gegner im weiteren Spielverlauf konsequent aus. "Nach
dem Rückstand haben die Kräfte nachgelassen",
erkannte Vorstand Hans Unseld. Drei weitere Gegentore
waren die Folge. "Unser Ziel, unter fünf Toren
zu bleiben, haben wir erreicht", war Stürmer
Taner Celik dennoch zufrieden.
Der Gäste-Trainer
fasste die Partie nüchtern zusammen: "Pflichtprogramm
erledigt - Weiterkommen erreicht". Dem Gegner bescheinigte
Zorniger, dass er "gut organisiert aufgetreten
ist." So hatte sich am Ende der Pokal-Pflichttermin
mit dem Landausflug auf die Alb für Großaspach
doch noch gelohnt. Und die Einheimischen durften sogar
eine Halbzeit davon träumen, dass gestern so ein
Tag war, an dem man Außergewöhnliches erreichen
hätte können. Trotz der Niederlage durfte
sich der Außenseiter zufrieden auf die Schulter
klopfen.
1. August 2011
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