
DFB weitet die Spielklassenreform
aus
Korfmacher: Neue Regeln vom DFB sind "eine tragfähige
Lösung"
Der
Vorstand des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat
einstimmig neuen Regelungen zur Strukturreform der Spielklassen
von 2010 zugestimmt, die ab der Saison 2012/13 gelten
soll. Fußballfans müssen sich erneut auf
Änderungen bezüglich der Regionalligen einstellen.
Nachdem schon zur Spielzeit 2008/09 eine Spielklassenreform
verabschiedet wurde, soll nach den nun beschlossenen
Regelungen in einem Jahr eine neue Regionalliga entstehen.
Bei der Tagung des DFB-Bundestags
2010 in Essen wurde eine Reform für die Neustrukturierung
der Regionalligen beschlossen. Seit deren Einführung
waren einige Probleme entstanden: Durch das niedrige
mediale Interesse an den Regionalligen und die gleichzeitig
hohen finanziellen und strukturellen Ansprüche
an die Vereine waren zahlreiche Insolvenzfälle
aufgetreten. Die damals abgeschlossene Reform wurde
nun mit zusätzlichen Regeln ausgeweitet.
Künftig fünf
statt drei Regionalligen
Statt den Regionalligen
Süd, West und Nord wird es künftig sogar fünf
Regionalligen geben. Der Regionalverband Nord wird zu
einer eigenen Regionalliga, neben dem Nordost- und dem
Westverband. Die vierte Regionalliga setzt sich aus
dem Regionalverband Südwest und den Landesverbänden
Hessen, Baden, Südbaden und Württemberg zusammen.
Zusätzlich wird es eine Regionalliga des Bayrischen
Fußball-Verbandes geben.
Die Regionalligen werden
dementsprechend nicht mehr vom DFB geleitet, sondern
sind nun die Aufgabe der Regional- und Landesverbände
und gelten als Unterbau der 3. Liga. In der kommenden
Saison müssen sich die Fußballklubs für
die neue Regionalliga qualifizieren. Die jeweiligen
Meister der bisherigen drei Regionalligen werden auch
in der nächsten Saison noch in die 3. Liga aufsteigen
und haben dementsprechend vorläufig nichts mit
der neuen Regionalliga zutun.
Aufstiegsspiele um
den Einzug in die 3. Liga
Die drei Absteiger aus
der 3. Liga jedoch werden in der Saison 2012/13 zu den
ersten gehören, die in der neuen Regionalliga mitwirken.
Sie werden zusammen mit den Mannschaften aus den drei
bisherigen Regionalligen und den Aufsteigern aus den
Oberligen nach ihrer Zugehöigkeit in einen Regional-
oder Landesverband in neue Regionalligen eingeteilt.
In der ersten Saison der neuen Regionalliga können
in den fünf Ligen jeweils bis zu 22 Vereine zugelassen
werden. Dies soll aber nur übergangsweise so sein
- in den folgenden Spielzeiten dürfen es nur noch
16 bis 18 Teams sein.
Die Meister der neuen
Regionalligen sowie der Zweitplatzierte aus der Regionalliga
Süd/Südwest müssen gegeneinander im Kampf
um den Aufstieg antreten. Nach Hin- und Rückspielen
steigen die drei Gewinner in die 3. Liga auf.
Gleiche Rechte für
zweite Mannschaften
In den neuen Regelungen
des DFB wurde beschlossen, dass Amateurvereine und zweite
Mannschaften gleich behandelt werden sollen, wie Vereine
mit einer Lizenz. Es dürfen zwar auch weiterhin
nur sieben Reserveteams in einer Regionalliga mitwirken,
bei bestimmten Vorraussetzungen kann diese Zahl jedoch
erhöht werden. Nicht teilnahmeberechtigt für
die neue Regionalliga sind die Reservemannschaften von
Drittligisten sowie die dritten Mannschaften von Lizenzvereinen.
Hermann Korfmacher, Vizepräsident
des DFB, erklärte, die "neuen Regelungen der
Spielklassen-Strukturreform stellen eine tragfähige
Lösung an der Schnittstelle zwischen dem Amateur-
und Profifußball dar. Wir sind in zielgerichteten
Gesprächen in den eingesetzten Arbeits- und Steuerungsgruppen,
bestehend aus Vertretern des DFB, der Regional- und
Landesverbände sowie des Ligaverbandes zu einem
guten Ergebnis gekommen."
29.
April 2011
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