Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2010/11

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wfv-Pokal, 3.Runde
Spfr. Schwäbisch Hall - SG Sonnenhof Großaspach 3:5 nE (2:2; 0:0)

SF Schwäbisch Hall: Nowak - Frey, Sifayin, Egner, Naundorf - Sipahi, Waldbüßer, Beez, Bouidia - Koukouliatas (62. Özturk), Neitzel (90. Oktan Yilmaz/ 120. Sadik). – SG Sonnenhof Großaspach: Rausch - Wengert (46. Rehm), Kirschner (64. Grab), Röcker, Frank (73. Cimander) - Mazzola, Jurczyk, Marschlich (73. Golinski), Binakaj - Krasniqi, Kotelis (46. Tucci). – Tore: 1:0 (55.) Sipahi, 2:0 (84.) Neitzel, 2:1 (86.) Binakaj, 2:2 (92.) Krasniqi, Elfmeterschießen: 3:2 Naundorf, 4:2 Frey, 4:3 Binakaj, 5:3 Waldbüßer. – Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart). – Zuschauer: 500.

SG blamiert sich bis auf die Knochen
Fußball-Regionalligist aus Großaspach verliert im WFV-Pokal bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall mit 3:5 nach Elfmeterschießen

Zum BKZ-Sportvideo!Aus in der dritten Runde des WFV-Pokals: Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach unterlag bei den drei Klassen tiefer spielenden SF Schwäbisch Hall mit 3:5 nach Elfmeterschießen. Das Team von Trainer Alexander Zorniger blamierte sich damit bis auf die Knochen.

Wieder kein Tor, alles Warten auf den Einschlag zur Führung in der Nachspielzeit nutzte nichts.  (Foto: Tai)Von Heiko Schmidt - Das Elfmeterschießen: Halls Verteidiger Tilman Naundorf verwandelte sicher. Großaspachs Dennis Grab scheiterte an SF-Torhüter Karel Nowak, der in der Jugend bei der TSG Backnang zwischen den Pfosten stand. Patrick Frey baute die Führung der Gastgeber aus. SG-Stürmer Nicolo Mazzola fand in Nowak seinen Meister. Halls Redouane Bouidia traf die Latte. Großaspachs Shiprim Binakaj verkürzte. Siegfried Waldbüßer erhöhte. Abedin Krasniqi legte sich den Ball zurecht. Großaspachs Stürmer schoss aber zu unplatziert, Nowak parierte erneut. Damit stand die Niederlage der SG fest.

Das war eine bittere Enttäuschung für den Fußball-Regionalligisten. Wie sich Großaspach allerdings präsentiert hatte, gab zu bedenken. Die Gäste spielten zwar feldüberlegen, aber Zwingendes sprang in der ersten Halbzeit nicht heraus. Zu viele Ungenauigkeiten leistete sich die SG. So in der 12. Minute: Nach einem Fehlpass von Großaspachs Außenverteidiger Manuel Wengert lief Halls Angreifer Christian Neitzel frei durch, vertändelte aber den Ball. Sieben Minuten später war die rechte Abwehrseite der Gäste erneut nicht im Bilde. Mert Sipahi schoss jedoch aus Nahdistanz drüber. Das war es schon, was die etwa 500 Zuschauer zu sehen bekamen.

Traf in der Nachspielzeit, dennoch ist die SG raus: Abedin Krasniqi. (Foto: Tai)Nach dem Seitenwechsel spielte Großaspach mit drei Sturmspitzen – Nicolo Mazzola, Marco Tucci und Abedin Krasniqi. Dadurch gab es mehr Druck und auch die ersten Torchancen für die Gäste. Krasniqi (49.) und Rüdiger Rehm (50.) vergaben jedoch. Hall sorgte nur noch mit Konterangriffen für Gefahr. Einer davon führte in der 55. Minute zum 1:0 für den Landesligisten. Der quirlige Sipahi überwand SG-Torhüter Sascha Rausch mit einem Flachschuss von der linken Seite ins lange Eck.

Großaspach versuchte es nun mit der Brechstange. Tucci (65. und 75.) hätte ausgleichen können. In der 84. Minute wurden die Gäste aber erneut ausgekontert. Christian Neitzel erhöhte nach einer Sipahi-Vorlage auf 2:0. Der Regionalligist zeigte aber Moral. Binakaj verkürzte in der 86. Minute aus der Drehung heraus auf 1:2. In der Nachspielzeit köpfte Krasniqi zum 2:2 ein. In der Verlängerung schaltete Aspach unverständlicherweise mindestens einen Gang zurück. Somit ging es ins Elfmeterschießen. Dort nahm das Unheil dann seinen Lauf.

Zorniger nimmt große Schuld auf seine Kappe
„Das Training war in den vergangenen Tagen zu intensiv“, sagt der SG-Coach

(hes). „Eine Katastrophe“, sagt der spielende Co-Trainer Rüdiger Rehm verärgert auf dem Gang in die Kabine. Er spricht das aus, was die Verantwortlichen und Fans der SG Sonnenhof Großaspach denken. Das Aus in der dritten Runde des WFV-Pokals hat sich der Regionalligist selbst zuzuschreiben. Aber wie konnte es dazu kommen? „In der ersten Halbzeit war bei uns die Laufbereitschaft nicht da. Wir haben zu viel aus dem Stand gespielt“, analysiert Trainer Alexander Zorniger. Das ist aber nicht der einzige Grund. „Große Schuld nehme ich auf meine Kappe. Das Training war in den vergangenen Tagen zu intensiv.“ Zorniger stellt sich damit vor seine Mannschaft. Aber nicht ganz. „Aus den Torchancen müssen wir mehr machen.“

Nicht als Ausrede lässt der SG-Trainer hingegen andere Gründe wie das Theater ums abgesagte Regionalliga-Heimspiel gegen Darmstadt wegen des Kartoffelackers im Heilbronner Frankenstadion (wir berichteten) und den möglichen nächsten Pokalgegner – Drittligist FC Heidenheim – gelten. „Das alles hat keine Rolle gespielt“, macht Zorniger klar.

Fakt ist aber, dass Großaspach mit einer solchen Leistung wie in Hall noch so manch böse Überraschung erleben wird. Deshalb drückt Zorniger seine Forderungen für die nächsten Spiele klar aus: „Ich erwarte mehr Qualität.“ Seiner Ansicht nach ist diese in der Mannschaft vorhanden. „Wir haben eine gute Truppe beieinander. Aber jeder muss Vollgas geben.“ Gelegenheit dazu gibt erst einmal im Training. Denn am Mittwoch (17.45 Uhr) darf Schwäbisch Hall im Achtelfinale des WFV-Pokals gegen den FC Heidenheim ran. Großaspachs nächstes Spiel findet am Sonntag, 22. August, statt. Um 14 Uhr tritt die SG in der Regionalliga bei den Stuttgarter Kickers an.

16. August 2010


Die SG blamiert sich im Pokal
Großaspach Die Regionalliga-Fußballer unterliegen beim Landesligisten mit 3:5.
Von "Marbach und Bottwartal", aktualisiert am 16.08.2010

Von Julia Spors
- Die SG Sonnenhof Großaspach ist raus aus dem WFV-Pokal. Damit hatte vor der Partie gegen die drei Klassen tiefer spielenden Sportfreunde Schwäbisch Hall wohl keiner gerechnet. Eine klare Sache hätte die dritte Pokal-Runde werden sollen, am Ende aber kehrte der Regionalligist mit einem 3:5 nach Elfmeterschießen zurück nach Hause.

"So etwas darf nicht passieren - egal wie stark der Gegner an diesem Tag ist", moniert Zorniger einen Tag nach der blamablen Pokal-Niederlage. Nichts war bei seinem Team zusammen gelaufen. Zwar kombinierte die SG phasenweise gut, Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Die Sportfreunde Schwäbisch Hall hielten dafür mit schnellem Konterspiel dagegen und belohnten sich in der 56. Spielminute mit dem Führungstreffer selber. Als die Gastgeber in der 85. Minute gar auf 2:0 erhöhten, schien das frühzeitige Aus im WFV-Pokal besiegelt, die Bruchladung perfekt. Doch die Last-Minute-Tore durch Shqiprim Binakaj (87.) und Abedin Krasniqi (90.) retteten die Zorniger-Elf in die Verlängerung.

Dort fehlte dann aber wieder der Schwung. Folgerichtig kam es zum Elfmeterschießen. Und auch hier schien nicht der Tag der Großaspacher zu sein. Denn mit Dennis Grab, Nicolo Mazzola und Abedin Krasniqi scheiterten gleich drei SG-Schützen am Haller Keeper, einzig Shqiprim Binakaj traf. Die Hausherren machten es besser und versenkten den Ball gleich drei Mal im Netz. Dadurch stand am Ende der 5:3-Sieg für die Sportfreunde.

"Das war nicht das, was ich erwartet habe", hadert Alexander Zorniger. "Wir haben diese Woche hart trainiert. Vielleicht haben einige Spieler das nicht weggesteckt", sucht er nach einer Erklärung. Blamabel sei das Ausscheiden, ein Weltuntergang aber nicht. "Jetzt müssen wir unsere Lehren daraus ziehen", erklärt er.

16. August 2010


Hall schafft Pokal-Sensation

Fußball.  Es war das Duell David Hall gegen Goliath Großaspach: Im Pokalspiel der dritten Runde des WFV-Pokals gewannen die Sportfreunde 5:3 nach Elfmeterschießen. Nächster Gegner ist der Drittligist Heidenheim.

Es sind diese Mätzchen der Spieler aus höherklassigen Mannschaften, die manchmal den entscheidenden Unterschied machen. SG-Torwart Sascha Rausch - sein Marktwert liegt laut der Datenbank des Transfermarktes bei 75000 Euro - legt vor dem Elfmeter von Halls Siegfried Waldbüßer den Ball selber auf den Punkt. Waldbüßer bleibt außerhalb des Sechzehners stehen und beobachtet die Szene. Der Schiedsrichter schaut auch genau hin und steckt schon die Pfeife in den Mund. Doch dann geht Rausch zurück auf die Linie und rudert heftig mit den Armen. Der Haller Nummer 6 ist das egal. Er trifft sicher zum 3:1, Rausch ist ohne Chance. Danach geht Halls Keeper Karel Nowak zwischen die Pfosten. Ohne vorher am Ball herum zu machen. Bewegungslos steht er da. Abedin Krasniqi (Marktwert 125000 Euro) läuft an. Nowak ahnt die richtige Ecke und pariert. Großaspach ist ausgeschieden.

Dafür jubeln die Haller. Die komplette Mannschaft inklusive Ersatzspieler und Betreuer wirft sich auf Nowak. Ein Marktwert wird für keinen von ihnen geführt.

Schon im Vorfeld der Samstagabendpartie zwischen Hall und Großaspach hatte es Kontakt der SG mit Heidenheim gegeben. Der Regionalligist fragte beim Drittligisten an, wann man denn die vierte Pokalrunde ausspielen könnte. Genau so verhielten sich auch die Spieler auf dem Feld: In ihren Köpfen schien bereits drin zu sein, dass man Hall sozusagen nebenbei besiegen würde. Immerhin wird bei der drei Klassen höher spielenden SG unter Profibedingungen trainiert. Doch Halls Trainer Thorsten Schift hatte seinem Team genau das Gen eingeimpft, das auch beim Zweitrundensieg gegen Ludwigsburg den Sieg gebracht hatte: Leidenschaft und Kampf bis zum Umfallen. So hatte der Landesligist in der ersten Halbzeit zwei sehr gute Chancen, doch Christian Neitzel und Mert Sipahi hatten Angst vor dem Torschuss. So ging es torlos es in die Pause. Hall war das bessere Team gewesen.

Das änderte sich in der zweiten Hälfte. Die Gäste kamen alleine zwischen der 48. und 53. Minute zu fünf hochkarätigen Chancen. Aber entweder zielten sie knapp vorbei, oder Halls Torwart Nowak reagierte glänzend. Doch dann kam die große Zeit des kleinen Mert Sipahi. Der Haller Außenstürmer wirbelte die linke SG-Abwehrseite ein ums andere Mal durcheinander. In der 55. Minute wechselte er auf die linke Seite und kam urplötzlich aus 25 Metern frei an den Ball.

Eiskalt lupfte er den Ball über den fast zwei Meter großen SG-Torwart Sascha Rausch ins Tor. Von einem Aufbäumen war bei den Gästen danach nichts zu sehen. Sie erzielten zwar im Mittelfeld ein Übergewicht, konnten das dennoch nicht in Tore ummünzen. Dafür traf Halls Neitzel nach einem Querpass von Sipahi zum 2:0. Doch danach drehte Großaspach auf und kam noch zum Ausgleich (87., 92.).

Hall war stehend und liegend k.o. Die Spieler massierten sich gegenseitig die Krämpfe aus den Oberschenkeln. Großaspach wirkte körperlich fit. Zu einem Treffer in der Verlängerung reichte es dem Regionalligisten aber nicht.

In der 4. Runde des WFV-Pokals trifft Hall am Dienstag, 31. August, um 18.30 Uhr auf den Drittligisten Heidenheim.


16. August 2010


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