wfv-Pokal, 3.Runde Spfr.
Schwäbisch Hall - SG Sonnenhof Großaspach
3:5 nE (2:2; 0:0) SF Schwäbisch Hall: Nowak - Frey, Sifayin,
Egner, Naundorf - Sipahi, Waldbüßer, Beez,
Bouidia - Koukouliatas (62. Özturk), Neitzel (90.
Oktan Yilmaz/ 120. Sadik). – SG Sonnenhof Großaspach: Rausch - Wengert (46. Rehm),
Kirschner (64. Grab), Röcker, Frank (73. Cimander)
- Mazzola, Jurczyk, Marschlich (73. Golinski), Binakaj
- Krasniqi, Kotelis (46. Tucci). – Tore: 1:0 (55.) Sipahi, 2:0 (84.) Neitzel, 2:1
(86.) Binakaj, 2:2 (92.) Krasniqi, Elfmeterschießen:
3:2 Naundorf, 4:2 Frey, 4:3 Binakaj, 5:3 Waldbüßer.
– Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart). –
Zuschauer: 500.

SG
blamiert sich bis auf die Knochen Fußball-Regionalligist
aus Großaspach verliert im WFV-Pokal bei den Sportfreunden
Schwäbisch Hall mit 3:5 nach Elfmeterschießen
Aus in der dritten
Runde des WFV-Pokals: Fußball-Regionalligist SG
Sonnenhof Großaspach unterlag bei den drei Klassen
tiefer spielenden SF Schwäbisch Hall mit 3:5 nach
Elfmeterschießen. Das Team von Trainer Alexander
Zorniger blamierte sich damit bis auf die Knochen.
Von Heiko Schmidt - Das Elfmeterschießen:
Halls Verteidiger Tilman Naundorf verwandelte sicher.
Großaspachs Dennis Grab scheiterte an SF-Torhüter
Karel Nowak, der in der Jugend bei der TSG Backnang
zwischen den Pfosten stand. Patrick Frey baute die Führung
der Gastgeber aus. SG-Stürmer Nicolo Mazzola fand
in Nowak seinen Meister. Halls Redouane Bouidia traf
die Latte. Großaspachs Shiprim Binakaj verkürzte.
Siegfried Waldbüßer erhöhte. Abedin
Krasniqi legte sich den Ball zurecht. Großaspachs
Stürmer schoss aber zu unplatziert, Nowak parierte
erneut. Damit stand die Niederlage der SG fest.
Das war
eine bittere Enttäuschung für den Fußball-Regionalligisten.
Wie sich Großaspach allerdings präsentiert
hatte, gab zu bedenken. Die Gäste spielten zwar
feldüberlegen, aber Zwingendes sprang in der ersten
Halbzeit nicht heraus. Zu viele Ungenauigkeiten leistete
sich die SG. So in der 12. Minute: Nach einem Fehlpass
von Großaspachs Außenverteidiger Manuel
Wengert lief Halls Angreifer Christian Neitzel frei
durch, vertändelte aber den Ball. Sieben Minuten
später war die rechte Abwehrseite der Gäste
erneut nicht im Bilde. Mert Sipahi schoss jedoch aus
Nahdistanz drüber. Das war es schon, was die etwa
500 Zuschauer zu sehen bekamen.
Nach dem Seitenwechsel spielte
Großaspach mit drei Sturmspitzen – Nicolo Mazzola,
Marco Tucci und Abedin Krasniqi. Dadurch gab es mehr
Druck und auch die ersten Torchancen für die Gäste.
Krasniqi (49.) und Rüdiger Rehm (50.) vergaben
jedoch. Hall sorgte nur noch mit Konterangriffen für
Gefahr. Einer davon führte in der 55. Minute zum
1:0 für den Landesligisten. Der quirlige Sipahi
überwand SG-Torhüter Sascha Rausch mit einem
Flachschuss von der linken Seite ins lange Eck.
Großaspach
versuchte es nun mit der Brechstange. Tucci (65. und
75.) hätte ausgleichen können. In der 84.
Minute wurden die Gäste aber erneut ausgekontert.
Christian Neitzel erhöhte nach einer Sipahi-Vorlage
auf 2:0. Der Regionalligist zeigte aber Moral. Binakaj
verkürzte in der 86. Minute aus der Drehung heraus
auf 1:2. In der Nachspielzeit köpfte Krasniqi zum
2:2 ein. In der Verlängerung schaltete Aspach unverständlicherweise
mindestens einen Gang zurück. Somit ging es ins
Elfmeterschießen. Dort nahm das Unheil dann seinen
Lauf.
Zorniger
nimmt große Schuld auf seine Kappe „Das Training war in den vergangenen
Tagen zu intensiv“, sagt der SG-Coach
(hes).
„Eine Katastrophe“, sagt der spielende Co-Trainer Rüdiger Rehm verärgert auf dem Gang
in die Kabine. Er spricht das aus, was die Verantwortlichen
und Fans der SG Sonnenhof Großaspach denken. Das
Aus in der dritten Runde des WFV-Pokals hat sich der
Regionalligist selbst zuzuschreiben. Aber wie konnte
es dazu kommen? „In der ersten Halbzeit war bei uns
die Laufbereitschaft nicht da. Wir haben zu viel aus
dem Stand gespielt“, analysiert Trainer Alexander Zorniger. Das ist aber nicht der einzige
Grund. „Große Schuld nehme ich auf meine Kappe.
Das Training war in den vergangenen Tagen zu intensiv.“
Zorniger stellt sich damit vor seine Mannschaft. Aber
nicht ganz. „Aus den Torchancen müssen wir mehr
machen.“
Nicht
als Ausrede lässt der SG-Trainer hingegen andere
Gründe wie das Theater ums abgesagte Regionalliga-Heimspiel
gegen Darmstadt wegen des Kartoffelackers im Heilbronner
Frankenstadion (wir berichteten) und den möglichen
nächsten Pokalgegner – Drittligist FC Heidenheim
– gelten. „Das alles hat keine Rolle gespielt“, macht
Zorniger klar.
Fakt ist
aber, dass Großaspach mit einer solchen Leistung
wie in Hall noch so manch böse Überraschung
erleben wird. Deshalb drückt Zorniger seine Forderungen
für die nächsten Spiele klar aus: „Ich erwarte
mehr Qualität.“ Seiner Ansicht nach ist diese in
der Mannschaft vorhanden. „Wir haben eine gute Truppe
beieinander. Aber jeder muss Vollgas geben.“ Gelegenheit
dazu gibt erst einmal im Training. Denn am Mittwoch
(17.45 Uhr) darf Schwäbisch Hall im Achtelfinale
des WFV-Pokals gegen den FC Heidenheim ran. Großaspachs
nächstes Spiel findet am Sonntag, 22. August, statt.
Um 14 Uhr tritt die SG in der Regionalliga bei den Stuttgarter
Kickers an.
16.
August 2010

Die
SG blamiert sich im Pokal Großaspach Die Regionalliga-Fußballer
unterliegen beim Landesligisten mit 3:5. Von "Marbach und
Bottwartal", aktualisiert am 16.08.2010 Von Julia Spors - Die SG Sonnenhof Großaspach
ist raus aus dem WFV-Pokal. Damit hatte vor der Partie
gegen die drei Klassen tiefer spielenden Sportfreunde
Schwäbisch Hall wohl keiner gerechnet. Eine klare
Sache hätte die dritte Pokal-Runde werden sollen,
am Ende aber kehrte der Regionalligist mit einem 3:5
nach Elfmeterschießen zurück nach Hause.
"So
etwas darf nicht passieren - egal wie stark der Gegner
an diesem Tag ist", moniert Zorniger einen Tag
nach der blamablen Pokal-Niederlage. Nichts war bei
seinem Team zusammen gelaufen. Zwar kombinierte die
SG phasenweise gut, Zählbares kam dabei aber nicht
heraus. Die Sportfreunde Schwäbisch Hall hielten
dafür mit schnellem Konterspiel dagegen und belohnten
sich in der 56. Spielminute mit dem Führungstreffer
selber. Als die Gastgeber in der 85. Minute gar auf
2:0 erhöhten, schien das frühzeitige Aus im
WFV-Pokal besiegelt, die Bruchladung perfekt. Doch die
Last-Minute-Tore durch Shqiprim Binakaj (87.) und Abedin
Krasniqi (90.) retteten die Zorniger-Elf in die Verlängerung.
Dort fehlte
dann aber wieder der Schwung. Folgerichtig kam es zum
Elfmeterschießen. Und auch hier schien nicht der
Tag der Großaspacher zu sein. Denn mit Dennis
Grab, Nicolo Mazzola und Abedin Krasniqi scheiterten
gleich drei SG-Schützen am Haller Keeper, einzig
Shqiprim Binakaj traf. Die Hausherren machten es besser
und versenkten den Ball gleich drei Mal im Netz. Dadurch
stand am Ende der 5:3-Sieg für die Sportfreunde.
"Das
war nicht das, was ich erwartet habe", hadert Alexander
Zorniger. "Wir haben diese Woche hart trainiert.
Vielleicht haben einige Spieler das nicht weggesteckt",
sucht er nach einer Erklärung. Blamabel sei das
Ausscheiden, ein Weltuntergang aber nicht. "Jetzt
müssen wir unsere Lehren daraus ziehen", erklärt
er.
16.
August 2010

Hall schafft Pokal-Sensation
Fußball.
Es war das Duell
David Hall gegen Goliath Großaspach: Im Pokalspiel
der dritten Runde des WFV-Pokals gewannen die Sportfreunde
5:3 nach Elfmeterschießen. Nächster Gegner
ist der Drittligist Heidenheim.
Es sind
diese Mätzchen der Spieler aus höherklassigen
Mannschaften, die manchmal den entscheidenden Unterschied
machen. SG-Torwart Sascha Rausch - sein Marktwert liegt
laut der Datenbank des Transfermarktes bei 75000 Euro
- legt vor dem Elfmeter von Halls Siegfried Waldbüßer
den Ball selber auf den Punkt. Waldbüßer
bleibt außerhalb des Sechzehners stehen und beobachtet
die Szene. Der Schiedsrichter schaut auch genau hin
und steckt schon die Pfeife in den Mund. Doch dann geht
Rausch zurück auf die Linie und rudert heftig mit
den Armen. Der Haller Nummer 6 ist das egal. Er trifft
sicher zum 3:1, Rausch ist ohne Chance. Danach geht
Halls Keeper Karel Nowak zwischen die Pfosten. Ohne
vorher am Ball herum zu machen. Bewegungslos steht er
da. Abedin Krasniqi (Marktwert 125000 Euro) läuft
an. Nowak ahnt die richtige Ecke und pariert. Großaspach
ist ausgeschieden.
Dafür
jubeln die Haller. Die komplette Mannschaft inklusive
Ersatzspieler und Betreuer wirft sich auf Nowak. Ein
Marktwert wird für keinen von ihnen geführt.
Schon
im Vorfeld der Samstagabendpartie zwischen Hall und
Großaspach hatte es Kontakt der SG mit Heidenheim
gegeben. Der Regionalligist fragte beim Drittligisten
an, wann man denn die vierte Pokalrunde ausspielen könnte.
Genau so verhielten sich auch die Spieler auf dem Feld:
In ihren Köpfen schien bereits drin zu sein, dass
man Hall sozusagen nebenbei besiegen würde. Immerhin
wird bei der drei Klassen höher spielenden SG unter
Profibedingungen trainiert. Doch Halls Trainer Thorsten
Schift hatte seinem Team genau das Gen eingeimpft, das
auch beim Zweitrundensieg gegen Ludwigsburg den Sieg
gebracht hatte: Leidenschaft und Kampf bis zum Umfallen.
So hatte der Landesligist in der ersten Halbzeit zwei
sehr gute Chancen, doch Christian Neitzel und Mert Sipahi
hatten Angst vor dem Torschuss. So ging es torlos es
in die Pause. Hall war das bessere Team gewesen.
Das änderte
sich in der zweiten Hälfte. Die Gäste kamen
alleine zwischen der 48. und 53. Minute zu fünf
hochkarätigen Chancen. Aber entweder zielten sie
knapp vorbei, oder Halls Torwart Nowak reagierte glänzend.
Doch dann kam die große Zeit des kleinen Mert
Sipahi. Der Haller Außenstürmer wirbelte
die linke SG-Abwehrseite ein ums andere Mal durcheinander.
In der 55. Minute wechselte er auf die linke Seite und
kam urplötzlich aus 25 Metern frei an den Ball.
Eiskalt
lupfte er den Ball über den fast zwei Meter großen
SG-Torwart Sascha Rausch ins Tor. Von einem Aufbäumen
war bei den Gästen danach nichts zu sehen. Sie
erzielten zwar im Mittelfeld ein Übergewicht, konnten
das dennoch nicht in Tore ummünzen. Dafür
traf Halls Neitzel nach einem Querpass von Sipahi zum
2:0. Doch danach drehte Großaspach auf und kam
noch zum Ausgleich (87., 92.).
Hall war
stehend und liegend k.o. Die Spieler massierten sich
gegenseitig die Krämpfe aus den Oberschenkeln.
Großaspach wirkte körperlich fit. Zu einem
Treffer in der Verlängerung reichte es dem Regionalligisten
aber nicht.
In der
4. Runde des WFV-Pokals trifft Hall am Dienstag, 31.
August, um 18.30 Uhr auf den Drittligisten Heidenheim. 16. August
2010
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