Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2010/11

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"Ich bedauere, wie alles gekommen ist"

Heilbronn  - Unmittelbar nach seinem Urlaub informierte sich am Freitagvormittag Harry Mergel über den ramponierten Rasen im Frankenstadion und die daraus resultierenden Folgen. Joachim Friedl sprach mit dem Heilbronner Sportbürgermeister.

  • Ist es nicht eine Blamage für die Stadt Heilbronn, dem Regionalligisten SG Sonnenhof-Großaspach einen derart lädierten Sportplatz anzubieten?

    Harry Mergel: Ich kann die Enttäuschung bei der SG verstehen. Mit dem Vorstandsvorsitzenden Werner Benignus habe ich telefoniert und um Verständnis gebeten. Ich bedauere, wie alles gekommen ist. Das ist für uns eine unangenehme Situation. Die SG Sonnenhof ist uns ein willkommener Gast und wir wollen ein guter und zuverlässiger Gastgeber sein.

  • Was seit Montag im Stadion und in der Verwaltung in Sachen Sanierung abläuft, macht nach außen eher einen unprofessionellen Eindruck.

    Zum Vergrößern anklicken!Mergel: Gegen diesen Vorwurf verwahre ich mich. Die Qualität der Arbeit des Grünflächenamtes ist für mich in keinster Weise in Frage zu stellen. In diesem Amt gibt es ein anerkannt hohes Leistungsniveau. Häme ist also nicht angebracht.

  • 15 000 Euro Steuergelder fließen außerplanmäßig in provisorisch-kosmetische Maßnahmen. Dabei muss die Stadt doch allenthalben sparen.

    Mergel: In diesem Fall haben wir ja die 25 000 Euro als Mietpauschale von der SG. Es ist selbstverständlich, dass wir dieses Geld verwenden, um die Bespielbarkeit des Platzes herzustellen. Unser Ziel war nicht, mit der SG Geld zu verdienen, sondern hochklassigen Fußball nach Heilbronn zu holen.

  • Da sind wir beim Stichwort: Von attraktiven Freundschaftsspielen im Frankenstadion kann in dieser Saison keine Rede mehr sein.

    Mergel: Das hat sich erledigt.

  • Im Mai 2012 findet das Landesturnfest in Heilbronn statt. Wie präsentiert sich dann der Rasen?

    Mergel: Die Entscheidung, ob und wie das Rasenspielfeld erneuert wird, muss spätestens im Frühjahr 2011 fallen. Die Gutachter bestätigen uns ja immer wieder, dass der Rasenuntergrund in Ordnung ist, obwohl das manche anzweifeln.

  • Gleichgültig, für welche Maßnahme man sich entscheidet, für den FCH wäre das Frankenstadion dann tabu.

    Mergel: Es ist völlig verfrüht, derartige Überlegungen anzustellen. Wir sollten nicht spekulieren.

* Hier findet ihr weitere Berichte aus der Presse zum Thema Rasenplatz im Heilbronner Frankenstadion *
[11. August]   [12. August]

  • Wo spielt in der jetzt beginnenden Ligarunde der FC Heilbronn?

    Mergel: Auf den Plätzen rund um das Stadion. Am Freitag haben die Union Böckingen und die TSG Heilbronn signalisiert, dem FC Heilbronn Plätze zur Verfügung zu stellen. Und es gibt ja noch den Rasenplatz in Sontheim-Ost beim Justinus-Kerner-Gymnasium.

  • Die Frisbee-WM war letztlich ausschlaggebend für den jetzigen Zustand des Rasens.

    Mergel: Die WM ist ein absoluter Pluspunkt in unserem sportlichen Jahreskalender. Heilbronn hat sich eine Woche lang als sympathisch junge Sportstadt präsentiert. Das sollte auch im Nachhinein nicht kleingeredet werden.

  • Wenn Sie vor der Wahl stünden, würden Sie alles noch einmal so machen?

    Mergel: Ja.

Zur Person: Harry Mergel

Seit 2005 ist der gebürtige Heilbronner im Rathaus verantwortlich für Sport, Soziales, Kultur, Bildung, Bürgerservice, Integration, Gesundheitsamt und Öffentliche Ordnung. In diesen Zuständigkeiten arbeiten mehr als 1200 Beschäftigte. Bis zu seiner Wahl zum Bürgermeister führte er ab 1996 die SPD-Gemeinderatsfraktion. Von 1986 bis 2005 war Mergel Vorsitzender des Kulturtagevereins. Der 54 Jahre alte Verwaltungswirt ist verheiratet , hat zwei Kinder und wohnt in Sontheim. jof

14. August 2010


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