Pressemitteilung
der Stadt Heilbronn zur Lösung im Frankenstadion
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Berichte aus der Presse unten] [Bilder
vom lädierten Rasen im Frankenstadion bei www.stimme.de]
Einvernehmliche
Lösung mit SG Sonnenhof Großaspach Frankenstadion schneller
bespielbar als gedacht
Das Heilbronner Frankenstadion
ist wieder schneller bespielbar als gedacht: Bereits
am 27. August kann voraussichtlich das erste Spiel des
Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach auf dem
heimischen Rasen stattfinden. Dies ergab heute eine
intensive Untersuchung des Rasens durch einen externen
Fachmann sowie ein konstruktives Gespräch zwischen
Erster Bürgermeisterin Margarete Krug und Bürgermeister
Wilfried Hajek von Seiten der Stadt Heilbronn sowie
dem Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof-Großaspach
Werner Benignus, SG-Geschäftsführer Thomas
Deters und Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer
der Ferber Marketing GmbH. Da die Rasentragschicht sich
nach einer weiteren näheren Untersuchung heute
doch als gut erwiesen hat, kann ein seitens der SG ins
Spiel gebrachtes hochspezialisiertes Unternehmen zusammen
mit dem städtischen Grünflächenamt rasch
mit umfangreichen Pflegemaßnahmen beginnen. Dafür
entstehen nach einer ersten Schätzung Kosten in
Höhe von rund 15 000 Euro.
„Wir sind
froh, dass wir in ausgesprochen konstruktiver Atmosphäre
so rasch einen für alle Beteiligten guten Kompromiss
gefunden haben“, erklärten Krug, Hajek und Benignus
nach dem knapp einstündigen Gespräch in Heilbronn.
Der Kompromiss sieht vor, dass der Platz zunächst
bespielbar und durchgehend eben gemacht wird. Für
die Bespielbarkeit ist keine durchgehend grüne
Rasenfläche notwendig. Zudem werden die stark in
Mitleidenschaft gezogenen Flächen zwischen den
beiden Strafräumen neu eingesät. Zwischen
den Heimspielen der SG Sonnenhof Großaspach darf
der Platz allerdings nicht strapaziert werden. In diesen
Fristen stehen ausschließlich weitere Pflegemaßnahmen
auf dem Programm. Für Trainingseinheiten und weitere
Spiele bleibt der Platz bis auf weiteres gesperrt.
Noch gestern
war man davon ausgegangen, dass für eine Neueinsaat
eine viel längere Ruhepause notwendig sein würde.
Ein kleines Fragezeichen hinter dem Kompromiss bleibt
allerdings bestehen: Sollte die Witterung über
eine lange Phase extrem ungünstig sein, könnte
es sein, dass die Bespielbarkeit dann nicht mehr zu
erhalten ist.
12.
August 2010

Heilbronn
und die SG Sonnenhof erzielen Einigung Gartenbaufirma soll Rasen schnell
in bespielbaren Zustand bringen
Von Steffen
Grün - Rund 6000 von 8000 Quadratmetern Rasen im
Heilbronner Frankenstadion sind so malträtiert
worden, dass jede Hilfe zu spät kommt – das war
zunächst die Einschätzung des städtischen
Grünflächenamtes. Für 100000 bis 120000
Euro einen Rollrasen zu verlegen – das war für
Baubürgermeister Wilfried Hajek kein Thema: weil
die Kosten zu hoch und Anwachsprobleme nicht auszuschließen
seien. Die von ihm ins Spiel gebrachte Neuansaat hätte
zur Sperrung des Stadions bis Mitte oder Ende Oktober
geführt – das wiederum war für Fußball-Regionalligist
Großaspach schlicht das absolute Horrorszenario.
Einen
Ausweg aus dem Schlamassel suchten – und fanden – die
verschiedenen Parteien gestern Nachmittag bei einer
Besprechung im Rathaus. „Es gab eine einvernehmliche
Lösung“, berichtet Thomas Deters. Wie die aussieht,
verrät der Geschäftsführer der SG Sonnenhof
auch: Die vom Klub vorgeschlagene Firma Sportstättenbau
Garten-Moser ist überzeugt, das Sorgenkind namens
Rasen bis zum Heimspiel gegen Nürnberg II am 27.
August in einen bis zum Saisonende bespielbaren Zustand
versetzen zu können. „Wir können den Platz
nicht grün anstreichen und dem DFB sagen, das ist
ein Rasen“, unterstreicht Deters, dass es um mehr als
nur eine reine Schönheitsoperation geht. Die Kosten
beziffert die Stadt Heilbronn nach einer einer ersten
Schätzung in einer Pressemitteilung auf rund 15000
Euro. Im Vergleich zur stolzen Summe für einen
Rollrasen sicherlich eine zu verschmerzende Investition.
„Wir haben
den Super-Gau abgewendet.“ Auch Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender
der SG-Fußballer, zeigte sich über die gestern
Nachmittag gefundene Lösung ziemlich erleichtert.
Er mahnte aber umgehend an, dass bis zum 27. August
noch „Hausaufgaben“ zu erledigen seien. Was das Nachholspiel
gegen den SV Darmstadt betrifft, das der Süddeutsche
Fußballverband (SFV) bislang unbedingt bis kommenden
Mittwoch in einem Ausweich-Domizil über die Bühne
gebracht haben wollte, hofft Großaspach nun auf
einen Aufschub. „Wir streben an, das Spiel zu einem
späteren Zeitpunkt in Heilbronn auszutragen“, verkündet
Deters. Es bleibt allerdings erst einmal abzuwarten,
wie der SFV auf dieses Ansinnen reagiert. Bleibt der
in München ansässige Verband stur, müssen
noch einmal die Alternativen wie das Dietmar-Hopp-Stadion
in Hoffenheim oder die Stadien in Heidenheim, in Aalen
und in Reutlingen ins Auge gefasst werden.
12.
August 2010

Schnellkur
für Fußballacker Von Joachim Friedl
Heilbronn
- Rollrasen. Kurz ist das Fazit von Gerhard Baumann,
nachdem er gestern Vormittag das ramponierte Spielfeld
im Heilbronner Frankenstadion begutachtet hatte. Der
Rasen-Doktor, der seit 2003 bei kniffligen Rasenproblemen
stets hinzugezogen wird, war eigens aus Berg-Hausheim
in der Oberpfalz angereist. Und er verspricht: "14
Tage nach dem Verlegen kann wieder Fußball gespielt
werden." Heftig fällt sein Urteil über
die von der Stadt favorisierte Nachsaat aus: "Dann
spielt in diesem Jahr niemand mehr im Frankenstadion."
Die Kosten
für einen Rollrasen beziffert Baumann auf rund
85.000 Euro brutto. 25.000 Euro günstiger käme
die Nachsaat. Auf die Feststellung von Frank Göhringer
vom Grünflächenamt, die Stadt habe kein Geld,
antwortet der Rasenfachmann: "Dann soll der Bürgermeister
seinen Dienstagwagen verkaufen."
Bespielbarkeit Soweit wollte Wilfried
Hajek nun doch nicht gehen. Am Nachmittag verkündet
der Heilbronner Baubürgermeister in seinem Amtszimmer
einen Kompromiss: "Die SG Sonnenhof Großaspach
wird die Heimspiele nun doch im Frankenstadion austragen."
Der Regionalligist sei damit einverstanden, nicht auf
einem grünen, sondern auf einem nur ebenen Rasen
zu spielen. Darauf verständigte sich der SG-Vorstand
und die Stadt. "Das bekommen wir bis Ende August
hin", spricht Hajek eine Garantie aus. Gleichzeitig
werden die lädierten 6000 Quadratmeter neu eingesät.
Diese Sofortmaßnahme, zu der auch schon die SG
ihre Zustimmung gegeben hat, ist zugleich die Absage
an die Verlegung eines Rollrasens. Einziges Risiko dabei:
das Wetter. Sollte es in den kommenden Wochen zu starken
Regenfällen kommen, würde der Platz im wahrsten
Sinne des Wortes absaufen. Die SG Sonnenhof müsste
sich dann doch nach einen Ersatzspielort umschauen.
Außer
der SG darf 2010 keine weitere Mannschaft im Frankenstadion
auflaufen. Auch nicht zum Training. Das bedeutet für
den FC Heilbronn und seine 17 Mannschaften: Sie müssen
auf die Plätze außerhalb des Stadions, die
derzeit ebenfalls einem Kartoffelacker gleichen, ausweichen.
"Die päppeln wir bis zum Saisonstart auf",
verspricht Hajek.
Für
die Pflege des Stadionrasens erhält die Stadt Heilbronn
von der SG Sonnenhof eine Pauschale von 25 000 Euro
pro Runde. Beim FC Heilbronn (FCH), der das Stadion
an den Regionalligisten unterverpachtet hat, spricht
man nicht über Geld: "Es sind deutlich weniger
als die gehandelten 25.000 Euro", deutet FCH-Vorsitzender
Ralf Schneider vage an. Wie es heißt, soll ein
Paket mit Freundschaftsspielen und Bewirtung geschnürt
sein.
Antworten Die Frage der Schuld
im Heilbronner Rasenchaos beantwortet Wilfried Hajek
auf seine Art: "Die Frisbee-WM wurde vor zwei Jahren
fix gemacht. Vor eineinhalb Jahren fragte die SG Sonnenhof
an, ob sie für ein Jahr in Heilbronn wegen ihres
Stadionneubaus spielen kann. Dann kam die Bitte, auch
in diesem Jahr im Frankenstadion spielen zu können,
da der Neubau nicht vorankam. Sollten wir deshalb kurzfristig
die tolle Frisbee-WM absagen? Die Blamage wäre
riesig gewesen. Wir nahmen das Risiko einfach auf uns."
Aber nicht
nur der Rasen im Frankenstadion hat unter der Frisbee-WM
gelitten, sondern auch das Spielfeld des DJK Sportbundes
Heilbronn in Böckingen. Auch hier fanden Frisbeespiele
statt. "Der Platz ist eine Katastrophe", klagt
Jürgen Staab, Abteilungsleiter vom FC Laube. Der
Verein trägt hier seine Heimspiele aus. "Weshalb
geht man mit Frisbee nicht zur Union Böckingen
oder zum ESV - die haben mehr Plätze?", fragt
Staab ratlos und betont: "Wir versuchen so gut
es geht, den Rasen zu schonen." Auch hier ist Hajek
unverzagt: "Die Laube bekommt einen ordentlichen
Platz." Nachgefragt Werner Benignus war entsetzt, als
er den Rasen im Heilbronner Frankenstadion nach der
Frisbee-WM gesehen hat. Gestern hat sich die Aufregung
beim Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof Großaspach
etwas gelegt, wie er im Gespräch mit Lars Müller-Appenzeller
versichert:
"Wir
haben einen Kompromiss gefunden"
Werner
Benignus war entsetzt, als er den Rasen im Heilbronner
Frankenstadion nach der Frisbee-WM gesehen hat. Gestern
hat sich die Aufregung beim Vorstandsvorsitzenden der
SG Sonnenhof Großaspach etwas gelegt, wie er im
Gespräch mit Lars Müller-Appenzeller versichert.
Wie
sieht der aus?
Benignus:
Wir arbeiten mit einem Gartenbauunternehmer zusammen,
der viele Stadien baut, im Moment auch unseres.
Man nennt ihn den Rasenpapst. Er hat einen Lösungsansatz,
wie man den Platz in einen spielfähigen Zustand
versetzen kann. Wir brauchen keinen Platz, der wunderschönes
sattes Grün hat. Aber der Platz muss halt spielfähig
sein und von den Schiedsrichtern auch abgenommen
werden.
Und
was sagt der Papst?
Benignus:
Der ist sehr zuversichtlich, dass er das mit seiner
Firma und dem Gartenbauamt bis zum 27. August, dem
Spiel gegen den 1. FC Nürnberg II, hinbekommt.
Wie
viel kostet das und wer zahlt?
Benignus:
Die Sofortmaßnahme ist vorerst auf 15 000
Euro taxiert, das zahlt die Stadt.
Wird
es dennoch finanzielle Forderungen der SG gegenüber
der Stadt Heilbronn geben?
Benignus:
Das kann ich im Moment noch nicht sagen, wir müssen
erst einmal abwarten, ob nun alles wunschgemäß
gelingt. Wir werden mit dem Deutschen Fußball-Bund
verhandeln, ob wir eine längere Frist bekommen
als die acht Tage, die uns bleiben, um das ausgefallene
Darmstadt-Spiel nachzuholen.
"6000
von 8000 Quadratmetern Rasen im Frankenstadion sind
nicht mehr zu retten", zieht die Erste Bürgermeisterin
Margarete Krug Bilanz. Auf dieser Fläche müsse
neu eingesät werden. Bis der Rasen bespielbar sei,
vergingen jedoch Wochen. Eine Verlegung von Rollrasen
schließt sie ebenso wie Hajek aus Kostengründen
und wegen möglicher Anwachsprobleme aus.
Werner
Benignus sagt: "Wir haben mit einer Firma Kontakt
aufgenommen, die uns versichert, dass man den Rasen
als Provisorium schneller herrichten könnte. Dann
wäre er nur zwei, drei Wochen lang nicht verfügbar."
12.
August 2010

SG
froh über die Rasen-Schnellkur Von "Marbach und Bottwartal",
aktualisiert am 13.08.2010 Großaspach Der Regionalligist soll
am 27. wieder im Frankenstadion spielen können.
Von
Julia Spors - Kompromisse
gehören zum Leben dazu. Dessen ist sich Werner
Benignus, Vorstandsvorsitzender der SG Sonnenhof Großaspach,
bewusst. In diesem speziellen Fall macht ihn ein Kompromiss
sogar ziemlich glücklich. Denn er bedeutet, dass
die Regionalliga-Fußballer der SG ihr nächstes
Heimspiel am 27. August gegen Nürnberg II wohl
wieder im Heilbronner Frankenstadion austragen können.
Das schien bis vorgestern wegen des kaputten Rasens
noch unmöglich. Rund 6000 der 8000 Quadratmeter
Grünfläche seien nach der Belastung der Junioren-Frisbee-WM
nicht mehr zu retten, hieß es da von Seiten der
Stadt Heilbronn. Zumindest nicht kurzfristig. Das ist
nun doch der Fall.
Zwei Gartenbauexperten,
die von der SG Sonnenhof Großaspach eingeschaltet
worden waren, überzeugten die Stadtvertreter am
Mittwochmittag bei einer Begehung vor Ort vom Gegenteil.
Eine Schnell-Rasenkur soll es richten, die Austragung
der SG-Heimspiele möglich machen. Rasch soll nun
mit den umfangreichen Pflegemaßnahmen begonnen
werden.
Der Kompromiss
sieht dabei vor, dass der Platz zunächst bespielbar
und durchgehend eben gemacht wird. Grün muss er
dafür nicht sein, erklärt die Stadt in ihrer
Pressemitteilung. Die stark in Mitleidenschaft gezogenen
Flächen zwischen den beiden Strafräumen werden
zudem neu eingesät. Dafür entstehen nach einer
ersten Schätzung Kosten in Höhe von rund 15
000 Euro. Das ist weniger als gedacht. Rollrasen hätte
rund 85 000 Euro verschlungen, 60 000 Euro hätte
eine normale Nachsaat gekostet. Bis Ende Oktober wäre
der Platz dann aber in jedem Fall gesperrt gewesen.
Für alle. Mit der jetzigen Lösung ist aber
zumindest der SG Sonnenhof geholfen. Sie kann ihre Heimspiele
auf dem Platz austragen. Vorausgesetzt natürlich,
die angedachten Maßnahmen greifen, das Feld ist
eben.
"Bislang
haben wir die Lösungen nur am Schreibtisch erarbeitet.
Jetzt müssen sie auch noch klappen", sagt
Werner Benignus und hofft auf gutes Wetter in den kommenden
Tagen. "Wenn es jetzt natürlich drei Wochen
am Stück regnet, wird es schwer", merkt der
Vorstandsvorsitzende an und sagt: "Der Rasen muss
jetzt mit ganz viel Liebe behandelt werden." Damit
der Platz auch genügend Regenerationsphasen hat,
darf er zwischen den Partien der SG nicht strapaziert
werden. In diesen Fristen stehen ausschließlich
weitere Pflegemaßnahmen auf dem Programm. Für
Trainingseinheiten und weitere Spiele bleibt der Rasen
deshalb bis auf weiteres gesperrt. Auch für den
Heimverein, den FC Heilbronn.
"Wir
sind froh, dass wir in ausgesprochen konstruktiver Atmosphäre
so rasch einen für alle Beteiligten guten Kompromiss
gefunden haben", erklärten Erste Bürgermeisterin
Margarete Krug, Bürgermeister Wilfried Hajek und
SG-Vorstandsvorsitzender Werner Benignus nach dem knapp
einstündigen Gespräch in Heilbronn in ihrer
Pressemitteilung. "Es gab keine andere Lösung.
Auch aus logistischer Sicht", sagt Benignus einen
Tag nach der gefundenen Lösung zufrieden. Ein Problem
hat der Verein jedoch nach wie vor.
Das am
Mittwoch ausgefallene Spiel gegen Darmstadt muss bis
zum 18. August nachgeholt werden - so lauten die Vorgaben
des Verbandes. "Wir hoffen, dass wir das Spiel
hinausschieben können. So lange, bis wir wieder
ins Frankenstadion können", berichtet der
Vorsitzende. Entsprechende Gespräche mit dem DFB,
dem Süddeutschen Fußballverband und dem Gegner
laufen. Mit ersten positiven Anzeichen. Sollte es letztlich
doch nicht klappen, stellt sich nach wie vor die Frage
nach dem Ausweichort. Reutlingen ist inzwischen jedenfalls
ausgeschieden, wie Benignus bestätigt. "Aber
in den vergangenen Tagen haben wir gelernt, schnell
zu handeln", sagt Benignus lachend. Ein Plan B
dürfte also aufzutreiben sein.
13.
August 2010
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