Aus der Presse... Die
SG Sonnenhof Großaspach
in der Saison 2010/11

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Pressemitteilung der Stadt Heilbronn zur Lösung im Frankenstadion

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Bilder vom lädierten Rasen im Frankenstadion bei www.stimme.de]

Einvernehmliche Lösung mit SG Sonnenhof Großaspach
Frankenstadion schneller bespielbar als gedacht

Zum Vergrößern anklicken!Das Heilbronner Frankenstadion ist wieder schneller bespielbar als gedacht: Bereits am 27. August kann voraussichtlich das erste Spiel des Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach auf dem heimischen Rasen stattfinden. Dies ergab heute eine intensive Untersuchung des Rasens durch einen externen Fachmann sowie ein konstruktives Gespräch zwischen Erster Bürgermeisterin Margarete Krug und Bürgermeister Wilfried Hajek von Seiten der Stadt Heilbronn sowie dem Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof-Großaspach Werner Benignus, SG-Geschäftsführer Thomas Deters und Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer der Ferber Marketing GmbH. Da die Rasentragschicht sich nach einer weiteren näheren Untersuchung heute doch als gut erwiesen hat, kann ein seitens der SG ins Spiel gebrachtes hochspezialisiertes Unternehmen zusammen mit dem städtischen Grünflächenamt rasch mit umfangreichen Pflegemaßnahmen beginnen. Dafür entstehen nach einer ersten Schätzung Kosten in Höhe von rund 15 000 Euro.

„Wir sind froh, dass wir in ausgesprochen konstruktiver Atmosphäre so rasch einen für alle Beteiligten guten Kompromiss gefunden haben“, erklärten Krug, Hajek und Benignus nach dem knapp einstündigen Gespräch in Heilbronn. Der Kompromiss sieht vor, dass der Platz zunächst bespielbar und durchgehend eben gemacht wird. Für die Bespielbarkeit ist keine durchgehend grüne Rasenfläche notwendig. Zudem werden die stark in Mitleidenschaft gezogenen Flächen zwischen den beiden Strafräumen neu eingesät. Zwischen den Heimspielen der SG Sonnenhof Großaspach darf der Platz allerdings nicht strapaziert werden. In diesen Fristen stehen ausschließlich weitere Pflegemaßnahmen auf dem Programm. Für Trainingseinheiten und weitere Spiele bleibt der Platz bis auf weiteres gesperrt.

Noch gestern war man davon ausgegangen, dass für eine Neueinsaat eine viel längere Ruhepause notwendig sein würde. Ein kleines Fragezeichen hinter dem Kompromiss bleibt allerdings bestehen: Sollte die Witterung über eine lange Phase extrem ungünstig sein, könnte es sein, dass die Bespielbarkeit dann nicht mehr zu erhalten ist.

12. August 2010


Heilbronn und die SG Sonnenhof erzielen Einigung
Gartenbaufirma soll Rasen schnell in bespielbaren Zustand bringen

Von Steffen Grün - Rund 6000 von 8000 Quadratmetern Rasen im Heilbronner Frankenstadion sind so malträtiert worden, dass jede Hilfe zu spät kommt – das war zunächst die Einschätzung des städtischen Grünflächenamtes. Für 100000 bis 120000 Euro einen Rollrasen zu verlegen – das war für Baubürgermeister Wilfried Hajek kein Thema: weil die Kosten zu hoch und Anwachsprobleme nicht auszuschließen seien. Die von ihm ins Spiel gebrachte Neuansaat hätte zur Sperrung des Stadions bis Mitte oder Ende Oktober geführt – das wiederum war für Fußball-Regionalligist Großaspach schlicht das absolute Horrorszenario.

Einen Ausweg aus dem Schlamassel suchten – und fanden – die verschiedenen Parteien gestern Nachmittag bei einer Besprechung im Rathaus. „Es gab eine einvernehmliche Lösung“, berichtet Thomas Deters. Wie die aussieht, verrät der Geschäftsführer der SG Sonnenhof auch: Die vom Klub vorgeschlagene Firma Sportstättenbau Garten-Moser ist überzeugt, das Sorgenkind namens Rasen bis zum Heimspiel gegen Nürnberg II am 27. August in einen bis zum Saisonende bespielbaren Zustand versetzen zu können. „Wir können den Platz nicht grün anstreichen und dem DFB sagen, das ist ein Rasen“, unterstreicht Deters, dass es um mehr als nur eine reine Schönheitsoperation geht. Die Kosten beziffert die Stadt Heilbronn nach einer einer ersten Schätzung in einer Pressemitteilung auf rund 15000 Euro. Im Vergleich zur stolzen Summe für einen Rollrasen sicherlich eine zu verschmerzende Investition.

„Wir haben den Super-Gau abgewendet.“ Auch Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender der SG-Fußballer, zeigte sich über die gestern Nachmittag gefundene Lösung ziemlich erleichtert. Er mahnte aber umgehend an, dass bis zum 27. August noch „Hausaufgaben“ zu erledigen seien. Was das Nachholspiel gegen den SV Darmstadt betrifft, das der Süddeutsche Fußballverband (SFV) bislang unbedingt bis kommenden Mittwoch in einem Ausweich-Domizil über die Bühne gebracht haben wollte, hofft Großaspach nun auf einen Aufschub. „Wir streben an, das Spiel zu einem späteren Zeitpunkt in Heilbronn auszutragen“, verkündet Deters. Es bleibt allerdings erst einmal abzuwarten, wie der SFV auf dieses Ansinnen reagiert. Bleibt der in München ansässige Verband stur, müssen noch einmal die Alternativen wie das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim oder die Stadien in Heidenheim, in Aalen und in Reutlingen ins Auge gefasst werden.

12. August 2010


Schnellkur für Fußballacker
Von Joachim Friedl

Heilbronn - Rollrasen. Kurz ist das Fazit von Gerhard Baumann, nachdem er gestern Vormittag das ramponierte Spielfeld im Heilbronner Frankenstadion begutachtet hatte. Der Rasen-Doktor, der seit 2003 bei kniffligen Rasenproblemen stets hinzugezogen wird, war eigens aus Berg-Hausheim in der Oberpfalz angereist. Und er verspricht: "14 Tage nach dem Verlegen kann wieder Fußball gespielt werden." Heftig fällt sein Urteil über die von der Stadt favorisierte Nachsaat aus: "Dann spielt in diesem Jahr niemand mehr im Frankenstadion."

Die Kosten für einen Rollrasen beziffert Baumann auf rund 85.000 Euro brutto. 25.000 Euro günstiger käme die Nachsaat. Auf die Feststellung von Frank Göhringer vom Grünflächenamt, die Stadt habe kein Geld, antwortet der Rasenfachmann: "Dann soll der Bürgermeister seinen Dienstagwagen verkaufen."

Bespielbarkeit

Soweit wollte Wilfried Hajek nun doch nicht gehen. Am Nachmittag verkündet der Heilbronner Baubürgermeister in seinem Amtszimmer einen Kompromiss: "Die SG Sonnenhof Großaspach wird die Heimspiele nun doch im Frankenstadion austragen." Der Regionalligist sei damit einverstanden, nicht auf einem grünen, sondern auf einem nur ebenen Rasen zu spielen. Darauf verständigte sich der SG-Vorstand und die Stadt. "Das bekommen wir bis Ende August hin", spricht Hajek eine Garantie aus. Gleichzeitig werden die lädierten 6000 Quadratmeter neu eingesät. Diese Sofortmaßnahme, zu der auch schon die SG ihre Zustimmung gegeben hat, ist zugleich die Absage an die Verlegung eines Rollrasens. Einziges Risiko dabei: das Wetter. Sollte es in den kommenden Wochen zu starken Regenfällen kommen, würde der Platz im wahrsten Sinne des Wortes absaufen. Die SG Sonnenhof müsste sich dann doch nach einen Ersatzspielort umschauen.

Außer der SG darf 2010 keine weitere Mannschaft im Frankenstadion auflaufen. Auch nicht zum Training. Das bedeutet für den FC Heilbronn und seine 17 Mannschaften: Sie müssen auf die Plätze außerhalb des Stadions, die derzeit ebenfalls einem Kartoffelacker gleichen, ausweichen. "Die päppeln wir bis zum Saisonstart auf", verspricht Hajek.

Für die Pflege des Stadionrasens erhält die Stadt Heilbronn von der SG Sonnenhof eine Pauschale von 25 000 Euro pro Runde. Beim FC Heilbronn (FCH), der das Stadion an den Regionalligisten unterverpachtet hat, spricht man nicht über Geld: "Es sind deutlich weniger als die gehandelten 25.000 Euro", deutet FCH-Vorsitzender Ralf Schneider vage an. Wie es heißt, soll ein Paket mit Freundschaftsspielen und Bewirtung geschnürt sein.

Antworten

Die Frage der Schuld im Heilbronner Rasenchaos beantwortet Wilfried Hajek auf seine Art: "Die Frisbee-WM wurde vor zwei Jahren fix gemacht. Vor eineinhalb Jahren fragte die SG Sonnenhof an, ob sie für ein Jahr in Heilbronn wegen ihres Stadionneubaus spielen kann. Dann kam die Bitte, auch in diesem Jahr im Frankenstadion spielen zu können, da der Neubau nicht vorankam. Sollten wir deshalb kurzfristig die tolle Frisbee-WM absagen? Die Blamage wäre riesig gewesen. Wir nahmen das Risiko einfach auf uns."

Aber nicht nur der Rasen im Frankenstadion hat unter der Frisbee-WM gelitten, sondern auch das Spielfeld des DJK Sportbundes Heilbronn in Böckingen. Auch hier fanden Frisbeespiele statt. "Der Platz ist eine Katastrophe", klagt Jürgen Staab, Abteilungsleiter vom FC Laube. Der Verein trägt hier seine Heimspiele aus. "Weshalb geht man mit Frisbee nicht zur Union Böckingen oder zum ESV - die haben mehr Plätze?", fragt Staab ratlos und betont: "Wir versuchen so gut es geht, den Rasen zu schonen." Auch hier ist Hajek unverzagt: "Die Laube bekommt einen ordentlichen Platz."


Nachgefragt

Werner Benignus war entsetzt, als er den Rasen im Heilbronner Frankenstadion nach der Frisbee-WM gesehen hat. Gestern hat sich die Aufregung beim Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof Großaspach etwas gelegt, wie er im Gespräch mit Lars Müller-Appenzeller versichert:

"Wir haben einen Kompromiss gefunden"

Werner Benignus war entsetzt, als er den Rasen im Heilbronner Frankenstadion nach der Frisbee-WM gesehen hat. Gestern hat sich die Aufregung beim Vorstandsvorsitzenden der SG Sonnenhof Großaspach etwas gelegt, wie er im Gespräch mit Lars Müller-Appenzeller versichert.

  • Herr Benignus, ist der erste Ärger verraucht?

    Werner Benignus: Doch, ja. Denn wir und die Stadt Heilbronn haben einen guten Kompromiss gefunden.

  • Wie sieht der aus?

    Benignus: Wir arbeiten mit einem Gartenbauunternehmer zusammen, der viele Stadien baut, im Moment auch unseres. Man nennt ihn den Rasenpapst. Er hat einen Lösungsansatz, wie man den Platz in einen spielfähigen Zustand versetzen kann. Wir brauchen keinen Platz, der wunderschönes sattes Grün hat. Aber der Platz muss halt spielfähig sein und von den Schiedsrichtern auch abgenommen werden.

  • Und was sagt der Papst?

    Benignus: Der ist sehr zuversichtlich, dass er das mit seiner Firma und dem Gartenbauamt bis zum 27. August, dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg II, hinbekommt.

  • Wie viel kostet das und wer zahlt?

    Benignus: Die Sofortmaßnahme ist vorerst auf 15 000 Euro taxiert, das zahlt die Stadt.

  • Wird es dennoch finanzielle Forderungen der SG gegenüber der Stadt Heilbronn geben?

    Benignus: Das kann ich im Moment noch nicht sagen, wir müssen erst einmal abwarten, ob nun alles wunschgemäß gelingt. Wir werden mit dem Deutschen Fußball-Bund verhandeln, ob wir eine längere Frist bekommen als die acht Tage, die uns bleiben, um das ausgefallene Darmstadt-Spiel nachzuholen.

"6000 von 8000 Quadratmetern Rasen im Frankenstadion sind nicht mehr zu retten", zieht die Erste Bürgermeisterin Margarete Krug Bilanz. Auf dieser Fläche müsse neu eingesät werden. Bis der Rasen bespielbar sei, vergingen jedoch Wochen. Eine Verlegung von Rollrasen schließt sie ebenso wie Hajek aus Kostengründen und wegen möglicher Anwachsprobleme aus.

Werner Benignus sagt: "Wir haben mit einer Firma Kontakt aufgenommen, die uns versichert, dass man den Rasen als Provisorium schneller herrichten könnte. Dann wäre er nur zwei, drei Wochen lang nicht verfügbar."

12. August 2010


SG froh über die Rasen-Schnellkur
Von "Marbach und Bottwartal", aktualisiert am 13.08.2010
Großaspach Der Regionalligist soll am 27. wieder im Frankenstadion spielen können.

Von Julia Spors - Kompromisse gehören zum Leben dazu. Dessen ist sich Werner Benignus, Vorstandsvorsitzender der SG Sonnenhof Großaspach, bewusst. In diesem speziellen Fall macht ihn ein Kompromiss sogar ziemlich glücklich. Denn er bedeutet, dass die Regionalliga-Fußballer der SG ihr nächstes Heimspiel am 27. August gegen Nürnberg II wohl wieder im Heilbronner Frankenstadion austragen können. Das schien bis vorgestern wegen des kaputten Rasens noch unmöglich. Rund 6000 der 8000 Quadratmeter Grünfläche seien nach der Belastung der Junioren-Frisbee-WM nicht mehr zu retten, hieß es da von Seiten der Stadt Heilbronn. Zumindest nicht kurzfristig. Das ist nun doch der Fall.

Zwei Gartenbauexperten, die von der SG Sonnenhof Großaspach eingeschaltet worden waren, überzeugten die Stadtvertreter am Mittwochmittag bei einer Begehung vor Ort vom Gegenteil. Eine Schnell-Rasenkur soll es richten, die Austragung der SG-Heimspiele möglich machen. Rasch soll nun mit den umfangreichen Pflegemaßnahmen begonnen werden.

Der Kompromiss sieht dabei vor, dass der Platz zunächst bespielbar und durchgehend eben gemacht wird. Grün muss er dafür nicht sein, erklärt die Stadt in ihrer Pressemitteilung. Die stark in Mitleidenschaft gezogenen Flächen zwischen den beiden Strafräumen werden zudem neu eingesät. Dafür entstehen nach einer ersten Schätzung Kosten in Höhe von rund 15 000 Euro. Das ist weniger als gedacht. Rollrasen hätte rund 85 000 Euro verschlungen, 60 000 Euro hätte eine normale Nachsaat gekostet. Bis Ende Oktober wäre der Platz dann aber in jedem Fall gesperrt gewesen. Für alle. Mit der jetzigen Lösung ist aber zumindest der SG Sonnenhof geholfen. Sie kann ihre Heimspiele auf dem Platz austragen. Vorausgesetzt natürlich, die angedachten Maßnahmen greifen, das Feld ist eben.

"Bislang haben wir die Lösungen nur am Schreibtisch erarbeitet. Jetzt müssen sie auch noch klappen", sagt Werner Benignus und hofft auf gutes Wetter in den kommenden Tagen. "Wenn es jetzt natürlich drei Wochen am Stück regnet, wird es schwer", merkt der Vorstandsvorsitzende an und sagt: "Der Rasen muss jetzt mit ganz viel Liebe behandelt werden." Damit der Platz auch genügend Regenerationsphasen hat, darf er zwischen den Partien der SG nicht strapaziert werden. In diesen Fristen stehen ausschließlich weitere Pflegemaßnahmen auf dem Programm. Für Trainingseinheiten und weitere Spiele bleibt der Rasen deshalb bis auf weiteres gesperrt. Auch für den Heimverein, den FC Heilbronn.

"Wir sind froh, dass wir in ausgesprochen konstruktiver Atmosphäre so rasch einen für alle Beteiligten guten Kompromiss gefunden haben", erklärten Erste Bürgermeisterin Margarete Krug, Bürgermeister Wilfried Hajek und SG-Vorstandsvorsitzender Werner Benignus nach dem knapp einstündigen Gespräch in Heilbronn in ihrer Pressemitteilung. "Es gab keine andere Lösung. Auch aus logistischer Sicht", sagt Benignus einen Tag nach der gefundenen Lösung zufrieden. Ein Problem hat der Verein jedoch nach wie vor.

Das am Mittwoch ausgefallene Spiel gegen Darmstadt muss bis zum 18. August nachgeholt werden - so lauten die Vorgaben des Verbandes. "Wir hoffen, dass wir das Spiel hinausschieben können. So lange, bis wir wieder ins Frankenstadion können", berichtet der Vorsitzende. Entsprechende Gespräche mit dem DFB, dem Süddeutschen Fußballverband und dem Gegner laufen. Mit ersten positiven Anzeichen. Sollte es letztlich doch nicht klappen, stellt sich nach wie vor die Frage nach dem Ausweichort. Reutlingen ist inzwischen jedenfalls ausgeschieden, wie Benignus bestätigt. "Aber in den vergangenen Tagen haben wir gelernt, schnell zu handeln", sagt Benignus lachend. Ein Plan B dürfte also aufzutreiben sein.

13. August 2010


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