Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach
Saison 2010/11

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Die SG-Regionalliga-Spieltage im Detail:
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Rückrunde:
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3. Spieltag

2:1 (0:1)

Sonntag, 22. August 2010 um 14:00 Uhr
Gazi-Stadion, Stuttgart-Degerloch

Spielstatistik:

Stuttgarter Kickers: Wagner - Abruscia, Auracher, Rapp, Stierle - Pala (46. Gerster), Marchese, Rizzi, Ivanusa (37. Gondorf) - Brandstetter, Reule (68. Türpitz).



SG Sonnenhof Großaspach: Knett - Jurczyk, Grab, Röcker, Wengert - Golinski (68. Frank), Marschlich, Adamos, Rehm (62. Tucci), Binakaj - Krasniqi (87. Rummel).

Tore: 0:1 (22.) Röcker, 1:1 (65.) Rapp, 2:1 (91.) Gondorf. – Schiedsrichter: Jöllenbeck (Mühlheim). – Zuschauer: 2380.

Trotz starker Leistung nichts Zählbares
Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach verliert bei den Stuttgarter Kickers durch einen Torwartfehler in der Nachspielzeit

Stark gespielt und doch verloren: Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach zog gestern beim Titelanwärter Stuttgarter Kickers mit 1:2 den Kürzeren. Besonders in der ersten Halbzeit war die SG haushoch überlegen. Bitter: Der zweite Treffer der Kickers fiel nach einem Torwartfehler in der Nachspielzeit.

Die 91. Minute: Stuttgarts Alessandro Abruscia flankte von der rechten Seite in den Strafraum. Dort stand der eingewechselte Jerome Gondorf frei und köpfte aufs Tor. Den harmlosen Ball ließ aber Großaspachs Schlussmann Christopher Knett durch die Hände gleiten. Das war der 2:1-Siegtreffer für den Ex-Bundesligisten, denn wenige Sekunden später pfiff Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck aus Mühlheim die intensive Begegnung ab. Während sich die Kickers mit ihren Fans grenzenlos freuten, waren Großaspachs Spieler maßlos enttäuscht. Die Gäste hatten trotz einer starken Leistung nichts Zählbares mitgenommen.

Die ersten fünf Minuten gehörten den Stuttgartern. Danach gab aber die SG den Ton an. Die Gäste zeigten eine starke Vorstellung. Dabei wartete Großaspachs Trainer Alexander Zorniger mit einer Überraschung auf. Statt mit sonst zwei Angreifern, stürmte nur noch Abedin Krasniqi. Unterstützung bekam er allerdings von den offensiven Mittelfeldspielern Marc Golinski, Patrick Marschlich und Shiprim Binakaj. Und dieses Konzept ging zunächst auf. Die Kickers wurden oft zu Fehlern gezwungen.

Hingegen spielte Großaspach schnell und meist präzise über wenige Stationen nach vorne. Marschlich (14.) und Binakaj (16.) hätten die Gäste frühzeitig in Führung bringen können. Besser machte es Großaspach in der 22. Minute. Rüdiger Rehm bekam nach einem Freistoß den Ball. Der spielende Co-Trainer flankte von der linken Seite nach innen. Am langen Pfosten stand Dennis Grab. Der Mannschaftskapitän köpfte in den Fünf-Meter-Raum. Dort war Benedikt Röcker völlig frei und traf per Kopfball zum 1:0. Das war eine perfekt einstudierte Variante. Auch nach dem Führungstreffer besaß die SG gute Möglichkeiten. Zum Beispiel fand Rehm in der 29. Minute mit einem Volleyschuss in Stuttgarts Keeper Daniel Wagner seinen Meister. Hingegen gab es von den Kickers nicht viel zu sehen. Das Team von der Waldau leistete sich zu viele Fehler, um die SG in Gefahr bringen zu können.

Besser präsentierte sich Stuttgart nach dem Seitenwechsel. Trotzdem wirkte der Meisterschaftsfavorit oft nervös und brachte kaum Konstruktives zustande. Einziger Lichtblick war aus Sicht des Ex-Bundesligisten die 65. Minute. Nach einer Flanke von der linken Seite von Enzo Marchese köpfte Kickers-Kapitän Marcel Rapp zum 1:1 ein. Die Blauen wollten zwar den Schwung nutzen, aber viel zu sehen war davon nicht. Erst ein Fehler in der Nachspielzeit von Großaspachs Keeper Knett ließ die Gastgeber und den Großteil der 2380 Zuschauer im Gazi-Stadion jubeln. Großaspach hatte dagegen trotz einer ansprechenden Leistung nichts Zählbares geholt.

Lapsus von Knett kostet Großaspach einen Punkt
Auch SG-Trainer Alexander Zorniger wurmt der zweite Gegentreffer

(hes). Die erste Saisonniederlage der SG Sonnenhof Großaspach war ärgerlich, aber auch vermeidbar. „Wenn es beim 1:1 bleibt, ist alles ok. So eine Niederlage ist aber frustrierend“, sagte Mannschaftskapitän Dennis Grab. Er führt den zweiten Gegentreffer in der Nachspielzeit auf Unkonzentriertheit zurück. Großaspachs Trainer Alexander Zorniger wurmte dieser Treffer auch. „Das Tor war haltbar“, kritisierte der 42-Jährige seinen Torhüter Christopher Knett. Zorniger machte aber auch klar: „Mir tut es für Christopher leid.“ Knett hatte nämlich in den 90 Minuten davor gut gehalten und sich keinen Fehler erlaubt. Sein Lapsus in der Nachspielzeit kostete der SG Sonnenhof aber einen sicher geglaubten Punkt und bescherte den Stuttgarter Kickers einen überaus glücklichen Heimsieg.

Über diesen war Kickers-Trainer Dirk Schuster erfreut. „Das Tor in der Schlussminute nehmen wir gerne mit“, sagte der frühere Profi vom Karlsruher SC. Ihm waren aber die Unzulänglichkeiten, die seine Mannschaft gezeigt hatte, nicht entgangen. „Ich war froh, dass es nur 0:1 zur Halbzeit stand.“ Warum? „Wir waren zu weit von den Leuten weg und haben gegen eine gute Aspacher Mannschaft nicht die Mittel gefunden.“ Nach der Pause sah Schuster mehr Engagement seiner Akteure, denen dieser Erfolg bestimmt Selbstbewusstsein gibt.

Hingegen muss Großaspach seine Wunden lecken. „Jetzt heißt es, die Jungs aufrichten. Wir müssen Ballbesitz haben“, fordert Zorniger. Er möchte aber auch Positives aus dem gestrigen Spiel mitnehmen. „Unser Konzept mit einem Stürmer ist aufgegangen, es ist eine Alternative.“ Die Defizite will Zorniger in dieser Woche im Training ausmerzen. Schließlich steht am Freitag, 27. August, das erste Heimspiel der Saison an. Um 18.30 Uhr trifft Großaspach im Heilbronner Frankenstadion auf den 1. FC Nürnberg II. Dies sollte eine machbare Aufgabe für die SG Sonnenhof sein.

23. August 2010


2:1 - mit Glück und Köpfchen
Von Jürgen Frey, aktualisiert am 23.08.2010

Stuttgart - Als keiner mehr damit rechnete, schlugen die Stuttgarter Kickers doch noch zu. In der Nachspielzeit erzielte Jerome Gondorf per Kopf den Siegtreffer. Ein Unentschieden wäre vor 2380 Zuschauern das gerechtere Ergebnis gewesen.

Die einen verschwanden restlos enttäuscht und wortlos sofort in der Kabine. Die anderen feierten mit ihren Fans so ausgelassen, als sei der Aufstieg in die dritte Liga jetzt schon perfekt. Doch mit ein bisschen Abstand wussten die Beteiligten beider Clubs die 90 hektischen Minuten auf dem Rasen richtig einzuschätzen. Trotz aller Emotionen. "Wir hatten das nötige Glück, aber letztendlich haben wir den Sieg erzwungen und sind für unseren Aufwand belohnt worden", sagte Kickers-Trainer Dirk Schuster. Und sein Sonnenhof-Kollege Alexander Zorniger meinte: "Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, doch nach der Pause verhielten wir uns etwas zu passiv."

In der ersten Halbzeit war das noch ganz anders. Das kompakte SG-Team um Routinier Rüdiger Rehm kontrollierte das Spiel, machte die Räume geschickt eng und schaffte im Mittelfeld Überzahl. Die Blauen taten sich enorm schwer. Es fehlten die zündenden Ideen, das Team leistete sich zu viele Fehler im Spielaufbau, und Aktionen über die Flügel fanden praktisch nicht statt. Schuster reagierte früh: Marcel Ivanusa (37.) und Ali Pala (zur Pause) mussten raus.

Schon vor der ersten Auswechslung waren die Kickers hinten gelegen. Bei einer Freistoßhereingabe von Rehm stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht, den Rest erledigten die baumlangen Innenverteidiger der SG per Kopf: Dennis Grab bediente Benedikt Rücker, 0:1 (22.) - das erste Gegentor für die Kickers in dieser Saison. Auffallend in den weiteren Minuten vor der Pause: die fehlende Kreativität der Blauen, mit der das SG-Bollwerk partout nicht zu knacken war.

In der Halbzeit fand Schuster offenbar die richtigen Worte: Sein Team machte nicht nur mehr Druck, es stand auch enger bei den Gegenspielern und kam dadurch viel besser in die Zweikämpfe. Torchancen blieben dennoch Mangelware. Gefährlich waren die Kickers fast nur bei Standardsituationen. Eine davon führte zum Ausgleich: Ecke Enzo Marchese, Kopfball Rapp - 1:1 (65.). Danach passierte nicht mehr viel. Bis zur Nachspielzeit. Sandro Abruscia setzte sich auf der rechten Seite energisch durch, flankte, und Gondorf drückte den Ball - wie schon zuvor Rapp - mit dem Kopf zum 2:1 über die Linie. SG-Torwart Christopher Knett machte dabei keine gute Figur.

Den Kickers, die nun in Darmstadt und Weiden zweimal hintereinander auswärts ran müssen, war das egal. "Schön war's nicht. Aber wie wir gewonnen haben, danach fragt morgen schon keiner mehr", sagte Sportkoordinator Michael Zeyer. Schließlich soll der bisher überragend auftrumpfende Tabellenführer 1899 Hoffenheim II (gestern 6:0 gegen den FC Memmingen) nicht schon früh enteilen.

23. August 2010


SG muss eine harte Nuss knacken
Fußball-Regionalligist aus Großaspach tritt am Sonntag bei den Stuttgarter Kickers an

Die Fußballer der SG Sonnenhof Großaspach absolvieren am Sonntag ihr zweites Regionalliga-Spiel der Saison. Erneut muss das Team von Trainer Alexander Zorniger auswärts ran. Ab 14 Uhr geht es im Gazi-Stadion gegen den Ex-Bundesligisten Stuttgarter Kickers. Das wird eine harte Nuss für die SG.

Von Heiko Schmidt - Ein Regionalliga-Spiel – ein 1:0-Sieg bei der Spvgg Weiden. Großaspachs Trainer Alexander Zorniger könnte eigentlich zufrieden sein. Ist er aber nicht. Grund: Das überraschende Aus in der dritten Runde des WFV-Pokals bei den drei Klassen tiefer spielenden SF Schwäbisch Hall – 3:5 nach Elfmeterschießen. Dabei hatte sich der Regionalligist blamiert. „Wir haben das Spiel aufgearbeitet“, sagt Zorniger. Per Videoanalyse hat er seinen Spielern klargemacht, dass es „mannschaftlich keine gute Leistung“ war. Die Lehren aus diesem blamablen Auftritt scheint die Mannschaft gezogen zu haben. Die SG will nun ein anderes Gesicht zeigen, eben dieses vom 1:0-Erfolg in Weiden. „An diese Leistung müssen wir anknüpfen“, fordert Zorniger.

Dies ist auch notwendig, denn auf Großaspach wartet eine harte Nuss: Die Begegnung bei den Stuttgarter Kickers, die zum Kreis der Titelanwärter gehören. Zorniger weiß, was seine Mannschaft im Gazi-Stadion erwartet. „Dort wird es bestimmt eine gute Fußball-Atmosphäre geben.“ Dies ist mit Sicherheit eine Herausforderung für Großaspach. Allerdings muss sich die SG Sonnenhof im Vergleich zum Pokalspiel steigern, um etwas Zählbares holen zu können. „Wir müssen versuchen, einen kompakten Block aufzubauen“, fordert Zorniger. Er geht noch weiter: „Der Gegner muss frühzeitig gestört werden.“ Ein Schlüssel zum Erfolg könnten Standardsituationen sein. „Daran haben wir im Training gearbeitet.“

Viel Arbeit bekommt Großaspach in Stuttgart bestimmt auch in der Defensive. „Die Kickers werden sicherlich viel Druck aufbauen. Da müssen wir über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung zeigen.“ Eine Chance sieht der SG-Trainer darin, dass die Kickers unter Druck stehen. „Sollte Stuttgart zum Ende des Spiels mehr aufbauen, steigen unsere Chancen.“ Chancenlos sieht Zorniger seine Mannschaft am Sonntag auf keinen Fall. „Wir werden uns nicht hinten reinstellen“, macht der SG-Coach klar. Er fordert, dass seine Spieler „die Bewegung gegen den Ball nicht herausnehmen“.

Personell sieht es bei der SG aber nicht so rosig aus. Nicolo Mazzola plagt sich mit einem Magen-Darm-Virus herum. Sein Einsatz am Sonntag ist fraglich. Stürmer Marco Tucci hat Leistenprobleme, wird aber wohl in Stuttgart dabei sein. Genauso wie Simon Skarlatidis, der einen Pferdekuss bekam. Weiterhin verletzt sind Michael Deiß und Anton Pelipetz. Noch eine Sperre von zwei Partien muss Martin Cimander absitzen.

Auf einigen Positionen wird es bei der Startelf kaum Alternativen geben. Nicht gemeint ist dabei der Torhüter. „Christopher Knett wird spielen, denn er hat sich die Chance verdient“, sagt Zorniger. Zwar stand Sascha Rausch im Pokalspiel zwischen den Pfosten, hat aber die Vorbereitung nicht komplett mitgemacht und noch etwas Nachholbedarf. Auch in der Vierer-Abwehr-Kette wird es eine Umstellung geben. Mannschaftskapitän Dennis Grab spielt wieder als rechter Innenverteidiger von Anfang an. Im Mittelfeld wird Zorniger wohl nicht am spielenden Co-Trainer Rüdiger Rehm herumkommen. Er hatte nach seiner Einwechslung in Hall für mehr Schwung nach vorne gesorgt.

Keine Sorgen macht sich Dirk Schuster. Der Trainer der Stuttgarter Kickers ist „mit den Leistungen seiner Mannschaft in den ersten beiden Saisonspielen einverstanden.“ Nach einem 2:0-Heimerfolg gegen den FC Memmingen folgte am Mittwoch ein 0:0 beim SC Pfullendorf. Er weiß, dass es sein Team am Sonntag nicht einfach haben wird. „Großaspach ist eine kämpferisch robuste Mannschaft, die ordentlichen Kombinationsfußball spielt“, urteilt Schuster über die SG. Bei den Kickers hinterließ Ali Pala, der in der Jugend beim FC Viktoria Backnang am Ball war, einen guten Eindruck. „Er hat viel Potenzial“, lobt Schuster.

20. August 2010

 

 

 

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