Regionalligist
SG Sonnenhof Großaspach
Saison 2010/11

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Die SG-Regionalliga-Spieltage im Detail:
iiiVorrunde: 01 | 02030405060708091011121314151617
Rückrunde:
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Nachholspiel 2. Spieltag

1:1 (1:0)

Mittwoch, 06.10.2010 um 16:30 Uhr
Frankenstadion Heilbronn [Tickets & Shuttlebus]

Spielstatistik:

SG Sonnenhof Großaspach: Knett - Jurczyk, Grab, Röcker, Cimander - Mazzola, Marschlich, Rehm, Wagner (67. Binakaj), Deiß (46. Wengert) - Krasniqi (87. Tucci).



SV Darmstadt 98: Samake - Acar, Islamoglu, Bruedigam, Brighache - Hesse, Stark (53. Sökler), Grueter, Kolb - Amstätter (81. Toch), Cosguner (53. Henel).

Tore: 1:0 (17.) Marschlich, 1:1 (77.) Hesse. – Schiedsrichter: Münch (Rielasingen). – Zuschauer: 250.

Bilder zur Verfügung gestellt von Alexander Becher Fotografie aus Backnang:

     

     

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Auch der vierte Versuch klappt nicht
Aspachs Regionalliga-Fußballer präsentierten sich gestern beim 1:1 im Nachholspiel gegen Darmstadt von der schwächeren Seite

Das Beste vorweg: Aspach kletterte auf Rang sechs. Schön. Nicht ganz so schön war gestern der Auftritt des Fußball-Regionalligisten beim 1:1 gegen Darmstadt 98. Außer dem 1:0 von Patrick Marschlich nach etwas mehr als einer Viertelstunde kam wenig. Uwe Hesses Ausgleich (77.) hatten sich die Gäste jedenfalls verdient.

Von Uwe Flegel - Irgendwie verwunderlich: In der Fremde gewinnen die SG-Kicker regelmäßig. In der Ausweichheimat Heilbronn klappt’s dagegen nicht. Das klar beste Auswärtsteam ist mit drei Punkten aus vier Spielen die viertschlechteste Heimelf. Insgesamt reicht’s zu Rang sechs. Bei nun nur noch einer Partie weniger als die meisten Konkurrenten. Aber: Das Nachholspiel gegen Nürnberg II (19. Oktober) findet ebenfalls im Frankenstadion statt.

Noch sind Heimauftritte für den Sonnenhof kein psychisches Problem. Alexander Zorniger bat nach dem Duell mit Darmstadt Stadionsprecher Tankred Volkmer allerdings bereits: „Sag Du bitte nicht auch noch, wir kamen wieder nicht über ein 1:1 hinaus, sonst glaub ich irgendwann noch selbst daran“. Der SG-Coach war gefrustet. Vor allem, weil seine Mannschaft eine der bisher schlechtesten Leistungen gezeigt hatte. Fast nie fanden die Hausherren ein Mittel gegen das aggressive Mittelfeld der Südhessen. Dennoch hätte der Sonnenhof das zerfahrene Spiel gewinnen können. Denn nach der besten SG-Aktion der gesamten Partie gelangte der Ball über Nicolo Mazzola zum freistehenden Patrick Marschlich, der das 1:0 erzielte (17.). Eine schmeichelhafte Führung, die nur zweimal in Gefahr geriet. Zwar verhinderten die Südhessen einen vernünftigen Spielaufbau der Schwaben, aber in der Offensive klappte bei Darmstadt auch nicht viel. Die besten Chancen gab’s nach Eckbällen von Sascha Amstätter. Nach dem ersten schlug Debütant Martin Wagner den Kopfball des Innenverteidigers Cem Islamoglu von der Linie. Amstätters zweite Ecke nahm Islamoglu volley, scheiterte mit dem Schuss aus sechs Metern jedoch am überragend reagierenden SG-Torwart Christopher Knett (22.).

Zur Halbzeit versuchte Zorniger mit einer Umstellung, seine Elf auf den Pfad der Besserung zu bringen. Manuel Wengert als Rechtsverteidiger rein, Marius Jurczyk von hinten außen ins zentrale Mittelfeld und Debütant Wagner für Debütant Michael Deiß vom zentralen ins linke Mittelfeld. In der Tat war Aspach nun etwas munterer. Viel besser war’s nicht. Außer in der 71. Minute, als Mazzola frei vor Torwart Joel Samake vorbeischoss und die Entscheidung verpasste.

Die vergebene Großchance der SG war eine Art Hallowacheffekt für den Ex-Bundesligisten. Der machte nun Druck. Und: Er hatte das Glück. Amstätter konnte im Strafraum nur noch mithilfe einer beherzten Grätsche von Dennis Grab geblockt werden. Schwierigkeit für den SG-Kapitän: Der Ball lag zwischen seinen Füßen, Amstätter stocherte danach. Thomas Münch pfiff: Indirekter Freistoß für die Gäste. 13 Meter vor dem Tor der Gastgeber. Die bauten auf eine vielköpfige Mauer, die Lilien auf Köpfchen. Statt drauf los zu ballern, spielte Amstätter von halbrechts auf halblinks, wo Hesse stand und die Kugel aus zehn Metern über die Linie schob (77.).

Zorniger kritisiert seine Elf und hinterfragt sich
Änderungen des Trainers helfen nicht, den ersten Heimsieg zu schaffen

(uwe). Das gibt’s doch nicht. Auch nach dem vierten Heimspiel warten Großaspachs Regionalligakicker noch auf den ersten Heimsieg. Ob’s am diesmal zwar nicht miserablen, aber weiterhin nicht guten Rasen liegt? Die SG-Verantwortlichen um Trainer Alexander Zorniger meiden eine solche Diskussion wie der Teufel das Weihwasser. Selbst als Gästecoach Kosta Runjaic den Hausherren verbal einen Steilpass lieferte: „Wir wussten, dass Großaspach Probleme hat, bei diesen schlechten Platzverhältnissen das Spiel zu machen.“ Zorniger hörte es – und schwieg dazu. Er kritisierte lieber den Auftritt seiner Elf. „Ein Punkt gewonnen, zwei Zähler verloren?“ fragte Aspachs Geschäftsführer Thomas Deters, als Moderator der Pressekonferenz. „Das interessiert mich nicht“, antwortete Zorniger. Und: „Mich interessiert die Art und Weise.“ Dass er damit beim neuerlichen 1:1 überhaupt nicht einverstanden war, musste der Trainer gar nicht mehr erwähnen. Das war zu spüren. Zu wenig Aggressivität, zu wenig Druck bei gegnerischem und zu wenig Ruhe bei eigenem Ballbesitz: Zorniger hatte einiges auszusetzen. Doch der Coach nahm sich selbst nicht aus: Er sprach die Umstellungen an, die er trotz des Siegs in Karlsruhe vorgenommen hatte. Shiprim Binakaj und Adam Adamos zählten diesmal nicht zur Startformation. Während Ersterer wenigstens auf der Bank saß und in der 67. Minute eingewechselt wurde, saß Zweiterer auf der Tribüne. Dafür feierte Michael Deiß und Martin Wagner ihr Debüt als Anfangsaufläufer. Beide waren nicht besser, aber auch nicht schlechter als der Rest. Zorniger machte den schwachen Auftritt dann auch nicht an den beiden fest: „Das lag nicht an den Spielern, die neu rein gekommen sind. Bei uns muss viel automatisiert sein. Wenn’s übers Eins-gegen-Eins geht, wird’s schwierig.“

7. September 2010


"Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein"
Von "Marbach und Bottwartal", aktualisiert am 07.10.2010

Großaspach Die SG Sonnenhof Großaspach kommt im Nachholspiel der Fußball-Regionalliga gegen den SV Darmstadt 98 nicht über ein 1:1 hinaus. Damit wartet das Team auch nach vier Heimspielen weiter auf den ersten Dreier im Heilbronner Frankenstadion.

Von Henning Maak - Es bleibt dabei: Die SG Sonnenhof Großaspach fühlt sich in der diesjährigen Fußball-Regionalligasaison in fremden Sportstätten offenbar wohler als im Ausweichquartier des Heilbronner Frankenstadions. Während die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger in der Fremde bereits fünf Siege bejubeln konnte, kam die SG gestern auch im Nachholspiel gegen den SV Darmstadt 98, der zuletzt dreimal hintereinander verloren hatte, nicht über ein 1:1 hinaus und wartet nach vier Heimspielen weiter auf den ersten Dreier zu Hause. "Wir müssen mit dem Unentschieden zufrieden sein. Das war eines unserer schlechteren Saisonspiele", erklärte der Sportliche Leiter Joannis Koukoutrigas.

Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß: In der 16. Minute fingen die Großaspacher einen Angriff der Lilien im Mittelfeld ab und schalteten blitzschnell auf die Offensive um. Nicolo Mazzola spielte den Ball genau in die Schnittstelle der Abwehr-Viererkette der Gäste auf Patrick Marschlich, der allein auf Darmstadts Schlussmann Joel Samaké zulief und den Ball an diesem aus zwölf Metern zur 1:0-Führung vorbeischob.

Die Führung beflügelte das Zorniger-Team jedoch nicht. Der Mannschaft gelang es zu selten, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, um weitere Tormöglichkeiten herauszuspielen. Die Begegnung war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt, auch die Darmstädter hatten nicht viele Chancen. Die größte in der ersten Halbzeit nach einer Standardsituation in der 23. Minute: Nach einer Ecke kam Innenverteidiger Cem Islamoglu im Großaspacher Strafraum frei zum Kopfball, doch SG-Torhüter Christopher Knett verhinderte mit einer Glanzparade den schnellen Ausgleich.

Auch in der zweiten Hälfte standen die Gastgeber defensiv gut, erarbeiteten sich jedoch keine Tormöglichkeiten. "Darmstadt hat im Mittelfeld gutes Pressing gespielt und uns zu Fehlern gezwungen", räumte Koukoutrigas ein. Stürmer Abedin Krasniqi sei gegen die gut gestaffelte Viererkette der Gäste oft auf sich allein gestellt gewesen. Die beste Torchance der zweiten Hälfte hatte Mazzola, dessen Schuss aus 20 Metern nach einem schnell ausgeführten Freistoß knapp am Darmstädter Tor vorbeizischte. So kam es, wie es kommen musste: In der 77. Minute entschied der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß vor dem Großaspacher Strafraum. Nach einem schnellen Pass vollendete Uwe Hesse aus 15 Metern zum 1:1. "Vom ganzen Team kam heute zu wenig. Wenn der Ausgleich früher gefallen wäre, hätten wir wahrscheinlich verloren", glaubt Koukoutrigas.

7. September 2010


Vierter Anlauf zum ersten Heimsieg
Fußball-Regionalligist SG Großaspach erwartet am Mittwoch um 16.30 Uhr den SV Darmstadt zum Nachholspiel im Frankenstadion

So richtig verwöhnt hat Fußball-Regionalligist Großaspach seine Fans bislang nur in den Auswärtsspielen. Zu Hause wartet die SG Sonnenhof noch auf ihren ersten Sieg. Wenn am Mittwoch (16.30 Uhr) der SV Darmstadt im Frankenstadion in Heilbronn aufkreuzt, will das Team um Kapitän Dennis Grab den Bann brechen und auf den fünften Rang klettern.

Von Steffen Grün - Mit der Partie gegen Darmstadt bestreitet Großaspach das erste von zwei Heimspielen, die zunächst den Folgen der Frisbee-Junioren-WM zum Opfer gefallen waren. Zu ramponiert war der Rasen im Frankenstadion, um auf ihm eine Regionalliga-Begegnung anpfeifen zu können. Von einem feinen Teppich kann auch knapp zwei Monate später trotz aller Bemühungen beim besten Willen noch nicht die Rede sein. Es wäre den SG-Kickern also kaum übel zu nehmen, wenn sie im stillen Kämmerlein stets der Freude Ausdruck verleihen würden, wenn das nächste Auswärtsspiel ansteht. Zumal bei dieser Top-Bilanz: Sechs Spiele, fünf Siege und nur eine Niederlage (1:2 bei den Stuttgarter Kickers).

Doch um auf Dauer eine gute Rolle in der Regionalliga spielen zu können, muss Aspach auch seine Heimspielbilanz aufpolieren. Morgen soll gegen den SV Darmstadt 98 nach zwei Unentschieden und einer Niederlage der erste Dreier her. Wobei Trainer Alexander Zorniger die Situation betont nüchtern betrachtet: „Ich will immer das nächste Spiel gewinnen – egal, ob es ein Heim- oder ein Auswärtsspiel ist.“ Die Gäste aus Hessen verloren die vergangenen drei Spiele und rutschten auf Rang 14, doch Zorniger warnt: „Die Mannschaft ist stärker einzuschätzen, als es die letzten Ergebnisse zeigen.“ Sein eigenes Team gewann am Samstag in Karlsruhe zwar 1:0, doch zufrieden war der Trainer mit dieser Leistung über ganz weite Strecken nicht. „Da hätten wir mit einem Punkt zufrieden sein müssen“, räumt Großaspachs Trainer ein und hofft, dass seine Fußballer die Begegnung trotz des glücklichen Sieges als einen Warnschuss wahrgenommen haben. Gegen Darmstadt „muss jeder Spieler wieder an seine maximale Leistungsfähigkeit gehen“, fordert Zorniger. Ob alle seine Schützlinge vom Kopf und vom Körper dazu in der Lage sind, weiß der 42-Jährige noch nicht: „Vielleicht braucht der eine oder andere Spieler eine Pause.“ Personelle Alternativen sind vorhanden. Schließlich hat die SG Sonnenhof Großaspach bis auf Anton Pelipetz (Kreuzbandriss) und Papa N’Diaga Thiam (Trainingsrückstand und Zahn gezogen) alle Mann an Bord.

Zur SG-Partie gegen Darmstadt fahren keine OVR-Busse nach Heilbronn. Der Grund ist die frühe Anstoßzeit am Mittwoch um 16.30 Uhr.

5. September 2010


Jetzt soll endlich ein Heimsieg folgen
SG-Pressemitteilung von Dany Biegler

Aspach, 4. Oktober 2010 – Auswärts ist die SG Sonnenhof Großaspach in der Regionalliga Süd derzeit fast nicht zu stoppen, denn auch beim Karlsruher SC II ergatterte die Zorniger-Elf drei Punkte und feierte damit bereits den fünften Sieg auf fremden Platz. Im Heilbronner Frankenstadion fällt die Bilanz nach drei Partien deutlich weniger positiv aus, schließlich konnten die SG-Kicker erst zwei Zähler vor eigener Kulisse einfahren. Am kommenden Mittwoch bietet sich erneut die Möglichkeit, den ersten Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Zu Gast im Nachholspiel ist der SV Darmstadt 98, die zuletzt in einen Negativlauf mit drei Niederlagen in Folge geraten sind. Doch SG-Coach Zorniger lässt sich dadurch nicht blenden: „Die Mannschaft ist stärker einzuschätzen als die letzten Ergebnisse zeigen.“

Das Resultat in Karlsruhe stimmte, mit der Leistung seiner Schützlinge war der Trainer aber nicht einverstanden: „Da hätten wir mit einem Punkt zufrieden sein müssen.“ Gegen Darmstadt wollen die Kicker aus dem Fautenhau nachlegen und im vierten Anlauf den ersten Heimsieg einfahren. „Mich interessiert in erster Linie die Spielweise meiner Mannschaft, und da muss am Mittwoch jeder Spieler wieder an seine maximale Leistungsfähigkeit gehen“, so Zorniger abschließend. Die personelle Situation ist unverändert gut, denn alle Mann sind an Bord und einsatzfähig. Auch Anton Pelipetz ist nach seinem Kreuzbandriss weiterhin auf einem sehr guten Weg und steigert die Belastungen kontinuierlich.

Zum Darmstadt-Spiel sind aufgrund der frühen Anstoßzeit keine OVR-Busse im Einsatz.

Spielbeginn im Heilbronner Frankenstadion ist am Mittwoch um 16.30 Uhr.


6. Oktober als Termin bestätigt
SG-Nachholspiel gegen Darmstadt

(stg). Die beiden Vereine hatten sich bereits auf diesen Termin geeinigt, und die Zustimmung durch den Süddeutschen Fußballverband (SFV) war erwartet worden. Es ist also keine Überraschung: Das am Mittwoch, 11. August, wegen des ramponierten Rasens im Frankenstadion in Heilbronn ausgefallene Regionalligaduell zwischen den Fußballern der SG Sonnenhof Großaspach und des SV Darmstadt 98 wird am Mittwoch, 6. Oktober, um 16.30 Uhr ausgetragen. Das teilte gestern Mittag der SFV mit.

18. August 2010


Aspach gegen Darmstadt wohl erst am 6. Oktober
Süddeutscher Fußballverband stimmt späterer Austragung zu

(stg). Mit der Bitte, die abgesagte Partie gegen den SV Darmstadt 98 doch nicht schon nächste Woche austragen zu müssen, wandte sich Fußball-Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach nach dem gelösten Rasenstreit mit der Stadt Heilbronn an den Süddeutschen Fußballverband (SFV). Und der Verein aus dem Fautenhau stieß nicht auf taube Ohren: Die in München sitzenden Funktionäre bewiesen Flexibilität und überließen es zunächst einmal den Klubs, sich auf einen Termin zu einigen. Sehr zur Freude von SG-Geschäftsführer Thomas Deters, der betont: „Uns war wichtig, alle 17 Heimspiele in Heilbronn austragen zu können.“ Das ist nun gewährleistet – zumindest, wenn die mit der Blitzheilung des ramponierten Rasens im Frankenstadion betraute Firma wie erwartet erfolgreich ist. Großaspach und Darmstadt einigten sich als Termin für das Nachholspiel auf Mittwoch, 6. Oktober, wahrscheinlich um 16.30 Uhr. Diesem Vorschlag muss nun noch der SFV zustimmen. Doch davon, dass er das tut, ist auszugehen. Heute um 17 Uhr steht für die SG aber erst einmal das WFV-Pokal-Drittrundenspiel in Hall an.

14. August 2010


Rasen kaputt, Heimpremiere fällt aus

Heilbronner Frankenstadion gesperrt – Aspachs Duell mit Darmstadt abgesagt – Vier bis fünf Plätze bei Frisbee-WM beschädigt

„Mir war’s schon peinlich, als ich in Darmstadt und beim DFB angerufen habe.“ SG-Geschäftsführer Thomas Deters weiß selbst nicht so recht, was er sagen soll. Die Regionalligapartie Aspachs morgen gegen Darmstadt 98 fällt aus. Der Rasen des Heilbronner Frankenstadions gleicht einem Kartoffelacker.

Von Uwe Flegel - Als hätten Horden von Wildschweinen gewütet, sieht die Fläche aus, auf der Regionalligist SG Sonnenhof und Landesligist FC Heilbronn bei Heimspielen um Punkte kämpfen. Fußball spielen ist im Frankenstadion unmöglich. „Die Verletzungsgefahr ist zu groß“, berichtet Deters. Mitte vergangener Woche gab’s erste Anzeichen, dass die Junioren-WM im Frisbee die Plätze im und ums Stadion arg in Mitleidenschaft zieht. Vom Grünflächenamt kam die Info, der Rasen sehe nicht gut aus. Mittlerweile ist er in einem jämmerlichen Zustand. Unvorstellbar, dass hier in naher Zukunft Fußball gespielt wird. Schlecht für die SG Sonnenhof, schlimm für den FC Heilbronn. Denn die Nebenplätze sehen angeblich nicht besser aus. „Von vier bis fünf umgepflügten Plätzen“, berichtet ein Augenzeuge. Für 16 Teams steht dem FCH damit vorerst nur noch ein Kunstrasen zur Verfügung. Für Training und Spiele.

Wann die anderen Plätze wieder nutzbar sind, kann keiner sagen. Und auch die Kosten, die auf die Stadt Heilbronn zukommen, sind schwer zu schätzen. Aber es ist kaum vorstellbar, dass die Summe nicht sechsstellig wird. Die Ehre, Ausrichter der Junioren-Frisbee-WM gewesen zu sein, wird Württembergs zweitgrößte Stadt teuer zu stehen kommen.

Im dortigen Rathaus wird bereits die Verteidigungsstellung eingenommen. Im Schul-, Kultur- und Sportamt heißt’s: „Wir dürfen nichts sagen. Das darf nur das Grünflächenamt.“ Dort ist um 16 Uhr niemand mehr zu erreichen. Feierabend ist Feierabend. Kaputte Rasenplätze hin oder her. „Die sind wahrscheinlich geflüchtet, wegen der vielen Anfragen“, heißt’s von anderer Seite mit Galgenhumor. Ihren Namen? „Besser nicht.“ Dafür gibt’s wenig später einen Rückruf von der Pressestelle der Stadt: Dr. Anton Philipp Knittel ist verbindlich, wurde bislang offensichtlich aber schlecht informiert. Warum’s das Debakel gab? „Kann ich nichts sagen.“ Wann ist das Stadion wieder bespielbar? „Ich weiß es nicht.“ Offenbar legen die Zuständigen im Heilbronner Grünflächenamt nicht nur gegenüber neugierigen Pressevertretern Wert auf rechtzeitigen Feierabend. Knittel dagegen macht seinen Job. Er schreibt noch eine Pressemitteilung, in der steht: „In den nächsten Tagen wird bei einem weiteren Ortstermin zwischen der SG Sonnenhof, DFB-Vertretern und städtischen Ämtern das weitere Vorgehen festgelegt. Parallel untersucht das städtische Grünflächenamt mögliche Instandsetzungsmaßnahmen.“

Ein Gespräch, dass der SG Sonnenhof auf den Nägeln brennt. Der Vorstandsvorsitzende der Großaspacher Fußballer Werner Benignus: „Wir haben einen Vertrag mit der Stadt. Beide müssen sich der Situation stellen.“ Er, der bislang die Zusammenarbeit mit der Kommune immer gelobt hat, sagt nun: „Wir sind vollkommen aus dem Häuschen. Das ist unglaublich.“ Auf rund 125000 Euro bezifferte Benignus vor Wochen die Kosten, welche die SG insgesamt für die Spiele in Heilbronn zu tragen hat. Etwas mehr als ein Drittel davon dürfte die Stadionmiete ausmachen, die die Stadt kassiert. Die bekommt sie vorläufig nicht, muss dafür aber viel Geld in die Hand nehmen. Zumal Thomas Deters schon Regressforderungen ankündigt: „Die Mehrkosten für einen Umzug bezahlen wir nicht.“

Die SG Sonnenhof hat neben dem Ärger über die Absage der Heimpremiere das Problem, sich nach einem Ausweichquartier umschauen zu müssen. Bis 18. August muss das Duell gegen Darmstadt nachgeholt sein, fordert der Verband. Wo ist dem Süddeutschen Fußballverband schnurz. „Der Verein muss einen alternativen, regionalligatauglichen Spielort benennen“, erklärt Geschäftsführer Hans Scheuerer. Die naheliegendsten Möglichkeiten: Stuttgart (Gazi-Stadion), Aalen, Heidenheim, Hoffenheim, Reutlingen. Wobei Ersteres der DFB nicht erlaubt, weil dort bereits der VfBII und die Kickers spielen. Bleiben Aalen, Hoffenheim, Reutlingen und Heidenheim. Alles zwischen 70 und 100 Kilometern von Aspach entfernt. Für ein Spiel machbar. Angesichts des Zustands des Stadionrasen ist aber wahrscheinlich, dass das Spiel am 27. August gegen Nürnberg II ebenfalls nicht in Heilbronn stattfindet. Und sieht man die Eile des Grünflächenamts, ist eher der Fautenhau umgebaut, als das Frankenstadion wiederhergestellt.

[Bilder vom Frankenstadion bei www.stimme.de]

10. August 2010


Spielabsage im Frankenstadion!!!

Hierzu eine eMail von Hans Scheuerer, Geschäftsführer des Süddeutscher FV:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir müssen Sie hierdurch leider davon in Kenntnis setzen, dass die Stadt Heilbronn heute Nachmittag das Hauptspielfeld des Frankenstadions, auf dem die SG Sonnenhof Großaspach ihre Heimspiele austrägt, auf Grund des aktuellen Zustandes des Rasens wegen Unbespielbarkeit gesperrt hat.

Aus diesem Grund hat Spielleiter Jürgen Faltenbacher das für Mittwoch, 11. August 2010, in diesem Stadion geplante Meisterschaftsspiel der Regionalliga Süd Nr. 18

SG Sonnenhof Großaspach – SV Darmstadt 98

vom Spielplan abgesetzt.

Die Neuansetzung wird kurzfristig bekannt gegeben, sobald der neue Austragungsort feststeht. Der Verein SG Sonnenhof Großaspach ist von der Spielleitung beauftragt worden, einen alternativen, regionalligatauglichen Spielort zu benennen, an dem die abgesagte Begegnung bis zum 18. August 2010 ausgetragen werden kann.

Als mögliche Spieltermine kommen der 12. August 2010 sowie der 16., 17.oder 18. August 2010 in Betracht.

Einstweilen bitten wir um Kenntnisnahme.


Mit freundlichen Grüßen

i.A. Hans Scheuerer
Geschäftsführer

Süddeutscher FV

 

 

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